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- 8.8.2010: Wasserpflanzentreffen im Münsterland vom 7.8.2010
- 8.8.2010: Wasserpflanzen-Symposium in Göttingen 2010
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- 25.7.2010: Wirbellosenfutter von bio-mark - Erfahrungsberichte sind gefragt
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Wasserpflanzentreffen im Münsterland vom 7.8.2010
8.8.2010 von Maike Wilstermann-Hildebrand.
Am Samstag dem 7.8.2010 hat haben wir zum Ersten Mal ein Treffen von Wasserpflanzenfreunden im Münsterland organisiert.
Zum Warmwerden gab es ab 15 Uhr selbst gebackenen Kuchen. Nach allgemeinem Klönschnack und Kennenlernen haben wir uns dann im Keller unsere Aquarienanlage mit den etwa 100 Aquarien angesehen. In meinem Teil der Anlage dominieren vor allem Wasserschnecken und die von ihnen optimal gedüngten Aponogeton ulvaceus, A. gottlebei, A. undulatus, A. madagascariensis, A. undulatus, A crispus, Cryptocoryne usteriana, C. cordata var. blassii und Vallisnerien. Bedauerlicherweise war an dem Tag die C. usteriana bereits verblüht. Aber eine A. ulvaceus hat ihren Blütenstand präsentiert.
Cord pflegt zusammen mit Garnelen und kleinen Krebsen Moose, Stängelpflanzen, Cryptocorynen und was es sonst noch so Alles gibt. So gibt es für alle unsere Besucher immer etwas Neues zu sehen und zu bestaunen.
Ausschnitt aus unseren 2,40 m langen Raumteiler mit C. affinis, C. cordata var. blassii und O. ulvifolia.
In der Sumpfkultur pflegen wir auch einige zum Teil sehr wenig verbreitete Cryptocorynen wie C. scurrilis, C. fusca oder C. minima. Einen Teil davon in kleinen Kunststoffbechern.
Das Bild zeigt C. scurrillis - leider ohne die skurrile Blüte von der sie den Namen hat.
Größere Pflanzen - vor allem C. balansae-Typen und verschiedene C. cordata-Formen sind in Töpfen in Zimmergewächshäusern.
Die Pflanzen und die Algen, die zum Teil auf ihnen wachsen, gaben viel Anstoß zum Erfahrungsaustausch und zur Diskussion.
Im Garten blühten die Dahlien - mit der riesigen “Yellow Sunburst” als Highlight.
Auch Krötenlilien, Gladiolen, Lilien und Sonnenblumen trugen zu einer schönen Kulisse für unser Treffen bei.
Allerdings war das Interesse unserer Besucher an den Cryptocorynen, Lagenandras und Echinodoren in dem kleinen Gewächshaus größer. Mit etwas Suchen konnte man am Teich Spirodela polyrhiza, Ludwigia helminthorrhiza und Marsilea mutica finden. Unser kleines Biotop wird doch sehr von größeren Sumpfpflanzen dominiert.
Den Abschluss machte ein gemütliches Grillen, bei dem noch rege über verschiedene aktuelle Bücher diskutiert wurde.
Erst gegen 20 Uhr machte sich der letzte Besucher auf seinen immerhin zweistündigen Heimweg.
Uns hat der Besuch der Wasserpflanzenfreunde gut gefallen und wir laden gerne wieder zu so einem Treffen ein. Der Erfahrungsaustausch gibt uns - und hoffentlich auch den Anderen - immer wieder neue Impulse und Ideen.
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Wasserpflanzen-Symposium in Göttingen 2010
8.8.2010 von Maike Wilstermann-Hildebrand.
Vom 25. bis zum 27.6.2010 fand das jährliche Wasserpflanzen-Symposium im Botanischen Garten in Göttingen statt. 18 Experten trafen sich zur intensiven Diskussion verschiedener Themen rund um Wasserpflanzen. Von Hans-Georg Kramer organisiert und moderiert wurde es auch in diesem Jahr wieder ein voller Erfolg.
Zu Beginn referierte Michael Schwertfeger über die Möglichkeiten und Probleme der Ex-Situ-Arterhaltung in Botanischen Gärten. Ein wichtiges Ziel der Pflege lebenden Pflanzen in Sammlungen besteht darin, in der Natur vom Aussterben bedrohte oder bereits ausgestorbene Arten zu erhalten. Durch die Vernichtung ihrer Lebensräume (Rodung, Umweltverschmutzung etc.) oder durch intensives Sammeln, sind viele Pflanzenarten bedroht. Einige wurden nur selten oder zum Teil auch nur einmal in der Natur gefunden. Problematisch ist allerdings, dass die Erhaltung von lebenden Pflanzen zeitintensive, fachkundige Pflege erfordert. Die ist aber wegen der oft leeren Haushaltskassen der öffentlichen Träger von Botanischen Gärten nicht immer gewährleistet. Ein weiteres Problem stellt die Frage dar, ob man eine Art auf der Grundlage von wenigen Pflanzen, die meist auch noch von einander abstammen, überhaupt erhalten kann. Eigentlich müsste man zur Erhaltung der genetischen Variabilität mehrere Individuen jeder Population kultivieren. Das ist allein aus Platzgründen schon nicht möglich – sofern denn überhaupt das Pflanzenmaterial zur Verfügung stehen würde. Die genetische Einengung macht die Pflanzen aber anfällig für Krankheiten. Beispielsweise breitet sich ein Virus unter den Canna (Blumenrohr) aus, der zum Absterben der Pflanzen führt. Davon betroffen ist neben allen Kultursorten auch die in der Natur bereits ausgestorbene und in botanischen Gärten sehr seltene Canna iridiflora.
Im Anschluss demonstrierte Roland Strößner an Hand einiger Beispiele, wie stark sich pflanzliches Material unter Einfluss der in-vitro-Kultur verändern kann. Typische Merkmale wie Blattformen, Wuchshöhe oder die Farbe werden zum Teil nicht mehr ausgeprägt oder treten erst wieder nach mehreren Monaten in Aquarien- oder Freilandkultur auf. Das hat zur Folge, das Beispielsweise Ludwigia sp. „Weinrot“ abhängig von der Kulturdauer „ex-vitro“ grün bis intensiv rot ist. Obwohl die Pflanzen genetisch identisch und aus Klonen vermehrt sind, zeigen sie dennoch eine unterschiedliche Merkmalsausprägung. Der Grund liegt hier nicht in spontanen Mutationen begründet. Es handelt sich vielmehr um eine
Verschiebung in der Aktivität von Genen, ohne dass die Sequenzen selbst verändert werden.
Innerhalb des Genoms gibt es Bereiche, die ständig gebraucht werden und daher immer aktiv sind. Andere Gene sind funktionsfähig, werden aber nicht oder nur sehr selten abgelesen und nur benutzt, wenn dazu keine Notwendigkeit besteht. Zum Beispiel besitzen die meisten Pflanzen die Fähigkeit Harnstoff aufzunehmen. Die Wenigsten produzieren aber ständig das dazu notwenige Enzym Urease. Erst wenn sie mit Harnstoff in Kontakt kommen, wird das Gen aktiviert, die Sequenz abgelesen und das Protein hergestellt. Auf die Weise werden Rohstoffe und Energie gespart.
In der In-vitro-Kultur fehlen verschiedene Umweltreize und andere treten an ihre Stelle. Das hat zur Folge, dass einige „normaler Weise“ aktive Gene nicht mehr abgelesen werden und/oder andere sonst stille Gene aktiv werden. Beispielsweise fehlen in den Klimakammern nennenswerte Temperaturschwankungen. Die Bildung von „Frostschutzmitteln“ (z. B. Glycin Betain) ist also nicht notwendig. Die notwendigen Gene werden nicht aktiviert bzw. in sehr viel geringerem Maßstab abgelesen. Die Kälteresistenz von Arten oder Sorten kann entsprechend herabgesetzt werden. An Stelle der Reize, die in der Natur das Leben der Pflanzen bestimmen (Wechsel in der Tageslänge, der Lichtzusammensetzung oder der Luftfeuchtigkeit), tritt in-vitro eine direkte Steuerung der Wuchseigenschaften durch die Zugabe von Hormonen zum Kulturmedium. Dadurch wird die Pflanze fremd gesteuert zur Bildung von neuen Blättern oder Wurzeln angeregt und ihr Längenwachstum wird beschleunigt oder gebremst. Im Freiland, dem Gewächshaus oder dem Aquarium, produzieren die Pflanzen ihre Hormone in Abhängigkeit von den äußeren Einflüssen selbst. Da bereits geringe Veränderungen im Verhältnis der Hormone zu einander zu deutlich sichtbaren Veränderungen führen können, unterscheiden sich die Pflanzen dann manchmal massiv vom Ausgangsmaterial. Daher ist es notwenig nach mehreren Kulturjahren frisches Material neu in Kultur zu nehmen. Zwei bekannte Pflanzen, die von solchen Wuchsveränderungen besonders auffällig betroffen waren, sind Lobelia cardinalis und Pogostemon stellatum (Eusteralis stellata). Von beiden waren in-Vitro-Pflanzen im Handel, die starke Wuchsdepressionen zeigten.
Durch eine Störung im Hormonhaushalt ist das Längenwachstum gehemmt und die Bildung von Seitentrieben nicht genug unterdrückt. Das weist auf einen Mangel an Auxin hin.
Die Variabilität der Genexpression ist das Forschungsgebiet der Epigenetik.
Bernd Kaufmann diskutierte die Möglichkeiten der Stickstofffixierung durch Blaualgen im Aquarium. Dabei wurde deutlich, dass die theoretische Möglichkeit Stickstoff in Form von N2 zu binden den Blaualgen im Aquarium keinen Vorteil verschafft.
Bei der Stickstofffixierung wird molekularer Stickstoff (N2) zu Ammonium (NH4+) reduziert und als Stickstoffquelle genutzt. Diese chemische Umwandlung wird durch das Enzym Nitrogenase katalysiert. Nitrogenase wird durch Sauerstoff zerstört und muss darum in einem anaeroben Milieu arbeiten. Die N2-Fixierung ist sehr Energie aufwendig.
Es gibt zwei Formen der Stickstoff-Fixierung. Beim Nif1-System werden spezielle sauerstofffreie Zellen, die Heterocysten, gebildet in denen die Fixierung mit Hilfe von Nitrogenase stattfindet. In diesen speziellen Zellen findet darum keine Bildung von Sauerstoff statt, aber Energiegewinnung. Die Heterocysten haben Sauerstoff undurchlässige Zellwände. Je höher allerdings der Sauerstoffgehalt im umgebenden Wasser ist, desto dicker müssen die Zellwände sein. Das erschwert die Aufnahme von Nährstoffen und den Austausch mit den Nachbarzellen. Je niedriger der O2-Gehalt im Wasser ist, desto effektiver ist die N2-Fixierung. Zu diesem Typ gehören zum Beispiel Nostoc, Gloeotrichia und Anabaena. Arten der Gattung Nostoc sind in der Lage innerhalb von etwa 10 bis 15 Stunden Heterocysten zu bilden. Diese entstehen in der Mitte von Zellketten. Bei Gleotricha bildet sich die Heterocyste dagegen am Ende der Zellkette.
Hemmend auf die Stickstoff-Fixierung wirken auch alle Formen von gebundenem Stickstoff. Dazu gehören Harnstoff, Ammonium, Nitrit, Nitrat und alle anderen organischen Stickstoffverbindungen (Eiweiße, DNS etc.). Die N-Fixierung ist sehr Energieaufwendig und wird nur dann genutzt, wenn es sonst keine Stickstoffquellen gibt.
Eine Stickstoff-Fixierung im Aquarium kann unter normalen Umständen ausgeschlossen werden. Die üblichen Blaualgen im Aquarium gehören zu den Gattungen Oscillatoria und Lyngbya, die keine Heterocysten bilden. Nicht alle Arten dieser Gattungen sind in der Lage Stickstoff zu fixieren. Sofern die Arten, die im betreffenden Aquarium vorliegen, dazu in der Lage wären, wäre ihnen das nur in einem Sauerstoff freien Aquarium bzw. an einer sauerstofffreien Stelle ohne jeden organischen Stickstoff möglich.
Tatsächlich findet man die Blaualgen-Plagen aber dort wo das Fischfutter absinkt oder an den Triebspitzen von Pflanzen. Dabei nutzen die Algen Eiweißreste als Stickstoffquelle. Die Affinität der Blaualgen zur Besiedelung von Triebspitzen oder Blatträndern von Pflanzen kann unter anderem damit erklärt werden, dass an diesen Stellen stickstoffhaltige Verbindungen aus den Blättern austreten, die von den Algen ebenfalls als Nährstoffquelle genutzt werden.
Die Nutzung der Redfield-Rate zum Beseitigen der Blaualgen ist nur bedingt möglich. Die Theorie besagt, das bei einem Verhältnis von Stickstoff zu Phosphat von 16:1 höhere Pflanzen gut wachsen, Blaualgen aber bei einem Verhältnis von < 16:1 begünstigt werden. Durch die Zufuhr von Stickstoff bei einem ungünstigen Verhältnis kann man das Pflanzenwachstum verbessern und so ihre Konkurrenzfähigkeit erhöhen. Das funktioniert allerdings nur, wenn ausreichend Pflanzen vorhanden sind, die die als Konkurrenten für die Algen auftreten können, also die Nährstoffe möglichst vollständig aufnehmen. Fehlen die Pflanzen, fördert die Düngung lediglich das Algenwachstum.
Phillip Mertens gab einen Überblick über die Entwicklung seines Langzeitdüngesystems Aquafim, das im letzten Jahr zum Aquaristik-Produkt des Jahres gewählt worden ist.
Aquafim ist ein formstabiler und wasserneutraler Träger in den verschiedene Dünger eingearbeitet werden können. Zurzeit ist der bewährte Dünger von Andreas Kremser (Ferrdrakon) und eine Düngermischung von Hans-Georg Kramer in dieser Form für den Süßwasserbereich erhältlich. Zusätzlich sind vor einigen Monaten neue Produkte dazu gekommen, die das Riffaquarium mit Mineralstoffen und Spurenelementen versorgen.
Das Besondere an dieser neuartigen Nährstoffquelle für das Aquarium ist die gleichmäßige Abgabe von Nährstoffen über einen langen Zeitraum von 2 bis 3 Monaten.
Einmal in seinem Netzbeutel das Aquarium oder in den (Außen-) Filter eingebracht werden die Pflanzen kontinuierlich mit derselben Nährstoffmenge versorgt. Erst nach dieser Zeit sinkt die abgegebene Düngermenge. Das Trägermaterial bleibt dabei unverändert. Es löst sich nicht auf. Nach zwei bzw. drei Monaten – abhängig vom Dünger – wird das Material durch Neues ersetzt. Zum Einstellen der Nährstoffkonzentration bei Neueinrichtung oder Wasserwechsel gibt es einen passenden Flüssigdünger.
Wir verwenden das System bereits seit mehren Jahren mit Erfolg in unseren Aquarien. Wöchentliches oder gar tägliches Düngen wird überflüssig. Dosiert wird über die Menge der eingebrachten Düngerwürfel.
In der Entwicklung sind zurzeit eine NPK-Düngermischung, ein Adsorbierendes System, das wie ein Wasseraufbereiter schädliche Stoffe aus dem Aquarium entfernt und ein Produkt, das Huminstoffe dosiert an das Wasser abgibt. Besonders der Volldünger wurde sehr kontrovers diskutiert. Einige „Prototypen“ zum Testen wurden verteilt.
Thomas Schmidt stellte uns Standorte einheimischer Pflanzen vor. In wunderschönen Film und Fotoaufnahmen wurden Unterwasserlandschaften an verschiedenen Orten des Voralpenbereichs gezeigt. Ergänzende Informationen zu den Wasserwerte, den vorkommenden Pflanzen und ihren Varietäten rundeten den Vortrag ab.
Thomas Rudolf zeigte dann einige neue Aquarienpflanzen aus der Familie der Commelinaceae. Sie gehören zur Verwandtschaft der bekannten Tradiscanthien oder Dreimasterblumen, die als Zimmer- oder Gartenpflanzen kultiviert werden. Einige Arten sind allerdings Sumpfpflanzen. Unter den Namen „Commelinaceae sp. Green“, „Arthraxon sp.“ und „Murdannia sp. Red” werden seit einiger Zeit drei nicht bestimmte Arten aus der Familie in Aquarien kultiviert.
„Commelinaceae sp. Green“ ist auch als „Mini-Bamboo“ und unter anderen „wissenschaftlichen“ Namen wie Murdannia sp. “Green”, Murdannia keisak und Floscopa scandens bekannt. „Murdannia spec. Red“ wird auch fälschlich als Hygrorhiza aristata bezeichnet.
Elisabeth Gross stellte eine Reihe von Schädlingen vor, die auf Wasserpflanzen spezialisiert sind. Beispielsweise gibt es Schmetterlinge, deren Larven an Myriophyllum fressen und einen Rüsselkäfer, die sich nur von Eichhornia crassipes ernähren. An der Seerose frisst unter anderem der Seerosenzünsler (Elophila nymphaeta). Die Pflanzen reagieren auf Fraß mit der Bildung von verschiedenen Abwehrstoffen. Für spezialisierte Tiere sind andere auch ohne Abwehrstoffe Pflanzen nicht interessant. Sie sind durch Co-Evolution, bei der sie ihrer Nahrungspflanze ins Wasser gefolgt sind, so auf diese Nahrungspflanze fixiert, dass sie keine anderen Gewächse besiedeln können. Zum Teil werden solche Spezialisten zur Bekämpfung ihrer Nahrungspflanzen eingesetzt. Sie werden an Stellen, an denen die Pflanzen als Neophyten zu einem Problem werden ausgesetzt und reduzieren mit mehr oder weniger Erfolg die Bestände.
Den Abschluss machten Claus Christensen und Ole Petersen mit etwa „Last Minute Fun“. Ole Petersen zeigte die Entwicklung eines eingerichteten Aquariums vom Bepflanzen über das mehrmalige Schneiden bis zum fertigen Aquascape-Layout und erläuterte dabei die Schwierigkeiten, die ihm dabei begegneten. Claus Christensen demonstrierte danach mit welchem Mitteln man Wasserpflanzen sicher mit der Post verschicken kann.
Wie immer folgte eine Führung durch den botanischen Garten unter der Leitung von Heiko Muth und Michael Schwertfeger. In diesem Jahr versetzten mich vor allem die besonders großblättrige und großblütige Nuphar in Erstaunen. Außerdem blühten Utricularia vulgaris und U. australis zeitgleich, so dass ein direkter Vergleich zwischen den zwei sehr ähnlichen Arten möglich war. Utricularia australis ist auch unter den Synonymen Utricularia major und Utricularia neglecta bekannt.
Aus meiner Sicht war das Treffen wieder ein voller Erfolg. Alle Teilnehmer konnten neue Impulse und Ideen mit nach hause nehmen und das eine oder andere Neue dazu lernen. Ich freue mich bereits auf das nächste Jahr.
Dieser Bericht ist auch in unserem Newsletter Nr. 29 erschienen.
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Des Kindes neue Kleider
25.7.2010 von Maike Wilstermann-Hildebrand.
Es ist wieder soweit. Die auf Vorrat erworbenen Kinderklamotten sind alle. Jetzt heißt es neues Gebrauchtes ordern. Aber in welcher Größe? Im Moment trägt Junior Hosen, Pullover und Shirts von Größe 74 bis 92. Ein Pullover in 86/92 ist genauso groß wie eine 104 einer anderen Marke.
Was bekomm ich also wenn ich einen Pullover in Größe 92 bestelle? Passt der Kleine da diesen Winter rein? Oder im nächsten? Oder ist das Ding im schon zu klein?
Also auf Vorrat kaufen. Mindestens drei Größen im Voraus. Dann kann ich die Klamotten selbst nach Größe sortieren und irgendwann passt er dann schon rein.
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Wirbellosenfutter von bio-mark - Erfahrungsberichte sind gefragt
25.7.2010 von Maike Wilstermann-Hildebrand.
Hallo Wirbellosenhalten,
die Firma bio-mark bietet Spezialfutter für Wirbellose an. Die Zusammensetzung soll speziell auf Garnelen, Schnecken, Krabben und Co. abgestimmt sein. 90% der Zutaten sollen aus biologischer Produktion stammen.
Das Futter ist direkt auf die Bedürfnisse von Wirbellosen zugeschnitten. Krebsfutter wird zum Beispiel ohne Zutaten hergestellt, durch die Krebspest übertragen werden können. Das Futter für Schncken enthält gemalenes Holz. Unter Anderem gibt es auch Futter für Fächerhandgarnelen und filtrierende Schnecken. Informationen zu dem Futter gibt es unter http://www.bio-mark.de/.
Leider gibt es bisher wenig Erfahrungsberichte zu den Futtersorten. Mich würde interessieren, wer schon mal das eine oder andere Produkt ausprobiert hat und ob er oder sie damit zufrieden war.
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Kinderbücher
10.5.2010 von Maike Wilstermann-Hildebrand.
Unser Sohn ist nun anderthalb und liebt Bücher. Er sieht sie sich allein an und lässt sie sich von uns erklären oder vorlesen. Jeden Tag.
Bücher scheint er nie genug haben zu können. Aber die Auswahl ist groß und es ist nicht ganz leicht das Richtige zu finden. Ich habe mir mal die Bücher angesehen, die er über all in der Wohnung verteilt.
Die Wimmelbücher von Anne Suess gehören zu seinen Lieblingsbüchern, wenn es darum geht etwas mit uns zusammen an zu schauen. Besonders das “Große Wimmelbuch” ist spannend. Er erkennt viele Dinge wieder und kann sie benennen.
Das “Große Wimmelbuch Tiere” ist neu. Er sieht es sich gerne an und lässt sich alles erklären. Nach einger Zeit sucht er aber wieder nach “Mau”, “Wauwau” oder “Muh”, die es in dem Buch nicht gibt - außer einer Wildkatze und einem Wolf, die auch sofort entdeckt hat. Wenn er selber etwas erzählen möchte, sind andere Bücher interessanter.
Die beiden “Kleine Wimmelwelt”-Bücher von Lila Leiber sind täglich im Einsatz. Sie sind optimal für kleine Hinderhände. Mit 12,5 x 15,5 cm und knapp 225 g sind sie gut zu halten. Die jeweils 14 Doppelseiten zeigen abwechslungsreiche Alltagsszenen. Die Bücher kommen bei Reisen immer mit. Mehr als einmal ist unser Kleiner beim “lesen” im Autositz mit einem von den Büchern eingeschlafen. Sie passen gut in die Wickeltasche und lassen sich auch gut im Kinderwagen verstauen.
Damit es nicht langweilig wird gibt es zur Abwechslung eine Miniaturausgabe von vier Wimmel-Suchbüchern von Ali Mitgutsch im Schuber. Sie sind je etwa 10,5 x 12,5 cm groß und 85 g schwer. Es wird nur eine Ausschnitt aus den großen Büchern abgebildet, so dass die Bilder nicht zu winzig werden. Allerdings frage ich mich manchmal trotzdem wie es meinem Sohn gelingt bei den knapp einen Zentimeter großen Farbflecken Hund und Katze zu unterscheiden.
Interessant sind auch Bücher mit Fotos von Tieren. Bücher, in denen jeweils aber nur ein Tier pro Seite sitzt, sind ihm schon zu langweilig und werden nur zügig durchgeblättert. Besser sind Bilder von Tieren, die springen oder spielen.
Bis vor Kurzem waren Fühlbücher für ihn das Größte. “Meine Streicheltiere” ist zwar für Kinder ab 18 Monate empfohlen, für unseren Sohn aber bereits zu langweilig. Auf den Seiten gibt es einfach nicht genug zu sehen. Es ist ein schönes Buch für Kinder die anfangen in Zeitschriften und Büchern zu blättern. Die Seiten sind fest und durch die Spiralbindung gut zu greifen. Die Bilder sind einfach und kontrastreich. Für den Start mit Büchern ab etwa 12 Monaten ist es sehr zu empfehlen.
“Fühl mal die Tiere vom Bauernhof” ist lange Alexanders Favorit gewesen. Das Buch hat ebenfalls eine Spiralbindung. Durch die Eingesetzten Fühl-Fell-Stücke liegen die Seiten nicht flach an einander und lassen sich gut auseinander klappen. Das Buch war ideal für den Übergang zwischen dem rein mechanischem Blättern und dem Ersten wirklichen Betrachten von Bildern. Die Abbildungen sind bunt und abwechslungsreich, aber lange nicht so vielfältig wie in den Wimmelbüchern. Es gibt Ohren und Schwänze zum Anfassen und ein paar Klappen, hinter denen sich verschiedene Tiere verstecken. Auf jeder Doppelseite sind zwei Mäuse, die immer schwerer zu entdecken sind. Für mich ist dies das ideale Buch zum Lese-Einstieg für Kinder ab etwa 1 Jahr. Da es aber mit der Feinmotorik noch nicht auf Anhieb so klappt, kann es sein, dass die eine oder andere Klappe sich verabschiedet. Bei uns ist es die Tür der Hundehütte, die ich ständig wieder anklebe. An sonsten ist das Buch robust und hat auch nach sechs Monaten Kinderzimmer kaum Gebrauchsspuren.
“Bist du meine Mama?” findet er super, weil ich die einzelnen Tiere mit verschiedenen Stimmen spreche. Manchmal überschlägt er aber auch Seiten und kommt gleich zu der Stelle, an der die Mama ihren kleinen Eisbären knuddelt.
“Komm mit in die Hasenschule” und “Wo sind bloß die Ostereier” sind zwei Bücher mit vielen Klappen. Mit etwa 18 Monaten kann unser kleiner die Klappen mittlerweile öffnen. Faszinierend ist, dass er sich super merken kann was sich hinter jeder Klappe verbirgt.
Der Osterhase ist etwas unorganisiert. Der Weihnachtsbaum steht noch zu Ostern in der Badewanne, das kaputte Mofa steht hinterm Sofa und im Tisch ist ein Aquarium. Da verwundert es nicht, dass er seine Ostereier nicht finden kann. Die Illustrationen und Reime sind witzig. Das Buch macht das ganze Jahr hindurch Spaß.
Die Hasenschule überrascht damit, dass hinter den Klappen “Aktion” ist. Klappt man die Teile um wird die Handlung von der Vorderseite fortgesetzt. Zum Beispiel streckt sich das Häschen nach dem Apfel. Auf der Rückseite der Klappe ist der Apfel in der Hasenpfote und wird in den Rucksack gesteckt. Dreht man das Handtuch, um trocknet sich das Häschen ab.
Auf wenig Interesse sind bisher die Bücher mit Menschen als Hauptpersonen gestoßen. Vermutlich liegt das daran, dass unser kleiner mit den Handlungen und Sorgen dieser Kinder noch nichts anfangen kann. Vorlesen lässt er sich die Geschichten aber trotzdem gerne und zeigt mit Begeisterung auf Dinge in den Bildern die er kennt.
Berti Bär ist neu bei uns. Allerdings kann unser Sohn vom Vorlesen nicht genug bekommen, so dass ich oft beide Bücher ganz vorlese, an statt nur eine einzelne Geschichte vor dem Schlafengehen.
Für ihn interessante Bücher zu finden ist mittlerweile schwer. Ich lasse ihn nun selbst etwas aussuchen. Was nur kurz durchgeblättert und wieder weg gelegt wird, kommt gar nicht erst mit. Meistens verlassen wir den Laden ohne neues Buch. Wenn er sich aber etwas aussucht, dann hat er auch lange Freude daran - wie zum Beispiel an der “Hasenschule”.
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