Gattung Ceratophyllum - Hornblatt
Systematik
Die Gattung Ceratophyllum ist
die einzige in der Familie der
Ceratophyllaceae und in der Ordnung Ceratophyllales. Die
bei uns in der Aquaristik gebräuchliche Arteinteilung
geht auf Wilmot-Dear (1985) zurück. Sie erkannte in ihrer Revision
C. submersum und C. demersum mit
jeweils vier Varietäten an, die sie an Hand von
morphologischen Merkmalen unterschied. Mittlerweile haben aber
umfangreiche morphologische, chemische und genetische Untersuchungen
gezeigt, dass es sich um sechs Arten handelt, die in drei Sektionen
unterteilt werden. Zur Sektion Ceratophyllum gehören C. demersum und C. platyacanthum, zur Sektion
Submersum C. echinatum und C. submersum und zur Sektion
Muricatum die Arten C. muricatum
und C. tanaiticum.
Stammbaum nach morphologischen Merkmalen der Ceratophyllum-Arten:
gezeichnet nach Les
1989
Unter Berücksichtigung aller Merkmale (chemisch, genetisch und
morphologisch)
ergibt sich eine nähere Verwandtschaft zwischen C. demersum und C. platyacanthum
als zwischen C. demersum und C. echinatum und C. submersum.
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Unterschieden werden die Arten nach der Form der Früchte und dem
Grad der Gabelung der Blätter. Die morphologischen Unterschiede
sind jedoch nicht immer eindeutig, weil die Früchte eine gewisse
Variabilität aufweisen. An der Spitze findet aber immer einen mehr
oder weniger deutlichen Dorn, der ein Überrest des Griffels ist.
Früchte der verschiedenen Ceratophyllum-Arten
(aus Les
1989)
A
typische Frucht von C. demersum
B C.
demersum ohne Dornen
C geflügelte Form von C.
demersum (Sammlernummer: Brass
24349)
D geflügelte Form von C. demersum (Sammlernummer: Roberts 3010)
E C. submersum
F C. platyacanthum
ssp.
oryzetorum
G C. platyacanthum ssp. platyacanthum
H typische Frucht von
C. echinatum |
I C. echinatum ohne
Dornen
J C. tanaiticum
K typische Frucht von C. muricatum ssp.
murictum
L C.
muricatum ssp. muricatum ohne Dornen
M typische Frucht von C. muricatum ssp.
kossinskyi
N C. muricatum ssp.
kossinskyi ohne
Dornen
O typische Frucht von C. muricatum
ssp. australe
P C.
muricatum ssp. australe ohne Dornen |
Diese neuere Klassifizierung wird allgemein anerkannt
und findet
zum Beispiel in der Flora of China und in der Flora of USA and Canada
Verwendung. Csiky et al. (2010)
bestätigen mit ihrer Untersuchung, dass die Einteilung von Les der
von Wilmot-Dear vorzuziehen ist.
Biologie und Anatomie
Die Triebe sind bis etwa 1
m lang, wurzellos und tragen in 6- bis 12-zähligen Quirlen
dichotom gegabelte
Blätter. Die älteren Stängelabschnitte sind oft kahl und
ziehen die Triebe wie
ein Anker nach unten. Sie verfangen sich unter Wasser an Zweigen und
zwischen
Wasserpflanzen oder sind mit Schlamm bedeckt, so dass die Stängel
mehr oder
weniger fest verankern sind und senkrecht wachsen. Die Pflanzen kommen
meist in
flachem Wasser vor. In klaren Gewässern können sie aber bis
in Tiefen von acht
oder zehn Metern wachsen. Sie leben in
nährstoffreichen stehenden Gewässern, die auch
leicht
brackig sein können. In hartem,
alkalischen Wasser bildet sich auf den Pflanzen ein weißer Belag
aus
Kalk, der bei der Assimilation von Kohlenstoff aus
Hydrogenkarbonat
frei wird. Als Begleitpflanzen treten oft
Wasserlinsen
(Lemna, Spirodela, Wolffia) auf.
Die Ceratophyllum-Arten
sind echte Wasserpflanzen, die unter Wasser
blühen und vom Wasser bestäubt werden. Männliche und
weibliche Blüten sind an
der selben Pflanze. Sie sitzen getrennt von einander in den
Blattachseln. Die
weiblichen Blüten sind einzeln und haben jeweils nur einen
einfächrigen Fruchtknoten.
Der Griffel ist lang und dünn und hat die Narbe an der Seite. Die
männlichen Blüten
haben 10 bis 20 Staubblättern. Wenn sie reif sind lösen sie
sich ab und treiben
an die Wasseroberfläche. Dort werden sie von Wind und Wellen
verbreitet. Wenn
die Pollensäcke aufreißen werden die Pollen frei, sinken
nach unten und
bestäuben die unter Wasser reifenden weiblichen Blüten.
Hauptsächlich erfolgt
die Vermehrung aber vegetativ durch Fragmentation der Triebe.

männliche Blüte von C.
demersum
Nutzen
<
Hauptsächlich kennen wir Ceratophyllum als Aquarien-
oder Teichpflanze. Durch ihr schnelles Wachstum sind die Pflanzen
beliebt als biologisches Bekämpfungsmittel gegen
Nährstoffüberschüsse und Algen. Ceratophyllum enthält
Substanzen, die das Wachstum von Cyanobakterien hemmen. Hornblatt
findet Verwendung in Biokläranlagen. Selbst getrockneten Pflanzen
können zum Binden von Schwermetallen aus dem Wasser genutzt
werden.
In der Naturheilkunde wurde Ceratophyllum
demersum zur Behandlung von Dermatitis, Elephantiasis,
Sonnenbrand, Fiber oder Skorpionsstichen eingesetzt.
Gemeines Hornblatt, Raues Hornblatt
Ceratophyllum
demersum Linné 1753
Synonyme:
Ceratophyllum apiculatum Chamisso
Herkunft:
weltweit
Aussehen:
Die Stängel werden bis zu 3 m lang. Die
Triebe sind grün und die Blätter fühlen sich sehr steif
und rau an. Die
Blätter sind in Quirlen angeordnet. An der Spitze stehen sie oft
sehr dicht. Sie sind ein- bis zweimal (selten
dreimal) gabelig
geteilt. Die
Segmente sind am Rand gezähnt. Die Blattquirle haben einen
Durchmesser von 1,5 bis 6 cm. Die Segmente sind 1,5 bis 2 cm lang. Die
Frucht ist dunkel grün bis rötlich braun und ohne Dornen 3,5
bis 6 mm lang und 2 - 4 mm breit. Die Oberfläche ist glatt oder
leicht knotig. Die Ränder sind ungeflügelt und ohne Dornen.
An der Basis sind meist zwei gerade oder gebogene Dornen von 0,1 bis
1,2 cm Länge, die aber auch fehlen können. Der Dorn an der
Spitze ist 0,5 bis 14 mm lang. Blüten und Früchte findet man
von Juni bis Oktober.
Unter den Früchten sind 10 bis 14 flache
Brakteen mit zwei Dornen an der Spitze.
Es wurden
Chromosomenzahlen von 2n = 24, 38, 40 und 48 gezählt.
Temperatur:
15-30 °C
pH-Wert:
6,0-8,0
Härte:
5-18 °KH
Licht:
wenig bis mittel
Sonstiges:
Die Pflanze wächst in nährstoffreichen, stehenden
und langsam fließenden
Gewässern. Sie kommt in Gräben, Flüssen, Teichen,
Altwässern und brackigen
Buchten vor. Am
natürlichen
Standort kommen die Pflanzen in Wassertiefen von 50-100 cm, seltener
bis 8 m vor.
Diese Art ist in der Aquaristik weit verbreitet. Es ist relativ
unempfindlich
und wuchsfreudig. Zuviel Ammoniak und Chlorid oder Rückstände
von Algenbekämpfungsmitteln werden aber nicht vertragen. Beim
Einsetzen in ein Aquarium kann es zum Verlust der Blätter kommen.
teilweise zerfallen die Pflanzen ganz.
Die Vermehrung erfolgt durch Seitensprosse.
Im Aquarium bilden sich manchmal männliche Blüten aber sehr
selten weibliche. Früchte bilden sich so gut wie nie.
Die Pflanze
eignet
sich frei treibend gut als Laichsubstrat und als Versteck für
Weibchen. Hornblatt ist wurzellos und wächst nicht im
Substrat
an. Die Stängel faulen, wenn man sie direkt einpflanzt. Die
Stängel
können aber mit einem Stück Holz oder einem anderen Gewicht
beschwert
werden, damit sie unten bleiben. Dabei dürfen sie nicht
in das Substrat gedrückt werden.
|
Das Hornblatt kann auch am
Grund fixiert werden.

Früchte an C. demersum

Frucht von C.
demersum
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Hornblatt
Ceratophyllum
echinatum Gray 1837
Synonyme:
C. demersum Linnaeus var. echinatum (A.
Gray) A. Gray
C. submersum Linnaeus var. echinatum (A.
Gray) Wilmot-Dear
Herkunft:
östliches Nordamerika in Kanada und in den USA von
Maine bis
Minnesota und Florida bis Texas und an der Westküste
in Kanada und den
US-Staaten Washington und Oregon.
Aussehen:
Die Triebe werden bis 1 m lang. an
den Triebspitzen stehen die Blätter dicht zusammen. Sie sind
dunkel bis oliv grün. Die Blattspreite ist drei- bis
viermal gabelig gespalten und bildet in 2 bis 10
Segmente. Die Zähne am Rand sind
unauffällig und schwach ausgeprägt. Die
Quirle haben einen Durchmesser von 2,5 bis 5,5 cm. Die Früchte
sind dunkel grün oder braun. Sie sind ohne Dornen 4,5 bis 6 mm
lang und 2,5 bis 4,5 mm breit. Die zwei basalen Dornen (fehlen selten)
sind gerade oder gebogen und 1 - 5 mm lang. Am rand sind 2 bis 13 0,5 -
6,5 mm lange Dornen. Der Dorn an der Spitze ist 1,5 bis 7,5 mm lang.
Der rand ist geflügelt.
Chromosomenzahl: 2 n = 24
Sonstiges:
In Deutschland / Europa wahrscheinlich nicht
in Kultur.
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Früchte von C. echinatum nach Les 1989
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Hornblatt
Ceratophyllum
muricatum Chamisso 1829
Synonyme:
Ceratophyllum submersum Linnaeus subsp. muricatum
(Chamisso) Wilmot-Dear
ssp. australe (Grisebach)
Les 1988
C.
australe Grisebach 1879
C.
demersum Linnaeus var. cristatum K. Schumann
C. floridanum
Fassett
C. llerenae
Fassett
ssp. kossinkyi (Chamisso)
Les 1988:
C. kossinskyi
Kuzeneva-Prochorova
C. inflatum C. C.
Jao ex K. C. Kuan
C.
manschuricum (Miki) Kitagawa
C.
submersum Linnaeus var.
manschuricum Miki
C.
submersum var. squamosum Wilmot-Dear
Herkunft:
Afrika, Süd- und Mittelamerika, Karibik, Indien,
eingeschleppt in Bulgarien in Reisfeldern
Aussehen:
Stängel bis 1 m lang. Die Blätter sind in 6- bis
12-zähligen Quirlen angeordnet. Sie sind zwei- bis
viermal gabelig geteilt und spalten sich in 2 bis 10 Segment auf. Die
Zähne am Rand sind nur schwach ausgeprägt und fehlen manchmal
fast völlig. Die ersten Blätter der Sproßknsope sind
ungeteilt. Die Blattquirle haben einen Durchmesser von 2,5
bis 6 cm. Die grüne oder dunkel braune Frucht hat meist eine
knotige
Oberfläche. Sie hat zwei lange Dornen an der Basis und einen an
der Spitze. Dazu kommen mehrere kleinere am Rand.
Bei ssp. australe sind die
basalen Dornen an der Frucht gerade oder gebogen und 0,3 bis 4,5 mm
lang. Die bis zu 20 Dornen am Rand sind 0,1 bis 4 mm lang. Der Dorn an
der Spitze ist 1,5 bis 7,5 mm lang. Die Frucht ohne Dornen ist 3
bis 4,5 mm lang und 2 - 3 breit.
Bei C. muricatum ssp. kossinsky ist zwischen
den basalen Dornen etwa ein 120 °-Winkel. Die Blattquirle haben
einen Durchmesser von 2,5 bis 6 cm. Die einzelnen Segmente sind 1 bis
1,2 cm lang und 0,2 bis 2 mm breit.
Die Früchte sind braun bis dunkel grün, 3,5 bis 4 mm lang und
32 - 2,5 mm breit. Die Oberfläche ist knotig bis papillös. Am
Rand ist ein scharfer Grad mit 1 - 8 gefügelten oder
ungeflügelten Dornen. Diese Dornen sind zwischen 0,1 und 2,5 mm
lang. Die zwei basalen Dornen sind 1,5 - 6 mm lang. Blüten und
Früchte findet man in der Natur von Juli bis Oktober.
Bei C. muricatum ssp.
muricatum haben die größeren Dornen an der Furcht alle
etwa die
selbe Länge. Die beiden basalen Dornen weisen nach
unten.
Es gibt von allen C. muricatum-Unterarten
Formen, bei der
die basalen Dornen fehlen und die Früchte glatter sind.
Temperatur:
15-30 °C
pH-Wert:
6,0-8,0
Härte:
5-18 °KH
Licht:
wenig bis mittel
Sonstiges:
C. muricatum ssp. muricatum kommt in
Ägypten, südlich der Sahelzone und in Indien vor. Auch in
Neuguinea wurde diese
Unterart nachgewiesen. C. muricatum ssp.
kossinsky kommt in China vor. Die Unterart ssp.
australe kann man im Süden Nordamerikas (Florida, Georgia,
North und South
Carolina), in Mittelamerika, in der Karibik und in Südamerika
(Peru, Ecuador,
Kolumbien, Venezuela, Guyana, Surinam, Bolvien, Brasilien und
Argentinien) finden.
Bei dieser Art sind die basalen Dornen an der Frucht kürzer als
der an der
Spitze und nur wenig länger als die am Rand.
Das Foto einer Frucht von C.
muricatum ssp. australe
ist bei
Kasselmann (2010, S. 189) zu sehen. Dort ist sie „C.
submersum var. echinatum“ zugeordnet.
Aus Südamerika sind wahrscheinlich Aufsammlungen von C.
muricatum ssp. australe in Kultur.
Möglicherweise werden auch C.
muricatum ssp. muricatum aus Afrika kultiviert.
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Früchte von ssp. muricatum
nach Les 1989

Früchte von ssp. australe
nach Les 1989

Früchte von ssp.
kossinskyi
nach Les 1989
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Hornblatt
Ceratophyllum
platyacanthum Chamisso 1892
Synonyme:
ssp. oryzetorum (V. Komarov) Les 1988:
C.
oryzetorum V. Komarov 1932
C.
demersum Linnaeus var. pentacorne Kitagawa
C. demersum
var. quadrispinum Makino
C.
pentacanthum Hayata
Herkunft:
gemäßigte Breiten in Europa und Asien
Aussehen:
Die Stängel sind
bis 1 m lang. Die dunkel grünen Blätter sind
ein bis zwei Mal gabelig geteilt. Die Blattquirle haben einen
Durchmesser von 2,5 bis 4 cm. Die Frucht ist glatt, hat aber
zusätzlich zu
zwei langen Dornen an der Basis und dem an der Spitze auch auf jeder
Seite einen.
Bei der Unterart oryzethorum sind die Dornen schlank
und
glatt. Die Dornen auf den Seiten sind 0,5 bis 9,5 mm lang.
Die Segmente sind linealisch und 1 - 2 cm lang. Die Frucht ist braun
bis dunkel grün, 4 bis 5 mm lang und 2 - 3 mm breit. Die
Oberfläche ist glatt oder leicht knotig. Der Rand ist ohne Dornen
und Flügel. Die zwei basalen Dornen sind 1,5 bis 12,5 mm lang,
gerade oder gebogen. Der Dorn an der Spitze ist 2 bis 12,5 mm lang.
Blüten und Früchte sind von Juni bis September zu finden.
Bei C. platyacanthum ssp.
platyacanthum
haben die Dornen flügelartige Verbreiterungen und es sind
zusätzliche
kleinere, geflügelte Dornen am Rand.
Sonstiges:
In Deutschland / Europa wahrscheinlich nicht in Kultur.
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Frucht von ssp.
oryzetorum (oben) und
ssp. platyacanthum (unten)
nach Les 1989
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Zartes Hornblatt
Ceratophylum
submersum LINNÈ 1763
Synonyme:
-
Herkunft:
Europa von Spanien bis
zum Ural
Aussehen:
Die frei treibenden Stiele werden bis 50 cm lang.
Die
Pflanzen sind wurzellos. Die Blätter sind in Quirlen angeordnet
und bräunlich-grün. Die Blätter sind
drei bis vier mal gabelig geteilt. Die Segmente sind borstig und nur
mit
wenigen feinen Zähnen besetzt. Die
Stängel bilden unter der Wasseroberfläche dichte Polster.
Die Blüten sind winzig und befinden sich in den Blattachseln. Männliche
Blüten haben oft weniger als 10 Staubblätter. Dieses
Hornkraut hat Früchte mit einem kurzen Dorn an der Spitze.
Unter den Früchten sind 10 bis 14 flache Brakteen mit zwei Dornen
an der Spitze.
Temperatur:
10-30 °C
pH-Wert:
6,0-7,5
Härte:
5-18 °KH
Licht:
mittel bis wenig
Sonstiges:
Die Pflanzen sind viel seltener als C. demersum. Sie
kommen nur zerstreut in stehenden Gewässern vor. Am natürlichen Standort kommt es in Wassertiefen von
20-30 cm vor.
Die Pflanze ist winterhart. Das Zarte Hornkraut bevorzugt
Gewässern,
die sich schnell erwärmen. Die Art wächst langsamer als C.
demersum.
Das Zarte Hornblatt
eignet sich gut als Laichsubstrat und als Versteck für Jungfische.
Diese Art ist weniger wüchsig als C. demersum und kann im Aquarium
bei gemeinsamer Kultur von ihm verdrängt werden.
Die Vermehrung erfolgt durch Seitensprosse.
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Ceratophyllum
submersum

Frucht von C. submersum
nach Les 1989
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Hornblatt
Ceratophyllum
tanaiticum SAPEGIN
Synonyme:
-
Herkunft:
Ungarn, Bulgarien, Rumänien, der Ukraine, Russland und
Kasachstan
Aussehen:
Die Blätter sind 1 bis 2 cm lang grün
oder gelblich. Sie sind in etwa achtzähligen Quirlen angeordnet.
Sie sind drei- bis viermal gabelig geteilt.
Die Zähne am Rand der Segmente sind fein und nur schwach
ausgeprägt.
Die Früchte
sind grün, braun oder rot und stark abgeflacht. Sie sind 2,9 bis
6,9 mm lang, 1,7 bis 2,5 mm breit und 0,9 bis 1,5 mm dick. Die
Oberfläche ist glatt oder knotig, aber ohne Dornen. Der Rand ist
rundum mit 2-15 0,35 bis 3,15 mm langen Dornen besetzt. An der Basis
sind sie durch einen durcheneden Saum verbunden. Die zwei basalen
Dornen sind etwas größer als die
übrigen. Sie
sind 0,5 bis 3,9 mm lang und abgeflacht. Der Dorn an der Spitze sitzt
nicht mittig auf der Frucht. Er ist 0,25 - 2,9 mm lang.
Unter der Frucht sind 6 bis 8 zylindrische Brackteen. Sie haben an der
Spitze zwei Dornen und 1 bis 5 weitere an den Rändern.
Sonstiges:
In Deutschland wahrscheinlich nicht in Kultur. da die Art
aber auch in Ungarn gefunden wurde und von dort teilweise Teichpflanzen
nach Deutschland und in die Niederlande geliefert werden, kann nicht
ganz ausgeschlossen werden, dass diese Art, zumindest manchmal im
Teichpflanzenhandel als C. submersum
angeboten wird.
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Frucht von C.
tanaiticum
nach Les 1989
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Literatur:
Mayr (1914): Hydropoten an Wasser- und
Sumpfpflanzen.-
Beihefte zum botanischen Zentralblatt, 32, 278-371
S. Kostytschew, S. Soldatenkow (1926): Der
tägliche
Verlauf und die specifische Intensität der Photosynthese bei
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Planta 2, 1-9
H. Lyr, H Streitberg (1955): Die Verbreitung von
Hydropoten
in verschiedenen Verwandtschaftskreisen der Wasserpflanzen.-
Wissenschaftliche
Zeitschrift der Martin-Luther-Universität, Halle-Wittenberg 4,
471-483
D H. Les (1986): The Evolution of Achene Morphology
in
Ceratophyllum (Ceratophyllaceae),
I. Fruit-Spine Variation ans
Relationsships
of C. demersum, C. submersum und C. apiculatum.-
Systematic
Botany 11(4), 549-558
H.W.E. van Bruggen (1987): Hornkräuter,
empfehlenswerte
Aquarienpflanzen.- DATZ 40(10), 472-475
D H. Les (1988): The Evolution of Achene Morphology
in
Ceratophyllum (Ceratophyllaceae),
II. Fruit Variation and systemtics of
the "Spiny-Margined" Group.- Systematic Botany 13(1), 73-86
K. Paffrath (1989): Ceratophyllum, das Hornblatt.-
Aquarium
heute 7(2), 31-32
B. Kahl (1989): Aquarienpflanzen.- GU-Kompaß,
Gräfe
und Unzer GmbH, München
D. H. Les (1989): The
Evolution
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Summary
of Proposed Relationships and Evolutionary Trends.- Systematic Botany
14(2),
254-262
P. S. Herendeen, D. H. Les, D. L. Dilcher (1990):
Fossil
Ceratophyllum
(Ceratophyllaceae) from the Tertiary of North America.- Amer. J. Bot.
77(1),
7-16
A. de Graaf (1990): Aquarienpflanzen aus den USA - Ceratophyllum
demersum und Justica americana.- Das Aquarium 24(12), 28-30
D.H. Les (1991): Genetic Diversity in the monoecious
hydrophile
Ceratophyllum
(Ceratophyllaceae).- Amer. Journ. Bot. 78(8), 1070-1082
H. Ebert (1996): Einheimische Wasserpflanzen
für
die Aquaristik.- DATZ 3/96, 174-175
F. Wieland (1997): Ceratophyllum demersum -
"Riffe"
unserer Binnenseen.- DATZ 8/1997, 533-537
C. Kasselmann (1999): Eine neue Aquarienpflanze: Ceratophyllum
demersum "rotstengelig" aus Mexiko.- Aquarium heute 17(1), 262-264
C. Kasselmann (1999): Aquarienpflanzen.- 2. Auflage,
DATZ-Atlanten,
Eugen Ulmer Verlag, Stuttgart
A. Gutjahr (2001): Das Raue Hornblatt, ein
selektiver
Algenbekämpfer.- Aquaristik Fachmagazin 33(6), 72-73
H. Schöpfel (2001):
Hornblattgewächse
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I. Scheuermann (2001): Pflanzen fürs
Aquarium.-
9. Auflage, GU Aquarien-Ratgeber, Gräfe und Unzer Verlag GmbH,
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H.W.E. van Bruggen (2002): Unsere heimischen Ceratophyllum-
(Hornblatt-) Arten.- Aqua Planta 3-2002, 111-118
J. Csiky, A.
Mesterházy, B. Szalontai, E. Pótóné
Oláh (2010): A morphological study of Ceratophyllum
tanaiticum, a species new to the flora of Hungary.- Preslia
82: 247–259
© Wilstermann-Hildebrand 2009 - 2011