Gattungen Bolbitis, Ceratopteris und Microsorum - Farne

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Wir bieten verschiedene Farne in unserem Shop an.


Bolbitis heudelotii
Ceratopteris cornuta
Ceratopteris pterioides
Ceratopteris thalictroides
Microsorum pteropus







Die Farne im Aquarium gehören zu verschiedenen Familien und sind damit nicht wirklich nahe verwandt. Bolbitis gehört in die Familie Lomariopsidaceae, Ceratopteris zu den Pteridiaceae (Flügelfarngewächse) und Microsorum zu den Polypodiaceae (Tüpfelfarngewächse).
 
 
 
Kongo-Wasserfarn
Bolbitis heudelotii (Bory ex FÉE) ALSTON 1934
Synonyme:
Gymnopteris heudelotii BORY ex FÉE 1845
 

Herkunft:
Westafrika von Guinea bis nach Angola 

Aussehen: 
Aus einem kriechenden bis etwa 10 mm dicken uns bis zu 40 cm langen Rhizom gehen 20-50 cm lange, grüne Blätter hervor. Die Unterwasserblätter sind flaschengrün, transparent und doppelt gefiedert. Die emersen Blätter sind matt grün und hart. Die Wurzeln haften an festen Substraten. Sie sind fein, aber recht fest. Die gesamte Pflanze ist etwas spröde. 

Temperatur:      22-28 °C

pH-Wert:          5,5-7,0

Härte:               2-8 °KH

Licht:                mittel (beschattet)

Sonstiges:

Die Pflanze wird in der Natur bis 80 cm hoch, im Aquarium selten mehr als 20 cm. Die Art wächst im Spritzwasserbereich schneller Bäche und liebt auch im Aquarium Strömung. Die Wurzeln sind immer submers, die Blätter nur zur Regenzeit. Nur über Wasser bilden sich Sporen. 
Im Aquarium braucht dieser Farn bewegtes sauberes Wasser. Er ist als Aufsitzer für Holz und Stein geeignet. Die Vermehrung erfolgt durch Rhizomteilung oder Seitensprosse. Das Wachstum ist langsam. 

Überwasserform des Kongo-Wasserfarns

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Breiter Sumatrafarn oder Hornfarn
Ceratopteris cornuta (P. BEAUVOIS) LE PRIEUR 1830
 
Synonyme:
Pteris cornuta P. BEAUVOIS 1806

Herkunft:
Tropen (Afrika, Indien, Indonesien, Nordaustralien)

Aussehen: 
Die Pflanzen bilden eine grundständige Rosette mit hellgrünen Blättern. Teilweise schwimmen die Pflanzen unter der Wasseroberfläche. Meistens sind sie aber im Substrat verwurzelt. Die Blattstiele sind zwischen 4 bis 30 cm lang. Die Blattspreiten sind zwischen 5 und 50 cm lang, 6 bis 25 cm breit, gefiedert. Es bilden sich unter und über Wasser Adventivpflanzen an den Blatträndern.  

Temperatur:      22-30 °C 

pH-Wert:          5,5-8,0

Härte:               5-20 °KH

Licht:                schwach bis mittel 

Sonstiges:
Der Farn wächst sehr schnell und vermehrt sich sehr gut. Eine generative Vermehrung durch Sporen ist einfach. Wenn sich fertile Wedel mit 2 bis 3 Reihen kleiner Sporengefäße an der Unterseite bilden, kann man diese auf ein feuchtes Substrat legen. Die Sporen reifen heran und fallen aus. Aus ihnen entwickeln sich reichlich Jungpflanzen. 
Wenn die Pflanze schwimmt bieten die Wurzerln reichlich Verstecke. Labyrinther bauen ihre Schaumnester gerne in die verkrautete Masse.

Der Nährstoffbedarf ist nicht sehr hoch. 

Blick von oben auf den Sumatrafarn

Emerses Blatt des Hornfarns 
mit Adventivpflanzen.

An den eingerollten Blatträndern bilden 
sich gelblich-braune Sporenbehälter.

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Schwimmender Hornfarn
Ceratopteris pterioides
Synonyme:
Herkunft:


Tropen 

Aussehen: 
Die hellgrüne Rosette aus abgerundeten, spiessförmigen Blättern schwimmt auf der Wasseroberfläche. Die Blattränder sind leicht gebuchtet. 

Temperatur:      22-30 °C

pH-Wert:          6,5-8,0

Härte:               5-15 °KH

Licht:                mittel 

Sonstiges:

Der Nährstoffbedarf ist nicht besonders hoch. Die Pflnzen sind leicht durch Tochterpflanzen an den Blatträndern zu vermehren. 

Der Schwimmende Hornfarn vermehrt 
sich sehr schnell.

Es bilden sich Tochterpflanzen 
an den Blatträndern.

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Schmaler Sumatrafarn 
Ceratopteris thalictroides
 
Synonyme:
Herkunft:


Tropen 

Aussehen: 
Die Pflanzen bilden eine grundständige Rosette mit hellgrünen Blättern. Selten schwimmen die Pflanzen unter der Wasseroberfläche. Meistens sind sie aber im Substrat verwurzelt. Die Blattstiele sind zwischen 1 bis 25 cm lang. Die Blattspreiten sind zwischen 6 und 20 cm lang,  2 bis 25 cm breit, gefiedert mit unregelmäßig gefiederten Fiedern. Unter Wasser bilden sich Adventivpflanzen an den Blatträndern.   

Temperatur:      22-28 °C

pH-Wert:          6,5-8,0

Härte:               5-15 °KH

Licht:                mittel 

Sonstiges:

Die Art wächst besser als Ceratopteris cornuta im Substrat an. Freischwimmend bietet er ein gutes Laichsubstrat für Labyrinther.

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Javafarn oder Schwarzwurzelfarn
Microsorum pteropus (BLUME) CHING 1933
Synonyme:


Polypodium pteropus BLUME 1929
Polypodium tridactylon WALLICH
Pleopeltis pteropus MOORE
Colysis pteropus (BLUME) BOSMAN

Herkunft:
Südost-Asien, Java 

Aussehen: 
Dieser Farn wird etwa 40 cm hoch. Aus dem waagerechten, kriechenden Rhizom treiben kurz gestielte, lanzettliche, bis 35 cm lange, grüne Blätter. Auf älteren Blättern bilden sich Spermogonien, die als dunkle Punkte zu sehen sind. An diesen Stellen und an den Blatträndern bilden sich unter Wasser Jungpflanzen. Die Pflanzen haften mit den Wurzeln an Holz und Stein. Die langen, freien Wurzelenden treiben frei im Wasser. 

Temperatur:     20-28 °C

pH-Wert:          5,0-8,5

Härte:               2-12 °KH

Licht:                mittel (beschattet)

Sonstiges:

Der Farn wächst langsam und veralgt dabei schnell. Er sollte darum nicht zu hell stehen. Er ist seit den 50er Jahren in Kultur.  Es gibt zwei verschiedene Varietäten mit gefiederten Blattspitzen oder Blatträndern, die unter den Namen 'Windeløv' und 'Tropica' im Handel sind.  Einige Fundortvarianten sollen gut in Brackwasser bis 5g/l Meersalz wachsen. 
Da die Pflanze Bitterstoffe enthält, wird sie von Fischen nicht gefressen. Die Gefurchte Apfelschnecke (Pomacea canaliculata) frisst aber auch ihn.
Dieser farn eignet sich gut zum Bepflanzen von Wurzeln und Steinen.
Der lateinische Name beschreibt die Ansammlungen von kleinen Sporengefässen "Sori" unter den Blättern. Die Gattung Microsorum umfasst 40 asiatische Arten, die in der Hauptsache epiphytisch leben. Der Javafarn wird möglicherweise in Zukunft in die Gattung Colysis überführt werden. 

Der Javafarn ist der bekannteste 
Farn fürs Aquarium.

Sehr selten bilden sich Adventivpflanzen 
an den Wurzeln.

Bei der Sorte ´Windelow´ sind die 
Blattspitzen geweihartig geteilt.


Ältere Blätter bilden an den Sori 
Adventivpflanzen, wenn sie auf eine
feuchte Unterlage gelegt werden.

Nach einigen Wochen sind die Pflanzen 
groß genug um abgetrennt 
und getopft zu werden.

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Literatur zu Bolbitis:

C. D. Roe (1967): Handbuch der Aquarienpflanzen.- Verlag Tropicarium Frankfurt

G. Brünner (1985): Der Kongofarn (Bolbitis heudelotii).- Aquarien Magazin (8), 317

C. Kasselmann (1987): Adventivpflanzenbildung bei Bolbitis heudelotii (Bory ex Fée) Alston, dem Kongo-Wasserfarn.- DATZ 40(2), 88-90

B. Greger (1988): Farne auch im Aquarium?- DATZ 41(8), 310-312

H.C.D. De Wit (1989): Aquarienpflanzen.- Ulmer Verlag Stuttgart

H. Schöpfel (1989): Bolbitid heudelotii, ein tropischer Wasserfarn.- Aqarien Terrarien 36(6), 201-202

B. Kahl (1989): Aquarienpflanzen.- GU-Kompaß, Gräfe und Unzer GmbH, München

O. Gartner (1993): Ein amphibischer Farn aus Kamerun: Bolbitis auriculata (Lam.) Abston (2).- DATZ 46(10), 650-653

O. Gartner (1995): Zwei amphibisch lebende Tropenfarne. Versuche zu ihrer geschlechtlichen Vermehrung.- DATZ 48(11), 726-728

O. Gartner (1997): Bolbitis auriculata - Ungeschlechtliche und geschlechtliche Vermehrung des Ohrförmigen Tropenfarns.- Das Aquarium 31(1), 46-49

C. Kasselmann (1999): Aquarienpflanzen.- 2. Auflage, DATZ-Atlanten, Eugen Ulmer Verlag, Stuttgart

A. Tomey (2001): Wasserfarne. Zwei Bolbitis-Arten als Pflanzen für das Aquarium, Paludarium und Feuchtterrarium.- Das Aquarium 35(10), 33-35

I. Scheuermann (2001): Pflanzen fürs Aquarium.- 9. Auflage, GU Aquarien-Ratgeber, Gräfe und Unzer Verlag

C. Gering (2003): Aquarienpflanzen.- Kosmos Praxiswissen Aquaristik, Franckh-Kosmos Verlag, Stuttgart

Fischer, E. (2005): Farne für die Unterwasserlandschaft.- Aquarienclub Braunschweig e.V., XXII. Fishlight, 34-37
 

Literatur zu Ceratopteris:

H. Lyr, H Streitberg (1955): Die Verbreitung von Hydropoten in verschiedenen Verwandtschaftskreisen der Wasserpflanzen.- Wissenschaftliche Zeitschrift der Martin-Luther-Universität, Halle-Wittenberg 4, 471-483

C. D. Roe (1967): Handbuch der Aquarienpflanzen.- Verlag Tropicarium Frankfurt

H. Frey (1967): Das Aquarium von A-Z.- Neumann Verlag, Melsungen

K. Paffrath (1988): Hornfarne sind problemlos.- Aquarium heute 6(3), 33-34

B. Greger (1988): Farne auch im Aquarium?- DATZ 41(8), 310-312

B. Greger (1989): Der Sumatrafarn. Eine Aquarienpflanze von großem biologischem Wert.- Aquarium heute 7(1), 22-24

K. Paffrath (1989): Das Pflanzenportrait: Der Gewöhnliche Hornfarn, Ceratopteris cornuta.- Das Aquarium 23(4), 221-222

H.C.D. De Wit (1989): Aquarienpflanzen.- Ulmer Verlag Stuttgart

B. Greger (1990): Ceropteris thalictroides (L.) Brogn., der Sumatra- oder Filigranfarn.- Aqua Planta 3-90, 91-93

H.C.D. De Wit (1990): Aquarienpflanzen.- 2. Überarbeitete Auflage, übersetzt aus dem Niederländischen von Dr. Edy Roche, Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim)

C. Kasselmann (1999): Aquarienpflanzen.- 2. Auflage, DATZ-Atlanten, Eugen Ulmer Verlag, Stuttgart

R. Suttner (1999): Faszination einer Farnpflanze - Der Sumatrafarn, Ceratopteris thalictroides.- Das Aquarium 33(3), 30-34

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Literatur zu Microsorum:

H. Frey (1967): Das Aquarium von A-Z.- Neumann Verlag, Melsungen

C. D. Roe (1967): Handbuch der Aquarienpflanzen.- Verlag Tropicarium Frankfurt

D. Hohl (1987): Wissen wir alles über den Schwarzwurzelfarn, Microsorium pteropus?- Aquarien Terrarien 34(6), 203-205

B. Greger (1988): Farne auch im Aquarium?- DATZ 41(8), 310-312

H.C.D. De Wit (1989): Aquarienpflanzen.- Ulmer Verlag Stuttgart

H. Schöpfel (1995): Microsorum pteropus - Ein Farn mit Überraschungen.- Das Aquarium 29(2), 22-24

O. Gartner (1995): Zwei amphibisch lebende Tropenfarne. Versuche zu ihrer geschlechtlichen Vermehrung.- DATZ 48(11), 726-728

C. Kasselmann (1999): Aquarienpflanzen.- 2. Auflage, DATZ-Atlanten, Eugen Ulmer Verlag, Stuttgart

B. Greger (2000): Die Vielfalt einer Farnart: Microsorum pteropus und seine Wuchsformen im Aquarium.- Das Aquarium 34(2), 33-36

C. Kasselmann (2001): Neue Aquarienpflanzen.- Aquarium heute 2/2001, 10-11

I. Scheuermann (2001): Pflanzen fürs Aquarium.- 9. Auflage, GU Aquarien-Ratgeber, Gräfe und Unzer Verlag GmbH, München

C. Gering (2003): Aquarienpflanzen.- Kosmos Praxiswissen Aquaristik, Franckh-Kosmos Verlag, Stuttgart

Fischer, E. (2005): Farne für die Unterwasserlandschaft.- Aquarienclub Braunschweig e.V., XXII. Fishlight, 34-37


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