Gattung Potamogeton
- Laichkräuter
Groenlandia
densa
Potamogeton
crispus
Potamogeton
filiformis
Potamogeton
gayii
Potamogeton
lucens
Potamogeton
malaianus
Potamogeton
natans
Potamogeton
octandrus
Potamogeton
pectinatus
Potamogeton
perfoliatus
Potamogeton
polygonifolius
Die Potamogetonaceae (Laichkrautgewächse) umfassen
insgesamt etwa 75 Arten in zwei Gattungen. Die meisten Arten gehören
zur Gattung Potamogeton. Lediglich das Fischkraut (Groenlandia
densa) wurde einer eigenen Gattung zugeordnet. Diese Art hat Nußfrüchte
und nicht wie die anderen Arten Steinfrüchte.
Fischkraut, Dichtes Laichkraut
Groelandia densa (LINNÉ) FOURR.
Synonyme:
Potamogeton densus LINNÉ
Herkunft:
Europa, Kleinasien, Nordwestafrika, in die USA eingeschleppt
Aussehen:
Die Stängel werden bis zu 50 cm lang. Die gewellten,
eiförmigen
Blätter sind wechselständig
und stängelumfassend. Sie sind allerdings so dicht zusammen, dass
der Eindruck ensteht, sie wären gegenständig. Nebenblätter
oder Blattscheiden treten nicht auf. Die Spreiten sind durchscheinend hell
grün, ca. 1 bis 3 cm lang und 0,5 bis 1,5 cm breit. Sie sind leicht
gewellt und gebogen. Die Spitze ist spitz.
Starkes Licht kann zu einer rot-braunen Färbung führen. Schwimmblätter
werden nicht gebildet. Die Früchte sind auf dem Rücken scharf
gekielt und haben einen hakigen Schnabel.
Temperatur:
18 - 28 °C
pH-Wert:
6,5 bis 8,5
Härte:
6 - 14 °KH
Licht:
mittel bis viel
Sonstiges:
Die Pflanzen sind schwierig zu kultivieren. Sie benötigen
einen sonnigen, algenfreien Standort. Sie kommen in Wassertiefen von 30
bis 40 cm in unverschmutzen Gewässern vor. Nahe der Rhumequelle wachsen
die Pflanzen zusammen mit Ranunculus fluitans. |
Die hellgrünen, transparenten Blätter
stehen sehr dicht aneinander. Dadurch
wirken sie gegenständig.
Deutlich sind weiße Beläge aus der
biogenen Entkalkung zu
sehen.
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Krauses Laichkraut
Potamogeton crispus
Synonyme:
-
Herkunft:
gesamte Nordhalbkugel
Aussehen:
Dieses Laichkraut hat bis zu 2 m lange Stängel.
Diese sind kräftig und 1 bis 2 mm im Durchmesser. Die Blätter
sind alle submers. Sie sind lanzettlich
und gewellt, wechselständig,
etwa 2-8 cm lang und 0,5 bis 2,5 cm breit. Sie sitzen halb stängelumfassend
(kein Blattstiel). Die etwa 1-2 cm lange Blütenähre
mit 5-10 Einzelblüten haben keine Kelch- und Blütenblätter.
Temperatur:
winterhart
pH-Wert:
um 7
Härte:
2-12 °KH
Licht:
viel bis sehr viel
Sonstiges:
Diese ausdauernde Stängelpflanze hat ein Rhizom.
Weil die Pflanzen vor allem in nährstoffreichen Gewässern schnell
wachsen, behindern sie den Wasserfluss und die Schifffahrt. Darum sind
sie ein Forschungsobjekt der Abteilung Wasserwege der US-Army. Die Art
ist nicht gut für das Aquarium geeignet, obwohl sie in manchen Büchern
als Aquarienpflanze beschrieben wird. Die Stecklinge wachsen im meist nährstoffarmen
Substrat des Aquariums nicht gut an. Der Bedarf an Stickstoff und Phosphat
ist sehr hoch.
Wenn sie nicht direkt im Eis einfrieren, sind die Pflanzen
winterhart. Es werden zahlreiche Winterknospen (Turionen) gebildet. Die
Pflanzen wachsen in Teichen und langsamen Fließgewässern mit
schlammigem Grund. Es werden pH-Werte bis 9 vertragen. |
Krauses Laichkraut zwischen
Seerosenblättern
Die gewellten Blätter sind typisch für
das Krause Laichkraut.
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Gay´sches Laichkraut
Potamogeton gayii
Synonyme:
-
Herkunft:
tropisches Südamerika (Uruguay)
Aussehen:
Die Stängel werden bis zu einem Millimeter dick
und bis zu einen Meter lang. Die weichen, dünnen Blätter sind
wechselständig
und schmal linealisch. Sie werden bis
zu 10 cm lang und 4 mm breit. Neben der Mittelader sind zwei weitere schwächere
Längsnerven vorhanden. Die jungen Blätter sind rötlich braun.
Ältere Blätter sind oliv-grün. Es werden keine Schwimmblätter
gebildet.
Temperatur:
18 - 28 °C
pH-Wert:
6,0 bis 7,5
Härte:
2-8 °KH
Licht:
mittel bis viel
Sonstiges:
Starkes Licht fördert die Ausbildung der Rotfärbung.
Das Substrat sollte locker und nährstoffreich sein. CO2-Düngung
kann von Vorteil sein.
Die Vermehrung kann durch Stecklinge erfolgen. Sowohl
die Triebspitze, als auch die unteren Stängelabschnitte lassen sich
einpflanzen und bilden neue Wurzeln und Seitentriebe. Es ist auch möglich
den Stängel der Länge nach auf dem Boden zu fixieren. Dann bilden
sich an allen Blattknoten Wurzeln und Seitentriebe aus.
Die Pflanzen wurden 1952 zum ersten Mal nach Antwerpen
eingeführt und sind seit 1954 in der deutschen Aquaristik bekannt. |
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Glänzendes Laichkraut
Potamogeton lucens
Synonyme:
Herkunft:
gemäßigte Breiten in Europa und Asien
Aussehen:
Die Stängel sind bis zu 2 m lang und stark verzweigt.
Die Blätter sind alle submers. Sollten
die Triebspitzen die Wasseroberfläche erreichen, fluten die Blätter
und die Oberseite ist an der Luft. Dabei werden aber keine speziellen,
anders geformeten Blätter ausgebildet und die Unterwasserblätter
bleiben erhalten. Die Blätter sind wechselständig und kurz gestielt.
Die lanzettliche Spreite ist bei jungen
Blättern von beiden Seiten her aufgerollt. Die Blattspreiten sind
weich, leicht gewellt, transparent, hell grün bis rötlich. Sie
werden 5 bis 30 cm lang und 1 bis 4,5 (6?) cm breit. Die Aderung ist deutlich
sichtbar. Besonders junge Blätter glänzen stark. Die Blattspitze
ist zugespitzt. Der Rand ist fein gezähnt.
Die Blüten stehen in einer Ähre. Der Fruchtstand
ist etwa 5 cm lang und besteht aus zahlreichen Steinfrüchten.
Der Stiel von Blüten und Fruchtstand ist bis zu 25 cm lang.
Temperatur:
winterhart
pH-Wert:
um 7
Härte:
2-12 °KH
Licht:
viel bis sehr viel
Sonstiges:
Das Glänzende Laichkraut eignet sich gut für
Teiche, kommt dort aber meist nicht zur Blüte. Da die Blüten
von Laichkraut unscheinbar sind, senkt das den dekorativen Wert nicht.
Die Pflanzen bevorzugen nährstoffreiche Gewässer.
Verschmutzungen werden vertragen. Die Art kommt in allen Bundesländern
zerstreut vor, fehlt aber im höheren Bergland. |
Bei guter Belichtung werden
die Triebspitzen rötlich.
Fruchtstand des Glänzenden Laichkrauts
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Malayisches Laichkraut
Potamogeton malaianus
Synonyme:
-
Herkunft:
Asien und Südamerika
Aussehen:
Die submersen Blätter sind durchscheinend hellgrün.
Die Spreiten sind lanzettlich und leicht
in sich gedreht. Sie sind 5 bis 7,5 cm lang und etwa 2 cm breit. Sie sind
wechselständig
um den Stängel angeordnet. Die Blattnerven sind deutlich sichtbar.
Schwimmblätter werden nicht gebildet.
Temperatur:
18 - 27 °C
pH-Wert:
6,0 - 8,0
Härte:
2 - 18 °KH
Licht:
mittel bis viel
Sonstiges:
Die Pflanzen eignen sich hervorragend für die Kultur
im tropischen Aquarium, weil sie in fast jedem Wasser wachsen. |
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Schwimmendes Laichkraut
Potamogeton natans
Synonyme:
-
Herkunft:
gesamte Nordhalbkugel
Aussehen:
Die Stiele sind wenig verzweigt und werden je nach Wasserstand
0,5 bis 2 m lang. Nur im Frühjahr bilden sich submerse,
blattstielartige Blätter (Phyllodien).
Später sind dann nur noch die elliptischen
bis eiförmigen Schwimmblätter
an langen Stielen zu sehen. Sie sind grün oder bronze grün, meist
rötlich überlaufen. Die Spreiten sind 3-12 cm lang und haben
eine Breite von 2-5 cm. An der Basis
ist ein Gelenk, dass heller gefärbte ist als die Spreite. Dieses fehlt
bei dem ähnlichen Knöterich-Laichkraut (Potamogeton polygonifolium).
Temperatur:
in gemässigte Breiten winterhart, fehlt in den rauhen Klimaten
pH-Wert:
um 7
Härte:
2-12 °KH
Licht:
mittel bis viel
Sonstiges:
Das Schwimmende Laichkraut gehört zu den häufigsten
Arten und wird oft im Teichpflanzenhandel angeboten. Es wird meist als
Stecklinge verkauft und benötigen einige Zeit zum Anwachsen.
Bei dieser Laichkraut -Art ist die Photosyntheseleistung
abhängig vom freien Kohlendioxid im Wasser. Die Pflanze ist nicht
in der Lage Hydrogencarbonat (HCO3-) zu nutzen (Bodner
1994). |
Veralgte Stiele und Unterwasserblätter
von Potamogeton natans
Schwimmblätter zwischen Schilf
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Laichkraut
Potamogeton octandrus
Synonyme:
-
Herkunft:
tropisches Afrika und Asien
Aussehen:
Die Blätter sind haarförmig,
etwa 1 mm breit und bis zu 8 cm lang. Sie sind gegenständig
um den Stängel angeordnet. Beim Erreichen der Wasseroberfläche
werden in der Natur Schwimmblätter gebildet. Diese sind 1,5 bis 3
cm lang und 0,4 bis 1 cm breit. Die Blütenstände wachsen aus
den Blattachseln der Schwimmblätter. Im Aquarium treten keine Schwimmblätter
auf.
Temperatur:
18 - 27 °C
pH-Wert:
6,5 - 7,2
Härte:
2 - 8 °KH
Licht:
mittel bis viel
Sonstiges:
Wenn sich die Pflanzen im Aquarium etabliert haben, dann
bilden sie schnell dichte Bestände aus Ausläufern. Sie neigen
dazu zur Oberfläche zu wachsen und müssen regelmäßig
eingekürzt und ausgedünnt werden. Sonst wachsen sie flutend weiter,
verkahhen an der Bais und beschatten andere Pflanzen. |
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Kamm-Laichkraut
Potamogeton pectinatus LINNÉ
Synonyme:
-
Herkunft:
Kosmopolit
Aussehen:
Die Blätter sind wechselständig
an verzweigten Stängeln angeordnet. Sie sind schmal linealisch.
Sie laufen spitz zu und haben deutliche Quernerven. An der Blattbasis ist
eine deutliche Blattscheide mit einer Zunge am Übergang zur Spreite.
Die etwa 4 mm großen, gelbbraunen Früchte sind fast halbkreisförmig.
Sie haben auf dem Rücken einen Kiel und einen Schnabel. An den Wurzeln
werden stärkehaltige Knollen (Winterknospen) gebildet. Diese werden
gerne von Wasservögeln wie Schwänen gefressen.
Temperatur:
18 - 28 °C
pH-Wert:
6,5 bis 8,5
Härte:
6 - 14 °KH
Licht:
mittel bis viel
Sonstiges:
Die Pflanzen kommen in nährstoffhaltigem Süßwasser
und auch in Brackwasser vor. Sie wachsen in Flachwasser (20 cm) bis in
Tiefen bis zu 4 Meter.
Chromosomenzahl: 2n = 78, mit Variationsbreiten von 70
bis 87 (Kalkmann & van Wijk 1984)
Das Faden-Laichkraut (P.
filiformis) ist ähnlich. Es ist jedoch nicht so weit verbreitet.
Es kommt vor allem in kalten, kalkarmen Seen in der Alpenregion und in
Skandinavien vor. Insgesamt ist die Pflanze in allen Teilen kleiner als
das Kamm-Laichkraut. |
Potamogeton pectinatus mit
bandförmigen Unterwasserblättern von
Sagittaria sagittifolia und
Ceratophyllum
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Laichkraut
Potamogeton perfoliatus
Synonyme:
-
Herkunft:
Nordhalbkugel (USA, Südostasien, Afrika)
Aussehen:
Die eiförmigen
bis lanzettlichen Blätter sind
wechselständig
am Stängel angeordnet. Sie sind durchscheinend hell grün, ca.
5 cm lang und bis 3,5 cm breit. Die Spreite ist leicht gewellt und gebogen.
Die Blattadern und die Stängel sind hell grün bis weißlich.
Starkes Licht kann zu einer rot-braunen Färbung führen.
Temperatur:
18 - 28 °C
pH-Wert:
6,5 bis 8,5
Härte:
6 - 14 °KH
Licht:
mittel bis viel
Sonstiges:
Kann auch im Teich wachsen und ist bedingt winterhart.
In der Natur wächst die Art teilweise im Brackwasser. Sandige Substrate
werden bevorzugt. |
Die hellgrünen, transparenten Blätter
sind ein schöner Kontrast zu
dunklen und roten Pflanzen.
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Literatur:
F. Möhlmann (1980): Selten gepflegt, warum?: Potamogeton
gayii A. BENETT.- Aqua Planta 1-1980, 3
L. Kalkmann, R. J. van Wijk
(1984): On the variation in chromosome number in Potamogeton pectinatus
L. .- Aquatic Botany 20, 343 - 349
M. Bodner (1994): Inorganic
carbon source for photosynthesis in the aquatic macrophytes Potamogeton
natans and Ranunculus fluitans.- Aquatic Botany 48, 109-120
H.W.E. van Bruggen, D.T.E. van der Ploeg, P.J. van der
Vlugt (1994): Potamogetonaceae und Potamogeton-Arten.- "Inoffizielles
Sonderheft" Aqua Planta 4-1994
C. Kasselmann (1999): Aquarienpflanzen.- 2. Auflage, DATZ-Atlanten,
Eugen Ulmer Verlag, Stuttgart
Gärtnerei Oriental (2001): Aquatic Plant Handbook.-
Singapur
W. Rothmaler (2002): Exkursionsflora
von Deutschland - Band 2: Gefäßpflanzen - Grundband.- 18., bearbeite
Auflage, Spektrum Akademischer Verlag Heidelberg und Berlin
© Wilstermann-Hildebrand 2009