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Zur Familie der Pachychilidae zählen 11
Gattungen.
Bei diesen Schnecken ist das Operculum ist multispiral mit mehr oder
weniger
zentralem Nukleus. Die Mitglieder der Familie kommen in Amerika, Afrika
inklusive Madagaskar und in Asien vor. Die Arten aus einigen
asiatischen
Gattungen sind lebendgebärend.
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Gattung Jagora
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Gattung Tylomelania |
Es gibt etwa 30 Arten in der Gattung. Ihr
Verbreitungsgebiet
reicht von Nordindien bis Thailand und Sumatra. Alle Arten sind in
einzelnen
Flüssen endemisch. Das heißt sie kommen nur dort vor. Es
gibt
Arten die in ihren Flüssen überall vorkommen. Einige Arten
sind
innerhalb der Flüsse aber auch nur auf die Oberläufe
beschränkt
und sehr selten. Diese können durch das Sammeln für den
Aquarienhandel
in ihrem Bestand ernsthaft gefährdet werden. Die Vermehrungsraten
bei den Brotia-Arten ist deutlich geringer als bei den uns
bisher
bekannten "Turmdeckelschnecken".
Brotia-Arten sind getrenntgeschlechtig. Die
Männchen
übertragen Spermatophoren (Pakete aus Spermien) in die Körper
der Weibchen. Diese legen ihre Eier in eine Bruttasche in ihrem
Nackenbereich
ab. Dort entwickeln sich die Eier und die Jungtiere schlüpfen.
Dann
werden die Jungtiere ins Freie entlassen.
Für die Vermehrung sind Tiere von beiden
Geschlechtern
nötig. leider kann man die Geschlechter äußerlich nicht
unterscheiden. Man benötigt darum immer mehrere Tiere für
eine
Zuchtgruppe. Ob die Nachzucht im Aquarium aber überhaupt
möglich
ist, ist unklar. In der natur werden Paarung und Geburt durch den
Monsun
gesteuert. Die Weibchen bringen nur einmal im Jahr - zu Beginn der
Trockenzeit
- Junge zur Welt. Wie viele Jungtiere ein Weibchen frei setzt
hängt
mit ihrer Größe und der Art zusammen. Es sind manchmal nur
10,
in anderen Fällen bis zu 200 Jungtiere. Diese sind 2 bis 4 mm
groß.
Köhler (2007) schlägt vor für die
Nachzucht
saisonale Schwankungen zu simulieren. Ab Oktober könnte man zum
Beispiel
die Temperatur und den Leitwert senken (Regenzeit). Ab Februar dann die
Temperatur anheben und den Leitwert erhöhen (Trockenzeit). Bisher
gibt es keine Berichte über längerfristige Aquarienhaltung
oder
Nachzuchten von Brotia im Aquarium. Es wurden bisher lediglich
Jungtiere
frei gesetzt, die sich bereits beim Sammeln in der Bruttasche befanden.
Stark durchströmte Beckenbereiche und Sauerstoff
haltiges Wasser sind die Voraussetzung für eine erfolgreiche
Haltung
von Brotia-Arten. Das Wasser darf nicht mit
Stickstoffverbindungen
belastet sein und muss ausreichend Salze enthalten. Die Temperatur
sollte
auf Dauer 25°C nicht übersteigen.
Die Tiere weiden Biofilme von festen Oberflächen.
Sie bevorzugen es sich auf Steine, Holz oder der Aquarienscheibe
fortzubewegen.
Sie suchen aber auch manchmal im Substrat nach Nahrung. Sie filtriren
auch
nahrung aus dem Wasser und leiten es in einen Schleimfaden
eingeschlossen
über eine Rinne an der rechten Fußseite zum Maul. Pflanzen
werden
nicht angefressen.
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Diese Art lebt endemisch
im Maenam Moei (Thoungyin River), einem Grenzfluss zwischen Myanmar und
Thailand.
Charakteristisch ist
ein
festwandiges, turmförmiges Gehäuse mit kräftigen Dornen.
Diese
Schnecken sind aber recht variabel und es sind schmal und breite Formen
mit und
ohne Dornen bekannt. Diese lassen sich an ihrem Äußeren
unterscheiden, sind
aber genetisch nicht eindeutig von einander getrennt, so dass sie nicht
als
eigenständige Unterarten oder gar Arten identifizierbar sind. Bei
dem meisten
Tieren sind die Gehäuse 30 – 36 mm hoch. Selten werden die
Schnecken 45 mm oder
größer.
Der Körper ist grau mit
gelb-braunem Muster.
Die Tiere
leben in der Natur in stark strömenden Gewässerabschnitten
auf Felsen von denen
sie Algen abweiden. Da die
Tiere sich überwiegend am Boden aufhalten sollte die
Grundfläche des Beckens
nicht zu klein sein. Ein Becken ab 60
cm-Kantenlänge
ist für 5 bis 6 Tiere ausreichend. Sandboden, größere
Steine. Mulm und Algen
sollten vorhanden sein. Man sollte darauf achten, dass sie sich mit
ihrem
sperrigen Gehäuse nicht an Dekogegenständen einklemmen kann.
Unverzichtbar sind starke Strömung und hoher Sauerstoffgehalt! Die
Temperatur sollte zwischen 20 und 25°C liegen.
Neu
importierte Schnecken haben eine hohe Sterblichkeit. 80 - 90 % sterben
nach dem Einsetzen ins Aquarium. Die Tiere sind wohl vom Transport so
geschwächst, dass sie nicht einmal Nahrung annehmen und innerhalb
weniger Tage oder Wochen sterben. Tiere die sich eingewöhnen
können mehrere Jahre im Aquarium leben. In der Natur pflanzen sich
die Schnecken nur einmal im Jahr fort. Die Jungtiere sind 2 bis 3 mm
groß. Im AQuarium frei gesetzte Jungschnecken haben eine hohe
Sterblichkeit. Möglicherweise fehlt ihnen das richtige Futter.
Sie nehmen fast alle weichen Futtersorten an. Ein
regelmäßige Zusatzfütterung mit Chlorella-Pulver
scheint ihnen gut zu tun. Sie filtrieren das Futter aus dem Wasser. Es
wird oft der Zusatz von Heilerde (Löß oder Tonpulver) zum
Futter empfohlen. Möglicheriwese helfen die Mineralien beim
Zerreiben der Nahrung oder neutralisieren Schadstoffe. Sie schaden den
Tieren zumindest nicht.
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![]() Beim richtigen Futter werden die Tiere sehr aktiv. Hier bekommen sie eine Mischung aus Artifical Plankton und Chlorella. |
![]() Die meiste Zeit ruhen die Tiere. |
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Faunus ater im Aquarium. |
Der Körper ist grau-schwarz mit weißen Flecken. |
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Die Mündungsinnenseite ist gelb-braun. |
Das Verbreitungsgebiet der
Tiere reicht von Indien, Sri-Lanka, Myanmar, Singapore, Indonesia und
China bis zu den Philippinen, New Guinea, den Pazifischen Inseln, und
Nord-Australien. Die Schnecken leben auf schlammigem Grund in
Flüssen, Gräben und Seen. Sie kommen auch in salzhaltigem
Wasser von Gezeiten beinflussten Flussmündungen vor. Teilweise
liegen sie bei Niedrigwasser auf dem Schlamm. Es kommen manchmal
mehrere hundert Tiere auf einem Quadratmeter vor.
Auf den Gehäusen findet man Gelege von Neritidae. Bei den
Schnecken aus dem Brackwasser haften manchmal sogar Austern an. Die Art
ist die einzige in der Gattung (monophyletisch).
Die Tiere sind in der Haltung anspruchslos, lassen sich aber nicht im Aquarium vermehren. Das Weibchen legt Eier aus denen, wie bei den Neritidae, schwimmende Larven schlüpfen. Die Larven treiben mit der Strömung ins Brackwasser- oder ins Meer und entwickeln sich dort zu Jungschnecken, die ins Süßwasser zurück kehren. Eine Nachzucht im Aquarium ist daher nicht möglich.
Diese Gattung von lebendgebärende Schnecken aus Südostasien umfasst nur zwei Arten auf den Philippinen: J. asperata und J. dactylus.
Bei der abgebildeten Schnecke handelt es sich
wahrscheinlich
um Jagora aperata. Die Art wurde 1822 als Melania asperata
beschrieben und 2002 von Köhler und Glaubrecht als Typusart in die
neue Gattung Jagora überführt. Synonyme sind unter
anderem
Melania
philippinarum und Brotia asperata. Das abgebildete Tier hat
ein dunkelbraunes, turmförmiges Gehäuse mit 6 Windungen und
ist
50 mm lang und 18 mm breit. Auf den älteren Windungen sind
deutliche
Axialrippen. Auf der Körperwindung sind sie schwächer.
Spiralrippen
sind nur undeutlich auf den jüngeren Windungen zu sehen. Der Apex
fehlt. Das Operculum ist multispiral. Es kann tief in die Mündung
zurück gezogen werden. Die Fühler sind fadenförmigen.
Die
breite Schnauze ist rüsselartig verlängert. Der Körper
ist
grau bis rauchschwarz.
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Die Tiere dieser Art können bis zu 12 Windungen
ausbilden,
haben im Schnitt aber etwa 8. Der Gehäuseaußenwinkel
beträgt
etwa 25° (schmal konisch). Die Farbe variiert von einem gelblichen
Braun über oliv zu dunkelbraun. Der Apex fehlt oft oder ist
zumindest
erodiert. Auf den älteren Windungen sind deutliche Axialrippen
ausgeprägt,
auf den jüngeren werden sie schwächer und Spiralstrukturen
treten
in den Vordergrund. Die Mündung ist oval und hat keine
Siphonalrinne.
Im Schnitt sind die Gehäuse 48,5 mm hoch und 17,3 mm breit
(KÖHLER
& GLAUBRECHT 2002). Die Opercula sind multispiral mit drei bis
fünf
Windungen. Der Körper ist dunkelgrau, teilweise mit hellen
Flecken.
Die Augen befinden sich an der Basis der Fühler. An der rechten
Kopfseite
neben dem Fühler endet die Genitalrinne, die von der
Geschlechtsöffnung
ausgeht. Die taenioglosse Radula ist etwa 25 mm lang und besteht aus
etwa
130 bis 220 Querreihen. In den untersuchten Populationen waren in dere
Regel etwas mehr Weibchen (ca. 57 %) als Männchen zu finden. Die
Männchen
sind aphallisch. Die Weibchen tragen Eikapseln und Jungtiere in ihrer
Mantelhöhle.
Bei einem Weibchen, dass im November 1975 auf den Philippinen gefunden
wurde, enthielt die Mantelhöhle 275 Jungtiere. Im März 2000
konnten
dagegen weder Eikapseln noch Jungtiere in den Weibchen gefunden werden.
Vermutlich gibt es eine Brutsaison. Die Art kommt im nördlichen
Teil
der Philippinen vor (Luzon, Samar und einige kleinere Inseln). Die
Tiere
besiedeln kleine Bergflüsse mit sandigem Bodengrund. Man findet
sie
im Sand vergraben oder an Pflanzen. Sie fressen Detritus und Algen,
teilweise
im Spritzwasserbereich von Wasserfällen auch oberhalb der
Wasseroberfläche.Die
zweite Art der Gattung ist Jagora dactylus. Sie unterscheidet
sich
äußerlich wenig von der vorherigen. Die Unterteilung in zwei
Arten erfolgte durch eine Genanalyse. Die Gehäuse von J.
dactylus
können bis zu 12 Windungen aufweisen. Im Schnitt (KÖHLER
&
GLAUBRECHT 2002, 38 Tiere) sind sie 47 mm hoch und 15,5 mm breit. Der
Außenwinkel
beträgt etwa 25°. Im März 2000 wurden mehrere Weibchen
mit
Jungtieren oder bis zu 90 Eiern in der Mantelhöhle gefunden. Die
Eier
haben eine Größe von einem mal anderhalb Millimeter. Jeweils
vier bis zehn dieser Eier sind in Eikapseln zusammengefasst. Diese Art
kommt auf den südlichen Philippineninseln (Bohol, Cebu, Guimeras
und
Siquijor) vor.
Die Venezuelanische Turmdeckelschnecke (Pachychilus
ater) wurde 1994 von einem Aquarianer aus Berlin vom Rio Orituco in
Venezuela mitgebracht. Das Gehäuse dieser Art ist mit Tuberkeln
bedeckt
und dunkel rotbraun. Die Spitze des Gehäuses wird mit zunehmendem
Alter abgebaut. Vermutlich werden sie mittlerweile nicht mehr in
Aquarien
gehalten.
Die Pachychilus-Arten legen Eier.
Vor einigen Jahren wurden Schnecken mit sehr festen
großen,
turmförmigen Gehäusen aus Südamerika importiert. Diese
Tiere
haben hoch gewundene, feste Gehäuse. Der Apex fehlt zum Teil.
Einige
Schalen haben mehr oder weniger große Skulpturen, wie Tuberkel
und
Rippen. Der untere Teil der Mündung ist etwas zu einer flachen
breiten
Lippe ausgezogen, bildet aber niemals eine Siphonalrinne. Die spiralen
Opercula sind oval bis rund. Ihr Kern ist mehr oder weniger im Zentrum.
Die Genitalöffnung ist auf der rechten Körperseite hinter dem
Fühler. In der Statocyste finden sich zahlreiche Statoconien. Die
Radula ist taeniogloss. Es werden 11 Gattungen zu dieser Familie
gezählt. Brotia, Pseudopotamis, Jagora, Adamietta,
Paracrostoma,
Sulcospira, Tylomelania sind lebendgebärend. Pachychilus,
Doryssa,
Potadoma und Melanatria legen Eier.
In Südostasien leben Arten der Gattung Brotia
(z.B.
Java, Borneo, Sumatra, Malaysia, Thailand), Tylomelania (Sulawesi),
Adamietta
(Thailand) und Jagora (Philippinen). In Indien findet man Paracrostoma
- Arten. Sulcospira sp. kommen auf Java, Madagaskar, im kontinentalen
Afrika
und Südamerika vor. Melanatria sp. gibt es auf Madagaskar und
Potadoma-Arten
auf dem afrikanischen Festland. Pachychilus und Doryssa
stammen
aus Mittel- und Südamerika. Die Bezeichnung für diese Familie
wurde bereits 1857 eingeführt, trotzdem ist sei fast völlig
unbekannt.
Pachychilus sp. aus Braslien |
Pachychilus sp. aus Braslien |
Die Arten aus der Gattung Pseudopotamis sind
für
die Aquaristik uninteressant. Da aber eine gute Beschreibung von ihnen
vorliegt, werden sie hier als Beispiel aufgeführt. Die Arten
dieser
Gattung leben endemisch auf den Inseln in der Torresstraße. Diese
liegen zwischen Australien and Neuguinea. Es gibt nur zwei bekannten
Arten
mit sehr kleinen Verbreitungsgebieten. P. supralirata kommt nur auf der
Prince of Wales Insel vor (10°40' Süd, 142°10' Ost). Ihr
Gehäuse
wird bis etwa 24 mm hoch und 9,5 mm breit. Es hat gewinkelte Windungen
mit schwachen Spiralfurchen. Davon sind aber zwei unterhalb der Naht
deutlichen
hervorgehoben. Die Mündung ist etwa 7 mm hoch und 5 mm breit. Der
Außenwinkel der Gehäuse schwankt zwischen 10 und 30°. Im
Mittel liegt er bei etwa 20°. Das Tier ist grau bis schwarz mit
hellen
Pigmentflecken. Die Fußsohle ist weiß. Die
Genitalöffnung
ist als schmale graue Linie an der rechten Körperseite sichtbar.
Sie
verläuft vom Mantelrand zum rechten Fühler. Die Jungschnecken
haben bei ihrer Geburt eine Größe von bis zu 6,5 mal
3,5
mm und bereits 5 Windungen. Melania supralirata und Pseudopotamis
finchi
sind Synonyme für diese Art. Die andere Art ist Pseudopotamis
semoni.
Sie lebt nur auf der Hammond Insel. Das Gehäuse ist schwarz. Bei
ihr
sind die Windungen runder und die Spiralskulptur ist
gleichmäßiger.
Der Apex fehlt in der Regel. Es verbleiben drei bis 6 Windungen. Die
Gehäusehöhe
erreicht etwa 22 mm, die Breite rund 9 mm. Der Außenwinkel liegt
zwischen 10 und 20°, im Mittel bei etwa 18°. Beide Arten
behalten
ihre Eier bis zum Schlupf in einer Art Uterus, einer sackartigen
Ausstülpung
des Eileiters. Bis zu drei Jungtiere befinden sich hier gleichzeitig.
Ursprünglich
wurde die Gattung zu den Thiaridae (oder Melaniidae) gezählt.
Neuere
morphologische und molekulare Untersuchungen haben ergeben, dass sie zu
den Pachychilidae gehört. Diese sind nur mit dieser einen Gattung
in Australien vertreten.
Die Arten aus der Gattung Tylomelania ist in
den
letzten Jahren (seit 2008) neu in die Aquaristik eingeführt
worden.
Es gibt in der Gattung etwa 50 Arten. Sie kommen auf Sulawesi in
Malili-Seen-System
vor. Das ganze Jahr über hat das Wasser dort etwa 26 bis 28
°C.
Auch im Aquarium hat sich die Haltung der Tylomelania-Arten in
wärmerem
Wasser bewährt.
Die Arten haben sich jeweils an die Lebensweise auf
Holz,
Stein oder Schlamm angepasst. An Hand typischer Merkmale ihrer Radula
lassen
sich die Arten den entsprechenden Lebensweisen zuordnen. Im Aquarium
suchen
aber alle Arten gleichermaßen am Boden wie auf Hartsubstraten
nach
Nahrung.
Die Tiere sind lebendgebärend und entlassen etwa
1,5 mm große Jungschnecken aus ihren Bruttaschen. Die Bruttaschen
sind Erweiterungen des Eileiters.
Die Gehäuse sind turmförmig und haben
mehrere
Spiralreihen aus Tuberkeln. Sie sind bis zu 10 cm hoch und 3,5 cm
breit.
Die Tiere im Aquarium sind meist kleiner.
Interessant ist das Tier wegen seines schwarzen
Körpers
mit den zahlreichen weißen Punkten. Es gibt auch eine Form mit
gelben
Flecken, die als T. patriachalis sp. "Yellow" angeboten wird.
Die Art stammt aus dem Matanosee auf Sulawesi. Dort
kommt
sie auf Schlamm vom Flachwasser bis in etwa 40 m Tiefe vor.
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Tylomelania sp. „Yellow“ ist eine bisher
unbeschriebene
Art aus dem Salopa-Fluß. Das ist ein nordöstlicher Zufluss
zum
Poso-See.
Bei ausgewachsenen Tieren ist das turmförmige
Gehäuse
etwa 5 bis 6 cm hoch. Die Windungen sind etwas gewölbt und
deutlich
von einander abgesetzt. Auf der Oberfläche sind Spitalrillen. Die
Farbe variiert von hell bis dunkel braun. Den farbigen Trivialnamen
haben
die Tiere von ihrem leuchtend gelben Körper. Den haben auch die
Jungtiere
schon, die bei ihrer Geburt etwa 5 mm groß sind. Bei ihnen ist
aber
das Gehäuse glatter. Die Windungen sind nicht gewölbt und die
Spiralrillen weniger ausgeprägt.
Die Haltung ist unkompliziert. Bei 24 bis 30 °C und
GH 4 bis 20 leben die Tiere problemlos im Aquarium. Sie fressen
Fischfutter
und auch Kaninchenpellets. Ob Salat, Gurke und anderes frisches oder
überbrühtes
Gemüse gefressen wird, weiß ich nicht - habe ich nie
probiert.
Die Tiere können mit anderen Schnecken, Garnelen
und kleineren Fischen gut vergesellschaftet werden. Es gibt aber
Hinweise,
dass eine Hybridisierung zwischen den Tylomelania-Arten
vorkommen
kann.
Anders als die Malaiische Turmdeckelschnecke (Melanoides
tuberculata) vermehren sich diese Tiere nicht schnell. Sie
vermehren
sich nicht parthenogenetisch. Die Weibchen werden von Männchen
befruchtet.
Da man die Geschlechter äußerlich nicht unterscheiden kann,
sollte man für eine Zuchtgruppe mindestens sechs Tiere haben.
Die neue Tylomelania spec. „Yellow Mini“ sind Jungtiere
dieser Art.
Die Tiere sind sehr gemütlich und bewegen
sich nur |
Jungtier im Aquarium |
Diese Art ist wie die T. spec. "Yellow" bisher
unbeschrieben.
Sie stammt aus dem Poso-See (Sulawesi). Ihr Gehäuse ist
turmförmig,
5 bis 7 cm lang, 18 - 20 mm breit, dunkel braun, hat Spiralrillen und
Axialrippen.
Der Körper ist kräftig orange. Die Schnecke gehört zu
den
Arten, die in der Natur auf Hartsubstraten (Holz und Stein) leben. Im
Aquarium
scheinen sie sich auch bevorzugt auf festen Flächen auf zu halten.
Sie suchen aber auch auf dem Kies und Sand nach Futter. Untersuchungen
des Mageninhaltes haben Kieselalgen und Sand zu Tage gefördert.
Fischfutter,
Gemüse und Aas werden gefressen.
In ihrem natürlichen Habitat haben die Tiere
ganzjährig
eine Temperatur von 27 bis 29 °C. Sie sollten auch im Aquarium
nicht
zu kühl gehalten werden.
Die Vermehrungsrate ist gering. Das Weibchen setzt wohl
nur ein Jungtier im Monat frei. Dieses ist bei seiner Geburt etwa 1 mm
groß. Meine Tiere sind überwiegend nachtaktiv.
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Literatur:
A. Francis, S. L. Lok, W. F. Ang, P. X. Ng, Beatrice Y. Q. Ng, S. K. Tan (2011): Status and Destribution of Faunus ater (Linnaus, 1758) (Mollusca: Ceritioidea) in Singapore.- Nature ins Singapore 4: 115–121T. von Rintelen, K. von Rintelen, M. Glaubrecht (2010): The Species Flocks of the Viviparous Freshwater Gastropod Tylomelania (Mollusca: Cerithioidea: Pachychilidae) in the Ancient Lakes of Sulawesi, Indonesia: The Role of Geography, Trophic Morphology and Color as Driving Forces in Adaptive Radiation.- In: Glaubrecht, M. (ed.), Evolution in action. Case studies in adaptive radiation, speciation and the origin of biodiversity. Special volume from the SPP 1127 “Radiations – Genesis of Biological diversity” of the DFG, pp. 485-512. Heidelberg (Springer).
Yap, C. K., Hisyam, M.N.D. Edward, F. B., Cheng, W.H. , Tan, S.G. (2010): Concentrations of Heavy Metal in different Parts of the Gastropod, Faunus ater (Linnaeus), collected from Intertidal Areas of Peninsular Malaysia.- Pertanika J. Trop. Agric. Sci. 33 (1): 45 - 60
© Wilstermann-Hildebrand 2010 - 2011