Gattung Mimulus - Gauklerblume, Affenblume
Mimulus guttatus
Mimulus luteus
Mimulus moschatus
Mimulus ringens
Mimulus ist eine Verkleinerungsform vom Lateinischen
"mimus" = Schauspieler, Mime, Gaukler. Die Bezeichnung soll sich auf die
sehr unterschiedlichen Färbungen und Formen der Blüten innerhalb
der Gattung beziehen. Die Gattung gehört zu den Scropulariaceae (Rachenblüter)
und ist unter anderem mit dem Fettblatt (Bacopa)
und dem Zungenblatt (Glossostigma)
verwandt.
Es gibt circa 60 Arten. Die meisten sind krautige Pflanzen.
Es gibt aber auch Sträucher unter ihnen. Die Gauklerblumen sind empfehlenswerte
Pflanzen für den heimischen Gartenteich und sind oft im Teichfachhandeln
erhältlich. Außer den hier genannten Arten gibt es auch rot
blühende wie Mimulus cardinalis und M. cupreus ´Roter
Kaiser´. M. lewisii ist weißlich bis rosarot.
Gelbe Gauklerblume
Mimulus guttatus LINNÉ
Synonyme:
Herkunft:
Nordamerika, in Europa eingebürgert
Aussehen:
Die Stängel wachsen aufrecht bis zu einer Höhe
von 60 cm. Sie sind kahl, nur im oberen Bereich etwas drüsig.
Die Blätter sind ebenfalls kahl. Die unteren sind gestielt, die oberen
sitzend. Die Spreite ist eiförmig
mit abgerundeter Spitze. Die Blattränder sind gezähnt.
Die Kelchblätter sind zu einer kantigen Röhre
verwachsen und zwischen 1,5 und 2,0 cm lang. Die Kronblätter sind
gelb und erreichen eine Länge von 2,5 bis 4 cm. Die unteren drei formen
eine gewölbte Unterlippe, die im Schlundbereich rot gefleckt und mit
feinen Haaren besetzt ist. Die Oberlippe ist zweilappig. Die Blüten
wachsen einzeln in den Blattachseln der oberen Blätter. Die Blütezeit
reicht von Juni bis August.
Temperatur:
winterhart
pH-Wert:
-
Härte:
-
Licht:
halbschattig bis sonnig
Sonstiges:
Eine von zwei eingebürgerten Arten in Deutschland.
Von M. moschatus dadurch zu unterscheiden,
dass die Stängel aufrecht wachsen, kahl sind und die Pflanzen nicht
moschusartig duften.
Ursprünglich als Zierpflanze eingeführt, wurde
sie bereits um 1820 zum ersten Mal verwildert in Deutschland gefunden.
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Die Gelbe Gauklerblume gibt es in
verschiedenen Sorten im Handel.
Die Kronblätter sind zu einer
zweilappigen Oberlippe und einer
dreilappigen Unterlippe verwachsen.
Der Schlund der Unterlippe ist fein
gepunktet und behaart.
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Gauklerblume
Mimulus luteus
Synonyme:
-
Herkunft:
Chile, in Schottland eingebürgert
Aussehen:
Die Stängel wachsen aufrecht bis zu einer Höhe
von 30 - 40 cm. Die Blattspreiten sind länglich eiförmig.
Die Blattränder sind gezähnt.
Die Kronblätter sind gelb. Es gibt verschiedene
Sorten, deren Blüten zwischen 1,5 und 6 cm lang und 2 bis 6 cm breit
sind. Die unteren drei Kronblätter formen eine gewölbte Unterlippe,
die den Schlund teilweise fast verschließt. Im Schlundbereich sind
große rote Flecken. Die Oberlippe ist zweilappig. Die Blüten
wachsen in Trauben. Die Blütezeit reicht von Juni bis August.
Temperatur:
winterhart
pH-Wert:
-
Härte:
-
Licht:
halbschattig bis sonnig
Sonstiges:
Die meisten Sorten sind Hybriden aus M. guttatus
und M. luteus.
Zu den bekanntesten Sorten gehört ´Tigrinus
Grandiflorus´. Sie wird etwa 25 cm hoch und hat besonders große,
auffällig gestreifte und gefleckte Blüten. |
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Moschus Gauklerblume, Moschuskraut
Mimilus moschatus DOUGLAS ex LINDENDAHL
Synonyme:
-
Herkunft:
Nordamerika, stellenweise in Europa eingebürgert
Aussehen:
Die Stängel wachsen kriechend und wurzeln an den
Blattknoten. Sie sind überall mit klebrigen Drüsenhaaren besetzt.
Das Drüsensekret riecht stark nach Moschus. Die Blätter sind
alle kurz gestielt. Die Spreite ist 3 bis 6 cm lang, eiförmig
mit spitzer Spitze. Die Blattränder sind gezähnt.
Die Kelchblätter sind zu einer kantigen Röhre
verwachsen und zwischen 0,8 und 1,0 cm lang. Die Kronblätter sind
gelb und erreichen eine Länge von 1,4 bis 2 cm. Die unteren drei formen
eine gewölbte Unterlippe, die im Schlundbereich teilweise rot gestreift
und mit feinen Haaren besetzt ist. Die Oberlippe ist zweilappig. Die Blüten
wachsen einzeln in den Blattachseln. Blütezeit Juni bis August.
Temperatur:
winterhart
pH-Wert:
-
Härte:
-
Licht:
halbschattig bis sonnig
Sonstiges:
Eine von zwei eingebürgerten Arten in Deutschland.
Von M. guttatus dadurch zu unterscheiden,
dass die Stängel kriechend wachsen, die Pflanzen überall behaart
sind und nach Moschus duften. |
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Blaue Gauklerblume
Mimulus ringens LINNÉ
Synonyme:
-
Herkunft:
USA
Aussehen:
Die Pflanzen haben einen ausdauernden Wurzelstock. Die
Stängel wachsen 60 bis 80 cm hoch aufrecht. Sie sind vierkantig, verzweigt
und teilweise rötlich. Die Blätter sind länglich,
kreuzgegenständig
und sitzen stängelumfassend. Die Blattränder sind gesägt.
Die blau-violetten Blüten sind einzeln an recht
langen Stilen in den Blattachseln der oberen Blätter. Sie haben eine
zweiteilige Oberlippe, deren Lappen steil aufrecht stehen. Die Unterlippe
ist dreiteilig und im Schlund gelblich. Die Blüten sind etwa 2 cm
groß. Die Blütezeit erstreckt sich von Juni bis August.
Temperatur:
winterhart
pH-Wert:
-
Härte:
-
Licht:
halbschattig bis sonnig
Sonstiges:
Weil es recht wenige blaue/violette Sumpf- und Teichpflanzen
gibt ist diese Gauklerblume besonders beliebt.
Ähnlich ist M. alatus mit blaß violettblauen
oder auch weißen Blüten (´Snowy Crystal´). Bei M.
alatus sind die Blätter aber schmal eiförmig,
gestielt, bis 15 cm lang und 6 cm breit. |

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Literatur:
D. Aidele, M. Golte-Bechtle (1997): Das neue Was blüht
denn da?- 56. völlig neu bearbeitete und erweiterte Auflage, Kosmos
Naturführer, Stuttgart
BdB-Handbuch III - Stauden.- 15. Auflage
1997, Verlagsgesellschaft "Grün ist Leben" mbH, Pinneberg
E. Schuster (2000): Sumpf- und
Wasserpflanzen - Eigenschaften - Ansprüche - Verwendung.- 3. Auflage,
Parey Verlag, Berlin
W. Rothmaler (2002): Exkursionsflora
von Deutschland - Band 2: Gefäßpflanzen - Grundband.- 18., bearbeite
Auflage, Spektrum Akademischer Verlag Heidelberg und Berlin