Gattung Cryptocoryne - Wasserkelche

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  Ich biete verschiedene aquarientaugliche Cryptocorynen in meinem Shop an.

 
Cryptocoryne affinis
Cryptocoryne alba
Cryptocoryne albida
Cryptocoryne annamica
Cryptocoryne aponogetifolia
Cryptocoryne beckettii
Cryptocoryne ciliata
Cryptocoryne cordata
Cryptocoryne crispatula
Cryptocoryne elliptica
Cryptocoryne ferruginea
Cryptocoryne fusca
Cryptocoryne hudoroi
Cryptocoryne keei
Cryptocoryne lingua

Cryptocoryne moehlmannii
Cryptocoryne nurii

Cryptocoryne parva
Cryptocoryne pontederiifolia
Cryptocoryne pygmaea
Cryptocoryne schulzei
Cryptocoryne spiralis
Cryptocoryne striolata
Cryptocoryne uenoi
Cryptocoryne undulata
Cryptocoryne usteriana
Cryptocoryne vietnamensis
Cryptocoryne walkeri
Cryptocoryne waseri
Cryptocoryne wendtii
Cryptocoryne x purpurea
Cryptocoryne x willisii

Wasserkelche sind mehrjährige Sumpf- und Wasserpflanzen, mit verzweigtem Wurzelstock (Rhizom) und gewöhnlich mit Ausläufern. Zur Gattung gehören etwa 60 Arten im tropischen Asien. Im Handel findet man überwiegend Formen von Wendt´s Wasserkelch (C. wendtii), Walkers Wasserkelch (C. walkeri) und Willis Wasserkelch (C. willisii). Diese Pflanzen sind in Farbe und Form recht variabel und verhältnismäßig anspruchslos in der Aquarienkultur. Ihre Vermehrung ist über in vitro-Kultur problemlos möglich, daher stehen sie meist das ganze Jahr über zur Verfügung.
Form, Größe und Farbe des Blattes sind bei submers und emers wachsenden Pflanzen oft sehr unterschiedlich. Außerdem haben Belichtung, Wasser- und Bodenbeschaffenheit einen großen Einfluß. Sehr oft sind die Arten wegen der Umgebungsbedingungen so variabel, daß man sie ohne Blüte nicht mit Sicherheit identifizieren kann.
Der Blütenstand besteht aus einem Kolben an dem im unteren Teil die weiblichen Blüten sitzen und im oberen die männlichen. Das Ganze ist vom Kessel umhüllt, der sich nach oben hin in eine Röhre fortsetzt. Am Schlund dieser Röhre verbreitet sich das Hüllblatt (Spatha) zu einer Spreite mit einer mehr oder weniger langen und mehr oder weniger stark gedrehten Fahne. Sie kann glatt, bullos, warzig oder mit Cilien (Wimpern) besetzt sein. Die Farbe variiert von grün und weiß über gelb, orange und rot bis zu braun und dunkelviolett. Bei der Artbestimmung wird neben der Blattform, -größe und -farbe auch die Farbe, Größe und Form der Blütenstandsteile beurteilt.
 
 
Zeichnung einer Cryptocorynenblüte
Links ist eine Skizze eines Cryptocorynen-Blütenstandes.
In eine Spatha eingeschlagen sind die 4 bis 8 weiblichen Blüten (je ein Fruchtknoten, Griffel und Narbe) und die etwa 20 bis 50 männlichen Blüten (nur je ein zweikammeriges Staubblatt) auf einer gemeinsamen Achse (Spatix). Dazwischen ist ein steriler Teil. Die Blüten sind im unteren, verbreiterten Teil der Spatha, dem Kessel. Am Übergang zwischen Kessel und der darüber liegenden, schlankeren Röhre befindet sich eine Verschlußklappe, die während der Pollenreife vorübergehend den Durchgang zur Röhre verschließt (siehe Befruchtung). Oberhalb der Röhre erweitert sich die Spatha bei vielen Arten zu einer Spreite. Diese verbreiterte Fläche kann glatt, gerunzelt oder warzig sein. Am Rand kann es Wimpern geben (C. ciliata). Der sichtbare innere Teil der Spatha wird als Schlund bezeichnet. Am Übergang zwischen Schlund und Spathaspreite ist manchmal eine Auffaltung oder Erhebung zu sehen, die als Kragen bezeichnet wird. Auch Zähne am inneren Schlundrand kommen vor (C. spiralis).
Bei manchen Arten (C. affinis, C. albida, C. crispatula) gibt es keine verbreiterte Spathaspreite. Stattdessen ist die Spathaspitze zu einer schwanzartig verlängerten Fahne ausgezogen und in sich gedreht. 

Verbreitungsgebiet

Auf der Karte sind für die verschiedenen Staaten die zur Zeit bekannten Cryptocorynen-Arten und Unterarten eingetragen. Die Nummern entsprechen denen in der Tabelle.

Vorkommen der verschiedenen Cryptocorynen-Arten

1
C. affinis
14 a
C. cordata var. cordata 17
C. cruddasiana 30
C. loeiensis
42
C. pygmaea 54
C. versteegii
2 C. alba 14 b
C. cordata var. diderici 18
C. decus-silvae
31
C. longicauda 43
C. retrospiralis 55
C. vietnamensis 
3
C. albida 14 c
C. cordata var. grabowskii 19
C. dewitii  
32
C. mekongensis
44
C. schulzei 56
C. villosa 
4
C. annamica
14 d
C. cordata var. siamensis
20
C. edithiae
33
C. minima 45
C. scurrilis 
57
C. walkeri     
5
C. aponogetifolia 
14 e
C. cordata var. zonata 21
C. elliptica
34
C. moehlmannii 46
C. sivadasanii 58
C. wendtii  
6
C. auriculata 15
C. coronata 22 
C. ferruginea
35
C. nevillii 47 a
C. spiralis var. cognatoides 59 
C. x willisii    
7
C. bangkaensis  
16 a
C. crispatula var. balansae  
23
C. fusca 36
C. noritoi  
47 b
C. spiralis var. spiralis 60
C. yujii
8
C. beckettii  
16 b
C. crispatula var. crispatula
24
C. griffithii
37
C. nurii 48
C. striolata 
61
C. zaidiana
9
C. bogneri 
16 c
C. crispatula decus-mecongensis
25
C. hudoroi  
38
C. pallidinervia  
49
C. thwaitesii 
62
C. zukalii   
10
C. bullosa    
16 d
C. crispatula var. flaccidifolia   
26
C. ideii
39
C. parva 
50
C. x timahensis   
 
 
11
C. ciliata
16 e
C. crispatula var. planifolia
27
C. jaacobsenii 40
C. pontederiifolia 51
C. uenoi  
 
 
12
C. cognata 16 f
C. crispatula var. tonkinesis
28
C. keei 41 a
C.  x purpurea nothovar. borneoensis 52
C. undulata  
 
13
C. consobrina 16 g
C. crispatula var. yunnanesis
29
C. lingua 41 b
C. x purpurea nothovar. purpurea 53
C. usteriana  
 

   


Befruchtung:

Am ersten Tag nach der Öffnung der Spatha sind die weiblichen Blüten reif und befruchtungsfähig. Zwischen den Narben sind Duftkörper (hier nicht dargestellt), die einen süßlichen Geruch absondern. Insekten (Fliegen) kriechen die Röhre hinunter und bestäuben mit dem mitgebrachten Pollen die Narben. Nach etwa 12 Stunden (am Abend des ersten Tages) beginnt sich die Verschlußklappe nach oben zu bewegen und verschließt den Ausgang des Kessels für etwa 24 Stunden und sperrt die darin enthaltenen Insekten ein. In dieser Zeit reifen die Pollen. Zum Zeitpunkt der Pollenreife ist die Narbe bereits nicht mehr befruchtungsfähig. Selbstbestäubung wird dadurch verhindert. Die Pollen ist in einer schleimigen Flüssigkeit, die bei der Reifung einen steigenden Druck in den Pollensäcken verursacht. Dadurch quillt der Pollen aus einer kleinen Öffnung (Tülle) heraus. Die eingeschlossenen Insekten kommen bei ihren Fluchtversuchen mit dem Schleim in Berührung und der Pollen haftet an ihnen. Wenn sich die Klappe öffnet, fliegen die Insekten andere duftende Blüten mit reifen Narben an und bestäuben sie.
Die Kapselfrüchte entwickeln sich erst sehr schnell, bleiben dann aber oft 6 bis 9 Monate unreif an der Pflanze. Dann setzt die Reife ein, während der Fruchstandsstiel sich auf mehrere Zentimeter verlängert. Dann reißt die Frucht oben sternförmig auf und entlässt die Samen. Diese sind nur kurz schwimmfähig und keimen meist sofort bzw. nach wenigen Tagen (JACOBSEN 1982 a, DE WIT 1990).

Kultur:

Werden die Pflanzen über Wasser kultiviert blühen sie nicht selten. Sie regieren aber empfindlich auf Störungen durch Umpflanzen. Die meisten im Aquarium submers wachsenden Cryptocoryne-Arten werden nicht blühen, auch wenn sie sich prächtig entwickeln. Von Cryptocoryne usteriana, C. aponogetifolia und C. crispatula ist aber bekannt, dass sie zumindest in der Natur ihre Blütenstände bis über die Wasseroberfläche wachsen lassen können. Dabei bilden sie eine besonders lange Röhre aus. Sehr selten blüht Cryptocoryne wendtii unter Wasser. Bei dieser Art erreicht der Blütenstand dann aber nicht die Wasseroberfläche (TITZ 2000).
Die einzelnen Cryptocoryne-Art sind unterschiedlich empfindlich und anspruchsvoll. Einige Arten wachsen nicht gut unter Wasser, andere nicht über Wasser. Die meisten Arten bevorzugen lockeren, sauren und humosen Boden und mehr oder weniger saures, weiches und nährstoffarmes Wasser. Andere Arten benötigen dagegen unbedingt hartes Wasser (C. aponogetifolia, C. usteriana). Cryptocoryne ciliata lebt in der Natur in Brackwasser -Gebieten. Allerdings wachsen die Pflanzen auch ohne Salz gut in Aquarien.
Einige der hier vorgestellten Arten sind nicht im Handel erhältlich. Zum Teil kann man sie aber auf Pflanzenbörsen bekommen. Sie werden von Wasserpflanzenfreunden gepflegt, die viel Zeit und Mühe darauf verwenden, herauszufinden welche Temperatur, bei wieviel Licht und in welchem Mischungsverhältnis von Sand, Kies, Ton, Buchenlaub, Buchenlauberde, Kokosfasersubstrat und Weißtorf die einzelnen Arten am Besten wachsen. Für den Normalaquarianer sind sie allerdings nicht geeignet.
Die meisten Cryptocorynen im Handel stammen aus in-vitro-Kultur. Die Umstellung der Pflanzen auf die Gewächshauskultur erfolgt bei hoher Luftfeuchtigkeit. Nach dem Anwachsen im Kultursubstrat werden die Pflanzen an die normalen Gewächshausbedingungen gewöhnt.

Cryptocorynen-Fäule:

Ein oft beobachtetes Problem ist die sogenannte "Cryptocorynen-Fäule", deren Ursache bisher unbekannt ist. Charakteristisch ist das schnelle, spontane Zerfallen aller Blätter eines Bestandes, das regelrecht "ansteckend" auf alle Cryptocorynen im Aquarium wirken kann. Innerhalb weniger Tage oder manchmal auch Stunden werden alle Blätter matschig. Die Rhizome und Wurzeln sind nicht betroffen. Ausgelöst wird der Vorgang oft durch plötzliche Veränderungen im Milieu, zum Beispiel durch einen großen Wasserwechsel nach längerer Pause, dem Austauschen aller Leuchtkörper (plötzlich mehr Licht oder völlig anderes Spektrum), Entfernen von anderen Pflanzen (mehr Licht, Aufwirbeln von Nährstoffen, Trübungen, pH-Veränderungen, Veränderungen im Sauerstoff- oder Kohlendioxidangebot) oder Veränderungen in der Düngung. (HOLZMANN 1995). Teilweise wird vermutet, dass eine Überdüngung mit Stickstoff, die Ursache sein könnte. Aber auch ein Kalium-Überschuß verursacht solche Symptome.
 
 

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Härtels Wasserkelch

Cryptocoryne affinis HOOKER 1893

Synonyme:
Cryptocoryne haerteliana JACOBS. ex MILK. 1949
(in Wochenschrift für Aquarien- und Terrarienkunde 43, S. 255 und 288)

Herkunft:
Malaysia, malayische Halbinsel

Aussehen: 
Über Wasser sind die Pflanzen etwa 2 bis 3 cm hoch. Die Blätter sind kurz gestielt, die Spreiten etwa 2,5 bis 3 cm lang und etwa 1 cm breit. Sie sind mehr oder weniger stark gebuckelt. Submers wird die Pflanze etwa 30 cm hoch. Die Blattspreite ist lanzettlich, etwas genoppt und gewellt. Die Oberseite ist dunkelgrün bis bräunlich und die Unterseite weinrot. Der Blütenstand ist stark gedreht, purpurn bis dunkel-violett und hat keinen Kragen.

Temperatur:      22-26 °C

pH-Wert:          6,0-7,5

Härte:               6-20 °KH

Licht:                wenig bis mittel (beschattet)

Sonstiges:
Diese Art reagiert besonders empfindlich auf Schwankungen von Licht und Wasserwerten. Wasserwechsel sollten darum  regelmäßig durchgeführt werden. Das Umpflanzen wird nicht vertragen. Die Wurzeln sind empfindlich und faulen leicht. Jede Störung führt zum Totalverlust aller Blätter. Unter guten Bedingungen bildet die Pflanze aber innerhalb weniger Woche neue. Ein nährstoffreicher Bodengrund und eine guten Eisenversorgung fördern die Entwicklung.
Die Vermehrung erfolgt durch Ausläufer.

Die Pflanzen im Handel stammen in der Regel aus in-vitro Kultur und sind sehr klein. Sie lassen sich unter günstigen Bedingungen gut auf die submerse Kultur umstellen. Submerse Pflanzen überstehen die Umsiedelung ins Aquarium manchmal nicht. 
Sie kann unter guten Bedingungen bis zu 40 cm hoch werden und sollte darum in den Mittelgrund oder an den Rand gepflanzt werden. Da sie das Umpflanzen nicht verträgt, sollte sie später nicht mehr umgesetzt werden.

Diploider Chromosomensatz: 2 n = 34 (de Wit 1990, S. 148)
 

Blütenstand von Cryptocoryne affinis

Über Wasser sind die Pflanzen 
sehr gedrungen.

submerse C. affinis

Unter Wasser werden sie deutlich größer.

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Weißer Wasserkelch

Cryptocoryne alba DE WIT 1975

Synonyme:
-

Herkunft:
Sri Lanka

Aussehen: 
Die Pflanzen sind sehr variabel. Über Wasser werden sie etwa 10 cm hoch. Die Blätter können abhängig vom Genotyp grün mit helleren Blattadern, olivgrün oder braun mit dunklerer brauner Zeichnung sein. Die Genotypen können sich an einem einzigen Fundort unterscheiden. Die Blattspreiten sind eiförmig bis lanzettlich. Die Blattränder weisen in der Regel eine feine Kräuselung auf. Den Namen hat die Art von der rein weißen bis elfenbeinfarbenen Spatha. Allerdings treten auch rote Blütenstände mit dunklem Schlund oder auch weiße mit rosafarbenen Schlund. Der etwa 6 cm hohe Blütenstand ist leicht gedreht, aufrecht und hat eine lange Fahne. Schlund und Spathaspreite sind durch einen deutlichen Kragen abgesetzt. Charakteristisch ist die sehr kurze (< 1 cm) Röhre. Die vegetativer Vermehrung ist langsam. Die Jungpflanzen bilden sich an Ausläufern. 

Temperatur:      22-30 °C

pH-Wert:          5,0-7,5    

Härte:               2-12 °KH

Licht:                mittel bis viel

Sonstiges:
Cryptocoryne alba gehört zu den seltensten der Gattung. Die Bekannten Naturstandorte sind stark durch die Landwirtschaft bedroht. Möglicherweise ist die Pflanze in der Natur mittlerweile ausgestorben. Sie ist nahe mit Cryptocoryne thwaitesii verwandt. Die Pflanzen wachsen im Tieflandregenwald von Sri Lanka an schattigen Bächen.
F. Möhlmann (1993) berichtet, dass die submerse Kultur "nicht ganz problemos" ist. In einer Mischung aus grobem Sand mit einer Körnung von 4 bis 6 cm und etwas Lehm. Dazu Wasser mit einem pH-Wert von 6,9 bis 7, einer Härte unter 20 °dGH und einer Temperatur von 25°C. Bei einem Wasserstand von 30 cm und mäßigem Licht hat er es offenbar geschafft die Pflanzen im Aquarium zu halten. H. Ehrenberg (1990) schrieb über seine Kulturerfahrungen mit der Art. "Da diese [Pflanze] submers praktisch nicht zu pflegen sind" pflanzte er sie in emerser Kultur in eine Schale mit Wasserpflanzenerde und düngte sie mit dem Hydrodünger Lewatit HD 5. Dieser Wasserkelch ist also keine Pflanze für die Unterwasserkultur. Die Pflanzen wachsen lediglich über Wasser. Sie bevorzugen weiches Wasser und ein leicht saures Substrat (Buchenlauberde). 

Diploider Chromosomensatz: 2 n = 36 (de Wit 1990, S. 148)

Cryptocoryne alba

Topf mit emerser C. alba. Die Blattfarbe
variiert bei den Pflanzen sehr stark.

Spatha

Blühende Pflanze mit braunen Blättern

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Weißlicher Wasserkelch

Cryptocoryne albida R.N. PARKER 1931

Synonyme:
Cryptocoryne costata GAGNEPAIN

Herkunft:
Myanmar und Südthailand

Aussehen:
Die Pflanzen können über Wasser bis 20 cm hoch werden. Die Pflanzen im Handel sind in der Regel kleiner. Die Blätter sind schmal lanzettlich bis linealisch, bis etwa 10 cm lang und 2 cm breit. Sie sind olivgrün mit einem silbernen Schimmer und einer dunklen, federähnlichen Zeichnung. Unter Wasser sind die Blätter schmaler und verlieren zum Teil ihre Zeichnung. Sie sind dann etwa 5 bis 10 cm lang und 0,5 bis 1 cm breit.
Die Blütenknospen sind spiralig gedreht. Nachdem die Blüte begonnen hat sich zu öffnen bleibt die Spatha etwa 4 bis 6 Tage erhalten. Die Oberfläche ist glatt. Im Schlund sind violette Punkte sichtbar. Ein Kragen fehlt.

Temperatur:      22-30 °C

pH-Wert:          5,0-7,5

Härte:               2-12 °KH

Licht:                mittel bis viel

Sonstiges:
Die Art ist manchmal als Cryptocoryne costata im Handel. Gute, aber langsam wachsende Art für den Vordergrund. 
 

Diploider Chromosomensatz: 2 n = 36 (de Wit 1990, S. 148)
 

 

Spatha von C. albida

Die Spatha ist spiralig gedreht. 

Blütenstand von C. albida

Im Schlund sind violette 
Punkte sichtbar.

Spatha von C. albidageöffneter Kessel von C. albida

Blütenstand von Cryptocoryne albida: Die Blüten sind von einem Hüllblatt, der Spatha, umhüllt. Die Spitze der Spatha ist hier (links) abgebrochen. Rechts: Blick in die geöffnete Spatha: unten befinden sich die weiblichen Blüten mit Griffel (gelb) und Narben (gelb). Oben sind die kleineren männlichen Blüten (gelblich). Dazwischen ist ein sehr dünner Stiel (rötlich-violett).

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Annam-Wasserkelch

Cryptocoryne annamica SEREBRYANYI 1991

Synonyme:
-

Herkunft:
Vietnam

Aussehen: 
Die Pflanzen haben etwa 2 - 5 cm lange, rötlich grüne Blattstiele mit roter Blattscheide. Der Blattstiel und das untere Drittel des Mittelnervs haben rötliche Linien. Die lanzettlichenSpreiten haben eine herzförmige Basis und sind etwa 7 cm lang und 3 cm breit. Die Oberseite ist mit feinen Papillen besetzt und glänzt, die Unterseite ist matt. Die Blattränder sind leicht purpurn gefärbt. Die Pflanzen bilden Ausläufer. Vor der Blüte werden ausdauernde Niederblätter gebildet. 
Die Blütenspatha ist 4 bis 5 cm lang, außen weiß und und dicht mit feinen roten Punkten gezeichnet. Die Spathaspreite ist ca. 2,5 cm lang, einmal in sich gedreht, an der Außenseite rau und rötlich, innen runzelig und kräftig gelb. Im Schlund ist ein großer, runder, roter Fleck. Kein Kragen. Der Kessel ist 1,2 bis 1,4 cm lang. Die 6 weiblichen Blüten sind annähernd rechteckig. Mehr als 50 männliche Blüten. . 
Chromosomenzahl 2 n = 34.
 

Sonstiges:
Die Art ist nicht für die Aquarienkultur geeignet.
Dieser wurde ursprünglich für die Pflanze gehalten, die in Vietnam 1927 entdeckt wurde und später als C. vietnamensis beschrieben wurde. Die Beschreibung erfolgte später an Hand von Material aus dem Botanischen Garten der Universität Leningrad, dass zum Blühen gebracht werden konnte. 

blühende Cryptocoryne annamica

Cryptocoryne annamica

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Hammerschlag Wasserkelch

Cryptocoryne aponogetifolia MERRILL 1919

Synonyme:
-

Herkunft:
Philippinen (Luzon)

Aussehen: 
Die Blätter sind schmal lanzettlich bis linealisch, stark bullos, hell bis dunkelgrün. Die Spreite ist bis 80 cm lang und 2 bis 5 cm breit. Die Spatha des Blütenstandes wächst vom Grund bis zur Wasseroberfläche und öffnet sich dort. Der Stiel des Blütenstandes kann sich dabei auf eine Länge von etwa 10 bis 15 cm und der Kessel auf eine Länge von 25 cm strecken. Die Spatha ist außen rötlich und im inneren weiß. Die Oberfläche ist glatt. Ein Kragen fehlt. Die Frucht entwickelt sich auf der Spitze des Blütenstandstieles unter Wasser.

Temperatur:      22-28 °C

pH-Wert:          6,0-8,0

Härte:               8-20 °KH

Licht:                mittel 

Sonstiges:
Die Pflanzen brauchen mittelhartes bis hartes Wasser für eine gesunde Entwicklung. Darum eignet sich diese Art gut für Barschaquarien (Tanganjika, Malawi). Da beim Zerreißen der Blätter werden mikroskopisch feine Kristallnadeln aus Calciumoxalat ins Wasser abgegeben, die bei Hautkontakt ein Jucken verursachen. Die Fische fressen die pflanzen darum nicht an. Die Vermehrung erfolgt über Ausläufer.
Teilweise war die Art früher unter dem, Namen C. usteriana im Handel, dabei handelt es sich aber um eine andere Art.

Blütenstand von Cryptocoryne aponogetifolia

Die Spatha von C. aponogetifolia
öffnet sich über Wasser. 

Blätter von Cryptocoryne aponogetifolia

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Becketts Wasserkelch

Cryptocoryne beckettii THWAITES ex TRIMEN 1885

Synonyme:
Cryptocoryne petchii ALSTON

Herkunft:
Sri Lanka

Aussehen: 
Über Wasser ist sie etwa 15  cm hoch, dunkelgrün oder leicht chlorotisch. Die Blätter sind gestielt und lanzettlich. Unter Wasser sind die Spreiten etwa 10 bis 15 cm lang und 1,5 bis 2 cm breit. Die Farbe der Blattoberseite variiert zwischen dunkelgrün und rötlich braun. Die Blattunterseite ist bräunlich bis rot. Oft ist eine Marmorierung sichtbar und die Blattadern sind oft farblich abgesetzt. Der Blattrand ist leicht gewellt und bei der Form "beckettii" bei den älteren Blättern nach unten eingerollt. Bei "petchii" rollen sich die Ränder nicht ein. Kessel und Röhre sind weiß, teilweise mit rötlichen Linien. Die Spathaspreite ist gelb bis orange und läuft in eine wenige gedrehte Fahne aus. Die Schlundzone ist orange-rot bis dunkel rot. 

Temperatur:      22-30 °C

pH-Wert:          6,0-8,0

Härte:               2-15 °KH

Licht:                mittel

Sonstiges:
Es sind mindestens 2 Formen der Art von verschiedenen Naturstandorten im Handel. Die eine ist oft leicht chlorotisch und zeigt sehr schnell Mikronährstoffmangel an, der sich mit Eisen allein nicht beheben lässt. Die andere Form zeigt dagegen keine Mangelsymptome, während sie mit der anderen unter den gleichen Bedingungen zusammen kultiviert wird. Möglicherweise benötigt die "chlorotische Form" höhere Temperaturen um effektiv Mikronährstoffe aufzunehmen. Bei ihr sind die Blütenstände deutlich heller als bei der anderen Form. Die ursprüngliche Herkunft des in-vitro vermehrten Pflanzenmaterials lässt sich leider nicht mehr feststellen, daher sind Standortuntersuchungen in der Natur nicht möglich. 
Es gibt außer diesen normalen, diploiden auch eine triploide Form. Bei der triploiden Form sind alle Chromosomen nicht nur zweimal (Mutter und Vater), sondern dreimal vorhanden. Das kommt zustande, wenn bei der Bildung der Keimzellen der diploide Chromosomensatz nicht getrennt wird und diploide statt haploide Pollen oder Eizellen entstehen. Verschmelzen die dann mit einer normalen haploiden Keimzelle, entstehen Individuen mit triploidem (dreifachem) Chromosomensatz. Die als Cryptocoryne petchii im Handel angebotenen Pflanzen sind eine triploide, pollensterile Form dieser Art.

Diploider Chromosomensatz: 2 n = 28 bzw. triploider Chromosomensatz: 2 n = 42 (de Wit 1990, S. 148)

Chlorosen

Links chlorotische Pflanzen, rechts 
normal gefärbte unter den gleichen 
Kulturbedingungen.

Blütenstand an Cryptocoryne beckettii

Cryptocoryne beckettii mit Blütenstand

submerse C. beckettii

Unter Wasser rollen sich die Blattränder
nach unten ein.

gelbe Spathaspreitedunkle SpathaspreiteVergleich der Spathen

Vergleich zwischen den Blütenständen der chlorotischen Form links und der 
normalen Form in der Mitte. Im direkten Vergleich fällt auf, dass der Blütenstand 
der chlorotischen Form insgesamt heller gefärbt ist. Es fehlen die rötliche Farbanteile 
auf der Spathaspreite und entlang der gesamten Röhre und des Kessels. 

offene Kessel

Auch die Narben der Normalform sind 
rötlich, während sie bei der chlorotischen 
Form rein gelb sind.

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Bewimperter Wasserkelch

Cryptocoryne ciliata (ROXBURGH) SCHOTT 1832

Synonyme:
Ambrosina ciliata ROXBURGH 1819

Herkunft:
Indien, Bangladesh, Myanmar, Thailand, Kambodscha, Vietnam, Malysia, Sumatra, Borneo, Java, Celebes, Ceram, Halmahera, Irian Jaya, Papua Neuguinea

Aussehen: 

C. ciliata var. ciliata:

Die ganze Pflanze ist fleischig und steif. Das Rhizom wächst kriechend und ist bis etwa15 cm lang. Die Ausläufer sind schlank und erreichen eine Länge von etwa 20 cm. Die Blätter stehen senkrecht oder nur leicht schräg. Die Blattstiele erreichen eine Länge von 10 bis 50 cm. Die rein grünen, lanzettlichen Blattspreiten sind etwa 15 – 50 cm lang und 2 – 15 cm breit. Bei jungen Blättern ist die Basis herablaufend, bei älteren gestutzt bis herzförmig. Kräftige Pflanzen können über Wasser etwa 1m hoch werden. Die Spatha kann bei großen Varietäten und kräftigen Pflanzen bis zu 50 cm lang werden. Davon entfallen auf den Kessel etwa 1 bis 2 cm. Er ist innen weiß. Etwa auf halber Höhe ist er mehr oder weniger eingeschnürt. Der Blütenstand umfasst 4-9 Narben und 20 bis 80 männliche Blüten. Die weißen Duftkörper sind klein und unregelmäßig rund. Die Röhre kann bei großen Exemplaren bis zu 40 cm lang sein. Sie ist innen weiß und im Querschnitt elliptisch. Die Spartaspreite ist 3 bis 10 cm lang und 2-3 cm breit. Sie ist rosarot bis dunkelrot oder grünlich. Die Spreite ist etwas warzig und gewölbt, aber nicht gedreht. Sie kann mehrere Längsrillen haben. Am Rand 0,5 bis 1 cm lange, teilweise gegabelte Wimpern (Cilien). Der Schlund ist durch einen mehr oder weniger deutlichen Kragen abgegrenzt, weißlich, gelblich oder grünlich gefärbt und rot gepunktet. Die Frucht hat einen Durchmesser 2 bis 5 cm und enthält zwischen 30 und 80 Samen (Jacobsen 1982). Die Samen sind etwa 12 mm lang und 5 mm breit. Der Embryo hat ca. 15 - 40 krallenförmige Auswüchse, die bereits voll entwickelt in der  Samenhülle zusammengefaltet sind.
Chromosomenzahl: 2 n =  22

C. ciliata var. latifolia:

Diese Varietät hat einen triploiden (dreifachen) Chromosomensatz 2 n =  33. Sie wird als „breitblättriger Typ“ bezeichnet, weil die Spreiten nur etwa 2,5 Mal so lang wie breit sind. Charakteristisch sind die kurzen, steifen Triebe, die die Pflanzen statt Stolonen in den Blattachseln wachsen. Diese bilden noch an der Mutterpflanze Wurzeln und senken sie in den Boden. Erst danach bilden sich Blätter und die Jungpflanze löst sich ab (van den Nieuwenhuizen 1999). Trennt man die Triebe vorher ab, schlagen sie auch Wurzeln. Die Entwicklung ist aber sehr langsam. Die Pollen sind nur zu etwa 30 % fruchtbar. Vorkommen dieser Varietät gibt es in Malaysia (in Johore), in Thailand (bei Bangkok), Singapore und Sarawak (bei Kuching und am Kampong Stutong).

Temperatur:      22-30 °C

pH-Wert:          6,5-8,0

Härte:               2-12 °KH

Licht:                mittel bis sehr viel

Sonstiges:

Der Name bezieht sich auf die Cilien (Wimpern) an der Spatha der Blüte. Die Pflanzen werden im Aquarium kaum größer als 25 cm. In der Natur kommt sie in reinem Süßwasser vor und auch in Brackwasser (van Bruggen 1962, Bader 2005). Sie verträgt viel Salz und kann auch in Wasser mit 3-5 g Meersalz pro Liter zusammen mit Mangroven kultiviert werden. Die Toleranz gegenüber Salz ist wahrscheinlich bei den verschiedenen Herkünften unterschiedlich. Manchmal kommt die Art zusammen mit C. lingua oder C. ferruginea vor.

Diploider Chromosomensatz: 2 n = 22, triploider Chromosomensatz 3 n = 33 (de Wit 1990, S. 148)

Cryptocoryne ciliata

Blüte an der triploide Form von 
Cryptocoryne ciliata.
Hier am zweiten Tag nach dem Aufblühen.

Sämling von Cryptocoryne ciliata

Ein Sämling mit den typischen
Auswüchsen und einem ersten Laubblatt.

Knospe von Cryptocoryne ciliata

Die Knospe kann eine Woche oder länger 
scheinbar unverändert dastehen, 
während im inneren die Blüten heranreifen.

frisch geöffnete Spatha von Cryptocoryne ciliata

Am ersten Tag ist die Spatha flach und 
die Cilien stehen waageerecht ab.

Spatha von Cryptocoryne ciliata am zweiten Tag

Am zweiten Tag rollen sich die Ränder
der Spatha nach hinten.

Cryptocoryne ciliata welkt

Am dritten Tag ist die Spatha deutlich
verwelkt und verschrumpelt.


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Herzförmiger Wasserkelch

Cryptocoryne cordata GRIFITH 1851

Synonyme:
Cryptocoryne kerrii GAGNEPAIN
Cryptocoryne siamensis GAGNEPAIN
Cryptocoryne blassii DE WIT
Cryptocoryne evae RATAJ

Herkunft:
Malayische Halbinsel und Borneo

Aussehen: 
Die Art hat einen sehr großen Formenkreis. Über Wasser wird sie bis 25 cm hoch unter Wasser erreichen einige Formen eine Höhe von 60 cm. Die Blattstiele sind 5 bis 45 cm lang. Die Spreiten sind schmal lanzettlich, elliptisch oder herzförmig, zwischen 5 und 19 cm lang und 1 bis 10 cm breit. Überwiegend sind sie glatt, können aber auch leicht bullos sein. Die Blattoberseite ist hell bis oliv grün, bräunlich oder bronzefarben, die Unterseite grün bis rot. Teilweise sind federartige Strichzeichnungen sichtbar. Die meisten Formen haben eine gelbe Blütenspatha, selten mit rötlichem oder bräunlichem Rand. Der Schlund ist weiß. Ohne Kragen.

Temperatur:      22-28 °C

pH-Wert:          4,5-7,0

Härte:               2-12 °KH

Licht:                wenig bis mittel (Abhängig von der Form)

Formen:

C. cordata var. cordata:

Thailand und Malysia, Spathaspreite und Kragenzone sind ganz gelb. Die Röhre ist normalerweise zwischen 20 und 30 cm lang. Der Kessel ist etwa 1,5 – 3 cm hoch und umfasst 5-6 Narben und etwa 60 Staubbeutel. Er hat keine Alveoli. Insgesamt kann die Spatha bis zu 50 cm lang werden. Chromosomenzahl: 2 n = 34. In der Natur besiedeln sie Fließgewässer in Flachlandregenwäldern. Sie wachsen auf Sand und Lehm in zerfallenem Laub. Sie stehen meist beschattet, kommen aber auch an sonnigen Stellen vor. C. cordata var. cordata kann kaum in normalen Aquarien kultiviert werden. Die Pflanzen bevorzugen einen saueren pH-Wert (5-6) und weiches Wasser. In der emersen Kultur lassen sie sich leicht in reiner Buchenlauberde pflegen.

C. cordata var. diderici:

Sumatra. Die Gesamtlänge der Spatha beträgt etwa 10 cm. Der Kessel ist 1 cm hoch und die Röhre 4 – 7,5 cm lang. Die Spreite ist kurz und verschmälert sich schnell zu einem dünnen Schwanz. Sie ist nach hinten gebogen und nicht gedreht. Ihre Oberfläche ist rau, gelb mit einem roten Rand. Der Schlund ist weit, glatt und gelb. Ein Kragen wird nicht ausgebildet. Es gibt 25-35 männliche Blüten und 5 – 7 Narben. Der Appendix ist purpurn gefleckt. Chromosomenzahl: 2n = 34.In der Natur wachsen die Pflanzen in Regenwaldgebieten in weichem Wasser. Die emerse Kultur ist einfach. Die Cryptocorynen wachsen gut in lehmhaltigem Boden oder Buchenlauberde bei 20 – 25 °C ohne direkte Sonneneinstrahlung, bei niedrigem Wasserstand. Diese Varietät bildet reichlich Ausläufer. Nach dem Einpflanzen von Jungpflanzen kann bis zur Blüte ein Jahr vergehen. Über die Aquarienkultur gibt es keine aussagekräftigen Berichte. De Wit (1990) gibt an, dass die Pflanze wie „C. blassii“ (C. cordata var. siamensis) zu kultivieren sei, die als gute Aquarienpflanze bekannt ist.

C. cordata var. grabowski:

Borneo. Die Blütenspatha ist insgesamt 40 bis 50 cm lang und kann auf einem bis zu 8 cm langen Stiel stehen. Der Kessel ist 1,5 bis 3 cm hoch und 8 bis 10 mm im Durchmesser. Manchmal ist er auf halber Höhe etwas eingeschnürt. Der Spadix trägt  5 bis 7 Narben und etwa 40 Staubgefäße. Der Appendix ist weiß. Die Röhre wird 40 bis 45 cm lang. Sie ist außen weiß und oft rötlich überlaufen. Die Spreite ist 6 – 7 cm lang, rau bis leicht warzig, rot mit gelber Schlundzone. Chromosomenzahl: 2n = 68. Von C. cordata var. grabowski ist nur ein Fundort bekannt. Die Pflanzen wachsen in einem langsam fließenden Dschungelfluss mit weichem, saurem (pH 4 bis 4,2), braun gefärbtem Wasser. Der Boden besteht aus verrottendem Holz und Laub. Der Standort ist stark beschattet. Die Lichtstärke betraägt maximal 1000 Lux. An der Wasseroberfläche waren es 400, in 1 cm Tiefe 150 und in 10 cm Tiefe 80 Lux. An den Blättern wurden zwischen 80 und 100 Lux festgestellt. Das Wasser ist trüb braun. Diese Varietät kann nicht im normalen Aquarium kultiviert werden. Schöne kräftige Pflanzen entwickeln sich in emerser Kultur Buchenlauberde.

C. cordata var. siamensis:

Südthailand und Nord-Malaysia. Der Kessel ist etwa1 cm hoch und 0,5 cm im Durchmesser. Darin befinden sich 6-7 Narben und 30 bis 35 männliche Blüten. Die Röhre ist gewöhnlich etwa 10 cm lang. Daran lässt sie sich von var. cordata unterscheiden, die eine mehr als 20 cm lange Röhre ausbildet (Bastmeijer et al. 2010). Die Spathaspreite ist etwas uneben, gelb bis bräunlich und glänzt. Der glatte, gelbe Schlund ist nicht durch einen Kragen abgegrenzt. Chromosomenzahl: 2 n = 102. Die Naturstandorte sind klaren Flüsse in Kalksteingebieten. Es wurden pH-Werte zwischen 5,6 und 7,2 gemessen. Der Boden ist an den Standorten lehmhaltig und humos. Man findet die Pflanzen beschattet und auch in der vollen Sonne bei Lichtstärken von 800 bis 50.000 Lux.
Diese Varietät eignet sich gut für die Aquarienkultur. Sie kann bei pH-Werten zwischen 5,5 und 7,5, einer Gesamthärte bis etwa 20°dGH und Temperaturen zwischen 23 und 28 °C gepflegt werden. Ein hoher (8 bis 10 cm), nährstoffreicher Bodengrund kommt den Pflanzen entgegen. Auch die Sumpfkultur ist unkompliziert. Man kann reine Buchenlauberde oder Mischungen mit gebranntem Tongranulat oder etwas Kies mit Tonpulver als Substrat nutzen. Im Freiland oder Gewächshaus sollten die Pflanzen beschattet stehen.
Die Pflanzen waren ursprünglich als eigene Art (C. siamensis Gagnepain 1941) beschrieben und dann zu C. cordata (var. cordata) gestellt worden. Erst 2010 erhielt sie den Status einer Varietät (Bastmeijer et al. 2010). Die Formen, die als „C. blassii“ und „C. Rosanervig“ bekannt sind gehören dazu. C. cordata „Rosanervis“ ist erst vor kurzem in Südthailand an einem Naturstandort gefunden worden. Vorher war die Herkunft unbekannt. Alle in Kultur befindlichen Pflanzen stammten von einem einzelnen Exemplar ab, das 1972 in einer Importsendung gefunden worden war.

C. cordata var. zonata:

Borneo. Die Spatha wird 4 bis 15 cm lang. Sie ist außen weißlich, mit purpurner Tönung. Die Innenseite des Kessels ist unten fein purpurn punktiert. Nach oben hin wird die Farbe intensiver. Von der intensiv purpurnen Zone im oberen Kesselbereich, die auch von außen sichtbar ist, leitet sich der Name „C. zonata“ ab. Im Kessel findet man 5 bis 7 Narben und etwa 30 Pollensäcke. Die Duftkörper sind gelb. Der Appendix ist purpurn gefleckt.
Die Röhre ist 2,5 bis 9 cm lang. Sie wirkt nach oben hin zunehmend zusammen gedrückt und wird am Schlund im Querschnitt elliptisch. Die Schlundzone ist glatt und glänzend gelb. Am Übergang zur Spreite gibt es keinen Kragen. Die Spathaspreite hat eine unebene Oberfläche und ist am Rand warzig. Sie ist gelb und mit mehr oder weniger dichten roten Punkten besetzt. Chromosomenzahl: 2n = 68
Die Pflanzen wachsen auf sandigen,  schlammigen oder lehmigen Böden in langsam strömenden Flüssen in Sumpfwäldern. Sie blühen submers bei niedrigem Wasserstand. Die emerse Kultur gelingt am Besten in sauerem, lockerem Substrat. Die Form gehört nicht zu den typischen Aquarienpflanzen. De Wit (1990) gibt an sie sei im Aquarium langsam wachsend.

Cryptocoryne blassii im Aquarium

Die Form ´blassii´ ist besonders schön,
aber auch besonders hoch. 

Cryptocoryne cordata mit Blütenstand

Blüte von C. cordata var. cordata

verschiedene Formen von Cryptocoryne cordata

verschiedene Typen von C. cordata

Cryptocoryne cordata var. siamensis
Cryptocoryne cordata var. siamensis

Spatha von C. cordata var. siamensis

Blatt von C. cordata Rosanervis

Cryptocoryne cordata "Rosanervig" ist eine der begehrtesten Cryptocorynen. Alle Pflanzen in Kultur stammen von einer einzelnen Mutterpflanzen, die von Schneider in der Schweiz vermehrt wurde.
Das Muster dieser Form ist nicht stabil . Die Pflanze wächst nur langsam an und bildet erst nach mehreren Monaten Ausläufer. Die Nervatur bleibt unter Wasser oft nicht erhalten. Sehr häufig sind die Aufhellunger der Adern nicht rosa, sondern weiß oder gelblich. Es ist nicht bekannt unter welchen Bedingungen die Färbung besonders stark ausgeprägt ist. Die Vermehrung in in vitro Kultur war bisher kein großer Erfolg. Die In-vitro-Pflanzen zeigen das Muster in der Kultur, weder im Becher, noch über Wasser in Buchenlaub oder unter Wasser im Aquarium. Nur bei einem Exemlar in unserem Aquarium konnten wir nach etwa 2 jahren Kulturzeit durch das Umpflanzen an einen andern Standort die Bildung von gemusterten Blättern erzeugen. (KÖHLER 1987, SCHATTLING 1887, MICHALIK 1988).

Cryotpocoryne rosanervis
Schwarzwasser
Ein natürlicher Standort von C. cordata
mit Schwarzwasser auf Borneo (Sarawak).
C. cordata im braunen wasser
Durch das braune Wasser sind die Blätter der
Wasserkelche kaum zu erkennen.


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Grasblättriger Wasserkelch

Cryptocoryne crispatula ENGLER 1920

Synonyme:
Cryptocoryne tonkinensis GAGNEPAIN
Cryptocoryne berthilihansenii RATAJ
Cryptocoryne longispatha MERRILL 
Cryptocoryne yunnanensis H. LI
Cryptocoryne kwangsiensis H. LI
Cryptocoryen siniensis MERRILL
Cryptocoryne balansae GAGNEPAIN 1941
 

Herkunft:
östliches Indien, Bangladesh, Kambodscha, Thailand, Laos, Vietnam, Südchina

Aussehen: 
Die Pflanzen haben schmale, lanzettliche bis linealische Blätter. Sie werden über Wasser zwischen 10 bis 25 cm hoch. Unter Wasser erreichen sie eine Höhe zwischen 20 und 70 cm. Die Blattspreiten sind 10 bis 50 cm lang und 0,2 bis 4 cm breit. Die Blüten erreichen bei Wasserständen bis 40 cm noch die Oberfläche und öffnen sich dort.
Es gibt 7 Varietäten. 


C. crispatula var. balansae:

Thailand, Nordvietnam, Laos und Südchina. Die Blätter sind emers glatt bis leicht gewellt, relativ kurz und steif aufrecht oder flach niederliegend. Submers sind die Blätter bis 70 cm lang und 4 cm breit, gewellt bis bullos. Die handelsüblichen Formen haben etwa 1,5 bis 2 cm breite Blattspreiten. Es gibt rein grüne und auch rotbraune Formen dieser Varietät. Meist sind die Spathen bis etwa 30 lang, können aber auch länger als 60 cm werden. Bei der Kultur in nicht zu hohen Aquarium erreichend die Blütenstände leicht die Wasseroberfläche. Der Kessel hat auf halber Höhe eine Einschnürung. In der oberen Hälfte ist er rot, unten weiß mit rötlichen Punkten. Chromosomenzahl: 2n = 36. Die Pflanzen wachsen in langsam fließenden Bächen mit kiesigem bis felsigem Grund. Das Wasser hat Temperaturen von 16 bis 30 °C und ist kalkreich.
Die Pflanzen wachsen im Aquarium bei 20-28 °C, einem pH-Wert von 6 - 8 und bei einer Gesamthärte von 6-28 °GH. Die Karbonathärte darf größer als 10 sein. Die Art braucht nur eine mittlere Beleuchtungsstärke, wächst aber unter mehr Licht kräftiger. Bei starker Beleuchtung werden auch mehr Ausläufer gebildet. Die Pflanzen sind nur sehr selten von der Cryptocorynenfäule betroffen und wachsen auch nach dem Umpflanzen weiter ohne mehr als nur ein Paar ältere Blätter zu verlieren.

C. crispatula var. crispatula:

Bangladesh, Kambodscha, Laos, Myanmar, Thailand, Vietnam,  südliches China. Die emersen Blätter sind sehr steif und stehen aufrecht. Während Ruhezeiten werden pfriemliche Blätter gebildet. Unter Wasser sind die Blätter gewellt. Die Spreiten sind 15 bis 40 cm lang und 0,4 bis 1,6 cm breit. Der Rand ist manchmal gewellt. Die Spatha ist 10 bis 30 cm lang. Der Kessel ist eingeschnürt, im oberen Teil rot, unten weiß und manchmal rot gepunktet. Die Länge der Röhre variiert zwischen 7 und 30 cm (Jacobsen 1991). Chromosomenzahl: 2n = 36, 54. Diese Varietät besiedelt schnell fließende Gewässer mit Temperaturen von 16 bis 21 °C. Teilweise wird die Pflanze unter der Bezeichnung „C. retrospiralis“ im Handel angeboten.  

C. crispatula var. decus-mekongensis:

Laos. Die Blätter sind bis 30 cm lang und 1,5 cm breit. Die Farbe variiert von rein grün bis rot braun. Die Spreiten sind linealisch, flach bis leicht gewellt oder unregelmäßig gezähnt. Die Spatha ist 8 – 12 cm lang. Der Kessel ist 1,5 cm hoch und 0,8 cm im Durchmesser. Oberhalb der Mitte ist die Wand verdickt. Der obere Kesselteil ist rot gefärbt. Es gibt 6 Narben und 60 – 90 männliche Blüten. Die Röhre ist 2 bis 3 cm lang und innen rot gepunktet. Die Spathaspreite ist 4 – 7 cm lang, 1 cm breit, nicht oder nur einmal gedreht und weiß mit violetten Flecken. Sie ist bis zur Spitze offen. Ein Kragen oder ein Schlundring gibt es nicht. Die Blütenstände sind zum großen Teil in der Erde. Lediglich die Spathaspreite ist von außen sichtbar. Chromosomenzahl: 2n = 36. Diese Varietät wurde erst 2010 beschrieben. 

C. crispatula var. flaccidifolia:

Vietnam, Südthailand, Südchina. Die emerse Blätter sind grün bis braun, glatt und etwa 20 cm lang. Submers sind sie schlaff, glatt bis deutlich bullos, 20 bis 50 cm lang und 0,4 bis 1,2 cm breit. Die Spathaspreite ist eine offene Spirale. Die Innenseite ist cremefarben mit violetten Strichen, Punkten oder Flecken. Die Röhre ist 15 bis 30 cm lang. Chromosomenzahl: 2n = 36. In der Natur kommen die Pflanzen in langsam bis schnell fließenden Flüssen auf schlammigem,  kiesigem oder felsigem Boden vor. Die Standorte sind leicht beschattet bis voll sonnig. Eine gute Pflanze für hohe Aquarien ab 45 cm. Bei Temperaturen von 22 bis 28 °C einem pH-Wert zwischen 5 und 8 bei mittlerer bis starker Beleuchtung sind die Pflanzen in der Kultur unkompliziert. Die Pflanzen lassen sich problemlos umpflanzen.

C. crispatula var. planifolia:

Südchina. Die submersen Blätter sind schlaff, lanzettlich 1,5 - 4,5 cm breit, 15 bis 20 cm lang und am Rand leicht gewellt. Oberseits sind sie grün, unterseits rot. Die emersen Blätter sind kleiner, Die Spatha ist 15 bis 30 cm lang, gleichmäßig spiralig gedreht und rein weiß ohne Muster. Der Kessel ist im unteren Teil weit und verengt sich oberhalb der Mitte wie ein Flaschenhals. Die obere Kesselhälfte hat einen nur wenig größeren Durchmesser als die Röhre und ist rot gefärbt. Die Pflanzen wurden bisher nur an einem Standort gefunden.

C. crispatula var. tonkinensis:

Nordvietnam, Nordost-Thailand. Die Blätter schlaff und weich. Sie sind 20 bis 30 cm lang und 0,2 bis 0,4 cm breit. Ihre Farbe variiert von Grün bis bräunlich. Die Ränder sind glatt bis schwach gewellt. Die Spatha hat eine 15 – 30 lange Röhre und endet in einer offenen Spirale. Chromosomenzahl: 2n = 36. Diese Varietät wird kaum kultiviert. Meist wird unter der Bezeichnung „C. tonkinensisC. crispatula var. flaccidifolia angeboten.

C. crispatula var. yunnanensis:

Vietnam, Nordthailand, Laos und Südchina. Die emersen Blätter sind etwa 4-6 cm gestielt. Die Spreiten sind 6 bis 8 cm lang, 3-6 mm breit, glatt, aufrecht und steif. Es werden im Winter pfriemliche, 2 bis 10 cm lange Blätter gebildet. Die Niederblätter vor der Blüte sind etwa 2,5 cm lang. Die Spatha ist etwa 4 cm lang. Der Kessel ist etwa 1 cm hoch und 0,6 cm im Durchmesser. Er ist etwas eingeschnürt in der unteren Hälfte weißlich und in der oberen rot. Darin befinden sich 5 bis 7 Narben und 35-40 männliche Blüten. Die Röhre ist nur 2 cm lang. Sie ist in sich gedreht und außen grünlich mit rötlichem Hauch. Die etwa 1,3 cm lange Spreite ist etwa ein bis anderthalb Mal um sich gedreht. Sie ist innen gelb oder rötlich gefärbt mit violetten Punkten.Chromosomenzahl: 2n = 36.

Temperatur:      20-28 °C

pH-Wert:          6 - 9,0

Härte:               5-18 °KH, bis 6 - 28 °dGH

Licht:                wenig bis viel

Sonstiges:
Am häufigsten im Handel und auch am Besten für das Aquarium geeignet ist die Varietät balansae von der es grüne und rot-braune Formen gibt. In der Natur wachsen die Pflanzen selten emers. Im Gewächshaus werden sie aber in der Regel über Wasser gezogen. Bei submersen Pflanzen sind die Blätter länger und weicher.
Die Art gehört zur sogenannten Albida-Gruppe. Darin sind die Formen von Cryptocoryne crispatula, Cryptocoryne albida und Cryptocoryne retrospitralis zusammen gefasst.

Blütenstand an C. crispatula

In diesem Topf stehen zwei verschiedene 
Varietäten. Der Blütenstand gehört 
zu der schmalblättrigen Form.

Spatha-Fahne von Cryptocoryne crispatula

Nahaufnahme der gedrehten 
Spathaspreite und der Schlundöffnung.

Cryptocoryne crispatula var. flaccidifolia im Aquarium

C. crispatula var. flaccidifolia
im Aquarium

Standort

Ein natürlicher Standort von
C. crispatula
.
Die Pflanzen bedecken
das ganze Ufer...

Standort

... und wachsen bis ins Wasser.


Standort

Zwischen den Steinen sind die 

bräunlichen Blätter kaum zu erkennen.

Ruheform von C. crispatula var. yunnanensis

Ruheform von
C. crispatula var. yunnanensis

Beet mit Cryptocoryne crispatula
Mutterpflanzenbeet mit 
Cryptocoryne balansae bei 
Horticulturas Las Lucanas 
auf Teneriffa.
Mutterpflanzen

Neu angelegtes Beet mit 
C. balansae ´Granat´

Cryptocoryne crispatula in Töpfen

Um die Verdunstungsfläche zu 

verringern werden beim Topfen 
die Blätter abgeschnitten.


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Elliptischer Wasserkelch

Cryptocoryne elliptica N. E. BROWN ex J. D. HOOKER 1893

Synonyme:
-

Herkunft:
Malaysia

Aussehen: 
Das Rhizom ist 1,5 bis 3 cm lang und 0,5 cm im Durchmesser. Selten erreicht es eine Länge bis 10 cm. Die Blattspreiten sind breit elliptisch oder herzförmig mit stumpfer Spitze, 2 bis 3,5 cm lang und 1,5 bis 2,5 cm breit. die Blattoberseite ist grün mit silbrigem oder rötlichem Schimmer. Die Blattunterseite ist rötlich. Manchmal ist die Blattspreite etwas bullös. Unter Wasser sind die Pflanzen größer und stärker rötlich gefärbt. Der Blattstiel ist 4 bis 14 cm lang. Die submerse Spreite misst 4 bis 5 mal 3 bis 3,5 cm. 
Der Blütenstand ist etwa 4 cm hoch. Die Spatha öffnet sich nur einen schmalen Spalt weit ohne eine Spreite zu bilden. Die Fahne ist über die Öffnung eingerollt. Die Innenseite und Schlund sind dunkel rot, zur Röhre hin löst sich die flächige Färbung in ein unregelmäßiges Fleckenmuster auf. Kessel und Röhre sind weiß. Die Fruchtknoten sind grünlich, die Narben weiß und die Duftkörper gelblich.

Temperatur:      22-26 °C

pH-Wert:          5,0-7,2

Härte:               2-12 °KH

Licht:                mittel bis viel

Sonstiges:
Diese Pflanze verfügt über eine für Cryptocorynen untypische Fortpflanzungsmethode. An den Blattachseln der älteren Blätter entwickeln sich Knospen, aus denen Jungpflanzen hervorgehen, wenn das Blatt zusammen mit der Knospe abgetrennt und auf ein nasses Substrat gelegt wird.
Die Pflanze wurde zum ersten Mal im August 1862 in Malaysia gesammelt. 1888 wurde sie ein zweites Mal an der gleichen Stelle gefunden. Im Juli 1940 wurde sie an einer anderen Stelle, im Gunong Bongsu-Waldreservat, etwa 60 km weiter nördlich gesammelt. 1985 fanden J. Bogner und N. Jacobsen (1986 a und 1986 b) am Typusstandort ein Erholungsgebiet mit Golfplätzen und Parks vor. Die Cryptocoryne war verschwunden. Im Gunong Bongsu-Waldreservat wuchsen die Pflanzen aber emers und submers. Die emersen Exemplare blühten (August). Unter Wasser standen sie zusammen mit Barclaya motleyi.
Die Wasserwerte an diesem Fundort wurden mit 28 °C, 0 °dGH und pH 5,0 bestimmt. Die Standorte waren schattig. 
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 34.
In emerser Kultur mit Buchenlauberde und Sand wächst die Art stabil und blüht regelmäßig. Die Vermehrung über die Knospen an der Basis der Blätter ist einfach.

Diploider Chromosomensatz: 2 n = 34 (de Wit 1990, S. 148)


Knospe am Blattansatz von Cryptocoryne elliptica

Knospe am Blattansatz von Cryptocoryne elliptica
Cryptocoryne elliptica

Blüte von Cryptocoryne elliptica

Jungpflanzen von Cryptocoryne elliptica

Jungpflanzen von aus den Knospen 
der Blattachseln

Spatha von Cryptocoryne elliptica

Blütenstand von C. elliptica,
vollständig
aufgeschnitten

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Cryptocoryne ferruginea ENGLER 1879

Synonyme:
C. pontederifolia subsp. sarawacensis RATAJ 1975
C. sarawacensis JACOBSEN

Herkunft:
Nordwest Borneo (Sarawak: zwischen Bau und Kutching)

Aussehen: 
Die Pflanzen werden bis zu 20 cm hoch. Der Blattstiel hat an der Basis eine Blattscheide. Die mittel- bis dunkel grüne Spreite ist etwa 4 bis 10 cm lang. Verschiedene Fundortvarianten sind recht unterschiedlich in der Größe. Einige Formen können auf der Oberseite Marmorierungen / Streifenmuster aufweisen. Die Blätter sind fleischig, in der Form eiförmig mit spitzer Spitze. Manchmal ist der Blattrand leicht gewellt. Die Basis ist gestutzt bis herzförmig. Die Blattunterseite ist mit filzigen, rotbraunen Haaren bedeckt. Die etwa 5 bis 7 cm lange Spatha des Blütenstandes ist fast ganz verschlossen. Nur ein schmaler Spalt ist frei. Der dünnwandige, tonnenförmige Kessel ist innen dunkel rot und nicht durch eine Einschnürung von einer Röhre abgesetzt. Stattdessen geht die Spatha direkt oberhalb der roten Verschlussklappe in eine aufrechte, eingerollte Fahne über. Eine ausgeprägte Spathaspreite gibt es nicht. Männliche und weibliche Blüten sind sehr klein. Etwa 40 Staubblätter hat jede Blüte und 5 bis 6 Fruchtblätter. Die Narben sind auf einem kurzen Griffel. Sie sind elliptisch und behaart (de Wit 1990, S. 191-192)
 

Sonstiges:
Die Art wurde 1865 von Beccari entdeckt und daraufhin von Engler beschrieben. Erst 1966 wurde die Pflanze von H. Ong aus Kutching wiederentdeckt. Die Art wurde noch nicht oft gesammelt und befindet sich nur in der Kultur einiger weniger Experten. Teilweise wird sie wegen der ähnlichen Blätter mit C. pontederiifolia verwechselt. Weil bei den ersten importierten Pflanzen die Blütenstände fehlten wurden sie zunächst für C. pontederiifolia (DE WIT 1971 a) gehalten und dann als Unterart eingestuft (RATAJ 1975). Nachdem zum ersten Mal Blütenstände von C. pontederiifolia gefunden worden waren, wurden die Pflanzen unter dem Namen C. sarawacensis JACOBSEN als eigene Art angesehen.

Habitat:
In der Natur wächst die Pflanze sowohl unter als auch über Wasser. Die Pflanzen kommen in geezeitenbeeinflussten Gewässern vor. Das bedeutet nicht, dass sie in Brackwasser stehen, weil bei Hochwasser auch das reine Süßwasser der Flüsse gestaut wird. Das kann auch noch 50 km oder mehr im Landesinnere der Fall sein. Die Pflanzen kommen oft etwas weiter flussaufwärts vor als C. ciliata und C. lingua, können aber auch mit beiden zusammen wachsen (JACOBSEN 1980, 1990)
Es besteht eine nahe Verwandtschaft zu C. fusca. Teilweise gab es Bestrebungen die Arten zusammen zu fassen. Sie haben beide bei gut entwickelten Exemplaren eine mehr oder weniger dichte Behaarung auf der Blattunterseite. 

Diploider Chromosomensatz: 2 n = 34 (de Wit 1990, S. 148)
 

Zur Kultur:
Über Wasser lässt sich die Art gut in einer Mischung aus Sand, Torf oder Buchenlauberde gut kultivieren. Sie wächst allerdings langsam. Unter Wasser lässt sie sich nicht über längere Zeit kultivieren. Ob die Ursache ungeeigneter Boden oder fehlende Wechsel der Wasserstandshöhe ist, lässt sich nur vermuten.

Cryptocoryne ferruginea

C. ferruginea an einem Naturstandort
auf schattigem Waldboden.

Naturstandort von Cryptocoryne ferrruginea

Resttümpel mit C. ferruginea 
auf Borneo (Sarawak)

Cryptocoryne ferruginea

Die Pflanzen wachsen an den Rändern
und tauchen bei sinkendem
Wasserstand immer mehr aus dem 
Wasser auf. 

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Cryptocoryne fusca DE WIT 1970

Synonyme:
-

Herkunft:
Borneo (West-Kalimantan)

Aussehen:
Der Blattstiel hat eine kurze breite Scheide an der Basis. Die Blattspreite ist eiförmig, unregelmäßig bullös und leicht gewellt. Sie ist etwa 5-12 cm lang und 5-7 cm breit. Die Blattoberseite ist mittel grün bis bronzefarben, die Unterseite ist rost-rot und mit 0,1 mm kurzen Haaren besetzt. Die Blattbasis ist herzförmig und die Spitze stumpf. Die Spatha ist bis 10 cm lang und nur an der Spitze gedreht. Der Rand der Spatha kann weißlich sein. Eine ausgeprägte Röhre gibt es nicht. Der Kessel und die Fahne gehen in einander über und sind beide purpurn bis kastanienbraun. Der Kessel ist oberhalb der Mitte etwas eingeschnürt. Die Innenseite des etwa 6 bis 9 cm langen Fahnenteils der Spatha ist purpurfarben und warzig. Im männlichen Teil sind 24 bis 32 Staubblätter. Im unteren, weiblichen Teil stehen 5 bis 7 Fruchtknoten. Die Griffel sind kurz, dick und gerillt. Die Narben sind rund, mit eingesenktem Zentrum. Der obere Rand ist oft nach hinten gebogen (DE WIT 1990).

Temperatur:      k.A.

pH-Wert:          k.A

Härte:               k.A.

Licht:                k.A. 

Sonstiges:
Bis 1970 wurde die Art für eine Fundortvariante von C. longicauda gehalten. Nachdem sie in Kultur zur Blüte gebracht werden konnte, wurde sie als neue Art beschrieben. 
Im Aquarium ist die Kultur nicht einfach, aber wohl möglich. 

Diploider Chromosomensatz: 2 n = 34 (de Wit 1990, S. 148)

Cryptocoryne fusca

Submerse C. fusca am natürlichen
Standort auf Borneo.

Bach mit Cryptocoryne fusca

Standort von C. fusca
auf Borneo (Kalimantan).
Die Pflanzenbestände sind die
grünen Schattierungen im Wasser.

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Hudoros Wasserkelch

Cryptocoryne hudoroi BOGNER & JACOBSEN 1985

Synonyme:
-

Herkunft:
Borneo (Kalimantan, nördlich von Banjarmasin)

Aussehen: 
Die Pflanze gedeiht nur unter Wasser gut. Sie wird etwa 30 cm hoch. Die Blätter sind 10 bis 16 cm lang gestielt und haben lanzettliche, bullose Spreiten. Diese sind bis etwa 12 bis 20 cm lang und 3 bis 4 cm breit. Die Blattoberseite ist grün und dunkler als die Blattunterseite. Diese kann auch bräunlich sein. Die Spatha der Blüte ist blaßgelb bis dunkelrot, mehrfach spiralig gedreht und warzig. Der Schlund ist gelblich mit purpurnen Punkten. 

Temperatur:      18-30 °C

pH-Wert:          5,5-7,5

Härte:               2-12 °KH

Licht:                mittel

Sonstiges:
Die Pflanzen benötigen einen nährstoffreichen (schlammigen) Bodengrund. Sie bildet reichlich Ausläufer, wenn sie sich etabliert hat. Sie wird nicht gerne umgepflanzt, erholt sich aber schneller als zum Beispiel Cryptocoryne affinis
Eine emerse Kultur ist nur bei hoher Luftfeuchtigkeit möglich. Das Substrat sollte nicht zu sauer sein. Blüten werden selten gebildet.
Die Pflanze ist im Handel nicht zu bekommen.

Diploider Chromosomensatz: 2 n = 20 

submerse Cryptocoryne huderoi

Submerse Form von C. hudoroi.

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Cryptocoryne keei N. JACOBSEN 1982 b

Synonyme:
-

Herkunft:
Borneo (West Sarawak)

Aussehen: 
Die Blattspreiten sind bis zu 10 cm lang. Die Blätter sind meist grün, weisen manchmal Marmorierungen oder braune Punkte auf, in Kultur sind sie manchmal ganz braun. Die Spatha ist zwischen 5 und 8 cm lang. Sie hat im Schlund feine rote Punkte. Die Oberfläche ist rau. Der Kessel ist weiß. 

Temperatur:      22-26 °C

pH-Wert:          5,0-7,2

Härte:               2-12 °KH

Licht:                mittel bis viel

Sonstiges:
Die Pflanze lässt sich gut unter Wasser kultivieren. In der Überwasserkultur macht sie jedoch einige Schwierigkeiten und ist deswegen schwer zum Blühen zu bringen.
Experten vermuten, dass diese Art lange als Cryptocoryne bullosa in Kultur war. Sie wurde immer wieder einmal importiert und gepflegt. 1968 wurde Cryptocoryne bullosa beschrieben und anderen, ähnlichen Pflanzen, von deren Standort keine Blütenstände bekannt waren, wurden dieser Art zugeordnet. Dann zeigte sich, dass die Chromosomenzahl nur 2 n = 20 betrug und nicht wie bei C. bullosa 2n = 34 (Arends et. al. 1982). Erst danach wurde ein Blütenstand gesammelt, die Art neu beschrieben und nach Henry Ong Kee Chuan, einem Pflanzensammler und Händler aus Sarawak, benannt (N. JACOBSEN 1982). 
Diploider Chromosomensatz: 2 n = 20 (de Wit 1990, S. 148)

Cryptocoryne keei am Naturstandort

Submerse C. keei am Naturstandort
auf Borneo (Sarawak).

Bach mit Cryptocoryne keei

Naturstandort von C. keei auf Borneo.

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Zungen-Wasserkelch

Cryptocoryne lingua BECCARI ex ENGLER 1879

Synonyme:
Cryptocoryne spathulata ENGLER

Herkunft:
Borneo (Sarawak)

Aussehen: 
Die Pflanzen werden zwischen 8 und 15 cm hoch. Der Blattstiel ist 4 bis 10 cm lang. Die hellgrüne Spreite ist spatelig, 2 bis 7 cm lang und 1 bis 3,5 cm breit. Die Blätter sind fleischig und ihre Oberfläche ist wachsig glatt. Die Spatha ist 8 bis 15 cm lang. Davon entfallen auf die Röhre bis zu 8 cm. Die Spathaspreite ist etwa 3 bis 5 cm lang und hat eine mehr oder weniger lange Fahne. Der obere Bereich der Spathaspreite und die Fahne sind purpurn, der Schlund ist gelb mit roten Punkten. Kein Kragen.

Temperatur:      18-30 °C

pH-Wert:          5,5-7,5

Härte:               2-12 °KH

Licht:                mittel

Sonstiges:
Die Pflanzen wachsen am Naturstandort in Süßwasserbereichen, die durch Rückstau den Gezeiten ausgesetzt sind. Dadurch werden die Pflanzen zweimal täglich überflutet. Sie wachsen aber nicht dauerhaft submers und eignen sich nicht für die Aquarienkultur.

Diploider Chromosomensatz: 2 n = 36 (de Wit 1990, S. 148)

Cryptocoryne lingua

Cryptocoryne lingua

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Möhlmanns Wasserkelch 

Cryptocoryne moehlmannii de Wit 1982

Synonyme:
-

Herkunft:

West-Sumatra

Aussehen:

Die Pflanzen haben kräftige, waagerecht wachsende Rhizome und verzweigte Ausläufer. Die Blattspreiten sind meist rein grün. Die Oberseite ist grasgrün, die Unterseite etwas heller. Selten kann eine violette Färbung an der Spitze, der Basis oder dem Stiel auftreten (A. Dötsch 1983). Die Spreiten sind eiförmig, bis 15 cm lang und etwa 5 cm breit. Die Basis ist herzförmig oder gestutzt. Der Rand ist leicht gewellt. Die Blattstiele können 20 - 40 cm lang werden. Große Pflanzen haben auch Niederblätter, wenn sie nicht blühen. Die Kataphylle sind 5 cm lang.
Von den 5 cm Gesamtlänge der Spatha entfallen 1 cm auf den Kessel und 0,5 – 1 cm auf die Röhre. Die Spathaspreite ist 2 bis 4 cm lang. Der Kessel hat Alveoli (Möhlmann 1977). Unten ist der Kessel weiß, oben violett. Die Fahne ist violett-rot, warzig, manchmal mehrfach gedreht und nach vorne oder zur Seite gebogen. Bei Sasok gefundene Pflanzen haben eine gelbe Spathaspreite mit roten Punkten. Am Schlund ist ein kleiner Kragen. Die Schlundzone ist glänzend, glatt und schwarzviolett. Der weibliche Blütenteil des Blütenstandes umfasst 4-6 Narben. Die Zahl der männlichen Blüten liegt zwischen 20 und 30. Der Typus stammt aus der Region um Sasok. Er hat eine rote Spathaspreite, die nach vorne aufgerollt und schräg zur Seite geklappt ist. Von Tapaktuan sind Pflanzen mit aufrechter Spreite bekannt. Sie sind gelb gefärbt und zum Schlund hin zunehmend dichter mit größer werdenden roten Punkten und Flecken besetzt.

Temperatur:      22-29 °C

pH-Wert:          6,5-7,5    

Härte:               1-15 °KH , 5 - 20 GH

Licht:                mittel 

Sonstiges:
In der Natur wachsen die Pflanzen im Wasser und an den Ufern von Flüssen mit schwankendem Wasserstand und in periodisch überschwemmten Sumpfwäldern. Der Bodengrund ist schlammig oder torfig. Einige Standorte befinden sich in der Süßwassergezeitenzone. Dort wachsen die Cryptocorynen zusammen mit Nypa-Palmen (Nypa fructicosa).

Ein Wasserstand bis 50 cm unproblematisch. Lehmzusatz zum Boden ist zu empfehlen. Eine Kohlendioxiddüngung ist nicht notwendig. Unter guten Bedingungen werden die Pflanzen recht groß und vermehren sich stark. Selten bilden sich submerse Blütenstände, die sich aber nicht öffnen. Die Pflanzen sind C. pontederiifolia sehr ähnlich und lassen sich von dieser nur durch den Blütenstand eindeutig unterscheiden. Die submersen Blätter von C. moehlmannii sind unter gleichen Kulturbedingungen fester als die von C. pontederiifolia (Gast 1996).

Diploider Chromosomensatz: 2 n = 30 

C. moehlmannii in der Sumpfkultur

Cryptocoryne moehlmannii

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Wasserkelch

Cryptocoryne nurii  Furtado 1935

Synonyme:
 

Herkunft:
Malaysische Halbinsel

Aussehen: 
Die Blätter sind zwischen 10 und 30 cm lang. Die Spreiten sind oval bis lanzettlich mit spitzer bis abgerundeter Basis und spitzer Spitze. Sie ist 10 bis 18 cm lang und etwa 3 cm breit. Die Blattstiele sind 5 - 20 cm lang. An der Basis ist eine Blattscheide von 3 bis 9 cm Länge. Die Blätter sind grün mit breiten bräunlichen oder dunkler grünen Nerven, rot-braun marmorierte mit kleinen roten Streifen oder bräunlich mit dunkleren Flecken. Die Aderung kann aber auch heller sein als die Spreite. Die Pflanzen wachsen sowohl unter als auch über Wasser. Emers ist die Blütenröhre etwa 5 bis 10 cm lang, submers kann sie länger sein. Unter Wasser ist auch der Blütenstandstiel deutlich ausgeprägt und wird 12 cm oder länger. Emers ist er sehr kurz. Der Kessel ist etwa 2 bis 3 cm lang. Die Fahne ist etwa 4 bis 5 cm lang, tief dunkel rot, breit herzförmig und flächig bis hin zur kurzen zipfeligen Spitze mit Warzen besetzt ist. Der Schlund ist etwas heller und von einem Kragen umgeben. Eine abweichende Form hat eine gelbe Spathaspreite mit einem roten Schlund. Der männliche Teil des Blütenstandes besteht aus bis zu 100 kleinen Staubblättern. Der weibliche Teil umfasst 6-7 Fruchtknoten. Die Narben sind schmal lanzettlich.

Temperatur:      -

pH-Wert:          -

Härte:               -

Licht:                -

Sonstiges:
Die Pflanzen wachsen in schnell strömenden Flüssen auf Kies bis grob steinigem Substrat. Das Wasser ist weich und die Standorte vollsonnig bis schattig. Möglicherweise kommen sie bis zu einer Wassertiefe von mehreren Metern vor (Regenzeit). 
Diese Art wird nicht in Aquarien kultiviert, weil sie sich nicht gut vermehren lässt. Sie wird aber von Spezialisten emers kultiviert.

Diploider Chromosomensatz: 2 n = 34 (de Wit 1990, S. 148) und (Jacobsen 1982a, S. 18)


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Kleiner Wasserkelch 

Cryptocoryne parva DE WIT 1970

Synonyme:
-

Herkunft:
Sri Lanka

Aussehen: 
Die Pflanze wird über Wasser etwa 5 cm hoch. Sie ist die kleinste bekannte Cryptocorynen-Art. Die Blätter haben 1 bis 6 cm lange Blattstiele und elliptische bis schmal lanzettliche, glatte, 1,5 bis 2,5 cm lange und 0,4 bis 0,8 cm breite Blattspreiten. Die Basis ist keilförmig. Unter Wasser bleibt sie etwas kleiner. 
Der Blütenstand ist etwa 2 bis 3 cm hoch. Der Kessel ist an der Basis weißlich. Röhre und Spatha sind dunkel rot-violett. Der Schlund ist fast schwarz. Die Spataspreite ist leicht warzig und durch einen Kragen (kleiner Wulst) vom Schlund abgesetzt.

Temperatur:      23-28 °C

pH-Wert:          5,5-7,5

Härte:               1-15 °KH

Licht:                mittel bis viel

Sonstiges:
Die Pflanze eignet sich gut für den Vordergrund. Sie bildet aber keinen dichten Rasen. Die Vermehrung durch Ausläuferbildung erfolgt sehr langsam.

Diploider Chromosomensatz: 2 n = 28 (de Wit 1990, S. 148)

Unterwasserform von Cryptocoryne parva

C. parva eignet sich gut für den 
Vordergrund.

Blütenstand von Cryptocoryne parva

Blütenstand von Cryptocoryne parva

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Pontederiablättriger Wasserkelch

Cryptocoryne pontederiifolia SCHOTT 1863

Synonyme:
Cryptocoryne sulphurea DE WIT

Herkunft:
Sumatra, Borneo

Aussehen: 
Die Pflanzen werden über und unter Wasser etwa 15 bis 30 cm hoch. Die Blätter sind lang gestielt, lanzettlich bis herzförmig, teilweise etwas bullos, auf der Oberseite hellgrün und auf der Unterseite grünlich bis schwach rosa. Teilweise sind die Blätter mit einem silbrigen bis purpurnen Schimmer überzogen. Emerse und submerse Form unterscheiden sich wenig. Unter Wasser sind die Blätter dünner und weicher. 
Nachdem die Knospe sich geöffnet hat, bleibt die Spatha noch etwa 4 bis 6 Tage erhalten, danach verwelkt sie.

Temperatur:     22-28 °C

pH-Wert:          6,0-7,2

Härte:               2-12 °KH

Licht:                mittel (beschattet)

Sonstiges:
Die Vermehrung erfolgt durch Ausläufer. Die Art ist seit etwa 1970 als Aquarienpflanze bekannt.

Diploider Chromosomensatz: 2 n = 30 (de Wit 1990, S. 148)

blühende Cryptocoryne pontderiifolia
Frucht von Cryptocoryne pontederifolia

Frucht von Cryptocoryne pontederiifolia

Blatt mit aufgehellten Adern

Die gelbliche Aderung an dieser emersen Pflanze 
war unter Wasser nicht stabil.
 

rechts: Blick in die geöffnete Spatha.
unten befinden sich die weiblichen Blüten
mit Griffel (rosa) und Narben (weißlich).
Oben sind die kleineren männlichen Blüten (weiß).
Dazwischen ist ein sehr dünner weißer Stiel.

geöffneter Kessel

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Wasserkelch

Cryptocoryne pygmaea MERRILL 1919

Synonyme:
-

Herkunft:
Philippinen

Aussehen: 
Über Wasser werden die Pflanzen etwa 5 bis 8 cm hoch. Unter Wasser können sie bis zu 25 cm hoch werden. Die Blätter sind in Form und Farbe variabel. Die Spreiten sind gewellt, lanzettlich bis schmal eiförmig. Sie sind über Wasser etwa 2 bis 7 cm lang und 1 bis 2,5 cm breit. Die Basis ist gestutzt. Die Farbe variiert von braun-grün bis bleifarben auf der Oberseite und braun-grün bis rötlich auf der Unterseite. Die Blattstiele werden 4 bis 7 cm lang. Auf der Oberseite ist eine breite Furche und an der Basis eine 1,5 bis 2,5 cm lange Blattscheide. Unter Wasser können die Pflanzen mehr als 20 cm hoch werden. 
Der Blütenstand hat eine 3 cm lange Spatha. Der Schlund ist gerunzelt und purpurfarben. Die Fahne ist ca. 1,5 cm lang und bleibt bis auf einen schmalen Spalt verschlossen. Die Röhre ist sehr kurz und stellt nicht mehr als eine Einschnürung zwischen Schlund und Kessel da. Die 6 Stempel tragen etwas unterhalb der Spitze, raue, in der Mitte vertiefte Narben. Es gibt zahlreiche Duftkörper. 25 bis 30 Staubblätter. 

Temperatur:     22-26 °C

pH-Wert:          6,0-8,0

Härte:               8 - 20 °KH

Licht:               mittel bis viel

Sonstiges:
Lange wurde vermutet, dass es sich bei der Art um ein Synonym von C. auriculata handelt. Erst erst 1970 wurde C. pygmaea in einer Lieferung C. aponogetifolia von den Philippinnen wieder entdeckt und nach Herbarmaterial aus dem Botanischen Garten in Kew identifiziert. Der Typ-Herbarbeleg in Manila war während des Zweiten Weltkrieges zerstört worden. Die genaue Herkunft der Pflanzen blieb bis 1982 bzw. 1999 unbekannt. Dann wurden mehrere Standorte auf West Mindanao und Palawan bekannt (Bastmeijer et al. 2000). Die Chromosomenzahl wurde mit 34 bestimmt und ist damit identisch mit der Chromosomenzahl der anderen philippinischen Arten.
Dieser Wasserkelch ist nicht besonders schwierig zu kultivieren. Anders als die meisten anderen Arten kommen die Pflanzen zusammen mit C. aponogetifolia aber in hartem Wasser vor. In der emersen Kultur im Gewächshaus wachsen sie unter den gleichen Bedingungen wie die Wendtii-Typen gut. 

Diploider Chromosomensatz: 2 n = 34 (de Wit 1990, S. 148)

Cryptocoryne pygmaea

Cryptocoryne pygmaea

submerse C. pygmaea

Die Unterwasserform wird 
etwa 25 cm hoch.

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Schultzes Wasserkelch

Cryptocoryne schulzei DE WIT 1971

Synonyme:
-

Herkunft:
Malaiische Halbinsel

Aussehen: 
Die Blätter sind lanzettlich bis herzförmig, 4 bis 6 cm lang, 1,5 bis 4 cm breit, hell bis dunkelgrün, glänzend, zum Teil mit einem silbrigen bis violetten Glanz. Es ist ein unregelmäßiges Strich- und Punktmuster auf den Spreiten. Der Blütenstand ist bis 12 cm hoch. Die Spathaspreite ist gelb oder dunkelrot mit gelbem Rand. Es ist ein deutlicher Kragen zu sehen. Die Fahne ist kurz und nicht oder wenig gedreht. unter Wasser geht die Zeichnung verloren.

Temperatur:     22-26 °C

pH-Wert:          5,0-6,0

Härte:               2-8 °KH

Licht:               mittel bis viel

Sonstiges:
Diese Cryptocoryne ist selten und wurde bisher nicht oft gepflegt. Sie kommt in der Natur zusammen mit der sehr schwierigen Barclaya motleyi vor. An den Standorten ist das Wasser weich und sauer. Der Bodengrund ist schlammig und nährstoffreich. Die emerse Kultur in Buchenlauberde ist möglich, aber nicht einfach. Daher gibt es auch nur wenige Berichte (Paffrath 1993).
Die Art ist nach ihrem Entdecker J. Schulze aus Berlin benannt. Sie ist nicht im Handel.

Blattmuster

Die einzelnen Blätter einer Pflanze können
unterschiedlich geformt und gefärbt sein.



Diploider Chromosomensatz: 2 n = 34 (de Wit 1990, S. 148)

Spatha von Cryptocoryne schulzei

Blüte von C. schulzei in Kultur (emers)

blühende C. schulzei

Blüten an einer submersen C. schulzei
am Standort in Kota Tingi (Malaysia)

Standort mit C. schulzei

Der Bach am Standort in Kota Tingi 
führt nicht immer Wasser.
Mittlerweile musste der Bach einem 
Parkplatz weichen. 
Die Pflanzen sind fort. 

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Spiraliger Wasserkelch

Cryptocoryne spiralis (RETZIUS) FISCHER ex WYDLER 1830

Synonyme:
Arum spirale RETZIUS 1779
Cryptocoryne huegelii SCHOTT
Cryptocoryne  tortusa BLATTER & MCCANN

Herkunft:
Südliches Indien, Bangladesch

Aussehen: 

C. spiralis var. cognatoides:

Indien. Die Pflanzen werden etwa 60 cm hoch. Die Blattstiele sind sehr kräftig und stehen aufrecht. Sie sind 11 - 37 cm lang. Die schmal elliptischen bis lanzettlichen, grünen Blattspreiten sind 10 bis 32 cm lang und 2 bis 5 cm breit. 
Die Spatha kann die Blätter in der Höhe überragen. Sie wird etwa 15 bis 35 cm lang. Die Spreite ist rosarot bis rot-violett oder gelb und bis zur Spitze geöffnet. Sie ist 11 bis 32 cm lang. Innen ist sie weniger stark gerunzelt als bei var. spiralis und wird nach oben hin immer glatter. Der Kessel ist 3 bis 7 cm hoch und 0,5 bis 0,8 cm im Durchmesser. Er ist im Boden verborgen. Im oberen Bereich ist er etwas rötlich gefärbt.  Der männliche Blütenstandsabschnitt besteht aus 60 – 65 Pollensäcken. Die 4 bis 6 Narben sind sitzend oder haben nur einen sehr kurzen Griffel. Sie sind rot gesäumt. Die Duftkörper sind orange bis rötlich. Direkt über der Verschlusskappe ist eine Scheidewand (Septum) die den Schlund verengt. Eine Röhre gibt es nicht. Die Frucht ist 1,4 bis 1,2 cm hoch, ca. 1,3 cm im Durchmesser und enthält 20 bis 30 Samen. Die sind 0,65 bis 1,2 cm lang und 0,2 bis 0,4 cm im Durchmesser.
Chromosomenzahl 2 n = 66. Die Pflanzen stehen unbeschattet in Sumpfland oder in kleinen Gräben.
Ursprünglich wurden die Pflanzen als C. cognatoides beschrieben. De Wit (1990) vermutete, dass es sich dabei um ein Synonym von C. cognataC. spiralis umgruppiert. Weitere Synonyme sind C. huegeli und C. tortuosa. handeln würde. Erst 1991 kamen zum ersten Mal lebende Pflanzen nach Europa. 1993 wurden sie zu einer Varietät von

C. spiralis var. spiralis:

Indien. Die Blattspreiten über Wasser linealisch, lanzettlich bis schmal elliptisch. Sie sind 10 bis 40 cm lang und 1 bis 2 cm breit. Unter Wasser sind die Blätter linealisch bis bandförmig, oft leicht gewellt, zwischen 20 und 40 cm lang und 0,7 bis 2 cm breit. In der submersen Kultur bilden sich auch nach mehreren Jahren nur wenige Ausläufer. Emers vermehren sich die handelsüblichen Formen gut.
Der Blütenstand ist meistens mindestens einmal spiralig gedreht. Es können drei oder mehr Windungen sein. Die Spatha ist 6,5 bis 12 cm hoch und violett, selten gelb. Ihr Rand ist gezähnt. Eine Röhre fehlt. Es gibt keinen eigentlichen Kragen, aber eine Scheidewand (Septum) direkt über der Verschlussklappe verengt den Schlund stark. Der etwa 2 bis 3 cm hohe Kessel ist im Boden verborgen. Sein basaler Bereich ist mit fädigem Schleim bedeckt. Im oberen Abschnitt sind an den Zellen der Innenwand nach unten gerichtete Trichome. Es gibt auf Höhe der männlichen Blüten einige Alveoli, die 0,3 mm im Durchmesser und ebenso tief sind (siehe Kapitel „Blütenstände“). Es gibt 5 bis 6 weibliche Blüten und 60 bis 70 Staubblätter. Die Griffel sind sehr kurz oder die Narben sitzen direkt auf den Fruchtknoten. Narben und Duftkörper sind gelb oder rosa-weiß. Chromosomenzahl: 2 n =  33, 66, 88, 110, 132. In der Natur wachsen die Pflanzen entlang von Flüssen, in Reisfeldern und auf Weideland.

 

Temperatur:      22-28 °C

pH-Wert:          5,0-7,5

Härte:               2-20 °KH

Licht:                mittel bis viel

Sonstiges:
Die Pflanzen wachsen bei mehr als 16 – 18 °KH und pH-Werten über 7,5 nicht gut und treiben nur kleine Blätter. Durch die Zugabe von CO2 verbessert sich das Wachstum. Bereits 0,3 Watt pro Liter reichen in der Regel für ein gutes Wachstum aus. Im Handel findet man die Varietät spiralis. Sie lässt sich problemlos über und unter Wasser kultivieren. 
Die Pflanzen vermehren sich durch Ausläufer. Die Varietät cognatoides ist nicht im Handel. 

triploider Chromosomensatz: 3 n = 33 (auch Formen mit 66, 88, 90 und mehr als 130 Chromosomen) (de Wit 1990, S. 148)
 

emerse C. spiralis var. spiralis

Blätter von C. spiralis var. spiralis

submerse C. spiralis var. spiralis

Unter Wasser sind die Blatterränder
etwas gewellt.

Spatha von C. spiralis var. spiralis  Spatha von Cryptocoryne var. cognatoides

Blüte von C. spiralis var. spiralis (links) und C. spiralis var. cognatoides (rechts)

Spatha von C. spiralis var. spiralis

Hier sind die Runzeln im Inneren der
Spatha deutlich zu sehen.

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Cryptocoryne striolata ENGLER 1879

Synonyme:
C. gracilis
C. ongii

Herkunft:
Borneo

Aussehen:

Diese kleine, hübsch gezeichnete Cryptocoryne wird nur etwa 8 bis 10 cm hoch. Die Blätter sind eiförmig bis lanzettlich, glatt oder bullos. Die Spreiten sind 2,5 bis 10 cm lang und 1,5 bis 4 cm breit. Sie sind grün bis sehr dunkel braun gefärbt und manchmal sind die Blattadern rötlich oder die Spreite ist dunkel gestreift oder marmoriert. Die Ränder sind gewellt bis kraus. Der Blattstiel ist 3-12 cm lang. Submerse Pflanzen sind in Kultur kleiner. Die Blätter sind nur etwa 1 cm breit und lanzettlich bis linealisch. In der Natur sind die Blattstiele und die Röhre der Spatha länger. In tieferem Wasser werden die Pflanzen bis 40 cm hoch. Bei stärkerer Strömung sind die Blätter bullos. Die Pflanzen bilden nur wenige kurze Ausläufer.
Die Spatha ist 5 bis 20 cm lang. Die ca. 50 cm lange, schmale Spathaspreite ist glatt, weißlich, gelb bis dunkel rot und läuft in eine wenig gedrehte Fahne aus. Der Schlund ist bräunlich, gelblich oder dunkelrot bis schwarz. Manchmal ist er cremfarben mit violetten Flecken. Ein Kragen wird nicht ausgebildet. Die Röhre ist bis etwa 7 cm lang. Der Kessel ist etwa 1 cm lang und 0,5 mm im Durchmesser. Er umschließt 4 bis 6 Narben und etwa 40 Staubblätter.

Wasserwerte verschiedener Standorte von C. striolata (nach Horst 1982 a und 1986 1 und Kettner unveröffentlicht2)


Muara Mongkos 1

Pakan 25 Meilen von Sarikei 1

zwischen Simanggang und Kuching

Sungai Engkramut

25.03.1984, 9:30 Uhr 2

Wassertemperatur °C

29

25,5

-

Leitfähigkeit [µS/cm]

46

33

65

pH-Wert

7,2

6,5

5,8

°dGH

1,4

1

0,52

°KH

1,7

0,7

-

Ca [mg/l]

7,65

3,0

2,07

Mg [mg/l]

0,8

1,6

1,00

Fe [mg/l]

0,7

1,8

0,125

Licht

10000 - 50000

50000

2500 - 3000

* Umrechnung von Kalziumhärte °dH in mg/l mit dem Faktor 7,144, gerundet

** Umrechnung von Magnesiumhärte °dH in mg/l mit dem Faktor 4,356, gerundet


Sonstiges:

Die Art ist auf Borneo weit verbreitet und häufig. Allein in Sarawak wurde sie an 81 Stellen gefunden, kommt aber auch in Kalimantan vor (Ipor et al, 2007 a). Sie wächst in kleinen und größeren Urwaldbächen auf Sandbänken, die mit Ton und Schlamm durchsetzt sind, sowie auf felsigen und kiesigen Substraten und in Waldtümpeln. Die Blattstiele sind meist tief im Substrat. An Stellen mit schnell strömendem Wasser wurzeln die Cryptocorynen gern im Wurzelgeflecht von Babai-Bäumen (Saraca indica) und finden so Halt. Sie wachsen einzeln oder bilden kleine Bestände. In der Regel sind die Standorte stark beschattet.
C. striolata gehört zu den schwieriger zu kultivierenden und langsam wachsenden Arten. Man kann sie in reiner Buchenlauberde und auch in Mischungen aus Buchenlaub, Tongranulat und etwas Tonpulver pflegen. Sie wächst in der Kultur meist langsam und lässt sich oft nicht über längere Zeiträume pflegen. Günstig sind Temperaturen von 25-30 °C,  4 bis 10 cm Wassertiefe bei gedämpften Licht und hoher Luftfeuchtigkeit.

Diploider Chromosomensatz: 2 n = 20 (de Wit 1990, S. 148)

C. striolata

Standort in einem kleinen Bach.

C. striolata in einem Bach

Die Pflanzen wachsen unter Wasser und 
strecken ihre Blütenstände bis
zur Wasseroberfläche.

C. striolataSpatha von C. striolata

Submerse C. striolata mit Blütenstand
(unten vergrößerter Ausschnitt).

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Ueno´s Wasserkelch

Cryptocoryne uenoi SASAKI 2002

Synonyme:
-

Herkunft:
Borneo (Sarawak)

Aussehen: 
Die Pflanzen haben unregelmäßi bullose Blattspreiten. Diese sind bis zu 12 cm lang und 4 cm breit, grün bis braun und haben teilweise eine dunklere Strichzeichnung. Sie sind lanzettlich und kurz gestielt. Die Basis ist herzförmig und die Spitze ist spitz. Der Kragen der Spatha ist sehr unauffällig. Der innere Rand ist gezähnt (siehe C. spiralis). Der Kessel ist innen weißlich. Die männlichen Blüten haben einen braunen Rand. 

Sonstiges:
Die Pflanzen wurden 2002 von Yuji Sasaki (Japan) süd westlich von Simmangan (Borneo) gesammelt. Nach seinen Angaben sollen diese Pflanzen bereits ein Jahr zuvor von Mr. Ueno (Japan) gefunden worden sein. Nach Letzterem ist die Art deshalb benannt. Ursprünglich wurde sie für eine Fundortvariante von Cryptocoryne keei gehalten. 
Im Jahr 2002 war der Wasserstand an dem Fundort ungewöhnlich niedrig und Sasaki fand blühende Pflanzen, die er dann als neue Art beschreiben konnte.

Es sind nur drei Standorte bekannt. Sie wachsen in sandigen, kiesigen Bachbetten. Bei Hochwasser ist das Wasser schlammig und trübe. In den Trockenzeiten ist der Wasserstand niedriger und das Wasser klar. Vermehrte Sedimentablagerungen und eine verschlechterte Wasserqualität durch Rodung des Waldes und landwirtschaftliche Flächen an den Flussufern bedrohen die Bestände (Ipor et al. 2007 b). Am Typusstandort blühen die Pflanzen im August, wenn der Wasserstand des Flusses niedrig ist.

Die Pflanzen brauchen lange um sich einzugewöhnen, sind dann aber in Becherkultur gut zu halten. Sie bilden wenige Ausläufer und blühen selten.

C. uenoi

Submerse C. uenoi vom Naturstandort.

Bach mit C. uenoi

Standort von C. uenoi auf Borneo

Bach mit C. uenoi

Die Pflanzen sind als dunkle 
Schatten im Wasser sichtbar.

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Gewellter Wasserkelch

Cryptocoryne undulata WENDT 1954

Synonyme:
Cryptocoryne willisii BAUM
Cryptocoryxne axelrodii RATAJ

Herkunft:
Sri Lanka

Aussehen:
Die Pflanzen werden schnell bis zu 25 cm hoch. Die Blattspreiten sind lanzettlich,  4 bis 15 cm lang und 1 bis 3 cm breit. Über Wasser sind die Blätter grün mit rötlichen Blattstielen und Nerven. Die Basis ist gestutzt. Unter Wasser variiert die Farbe von grün bis dunkelbraun. Oft ist eine federartige Zeichnung sichtbar. Die Blätter sind unter Wasser schmaler. Die Basis ist dann keilförmig.
Die Spathaspreite ist glatt und variiert in der Farbe von grünlich über gelb bis zu orange-braun. Die Fahne ist mehr oder weniger lang und mehr oder weniger stark gedreht. Unterhalb des Kragens ist der Schlund meist etwas gelblich. Die Innenseiten der Röhre und des Kessels sind weiß. Die Außenseite ist weiß oder hat rote Linien und/oder Punkte, die den Bereich des Kessels oder auch die gesamte Spatha überziehen können.

Temperatur:      22-28 °C

pH-Wert:          6,0-7,5

Härte:              2-15 °KH

Licht:                mittel bis viel

Sonstiges:
Die Art lässt sich problemlos über und unter Wasser kultivieren. 
Die triploide Form lässt sich nur an Hand der Blüte identifizieren, weil sie vom Habitus zwischen C. beckettii und C. walkeri liegt (The crypts pages).

Diploider Chromosomensatz: 2 n = 28, triploider Chromosoemensatz 2 n = 42 (de Wit 1990, S. 148)

C. undulata mit Blütenstand

Über Wasser blühen die Pflanzen leicht.

Spatha von C. undulata

Bei flachem Wasserstand (< 15 cm) kann
C. undulata auch im Aquarium blühen.

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Riesen-Wasserkelch

Cryptocoryne usteriana ENGLER 1916

Synonyme:
Cryptocoryne aponogetifolia MERRILL

Herkunft:
Philippinen (Guimaras)

Aussehen: 
Die Pflanzen werden etwa 70 cm hoch. Die Blätter sind gestielt, lanzettlich, etwa 40 cm lang und 6 cm breit. Die Blattoberseite ist hell bis dunkelgrün, die Unterseite grün bis rot-violett. Die Spreiten sind stark bullös. Die Spathaspreite ist gelb oder gelb-rot mit Warzen im Randbereich. Die Fahne ist gedreht. Kein Kragen. Die Innenseite der Röhre ist weiß. Abhängig vom Wasserstand streckt sich die Röhre auf bis zu 30 cm.

Temperatur:     22-30 °C

pH-Wert:          6,0-8,0

Härte:               10 und mehr°KH

Licht:                mittel 

Sonstiges:
Der Name wurde früher synonym für Cryptocoryne aponogetifolia verwendet, weil die Artbestimmung aus Grund unzureichender Beschreibungen und Herbarbelege nicht eindeutig möglich war. 1983 sammelte Josef Bogner die Pflanzen im Bigo River auf der Philippinen-Insel Guimaras.
Die Pflanzen benötigen hartes Wasser. Sie eignen sich gut zur Bepflanzung von Aquarien mit Ostafrikanischen Barschen. Die Pflanzen vertragen das harte Wasser gut und werden wegen der in ihren Blättern enthaltenen chemischen Abwehrstoffe nicht abgefressen.

Diploider Chromosomensatz: 2 n = 34 (de Wit 1990, S. 148)

C. usteriana

Unterwasserblätter von C. usteriana

Spatha von C. usteriana

Blütenstand von C. usteriana

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Vietnam-Wasserkelch

Cryptocoryne vietnamensis HERTEL & MÜHLBERG 1994

Synonyme:
 

Herkunft:
Vietnam

Aussehen: 
Die Pflanzen haben etwa 3 bis 15 cm lange, aufrechte, rötlich grüne Blattstiele mit 2 bis 8 cm langen, rötlich grünen Blattscheiden. Die lanzettlichen Spreiten haben eine leicht herzförmige Basis und sind etwa 4 bis 14 cm lang und 1,5 bis 5 cm breit. Sie sind rein grün, teilweise am Rand etwas gekräuselt. Die Blattunterseite ist heller. Die Pflanzen bilden Ausläufer. Vor der Blüte werden auffällige Niederblätter gebildet. Diese sind 2,5 bis 9 cm lang und grünlich rot-braun.
Die Blütenspatha ist 3,5 bis 4 cm lang. Der Kessel ist ca. 1 cm lang und innen und außen weiß. Die Röhre ist ebenfalls etwa 1 cm lang. Außen ist sie weiß, innen weist sie eine rote Färbung auf. Die Spathaspreite ist bis etwa 2 cm lang. Oben schließt sie in einer langen Spitze ab. Die Spathaspreite ist aufrecht oder schräg über den Schlund geklappt. Sie ist innen purpur bis schwarz, an der Außenseite grau-grün. Ohne Kragen. Die 5 bis 6 weiblichen Blüten sind weiß mit wenigen rötlichen Punkten. Die Narben sind rundlich. 
 

Temperatur:      22-28 °C

pH-Wert:          6,0-7,5

Härte:               2-15 °KH

Licht:                mittel bis viel

Sonstiges:
Die Pflanzen sind über Wasser nicht schwierig zu kultivieren. In der Natur wachsen sie auch unter Wasser. Über eine Eignung für das Aquarium ist nichts bekannt. 
Dieser Wasserkelch wurde 1927 entdeckt und nach der Erstbeschreibung von C. annamica (1991) zunächst dieser Art zugeordnet. 1991 gelang es den Original-Fundort wieder zu finden und von dort Pflanzen nach Europa zu bringen. Im Frühjahr 1992 und 1993 blühten diese Pflanzen. Sie unterschieden sich in der Blütenfarbe und -form deutlich von C. annamica und wurden darum 1994 als eigene Art beschrieben (Hertel & Mühlberg 1994).

Chromosomenzahl 2 n = 34.
 
 

semi-emerse Kultur

Bei einem flachen Wasserstand von etwa 20 cm , streckt die Pflanze die Blätter aus dem Wasser.

C. vietnamensis

C. vietnamensis in Topfkultur

Knospe von C. vietnamensis

Knospe an C. vietnamensis.

Spatha von C. vietnamensis

Die Blütenspatha vergeht 
nach etwa drei Tagen.

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Walkers Wasserkelch

Cryptocoryne walkeri SCHOTT 1857

Synonyme:
Cryptocoryen lutea ALSTON
Cryptocoryne legroi DE WIT
Cryptocoryen walkeri var. lutea RATAJ
Cryptocoryen walkeri var. legroi RATAJ

Herkunft:
Sri Lanka

Aussehen: 
Es gibt mindestens drei Formen dieser Art im Handel. Als C. walkeri werden Pflanzen verkauft deren dunkel grünen, kurz gestielten Blätter über Wasser etwa 3 cm lange und 1,5 cm breite, elliptische Spreiten haben. Diese Blätter liegen oft flach am Boden oder sind nur wenig erhoben. Wenn diese Pflanzen älter werden, wachsen die neuen Blätter senkrecht in die Höhe, werden schmal lanzettlich, steif und bekommen einen silbrig purpurnen Glanz. Dann sehen sie aus wie die als C. lutea gehandelte Form. Diese hat die schmalen, steifen, bis etwa 8 cm langen und 1 bis 1,5 cm breiten Blattspreiten aber bereits von Anfang an. Als Cryptocoryne legroi findet man im Handel eine kleine bronzefarbene Pflanze. 

Temperatur:      22-28 °C

pH-Wert:          6,0-7,5

Härte:               5-18 °KH

Licht:                mittel bis viel

Sonstiges:
Alle Formen eignen sich gut für die Kultur unter Wasser. Sie wachsen aber etwas langsamer als die Formen von C. wendtii.

legroilutea
walkeri braun

Cryptocoryne walkeri ´legroi´, ´lutea´ und walkeri ´braun´

Diploider Chromosomensatz: 2 n = 28, triploider Chromosomensatz 3 n = 42 (de Wit 1990, S. 148)

Blütenstand von C. walkeri

Die Blüte von Cryptocoryne walkeri
(hier die Form C. lutea) ist grünlich gelb.

walkeri submers

Bei der Form C. walkeri ´braun´ haben 
die Blätter über und unter Wasser einen 
violetten Schimmer.


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Wasers Wasserkelch

Cryptocoryne waseri Kettner 2012


Synonyme / Handelsbezeichnungen:
"Cryptocoryne alba rot"
"Rote Alba mit Kragen"

Herkunft: Südwesten Sri Lankas, Bach im Wald bei Yahawalatta (Fundort zerstört)

Aussehen:
Das Rhizom ist bis 4 cm lang und 4 mm breit. Es wächst waagerecht. Jungpflanzen werden direkt am Rhizom, seltener an bis zu 4 cm langen Ausläufern gebildet. Gut entwickelte Pflanzen sind 10 bis 15 cm hoch. Sie haben gut entwicklete Kontraktilwurzeln. Die Blattstiele sind 7 bis 10 cm lang und haben an der Basis eine 2 cm lange Blattscheide. Die Blattspreite ist eiförmig, relativ dünn, oberseits grasgrün, unterseits etwas heller. Die Basis ist  rund bis herzförmig, oft etwas unsymmetrisch. Die Spitze ist spitz. Kataphylle sind nur bei blühenden Pflanzen vorhanden. Sie sind bis 2 cm lang.
Der Blütenstandstiel ist kurz. Die Spatha ist 5 bis 9 cm lang. Außen ist sie bräunlich bis cremefarben. Der Kessel ist ellipsoid und hat an der Innenseite im unteren Teil mehr oder weniger deutliche, längs verlaufende Rippen. Unterhalb der männlichen Blüten ist er etwas eingeschnürt. Der Kessel ist 1,2 bis 1,5 cm hoch und 0,4 bis 0,5 cm im Durchmesser. Er ist unten rot gefärbt. Auf Höhe der Einschnürung ist oft ein weißer Ring. Zur Röhre hin ist der obere Bereich violett-rot gefleckt. Die Verschlussklappe ist weiß bis cremefarben. Alveolen fehlen.
Röhre sehr kurz (5 mm) oder fehlend. Der Schlund ist eng und durch einen deutlichen Kragen gesäumt. Kragen und Schlund sind schwarz-purpurn. Die Spathaspreite ist 5 bis 7 cm lang. Sie steht mehr oder weniger aufrecht. Die Öffnung ist ein mehr oder weniger gedrehter, schmaler Spalt. Die Spathaspreite ist innen warzig und rot. Sie läuft in einen sehr langen, dünnen Schwanz aus. Es treten zu gleichen Anteilen rechts und links gedrehte Spathen auf.
Der Spadix hat 4 bis 6 weibliche Blüten. Sie sind grünlich gefärbt. Der Griffel ist nach außen gebogen und etwas dunkler gefärbt. Die Narben sind klein, elliptisch bis rundlich und papillös. Sie sind hell gefärbt mit einem Hauch Rot. Die Mitte ist eingesunken. Die Duftkörper sind kugelig und gelblich bis weiß.
Die Achse des Spadix ist etwa 0,8 cm lang. Am oberen Ende sind etwa 25 männliche Blüten.
Chromosomenzahl 2n = 36. Pollen zu fast 100 % fertil.

Sonstiges:
Die Art ist nach Alfred Waser benannt, der den Fundort entdeckte und die Art als Erster und möglicherweise Einziger in der Natur sammelte.
Am Naturstandort wuchs die Art in der Nähe eines Baches in dem auch C. alba vorkam und an dess Ufern Lagenandra praetermissa wuchs. Der Fundort wurde durch Rodung des umliegenden Waldes zerstört.
Die emerse Kultur in reiner Buchenlauberde oder Buchenlaub mit etwas Ton in weichem Wasser ist unproblematisch.
Für die Aquarienkultur ist die Art nicht geeignet.
Erstbeschreibung in Bastmeijer et al. 2012
 

Spatha

blühende Cryptocoryne waseri

Rhizom

Rhizom


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Wendts Wasserkelch

Cryptocoryne wendtii DE WIT 1958

 

Synonyme:
Cryptocoryne wendtii var. wendtii
Cryptocoryne wendtii var. jahnelli
Cryptocoryne wendtii var. krauteri
Cryptocoryne wendtii var. nana
Cryptocoryne wendtii var. rubella

Herkunft:
Sri Lanka

Aussehen: 
Die Pflanzen sind über Wasser zwischen 3 und 15 cm hoch. Abhängig von der Varietät grün bis braun und mehr oder weniger stark gewellt oder genoppt (bullös). Teilweise sind federartige Zeichnungen sichtbar. Die Farbe der Blattstiele und Hauptnerven können heller oder dunkler als die Spreite sein. Teilweise sind sie rötlich. Je nach Varietät werden die Pflanzen unter Wasser zwischen 10 und 45 cm hoch. Die Eignung für den Vorder- oder Mittelgrund zeigt sich meist erst nach der Umstellung. Die Blattfarbe variiert submers zwischen hellem Grün und dunklem Braun. Die grünen Formen sind generell weniger Lichtbedürftig. Bräunliche Formen werden grüner, wenn sie nicht ausreichend Licht bekommen. Bei Formen mit bullosen Blattspreiten ist die Buckelung unter stärkerem Licht besser ausgeprägt. Unter schwachsem Licht geht sie zum Teil ganz verloren oder es bleibt ein gewellter Blattrand.

Temperatur:      22-30 °C

pH-Wert:          5,5-7,5

Härte:               2-18 °KH

Licht:                wenig bis viel (abhängig von der Varietät)

Sonstiges:
Die Vermehrung durch Ausläufer. Die Art ist eine gute Aquarienpflanze, die weniger anfällig ist als andere Cryptocorynen. Sie eignet  sich darum auch für Anfängeraquarien.  Monatlich bildet die Pflanze etwa 2 bis 3 neue Blätter. 
Es gibt verschieden Varietäten. Einige davon sind unter Sortennamen im Handel erhältlich. 

´Tropica´:
emers breit, stark bullös, braun; submers schmaler, gewellt mit rötlicher Unterseite
´Mi Oya´:
emers breit, leicht bullös, olivgrün; submers schmal, gewellt dunkel grün, mit violetter Blattunterseite 
´Blickfang´:
emers breit, leicht bullös, olivgrün; submers Blattstiele 8 bis 14 cm, Spreite 5 bis 13,5 cm lang und 1,5 bis 3 cm breit, dunkel grün, gewellt, Blattunterseite intensiv rot
´Narrow´:
emers schmal, grüne; submers sehr schmal, lang, grün
´Indonesii´
emers breite, braun mit federartiger Zeichnung
´Flamingo´
rosafarben mit grünlicher Mittelrippe und teilweise mit Aufhellungen in den Interkostalen

Typen

ganz links: ´MiOya´, rechts dahinter submerse Form,
im Vordergrund links ´Tropica´, rechts dahinter submerse Form,
hell grüne Pflanze: ´Narrow´, dahinter submerse Form,
rechts: ´Indonesii´, dahinter submerse Form



Dieser Wasserkelch blüht manchmal unter Wasser. Da unter Wasser keine Bestäubung stattfinden kann, bleibt die Spatha dabei geschlossen. Es ist unklar, warum die Pflanzen die Blütenstände ausbilden.
 
 Diploider Chromosomensatz: 2 n = 28, triploider Chromosomensatz 2 n = 42 (de Wit 1990, S. 148)

submers - emers

Blüte von Cryptocoryne wendtii (grün)

submers - emers

Blüte von C. wendtii ´Indonesii´

submers - emers

Bei der Umstellung auf die
Unterwasserkultur verändern sich die 
Pflanzen zum Teil sehr 
stark (hier ´Blickfang´).

Flamingo

´Flamingo´ ist eine Neuheit 
der Interzoo 2008

verschieden Typen von Cryptocoryne wendtii, links  submerse Form, rechts emerse Form
(Ausnahme: unten links, dort beide submers)


submers - emers

submers schmal und grün 
emers breit und grün

submers - emers

submers schmal und grün mit rotem Mittelnerv 
emers breit und grün

submers - emers
submers schmal und grün
emers breit und grün mit rotem Blattstiel
submers - emers
submers schmal und bräunlich oliv
emers breit und grün
submers und emers
submers schmal und braun
emers breit und braun 
submers - emers
submers schmal und bräunlich oliv
emers breit und olivgrün

 

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Roter Wasserkelch

Cryptocoryne x purpurea RIDLEY 1902

Synonyme:
Cryptocoryne griffithii HOOKER
Cryptocoryen aquatica J.J. HOEDEMANN


Herkunft: Malaiische Halbinsel und Borneo

Es handelt sich um Naturhybriden, die aus mehreren unabhängigen Kreuzungen hervorgegangen sind. Der Pollen ist steril.


C. x purpurea nothovar. borneoensis :

Herkunft: Borneo (Süd-Kalimantan)

Aussehen:
Die Blattspreiten sind 5-12 cm lang und 2 bis 6 cm breit. Sie sind flach oder etwas bullos, olivgrün bis rötlich braun gefärbt. Die Blattstiele  sind 10 bis 15 cm lang. Besonders lang sind sie bei dauerhaft submers wachsenden Pflanzen. An blühenden Pflanzen findet man Kataphylle. Die Blütenspatha ist insgesamt 10 bis 15 cm lang und steht auf einem 1-3 cm langen Stiel. Der Kessel ist 1,5 bis 2 cm und in der oberen Hälfte purpurn gefleckt. Die Verschlussklappe ist weiß. Die Röhre ist zwischen 8 und 12 cm lang und außen rosarot mit dunkleren Linien. Unter dem Schlundring ist sie fein rot gepunktet. Der ist deutlich orange-rot abgesetzt und glatt. Der Schlund ist durch einen Kragen verengt. Die Spathaspreite ist etwas runzelig und glänzt rot bis dunkelrot. Sie ist lang zugespitzt und an der Spitze zusammengefaltet. Der Blütenstand umfasst 6 weibliche und 30-40 männliche Blüten. Die gelben Duftkörper sind unregelmäßig gelb. Der Appendix ist dicht purpurn gefleckt. Chromosomenzahl: 2n = 51

Diese Form geht auf eine natürliche Kreuzung von  C. griffithii und C. cordata var. zonata zurück (Othman et al 2009). Die Naturstandorte sind langsam fließende Flüsse mit schlammigem Grund. Im Sungai Koru wächst sie zusammen mit C. griffithii und C. cordata var. zonata. Im Sungai Lawak wurde nur die Hybride gefunden.

C. x purpurea nothovar. purpurea :


Herkunft: Malaysia: Johore und Pahang

Aussehen: Die Blattspreiten sind oval mit gestutzter oder herzförmiger Basis. Die Oberseite ist dunkelgrün bis bräunlich und purpurn gemustert. Die Blattunterseite ist hell grün bis rötlich. Teilweise ist ein silbriger Schimmer zu sehen. Die Spreiten sind 3-11 cm lang 1-6 cm breit. Die Blattstiele erreichen eine Länge von 10 bis 35 cm. Manchmal sind auch an nicht blühenden Pflanzen Kataphylle zu finden. Die Spatha ist insgesamt 8 bis 17 cm lang. Der Blütenstandstiel ist 1,3 cm lang. Der Kessel 1-2 cm und innen weiß. Die Duftkörper sind gelblich rund und unregelmäßig. Es gibt 50 bis 60 männliche Blüten und 5 bis 7 Narben. Die Röhre ist 5 – 10 cm lang. Spathaspreite 2 bis 5 cm lang. Sie ist zugespitzt eiförmig. Die Oberfläche ist etwas uneben. Kein Kragen. Sie ist hell bis dunkel rot. Früchte sind nicht bekannt. Die Pflanzen sind völlig pollensteril, bzw. etwa 2 % der Pollen sind fruchtbar. Chromosomenzahl: 2 n =  34. Die Pflanzen sind Hybriden aus C. griffithii und C. cordata var. cordata. Sie kommen in der Natur in Regionen vor in denen sich das Verbreitungsgebiet der Elternarten überschneiden. Es gibt eine gewisse Variabilität in Form und Farbe. Es wird vermutet, das C. x purpurea nothovar. purpurea mehrmals aus unabhängigen Elternpopulationen hervorgegangen ist.

Die Pflanzen blühen in der Natur in der Trockenzeit von März bis Anfang August. Sie wächst zusammen mit Blyxa echinosperma und Barclaya motleyi. Die Standorte sind stark beschattet. Das Substrat ist schlammig und sauer. Die Lichtstärke wurde mit 4000 bis 13000 lx gemessen (Sim Chen Hua 2002).

Wasserwerte an zwei Fundorten von C. x purpurea nothovar. purpurea in Tasek Bera (Auszug aus Sim Chen Hua 2002)

Parameter

Kelantong Sumpf

Bei Pos Iskandar

Zeit

Mai – Juli 2001

Mai – Juli 2001

Beleuchtungsstärke [lx]

2000 - 10000

4000 – 13000

Leitfähigkeit [µS/cm]

37,4 – 42,1

31,7-42,1

pH-Wert des Wassers

5,45 - 5,49

4,45 - 5,92

pH-Wert des Bodens

5,6

5,6

Wassertiefe [cm]

14 – 44

30 - 60

Wasserhärte [°dH]

0

0

Wassertemperatur [°C]

22,3 – 25,3

21,8 – 27,5

Fließgeschwindigkeit [m/s]

0,25

0,28

Nitrat [mg/l]

0,33

0,01

Phosphat [mg/l]

1,39

0,49



Emers sind die Pflanzen leicht in Buchenlauberde oder in einer Mischung aus Torf/Buchenlauberde, Sand und Ton zu kultivieren. Sie entwickelt sich schnell und bildet viele Ausläufer.
Diese Form ist eine gute Aquarienpflanze. Sie wächst gut bei Temperaturen zwischen 22 und 26 °C in weichem Wasser bis hartem Wasser mit bis 30 °dGH und 16 °KH, bei pH-Werten zwischen 5 und 7. Die Beleuchtung sollte nicht zu stark sein. Ein nährstoffreiches Substrat fördert das Wachstum. Ideal ist ein etwa 10 cm hoher Bodengrund aus Kies (3-4 mm), der mit Mulm durchsetzt ist. Tonzugaben und Bodendünger sind zu empfehlen (Jacobsen 1982, 1987, Möhlmann 1987 c, Paffrath 1973). Im Aquarium dauert es lange bis sich die ersten Ausläufer zeigen. Die Pflanzen bilden lockere Gruppen.
Die Pflanzen blühen sowohl in emerser als auch in submerser Kultur. Unter Tageslichteinfluss bilden sich die Blütenstände von September bis März. Im Aquarium öffnen sich die Spathen manchmal auch unter Wasser. Bei einem Wasserstand von 20 bis 30 cm können sie aber auch die Wasseroberfläche durchstoßen (Laubner 1937, Warthmüller 1938).

Temperatur:      22-26 °C

pH-Wert:          5,0-6,0

Härte:               2-16 °KH, bis 30 °GH

Licht:                mittel 

Sonstiges:    

Die Pflanze wurde zum ersten Mal von Ridley 1892 in Kota Tinggi (Johore) gesammelt. Nachdem sie im Botanischen Garten in Kew geblüht hatte wurde 1900 eine Zeichnung der Pflanze veröffentlich, aber fälschlich mit C. griffithii beschriftet. Das gilt als Grund dafür, dass C. x purpurea bis in die 1960 hinein als C. griffithii unter Aquarienfreunden bekannt war.
Später wurde C. cordata als C. purpurea angeboten. Eine Zeit lang galt die Pflanze als verschollen. 1985 führten Bogner und Jacobsen die Pflanzen aus Malaysia neu ein.
Paffrath (1973) Er berichtet, dass eine seiner Pflanzen, im Verlauf der Zeit ihre Blüte veränderte. Er schreibt: „Später veränderte sich jedoch die Form und Farbe der Spreite. Sie blieb kürzer, breiter runder, und der Schlund hatte fast die gleiche Farbe wie die Fahne.“ Dass sich die Spatha einer individuellen Pflanze veränderte ist - soweit ich weiß - nur dieses eine Mal dokumentiert worden.





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Willis´  oder Zwergwasserkelch 

Cryptocoryne x willisii REITZ 1908

 

Synonyme:
Cryptocoryne lucens DE WIT
Cryptocoryne nevillii

Herkunft:
Sri Lanka, in Malaysia (Johore) und Singapur verwildert

Aussehen: 

Die Blätter sind mittelgrün, und haben eine eiförmige bis lanzettliche, glatte Spreite. Auf der Oberseite sind die Blattnerven nur undeutlich zu sehen. Das Längenverhältnis zwischen Blattspreite und Stiel ist bei den einzelnen Formen unterschiedlich. Die Blütenstände sind variabel, haben aber immer einen Kragen und eine farblich deutlich abgesetzte Zone im Schlund. Der Spadix besteht aus 4 bis 7 weiblichen und 40 bis 60 männliche Blüten. Es kommt vor, dass entweder die weiblichen oder die männlichen Blütenteile nicht voll entwickelt sind. Es werden Ausläufer gebildet, die 2 bis 10 cm lang sind. Im Aquarium werden die Pflanzen etwa 10 cm hoch. Die Blattspreiten sind dann schmaler als bei den Überwasserformen.

Heute werden die Formen zum Teil anders bezeichnet als früher. Ich verwenden hier die Zuordnung gemäß den ursprünglichen Artbeschreibungen. Sie wurden allerdings an Hand von nur wenigen Pflanzen angefertigt und geben die Variationsbreiten nicht richtig wieder.

C. x willisii
:

Bei emersen Pflanzen ist der Blattstiel ist etwa doppelt bis dreimal so lang wie die Blattspreite. Die grüne Spreite ist schmal eiförmig, 3,5 bis 7,5 cm lang und 1 bis 1,5 cm breit. Bei submersen Pflanzen sind Blätter hell grün. Die Spatha ist 5 – 8 cm lang. Der Kessel ist 1 - 1,5 cm hoch und in der oberen Hälfte alveolär. Die Röhre wird 2 - 4 cm lang. Die Spathaspreite steht aufrecht und ist an der Spitze etwas in sich gedreht. Sie ist etwa 3 cm lang, hell- bis dunkelrot und etwas warzig. Oft hat sie eine oder zwei Längsfurchen. Der enge Schlund ist durch einen Kragen abgegrenzt. Der Schlundring ist gelb.
Es handelt sich um die Form, die auch als "C. nevillii" im Handel ist. Sie wächst bereits gut ab 0,3 Watt/l.

C. lucens:

Der Blattstiel wird 10 – 22 cm lang. An der Basis kann er rötlich sein. Die Blattspreiten sind schmal lanzettlich, 6 - 12 cm lang und 1 - 2 cm breit. Die Spitze ist bespitzt. Die Spatha ist etwa 6 cm lang. Der Kessel ist etwa 1 cm lang und in der oberen Hälfte alveolär. Die Röhre ist ungefähr 2,5 cm lang und in sich etwas gedreht. Die Spathaspreite ist rot, etwas warzig und an der Spitze gedreht. Der Schlund ist durch einen Kragen abgegrenzt und hat einen dunklen, fast schwarzen Schlundring.

Die Form hat unter Wasser lanzettliche Blätter mit keilförmiger Basis. Sie wird etwa 7 cm hoch. Sie benötigt mehr Licht und Wärme als die anderen Formen. Mindestens 0,5 bis 1 Watt/l sind für ein gutes Wachstum nötig.  

Temperatur:      22 - 30 °C

pH-Wert:          5,5 - 8,0

Härte:               1-15 °KH

Licht:                mittel bis viel

Sonstiges:
Mehr Licht und Wärme fördern das Wachstum. Bei zu starkem Licht legen die Pflanzen die Blätter flach an den Boden. Ist das Licht zu schwach, stehen die Blätter senkrecht. Unter ideale Lichtverhältnissen, stehen die Blätter in einem Winkel von 30 bis 45 ° zum Boden. Dann ist die Vermehrungsrate am Besten. Wenn man sie im Aquarium mehrere Monate ungestört wachsen lässt, entwickelt sich durch Ausläuferbildung nach und nach ein rasenartiger Bestand. Aus dichten Beständen entnimmt etwa jede zweite Pflanze und setzt sie wo anders in einem Abstand von etwa 3 cm wieder ein. Die übrigen Pflanzen lässt man ungestört. Auf diese Weise bilden die nicht versetzten Mutterpflanzen bald wieder Ableger und werden nicht durch die Konkurrenz zu schwach.
 
Der Name ist zu Ehren von C. J. Willis vergeben worden. Es handelt sich um eine Gruppe aus Naturhybriden. Es sind Kreuzngsprodukte aus C. walkeri oder C. beckettii mit C. parva.

Diploider Chromosomensatz: 2 n = 28 (de Wit 1990, S. 148)

rote Spreite und gelber Schlundring

Spathaspreite der ursprünglich als
C. willisii
beschriebenen Cryptocoryne.
Sie ist heute oft als " C. nevillii"
im Handel.

Blütenstand von "C. lucens"

Spathaspreite von "C. lucens"

Unterwasserform von C. a willisii

Diese "C. lucens" ist unter Wasser etwa
10 cm hoch. 

Knospe an In-vitro-Pflanze

Diese Pflanze bildete bereits während
der 
in-vitro Kultur eine Blütenknospe aus,  was sehr ungewöhnlich ist.

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Linie

Literatur zu Cryptocorynen:

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Wydler (1830): Linnaea 5, S. 428

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H. W. Schott (1857): Cryptocorynenskizze.- Bonplandia 5(14) : 219-223

H. W. Schott (1860): Cryptocoryne.- Prod.Sys.Aroid. 14-19.

H.W. Schott (1863): Cryptocoryne Fischer.- in: G.Miquel Ann.Mus.Bot.Lugd.Bat. 1 : 122-123

A. Engler (1879): Cryptocoryne Fischer.- Bullettino della Societa Toscana di Orticultura. Florence, 4 : 301-302

N.E. Brown (1880): On some new Aroideae.- J.Linn.Soc.XVIII : 242-245, plate IV

A. Engler (1882): Aracee della Malesia e della Papuasia raccolte da O.Beccari.- in O.Beccari, Malesia 1 : 296-300, Abb. 27-28

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J.D. Hooker (1893): Cryptocoryne, Lagenandra.- in: The Flora of British India 6 : 492-496

H.N. Ridley (1904 (1902)): New Malayan Plants. J.Str.Br.Roy.As.Soc 41 : 44-45

H.N. Ridley (1905): The Aroids of Borneo.- J.Str.Br.Roy.As.Soc. 44 : 169-171

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H.N. Ridley (1907): Cryptocoryne, Fisch..- Materials for a Flora of the Malayan Peninsula : 3-6

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E. D. Merrill (1919): New or noteworthy Philippine plants XV..- Philippine Journal of Science. Manila 14(4) : 370-371

A. Engler (1920): (Cryptocoryne, Lagenandra in) Das Pflanzenreich.- IV.23.F. Araceae - Aroideae : 232-249, Leipzig.

E. D. Merrill (1921): A Bibliographic Enumeration of Bornean Plants.- Journal of the Straits Branch of the Royal Asiatic Society : 106-109

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Furtado (1935): Gard. Bull. Straits Settl. 8, 145

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Internetquellen:

The Crypts Pages
 

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