Alchemilla - Frauenmantel
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Die Gattung Alchemilla gehört zu den Rosengewächsen (Rosaceae). Es handelt sich um Beetstauden. In der gärtnerischen Kultur findet besonders Alchemilla mollis Verwendung. Es gibt aber auch andere Arten. Alchemilla erythropoda und Alchemilla hoppeana sind beispielweise etwas kleiner als A. mollis und werden nur 10 bzw. 15 cm hoch. Der Alpenfrauenmantel (A. alpina) wird etwa 15-20 cm hoch und blüht von Mai bis September. Bei ihm sind die Blattoberseiten grün und die Blattunterseiten silbrig. Die Art liebt sonnige Standorte. Alchemilla conjuncta bevorzugt vollsonnige Standorte auf kalkhaltige Böden ud kann gut in Steingärten wachsen. Wegen ihrer graugrünen Blätter mit der filzigen Behaarung trägt die Art den deutschen Namen Silbermäntelchen.
 
 
Frauenmantel
Alchemilla mollis
 

Herkunft:
Osteuropa (Gebirge) 

Aussehen: 
Diese winterharte Staude hat rundliche, mittelgrüne Blätter, die wechselständig an halb aufrechten Trieben wachsen. An der Basis sind sie fast bis zur Blattmitte eingeschnitten. Die Spreite ist handförmig gelappt. Der Blattrand ist gesägt. Die Blätter sind mit einem weißen Flaum bedeckt. Die Pflanzen wachsen in Horsten und werden etwa 40 cm hoch. Die Blüten haben je vier gelbe Kelch- und Kronblätter. Vier Staubblätter mit rundlichen Pollensäcken sind um eine einzelne zentrale Narbe angeordnet. Die Blütenstiele und die Seitenäste der Trugdolden sind ebenfalls gelb. Die Blütezeit erstreckt sich von Juni bis August.

Temperatur:      winterhart

pH-Wert:           anspruchslos

Härte:                anspruchslos

Licht:                 halbschattig

Sonstiges:
Der Frauenmantel gedeiht sowohl auf kalkhaltigen als auch auf sauren Böden in trockner oder feuchter Lage. Dauerhafte Staunässe verträgt er aber nicht. Lockere, nährstoffreiche Böden sind von Vorteil. 
Die Staude eignet sich sehr gut als "Lückenbüsser" zwischen höheren Arten zum Abdecken des Bodens gegen unerwünschte Beikräuter, weil sie die meiste Zeit des Jahres dicht belaubt ist. Die Triebe eignen sich gut als Schnittgrün für Blumensträuße und Gestecke. Die Pflanzen sind sehr pflegeleicht und gelten als sehr empfehlenswerte Wildstauden. Die Vermehrung erfolgt durch Teilung im Frühjahr, die Pflanzen samen ich aber auch selbstständig aus.
Der Frauenmantel findet Verwendung in der Naturheilkunde. Er wird vor allem als Tee bei Frauenleiden eingesetzt.

Einzelner Horst des Frauenmantels

Handförmig gelappten Blattspreite

Blütenstand


Literatur:

K. T. Nordhuis (1995): Gartenpflanzen-Enzyklopädie.- Karl Müller Verlag, Erlangen

BdB-Handbuch III - Stauden.- 15. Auflage 1997, Verlagsgesellschaft "Grün ist Leben" mbH, Pinneberg


(c) Wilstermann-Hildebrand 2009