Gattung Ranunculus - Hahnenfu?
Die
Ranunculus-Arten geh?ren zur Familie der
Ranunculaceae (Hahnenfu?gew?chse). Sie geh?ren zur n?heren Verwandtschaft
der Sumpfdotter- und Trollblumen.
Die submersen Bl?tter sind mehrfach in fadenf?rmigen
Segmenten geteilt. Teilweise werden mehr oder weniger schildf?rmige Schwimmbl?tter
gebildet. Sie diese sind aber meist am Rand eingeschnitten.
Die Bestimmung ist wegen der gro?en Variabilit?t schwierig.
Es werden weltweit 17 oder mehr Arten genannt. In Deutschland und den Niederlanden
sind jeweils 10 bekannt, die aber nicht alle gleich benannt sind.
Die im / am Wasser lebenden Arten kommen selten zusammen
in einem Gew?sser vor, da ihre Anspr?che unterschiedlich sind. Sie
kommen in schwach saurem (R. ololeucos), weichem (R. peltatus)
mittelhartem (R. aquatilis) und hartem (R. baudotii) Wasser
vor.
In n?hrstoffreichen, stehenden Gew?ssern halten die Hahnenfu?-Arten
dem Konkurrenzdruck durch andere Wasserpflanzen meist nicht stand. Sie
bevorzugen flie?ende, n?hrstoffarme Gew?sser, in denen sie N?hrstoffe aus
dem Substrat entziehen k?nnen.
In der Aquaristik sind Hahnenfu?-Arten ohne Bedeutung.
Einige Arten eignen sich aber f?r Gartenteiche.
Haarblättriger Wasserhahnenfuß
Ranunculus aquatilis L.
Synonyme:
-
Herkunft:
Europa, Asien, Nordamerika, Nordafrika, S?dostaustralien
und Tasmanien
Aussehen:
Der verzweigte St?ngel wird bis zu 100 cm lang. Die submersen
Bl?tter sind in haarfeine Segmente geteilt. Nimmt man sie aus dem Wasser,
kleben wie die Borsten eines feinen Pinsels zusammen. Schwimmbl?tter werden
selten gebildet. Sie sind am Rand tief eingeschnitten. Die wei?en Bl?ten
haben einen Durchmesser von 0,5 bis 1,5 cm. Die Bl?ten erscheinen von April
bis August. Die Bl?tenstiele sind deutlich l?nger als die Blattstiele.
Temperatur:
-
pH-Wert:
6,5 und h?her
H?rte:
2-12 ?KH
Licht:
Tageslicht
Sonstiges:
Diese Art kommt nur submers vor. Sie w?chst auf in stehendem
oder flie?endem Wasser auf Sand oder Tonboden bis in zwei Meter Tiefe.
Phosphatarmes, hartes Wasser mit wenig Ammoniak wird bevorzugt. Er kommt
aber auch zwischen D?nen vor. Schwach brackiges Wasser wird vertragen. |
Wasserhahnenfu? mit Schwimmbl?ttern
Wasserbl?tter
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Brackwasser Wasserhahnenfuß
Ranunculus baudotii Godr.
Synonyme:
-
Herkunft:
Europa, Nordafrika,
Aussehen:
Der verzweigte St?ngel wird selten l?nger als 100 cm.
Die submersen Bl?tter sind in Segmente geteilt. Sie sind sehr steif und
fallen nicht zusammen, wenn die Pflanzen aus dem Wasser genommen werden.
Die Blattsegmente liegen nicht in einer Ebene. Es werden oft Schwimmbl?tter
gebildet. Diese sind in drei oder selten in f?nf Segmente geteilt, die
zur Spitze hin breiter werden. Die wei?en Bl?ten haben einen Durchmesser
von 0,5 bis 1,5 cm.
Temperatur:
-
pH-Wert:
6,5 und h?her
H?rte:
8-20 ?KH
Licht:
Tageslicht
Sonstiges:
Die Art kommt in den K?stengebieten Europas und Marokkos
vor. In Deutschland findet man sie an der K?ste von Nord- und Ostsee. Dieser
Hahnenfu? ben?tigt nicht unbedingt Brackwasser. Er kommt auch in karbonat-,
phosphat- und stickststoffreichen Gew?ssern vor. Ein Teil des Stickstoffs
liegt dort oft in Form von Ammoniak vor. Eine h?ufige Begleitpflanze istCeratophyllum
submersum. |
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Sparriger oder Spreizender Wasserhahnenfu?
Ranunculus circinatus SIBTH.
Synonyme:
-
Herkunft:
Europa, Sibirien
Aussehen:
Es werden nur submerse Bl?tter gebildet. Die St?ngel
werden in der Regel bis zu einem Meter lang, selten bis 3 Meter. Die fast
kreisrunden Bl?tter haben einen Durchmesser von etwa 2 cm. Sie sind in
feine Segmente unterteilt, die nicht zusammenfallen, sondern gespreizt
bleiben, wenn die Pflanzen aus dem Wasser genommen werden. Die Blattsegmente
liegen alle etwa in einer Ebene. Die wei?en Bl?ten haben einen Durchmesser
von 1,5 cm.
Temperatur:
bis ca. 20 ?C
pH-Wert:
6,8 und h?her
H?rte:
2-18 ?KH
Licht:
Tageslicht
Sonstiges:
Die Pflanzen wachsen in karbonathaltigem Wasser, dass
auch Ammoniak enthalten darf. Man findet diesen Hahnenfu? zum Beispiel
nahe der Ruhmequelle im Harz. Dort bildet er dichte Best?nde in der Str?mung.
Als Begleitpflanze tritt Ranunculus aquatilis auf. Diesen findet
man aber mehr am Gew?sserrand in flachem Wasser findet, w?hrend der Sparrige
Hahnenfu? tieferes Wasser mit mehr Str?mung bevorzugt. Auch Elodea
canadensis,
Hydrocharis
morsus-ranae, Stratiodes aloides,
Ceratophyllum
demersum und Potamogeton-Arten
wachsen mit dem Sparrigen Hahnenfu? zusammen.
Die Art l?sst sich nur kurze Zeit im Aquarium kultivieren. |
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Scharbockskraut
Ranunculus ficaria
Herkunft:
Eurasien, gem??igte Breiten
Aussehen:
Die St?ngel sind niederliegend und werden 5 bis 20 cm
hoch. Die gl?nzenden Bl?tter sind herzf?rmig
mit gebuchtetem Rand. Wo niederliegende
St?ngel den Boden ber?hren bilden sich Wurzeln an den Blattknoten.
Die Bl?ten haben gelbe Kronblattartige Honigbl?tter und
acht oder mehr kelchblattartige Perigonbl?tter. Die Bl?ten sind von M?rz
bis Mai zu sehen. Mehrj?hrig.
Temperatur:
bis ca. 20 ?C
pH-Wert:
6,8 und h?her
H?rte:
2-18 ?KH
Licht:
Tageslicht
Sonstiges:
Die Pflanzen sind in S?mpfen, Mooren, auf fuechtem Waldboden
und an feuchten Ufern weit verbreitet. Schattige und halbschattige Standorte
sind optimal. |
Scharbockskraut ist sehr ausdauernd
und kann im Garten
ein l?stiges Unkraut werden.
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Brennender Hahnenfu?
Ranunculus flammula LINN?
Herkunft:
Eurasien, gem??igte Breiten
Aussehen:
Die St?ngel sind aufrecht oder niederliegend und werden
20 bis 50 cm lang. Die Bl?tter sind schmal elliptisch oder lanzettlich
bis linealisch. Wo niederliegende St?ngel den Boden ber?hren bilden sich
Wurzeln an den Blattknoten. Mehrj?hrig.
Temperatur:
bis ca. 20 ?C
pH-Wert:
6,8 und h?her
H?rte:
2-18 ?KH
Licht:
Tageslicht
Sonstiges:
Die Pflanzen sind in S?mpfen, Mooren und an feuchten
Ufern weit verbreitet |
Bl?te von Ranunculus flammula
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Flutender Wasserhahnenfuß
Ranunculus fluitans
Herkunft:
Aussehen:
Temperatur:
-
pH-Wert:
H?rte:
Licht:
Sonstiges:
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R. fluitans zwischen Berula
in der Rhume.
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Efeu-Wasserhahnenfuß
Ranunculus hederaceus L.
Synonyme:
-
Herkunft:
Westeuropa, Nordamerika
Aussehen:
Es werden keine submersen Bl?tter gebildet. Die St?ngel
sind kurz und kriechen oder schweben frei im Wasser. An den Knoten bilden
sich Wurzeln. Die Schwimmbl?tter sind drei bis f?nflappig 25 mm lang und
35 mm breit. Sie sind nicht eingeschnitten, sondern lediglich gebuchtet
und herz- oder nierenf?rmig. Oft zeigen sie entlang der Blattadern eine
dunkle (schwarze) Zeichnung. Die wei?en Bl?ten haben einen Durchmesser
von 0,5 cm.
Temperatur: -
pH-Wert:
-
H?rte:
2-5 ?KH
Licht:
Tageslicht
Sonstiges:
Die Pflanzen wachsen in der Regel in sehr seichtem, flie?endem
Wasser von B?chen. Die Art bevorzugt karbonatarmes, sauerstoffreiches Wasser
mit viel Stickstoff und Phosphat. Sie kommt auch in Brackwasser vor.
Dieser Hahnenfu? ist wenig konkurrenzf?hig und wird im
Sommer oft ?berwachsen. Daf?r ist er aber in der Lage innerhalb weniger
Wochen aus Samen bl?hf?hige Pflanzen zu entwickeln. Als Pionierpflanze
besiedelt er oft frisch bereinigte, freie Uferabschnitte.
Eine Erh?hung des Wasserstandes und Absenken der Str?mungsgeschwindigkeit
durch Wehre vertr?gt die Art nicht.
Die Art eignet sich gut f?r flache Bereiche des Gartenteichs.
Sie muss aber vor Konkurrenz gesch?tzt werden. |
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Zungen-Hahnenfuß
Ranunculus lingua
Herkunft:
Aussehen:
Die St?ngel sind aufrecht oder niederliegend und werden
20 bis 50 cm lang. Die Bl?tter sind schmal lanzettlich bis linealisch.
Temperatur:
bis ca. 20 ?C
pH-Wert:
6,8 und h?her
H?rte:
2-18 ?KH
Licht:
Tageslicht
Sonstiges:
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Bl?ten von Ranunculus lingua

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Literatur:
S. Kostytschew, S. Soldatenkow (1926): Der tägliche
Verlauf und die spezifische Intensit?t der Photosynthese bei Wasserpflanzen.-
Planta 2, 1-9
M. Bodner (1994): Inorganic carbon source for photosynthesis
in the aquatic macrophytes Potamogeton natans and Ranunculus
fluitans.- Aquatic Botany 48, 109-120
J. Clayton (2000): Neuseeländische Aquarien- und
Teichpflanzen 2.- Aqua Planta 4-2000, 131-141
M. Schwerfeger (2001): ... Wie gr?n sind deine Blätter...
Ranunculus
hederaceus L. in Kultur.- Aqua Planta 2-2001, 84-85
H.W.E. van Bruggen (2006): Einheimische Wasserhahnenfußarten.-
Aqua-Planta 3-06, 89-98
(c) Wilstermann-Hildebrand 2009