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Ordnung Thysanoptera
(Fransenflügler,
Blasenfüße, Thripse) |
Milben sind Spinnentiere. Sie haben acht Beine. In der Regel sind sie weniger als 1 mm groß. Die Tiere selbst sind oft nicht erkennbar. Deutlicher sind ihre Einstichstellen an den Blättern und eventuell produzierte Gespinste sichtbar. Diese kleinen Würmer stechen Zellen der Wurzeln an und saugen Pflanzensaft. Schnecken fressen junge Blattteile an und
können
auch ganze Blätter vollständig vertilgen. Es gibt einige
Pflanzen,
die von ihnen bevorzugt gefressen werden. Pilze sind sehr schwer unterscheidbar, weil
sie häufig
sehr ähnliche Symptome verursachen. |
Pflanzen haben verschiedene
Strategien
zur Bekämpfung von Angreifern. Eine Möglichkeit ist die
Bildung
von Pathogen-induzierten Abwehrproteinen.
Eine weitere die
Bildung von verdauungshemmenden Stoffen. Die schwefelhaltigen
Aromastoffe
in Kohlgewächsen (Brassicaceae) sorgen bei stechenden und
saugenden
Insekten für Magenschmerzen, so dass sie die Pflanzen - bereits
durch
den Geruch abgeschreckt - meiden. Allerdings zeigt dem Kohlweisling der
Geruch den Weg zu seinen bevorzugten Futterpflanzen. Solche
Verdauungshemmer
wirken auch beim Menschen und verursachen beim Verzehr von nicht
ausreichend
gegartem Kohl Blähungen. Durch Kochen werden diese Abwehrstoffe
aber
zerstört.
Mechanisch
können
Insekten durch dichte Behaarung behindert werden. Blattläuse und
Milben
haben es dadurch schwerer an die Blattoberfläche zu kommen und
einen
Platz zum Saugen zu finden. Werden Pflanzenzellen angestochen, beginnen
sie an der entsprechenden Stelle ihre Zellwand mit Lignin zu
verstärken.
Andere Pflanzen sondern Harze ab, die die Mundwerkzeuge oder den
Verdauungstrakt
der Angreifer verkleben.
Natürlich haben
Insekten, Pilze und Bakterien ihrerseits Entwicklungen durchgemacht,
die
es ihnen ermöglicht solche Abwehrmechanismen zu durchbrechen.
Allerdings
erfordert das eine hohe Spezialisierung und reduziert die Zahl der
möglichen
Schädlinge an einer Pflanze. So gibt es zum Beispiel nur sehr
wenige
Tiere, die an harzigen Nadelgehölzen saugen oder fressen
können.
Diese Insekten werden als Fransenflügler
bezeichnet,
weil sie nicht wie Fliegen oder Bienen häutige Flügel haben,
sondern die Tragflächen lediglich von bürstenartige Fransen
gebildet werden.
Es gibt zwei Familien in dieser Ordnung, die sich
durch
das Vorhandensein (Thripidae) oder Fehlen (Phlaeothripidae) eines
sägeartigen
Legebohrers unterscheiden. Die meisten bei uns bekannten Arten
gehören zu den Thripidae. Der Lilienthrips (Liothrips vaneeckei) gehört zu
den Phlaeothripidae.
Die erwachsenen Tiere sind zwischen 0,9 und 2,8 mm
lang.
Eine Unterscheidung der Arten erfordert den Einsatz einer guten Lupe
oder
eines Mikroskops. Unterscheidungsmerkmale sind zum Beispiel die Form
von
Stirnfortsätzen, die Farbe der einzelnen Fühlerglieder und
das
Muster der Flügel.
| Thrips-Arten
Thripsschäden an Lysimachia
Thripsschaden an Seerose
Saugschaden durch Thripse an Gladiole
Gladiolen-Blüten mit schweren Thripsschäden |
Thripse saugen an einzelnen Zellen, die sie
der Reihe
nach anstechen. Das verursacht kleine, weiße Punkte auf den
Blättern
oder Blüten, die entstehen, weil Luft in die ausgesaugten Zellen
dringt.
Bei starkem Befall trockenen die Stellen ein. Warme trockene Witterung
ist für die Tiere ideal. In kalten, verregneten Sommern hält
sich der Befall meist in Grenzen. In Gewächshäusern oder im
Zimmer vermehren sich Thripse das ganze Jahr hindurch. Sehr bekannt ist der Kalifornische Blütenthrips (Frankliniella occidentalis Pergande). Die erwachsenen Tiere sind etwa 2 mm lang, hellgelb is braungelb. Die Fühler haben 8 Glieder. Die Larven sind durchscheinend bis goldgelb. Diese Art saugt an Blüten und verursacht dort starke Aufhellungen und Deformationen. Der Kalifornische Blütenthrips stammt aus Nordamerika. Er wurde mit Chrysanthemen-Stecklingen nach Europa eingeschleppt. Er befällt unter anderem Anemonen, Alpenveilchen, Nelken, Weihnachtssterne, Gerbera, Pelargonien und Primeln. Der Zwiebelthrips (Thrips tabaci
Lindeman) gehört
zu den Arten, die an den Blüten und Blättern saugen. Im
Garten
werden Dahlien, Nelken (Dianthus),
Callas (Zantedeschia),
Erbsen, Lauch, Kohl und Gurken befallen. Im Haus findet man diesen
Thrips an nahezu allen Zierpflanzen: Begonien, Zierspargel,
Chrysanthemen, Alpenveilchen, Orchideen, Gummibäume. Die
ausgewachsenen weibchen sind 1 bis 1,3 mm lang und graugelb bis braun
gefärbt. Die Fühler haben 7 Glieder und sind gelb-braun. Auch
die Vorderflügel sind so gefärbt. Die Larve ist
weißlich bis hell orange-gelb. Die Tiere sind parthenogenetisch,
pflanzen sich also ohne Männchen fort. Die Eier werden in
Pflanzengewebe gelegt. Die Verpuppung erfolgt im Boden. Thrips
simplex Morison ist ein übler Schädling an Gladiolen.
Seltener findet man ihn auf Krokussen,
Iris oder Freesien. Die
Tiere sind bis 1,5 mm lang, dunkelbraun und haben 8-gliedrige
Fühler. Das dritte Fühlerglied und die Basis des vierten und
fünften sind heller gefärbt. Die Vorderflügel sind braun
mit hellerer Basis. Die Die Tibienspitzen und Tharsen
("Füße") sind heller. Die Larven sind gelb bis orange. Es
zeigen sich weiße Flecken an den Blüten und braune Flecken
an den Blättern. Bei strakem Befall trocknen die
Blütenknsopen ein, bevor sie sich öffnen.
Bei
Temperaturen über 10 °C vermehren sie sich das ganze Jahr
hindurch. Werden die Knollen und Zwiebeln etwa 2 Monate kühler,
bei etwa 5 °C, gelagert sterben die Thripse ab. Sie überstehen
Frost nicht, können aber im Komposthaufen überdauern.
Befallenes Material ist darum mit dem Hausmüll zu entsorgen. Im
Sommer sitzen die Tiere an den Blättern und in den Blüten,
im Herbst wandern sie zur Knolle. Der Lilienthrips (Liothrips
veneckei Prisener) ist eine Art, die man an gelagerten
Lilienzwiebeln finden kann. Die Tiere leben zwischen den
Zwiebelschuppen nahe der Basis. Es bilden sich durch ihre
Saugtätigkeit rotbraune Flecken. Die Schuppen werden weich und
können abfallen. Aus unbehandelt ausgepflanzte Zwiebeln entwickeln
sich die Pflanzen oft unauffällig. Der Zuwachs an den Zwiebeln ist
aber geringer als bei gesunden Pflanzen. Limothrips
cerealium schädigt Getreide. Thripse befallen auch Aquarienpflanzen wie Cryptocorynen, Lysimachia und Hydrocotyle, wenn sie über Wasser kultiviert werden.
Thripse legen ihre Eier im Substrat oder in
Pflanzengewebe ab. Sie durchlaufen
mehrere Larvenstadien. Die Verpuppung erfolgt
im Boden. Durch Fluten der Töpfe können
Thripse darum zumindest eingedämmt werden. Thripse sind die
am schwersten zu
bekämpfenden Schädlinge im Zierpflanzenbau. Gegen die meisten
chemische Mittel sind sie resistent. Der Einsatz von Neem-Extrakten
kann helfen.
Zur biologischen Bekämpfung eigenen sich Raubmilben (Amblyseius) und Raubwanzen (Orius). Auch Florfliegen sind natürliche Gegenspieler. Die Räuber rotten den Schädling aber nicht vollständig aus. Knollen und Zwiebeln (z. B. Begonien) kann man auch nass machen und einige Tage in Tüten verpacken: Thripse vertragen keine Feuchtigkeit. Da die Tierchen besonders auf "blau" fliegen, kann man sie mit blaue Leimtafeln fangen. Bohnenkraut und Kamille sollen Thripse abschrecken und sind darum gute Partnerpflanzen für anfällige Kulturen wie Zwiebeln. Tagetes und Ringelblumen locken Thripse an und können sie von anderen Pflanzen fernhalten. Diese Lockpflanzen müssen aber regelmäßig entfernt werden, damit sich die Thripse darauf nicht ungestört vermehren können und am Ende doch auf die Hauptkultur überwechseln. |
Zu den Schnabelkerfen gehören die Wanzen
(Unterordnung
Heteroptera) und die Pflanzensauger (Ordnung Homoptera). Die Systematik
ist in der Gruppe nicht einheitlich und kann in der Literatur abweichen.
Diese Insektenordnung ist für den Pflanzenschutz
sehr wichtig, weil sie unter anderem auch Blatt-, Woll- und
Schmierläuse
umfasst. Die Tiere haben stechende Mundwerkzeuge und saugen ihre
Nahrung
auf. Die Jugendstadien sind ungeflügelt und oft anders
gefärbt
und geformt als die Adulten. Einige Arten verändern ihre Farbe und
sehen im Frühjahr und Sommer anders aus als im Herbst und Winter
(z.
B. Palomena prasina)
Wanzen (Unterordnung
Heteroptera):
Diese Wanzen haben in der Regel zwei Flügelpaare.
Die Vorderflügel sind an der Basis lederartig und an den Spitzen
membranartig.
Die Hinterflügel sind vollständig membranartig. Im
Ruhezustand
liegen die Flügel flach auf dem Körper. Auffällig ist
ein
großer Halsschild. Die Mundwerkzeuge eignen sich für eine
stechende
und saugende Nahrungsaufnahme. Nicht alle Arten schädigen
Pflanzen,
es gibt auch räuberische Arten.
Zur Familie der Miridae (Weichwanzen) gehört Eccritotarus
catarinensis,
die Eichhornia crassipes
befällt. Die Reproduktion der Tiere hängt mit der
Nährstoffversorgung
der Pflanzen zusammen. Leidet die Pflanze unter Mangel, vermehren sich
die Tiere langsamer.
In den Familie Piesmidae (Meldenwanzen), Pentatomidae
(Schildwanzen), Anthocoridae (Blumenwanzen) und Tingidae (Netzwanzen)
gibt
es weitere Pflanzenschädlinge. Recht bekannt sind die Feuerwanzen
(Pyrrhocoris apterus, Familie Pyrrhocoridae). Diese Wanzen
saugen
Pflanzensaft, stechen aber auch andere Insekten an.
Eine subadulte Baumwanze (Palomena spec.) |
Feuerwanze (Pyrrhocoris apterus) |
Pflanzensauger
(Unterordnung
Homoptera):
Diese Unterordnung wird in verschiedene
Überfamilien
unterteilt, die alle charakteristische Merkmale und Lebensgewohnheiten
haben.
Anders als bei den Heteroptera sind ihre Vorderflügel entweder
ganz
häutig oder ganz ledrig.
Überfamilie Cercopoidea
Familie Cercopidae (Schaumzikaden)
Typisch für die Schaumzikaden ist, dass sie bei
der Eiablage ein Sekret aus dem Hinterleib abgeben und mit Luft aus
speziellen
Luftkanälen aufschäumen. So entsteht ein Schaumnest in dem
sich
die Eier und die Larven entwickeln. An der Tibia (Schienbein) haben sie
kräftige Dornen. Am bekanntesten und am weitesten verbreitet in
Europa
ist die polyphage Wiesenschaumzikade (Philaenus spumarius). Sie
lebt sowohl auf Gehölzen als auch auf vielen verschiedenen
krautigen
Pflanzen (Lavendel, Astern Glockenblumen, Rose, Sonnenhut etc.).
Große Schäden richtet sie aber nicht an. Die Tiere sind 5
bis 7 mm lang und variabel in gelblichen, grünlichen oder
bräunlichen bis schwarzen Farbtönen marmoriert. Die Larve ist
einfarbig hell mit dunklen Augen.
Überfamilie Cicadelloidea
Familie Cicadellidae (Zwergzikaden)
Die Zwergzikaden haben an der Tibia (Schienbein) zwei
Reihen feiner Borsten. Die einzelnen Arten sind schwer zu
unterscheiden,
meist muss der Geschlechtsapparat unter dem Mikroskop seziert werden.
Zu
den bekanntesten Arten gehört die Rhododendron-Zikade (Graphocephala
fennahi YOUNG, Syn. G. coccinea FÖRSTER).
Nymphe einer Zikade |
| Eichen-Zwergzikade Alebra albostriella (Fallén) |
Diese Zikade ist häufig und weit
verbreitet. Sie
saugt an Eichen (Quercus) und Erlen (Alnus). Nennenswerte
Schäden verursacht sie nur in Baumschulen an Jungbäumen.
Die Tiere sind in der Farbe variabel. Die Adulten haben aber meist zwei rote oder orange Längsstreifen auf dem Halsschild. Die Flügel sind gelb bis glasklar. Sie sind rot oder orange gestreift. Die Arten der Gattung Alebra haben am hinteren Flügelrand einen Saum, der allen übrigen europäischen Arten fehlt. |
Alebra wahlbergi (Boheman)
Zikade auf der Blattunterseite
Schadbild an einem Ahornblatt |
Eine allgemein häufige Zikade, die auf
dem europäischen
Festland und im Süden Großbritanniens vorkommt. Sie kann
große
Schäden an Laubbäumen anrichten. Sie saugt an den
Blättern
Ahorn (Acer), Roßkastanie (Aesculentus), Linde (Tilia)
und Ulme (Ulmus). Die Adulten sind von Juli bis September zu finden. Die Weibchen sind bis 4,5 mm groß. Die Vorderflügel sind hell gelb. manchmal haben sie gelbe oder orange Streifen. Am Innenrand sind sie orange, rosa oder gelb.
Das Blatt zeigt das typisches Schadbild.
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| Rosenzikade Edwardsiana rosae Synonym: Typhlocyba rosae |
3-4 mm große hellgelbe Insekten mit
dachförmig
zusammengelegten Flügeln. Die weißlichen Nymphen sind etwas
kleiner.
Bei Störung springen die Nymphen weg. Die Adulten fliegen
schnell
auf. Die Larven sind durchscheinden bis weiß. Die Eier werden im Herbst in die Rinde junger Triebe gelegt. Im Mai schlüpfen larven, die sich mehrfach häuten. Es gibt meist zwei oder mehr Generationen pro Jahr. Im Herbst werden in Rindenspalten Eier zur Überwinterung abgelegt. Befallen werden überwiegend Rosen an geschützter Standorte, z. B. nahe an Hauswänden. Gesaugt wird vor allem an den Blättern, aber auch an den Knospen. Die Blattoberseite zeigt dann eine helle Sprenkelung aus leeren zellen. Knospen verkrüppelt und entwickeln sich nicht voll. Bei starkem Befall können die Blätter eintrocknen und abfallen. Zur Vorbeugung sollte man einen Standort mit ständiger Luftbewegung wählen. Das beugt gleichzeitig auch Pilzinfektionen vor. |
Überfamilie
Psylloidea
In dieser Überfamilie sind Blattflöhe und
Blattsauger
zusammengefasst, die nach verschiedenen Merkmalen in unterschiedliche
Familien
eingeordnet werden (Psyllidae, Triozidae, Carsidaridae,
Spondyliaspidae).
In dieser Überfamilie gibt es mindestens ein
Mitglied,
dass Echinodorus befällt. Eine bisher nicht
identifizierbare
Art von Blattfloh, wurde zusammen mit E.
bleheri aus Asien nach Deutschland verschleppt. Die Tiere sind
ca. 2 bis 3 mm lang und springen sehr gut. Die betroffenen Pflanzen
welken
durch die Saugtätigkeit an den Blättern.
| Birnblattsauger Psylla piri und Psylla pirisuga |
Bereits im Frühjahr sorgt die
Saugtätigkeit
der Insekten für Verkrüppelungen an den Blättern. Die
Triebspitzen
sind mit Honigtau bedeckt, auf dem sich Schwärzepilze
ansiedeln.
Es sind zwei verschiedene Arten, die als
"Birnenblattsauger"
auftreten. Psylla piri lebt ganzjährig am Birnenbaum. Dort
entwickeln sich bis zu 4 Generationen im Jahr. Die Larven sind recht
beweglich
und wandern von Blatt zu Blatt. Zu den natürlichen Feinden der Birnblattsauger gehören Raubwanzen und Schlupfwespen. Diese Tiere zu schützen ist eine gute Möglichkeit den Befallsdruck zu senken. |
Überfamilie
Aleyrodoidea
In der Überfamilie gibt es nur eine Familie, die
Aleyrodidaea (Mottenschildläuse, Weiße Fliegen).
Mottenschildläuse
haben weiß bepuderte Flügel und sehen aus wie ganz kleine
Motten.
Es gibt etwa 1100 Arten in verschiedenen Gattungen (Aleyrodes,
Asterobemisia,
Pealius, Siphoninus, Dialeurodes, Trialeurodes, Bemisia, Aleurotuba).
17 Arten kommen in Europa vor. Die einzelnen Arten sind schwer zu
unterscheiden.
In Europa sind vor allem
Trialeurodes vaporariorum und Bemisia
tabacci von Bedeutung. Diese Arten befallen in
Gewächshäusern
und Wintergärten zahlreiche Zier- und Nutzpflanzen. Die Art wird
von
Schlupfwespen (z. B.
Encarsia fomosa) parasitiert. Diese werden
als Nützlinge gezüchtet und verkauft. Auch die Raubwanze Macrolophus
caliginosus wird zur Bekämpfung der "Weißen Fliege"
genutzt.
Im Freiland ist bei uns nur die Kohlmottenschildlaus (Aleyrodes
proletella) von Bedeutung.
Überfamilie
Aphidoidea
In der Überfamilie sind alle Schädlinge
zusammengefasst,
die wir im Volksmund als Blattläuse bezeichnen. Sie haben einen
sackförmigen
Körper, mit schlanken Beinen, oft langen Fühlern und
teilweise
Siphonen (Fam. Aphididae, Röhrenläuse) am Hinterleib.
Blattläuse sind Phloemsauger. Das heißt,
dass
sie die zuckerführenden Leitgefäße der Pflanzen
anstechen
und sich von dem Pflanzensaft ernähren. Ihre Ausscheidungen
(Honigtau)
sind entsprechend zuckerhaltig. Daher sind sind sie beliebte
Nahrungsquellen
für Ameisen, die ausgeschiedene Tropfen sorgfältig sammeln
und
wegtragen. Fressfeinde von Blattläusen werden von den Ameisen
bekämpft
um diese Nahrungsquelle zu schützen. Bienen sammeln den Honigtau
ebenfalls
(Waldhonig). Es gibt auch Pilze, die auf dem klebrigen Honigtau siedeln.
Abhängig von der Art bevorzugen Blattläuse
bestimmte Pflanzen, aber auch Positionen auf der Pflanze (Blüten,
Blattachseln, Blattunterseite, zwischen Rindenschuppen etc.).
Entsprechend
unterschiedlich können auch die Symptome an der Pflanze sein
(Triebstauchungen,
Blattrollen, Verkrüppelungen, Verkleinderung der Blattfläche,
Bildung von Gallen, Chlorosen).
Zusätzlich zu den direkten Schäden,
verursachen
Blattläuse auch als Überträger von Viren Schaden. Einige
Pflanzenviren werden persistent übertragen. Das heißt sie
werden
von der Blattlaus aufgenommen und vermehren sich in ihr. Sie wandern in
die Speicheldrüse und werden bei erneutem Saugen wieder abgegeben.
Der Zeitraum zwischen der Aufnahme des Virus und dem Erreichen der
Speicheldrüse
wird als Latenszeit bezeichnet. Sie kann Stunden oder Tage dauern.
Einige
Viren bleiben während der gesamten Lebensdauer des Wirtes aktiv
andere
werden innerhalb weniger Tage oder Wochen wieder vollständig
abgegeben.
Nicht persitente Pflanzenviren haften nur äußerlich an den
Stechborsten
der Läuse. Sie vermehren sich dort nicht und können auch nur
Minuten bis Stunden überleben. Bei der Häutung gehen sie
verloren,
weil sie nur an der Oberfläche des Tieres haften. Persistente
Viren
"leben" vor allem im Phloem und im Mesophyll. Nicht persistente Viren
bleiben
in der Epidermis.
Einige Blattläuse können sehr viele
verschiedene
Viren übertragen. Die Grüne Pfirsichblattlaus (Myzus
persicae)
ist Vektor für mehr als 100 persistente und nicht persistente
Viren.
Viele Blattläuse vermehren sich vivi-ovipar. Bei
manchen findet eine Wechsel zwischen einem Sommer- und einem Winterwirt
statt. Am Beispiel der Haferblattlaus sind das Hafer und die
Traubenkirsche.
Dabei wird die Pflanze als Hauptwirt bezeichnet auf der die Eier
abgelegt
werden. Die Haferblattlaus schlüpft z. B. auf der Traubenkirsche
aus
dem Ei. Ein Teil der Tiere bildet Flügel aus und wandert auf den
Hafer
(Stammmütter). Dort vermehren sich die Tiere durch Jungfernzeugung
und die Produktion von lebenden Nachkommen. Dadurch können sehr
schnell
sehr viele Blattläuse produziert werden, die wiederum zum Teil
geflügelt
sind und neue Gebiete erschließen. Zum Ende des Sommers
werden
auch geflügelte, männliche Tiere geboren, die zusammen mit
ebenfalls
geflügelten Weibchenmüttern auf den Winterwirt fliegen. Die
Weibchenmütter
bringen Weibchen zur Welt, die sich mit den Männchen paaren und
dann
Eier auf dem Winterwirt ablegen können.
Wegen der hohen Vermehrungsraten ist eine
Bekämpfung
der Blattläuse nicht einfach. Es werden teilweise Resistenzen
gegen
Insektizide ausgebildet. Biologische Bekämpfung ist möglich
in
dem die Tiere regelmäßig von den Pflanzen abgespült
werden
(z. B. bei Seerose). Ein Bepinseln mit Öl (Pflanzenöle,
Parasommer-Öl)
bewirken das Ersticken der Läuse. Einige Nützlinge
können
effektiv gegen Blattläuse wirken, wenn diese nicht von Ameisen
verteidigt
werden. Dazu gehören die Larven von Marienkäfern,
Florfliegen,
Schwebfliegen (Episyrphus balteatus) und Gallmücken (Aphidoletes
aphydimyza). Schlupfwespen (Aphidius, Aphelinus,
Praon
und Lysiphlebus) sind Nützlinge, die ihre Eier in
Blattläuse
ablegen. Ihre Larven entwickeln sich dann in den Wirten und fressen sie
von innen her auf.
Siebenpunkt-Marienkäfer beim Fressen von Blattläusen |
Familie Aphididae
(Röhrenläuse)
Röhrenläuse sind die
typischen,
bekannten Blattläuse. Es handelt sich um kleine (< 5 mm)
saugende
Insekten. Es gibt tausende von Arten in verschiedenen Gattungen. Sie
durchlaufen
jährlich mehrere Generationen (vivi-ovipar), die oft zwischen
einem
Sommer- und einem Winterwirt wechseln. Im Sommer vermehren sie sich
meist
parthenogen und dadurch sehr schnell. Die Artbestimmung ist oft
schwierig
und basiert auf der Farbe und Länge von Fühlern und
Siphonen.
Allerdings ändern die Tiere abhängig von Wirt, Jahreszeit
oder
Alter ihre Färbung zum Teil. Beispielsweise gibt es die
Langröhrige
Weidenblattlaus (Aphis farinosa) in orange, grün,
grau-grün
und schwarz.
Weibchen mit einigen Töchtern |
Blattläuse an Kornblume |
Blattlauskolonie an Kapuzinerkresse |
Blattlausmumie mit Gespinstsockel |
Blattläuse und Blattlausmumie an Hafer |
Praon sp. - Blattlaus-Schlupfwespe |
| Art | Merkmale |
| Grüne Apfelblattlaus Aphis pomi |
Blattlaus, die ganzjährig am Apfelbaum
zu finden
ist. Grün mit dunklen Fühlern, Beinen und Siphonen.
Durch das Saugen an den Blättern verursacht sie ein Einrollen der Blätter und Verkümmern der Triebspitzen. Als Schadensschwelle gelten 8-10 Kolonien/100 Triebe im Mai bis August. Dann ist eine Bekämpfung nötig. |
| Apfelfaltenlaus Dysaphis devecta |
Blauschwarze Färbung.Verursacht
auffallend rot-gelbe
Blattwölbungen und bei stärkerem Auftreten bleibende
Blattschäden. Schadensschwelle: 3-8 Kolonien/100 Triebe im März - Juni. |
| Mehlige Apfelblattlaus Dysaphis plantaginea |
Blauschwarz, ältere Tiere mehlig
bepudert. Wandert
im Juli ab. Bei weitem schädlichste Blattlausart am Apfel.
Verursacht
starkes Blattrollen und Blattverfärbung, Triebstauchungen,
„Blattlausäpfel“
(verkrüppelte Früchte). Schadensschwelle: 1-3 Kolonien/100 Triebe im Mai bis August. |
| Apfelgraslaus Rhopalosiphum insertum |
Erste Blattlaus am Apfel im Frühjahr.
Die Art wandert
nach der Blüte in das Gras ab. Verursacht kaum Schäden, ist
aber
wichtige Nahrungsquelle für Nützlinge. Als Schadensschwelle gelten 60 (!) Kolonien pro 100 Triebe im April und Mai. Erst dann ist eine Bekämpfung notwendig. |
| Sumpfpflanzenblattlaus
Rhopalosiphum nymphaeae
Sumpfpflanzenblattlaus auf Hydrocharis
und auf treibenden Stängeln |
Diese kleine, schwarze Blattlaus lebt im
Sommer auf Seerosen
(Nuphar und Nymphaea),
Froschlöffel (Alisma plantago-aquatica),
Pfeilkraut (Sagittaria sagittifolia)
und Rohrkolben (Typha). Diese Art ist fast weltweit verbreitet.
Die ungeflügelte Form ist 1,6 bis 2,6 mm lang, dunkel oliv bis
braun
und leicht mit Wachs bestäubt. Die Siphonen sind lang, verdickt,
vorwiegend
hell, aber an der Spitze dunkel. Die geflügelte Form ist
dunkelbraun
bis glänzend schwarz. Die Tiere überwintern als Ei an
Schlehdorn
(Prunus spinosa) und anderen Prunus-Arten. Die Tiere vermehren
zunächst
parthenogen und vivipar. Zum Sommeranfang entwickelt sich eine
geflügelte
Generation, die auf den Sommerwirt wechselt. Im Herbst fliegt eine
andere
geflügelte Generation auf den Winterwirt. Dort werden
Männchen
produziert. Nach geschlechtlicher Fortpflanzung werden Wintereier
abgelegt. Starker Befall erzeugt bei den Sommerwirten Verformungen der Stängel und Blätter. Bei Befall der Blüten kommt es zusätzlich zu Farbveränderungen. Von befallenen Pflanzen sollten sie mit einem scharfen Wasserstrahl weggespült werden. |
Familie Pemphigidae
(Blasenläuse)
Bei den Röhrenläusen sind die Augen auf drei
Facetten reduziert. Sie haben kurze Fühlerendfortsätze. Die
Siphonen
sind porenartig, kegelförmig oder fehlen ganz. Oft haben sie
wachsdrüsen, die in Gruppen auf dem Körper verteilt sind.
Ihre
Saugtätigkeit an führt oft zur Bildung von Gallen. Sie saugen
hauptsächlich an Gehölzen einige Arten nutzen aber auch
krautige
Pflanzen als Sommerwirt.
| Blutlaus Eriosoma lanigerum |
Die Blutlaus ist ein Schädling an
Apfelbäumen
und verwandten Ziergehölzen wie Quitte, Feuerdorn, Weißdorn
und Vogelbeere. Die Laus ist weltweit verbreitet und häufig. Die Adulten sind 1,2 -2,6 mm lang, purpurbraun mit Wachsflocken bedeckt. Die Fühler sind kurz und die Siphonen porenartig. Den Winter überdauern wachslose
Jungläuse. Sie
verstecken sich in Rindenspalten am Stamm oder im Wurzelbereich. Im
Frühjahr
ab März beginnt sie sich durch lebendgebärende Jungfern zu
vermehren.
Sie besiedeln vor allem Stellen an denen die Rinde verletzt oder sehr
dünn
ist. An den Befallsstellen sind watteähnliche, weiße
Wachsfäden
zu sehen. Sie quellen aus Holz- oder Schnittwunden, den Knospen von
Neutrieben
oder Stammausschlägen. Später entstehen blasige,
krebsähnliche
Schwellungen auf der Rinde. An älteren Stämmen mit
schwammiger
Rinde und freigelegten Wurzeln entstehen bis zu faustgroße
Geschwülste. Apfelsorten sind unterschiedlich stark anfällig für Blutlausbefall. ’James Grieve’, ’Boskoop’ und ’Cox Orange’ gelten als besonders anfällig. ´Berlepsch’ und ’Ontario’ sind weniger stark betroffen. Die Schadschwelle ab der eine Bekämpfung nötig ist, liegt bei 8-12 Kolonien auf 100 Ästen. Wirksame Bekämpfungsmethoden sind eine
reduzierte
Stickstoffdüngung und sorgfälltiger Rückschnitt. Lose
Rindenschuppen
sollten abgebürstet werden um den Tieren die
Überwinterungsplätze
zu nehmen. Die Blutlauszehrwespe ist ein Nützling, der bei der
Bekämpfung
hilft.
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Familie Coccidae
(Napfschildläuse)
Der Körper des Weibchens bildet einen harten
Schild.
Teilweise ist dieser mit Wachs bedeckt. Jungtiere werden zum Teil
lebend
geboren. Andere Arten legen Eier unter ihren Schilden ab. Zur
biologischne
Bekämpfung können Schlupfwespen eingesetzt werden, die jedoch
auf bestimmte Napfschildläuse spezialisiert sind. Es ist also
für
einen wirksamen Nützlingseinsatz wichtig die Arten zunächst
zu
bestimmen.
Die Nützlinge können am effektivsten
"arbeiten",
wenn die Pflanzen vor dem Einsatz von Honigtau und Schwärzepilzen
befreit werden. Ansosnten müssen sich die Tiere ständig
putzen.
Sie brauchen für eine gute Entwicklung 18 oder besser 22 bis 25
°C.
| Art | Merkmale und Lebensweise |
| Weiche Schildlaus Gemeine Napfschildlaus Zitrusschildlaus Coccus hesperidum |
Eine häufige Schildlaus an
Zimmerpflanzen und im
Gewächshaus. Die Art kommt auch im Freiland vor und ist nahezu
weltweit
verbreitet. Zu den Wirtpflanzen gehören Kamelien (Camelia), Waldrebe (Clematis), Christusdorn (Euphorbia heterophylla), Feigen (Ficus), Geranien (Geranium), Efeu (Hedera), Farne und viele andere. Der Schild des Weibchens ist 3,5 bis 5 mm lang, sehr flach und oval. Er ist durchscheinend gelb bis braun mit einer schwarzen Längsrippe und rippenartigen Strukturen. Die Art ist lebendgebärend und parthenogenetisch. Jedes Weibchen bringt etwa 1000 Jungtiere zur Welt. Die Larven wandern einige Tage auf der Pflanze herum, bevor sie sich entlang der Mittelrippen der Blätter festsetzen. Unter günstigen Bedingungen vermehren sich die Tiere das ganze Jahr. Im Alter von etwa 2 Monaten sind die Tiere geschlechtsreif. Diese Schildlaus wird von der Schlupfwespe Microterys flavus parasitiert. Die Schlupfwespen saugen an den Eier und Nymphen. Sie legen ihre Eier in die Läuse und die Wespenlarven entwickeln sich in ihnen. Parasitierte Schildläuse sind an einem oder mehreren dunklen Ringen zu erkennen die durch den Panzer schimmern. Die voll entwickelte Wespe schlüpft später durch ein Lich im Deckel unter dem Schild heraus. Diese Napfschildlaus wird auch von der Schlupfwespe Metaphycus flavus parasitiert. |
| Halbkugelige Napfschildlaus Saissetia coffeae |
Saissetia coffea ist wie S. olea
eine häufige
Schildlaus in Gewächshäusern und in Innenräumen. Sie
bildet
kreisrunde, hochgewölbte (halbkugelige), glatte Schilde, die 2-3
mm
breit sind. Es gibt auch ovale Formen, die bis 4 mm lang werden. Sie
sind
rotbraun bis schwarz. Sie befällt viele verschiedene Zierpflanzen.
Darunter sind der Zierspargel (Asparagus), Begonien (Begonia),
Oleander (Nerium), Feigen (Ficus) und Gartennelken (Dianthus).
Der Befall schädigt die Pflanzen meist nur wenig. Sie werden aber durch Honigtau und Schwärzepilze zum Teil stark verschmutzt. Die Weibchen legen bis zu 2000 Eier unter ihrem Schild ab und sterben dann. Die Laus ist auch in unbeheizten Gewächshäusern das ganze Jahr hindurch zu finden. Diese Napfschildlaus wird von den Schlupfwespen Metaphycus flavus und Coccophagus lycimnia parasitiert. |
| Ölbaumschildlaus Saissetia oleae
Charakteristisch ist die vorspringende
Links alter und rechts junger Schild. |
Saissetia olea ist eine häufige
Schildlaus,
die bei und in Innenräumen und Gewächshäusern
vorkommt. S. oleae ist 3 - 4 mm lang und 2 - 3 mm breit. Sie können hellbraun bis schwarz gefärbt sein. Typisch ist eine heller gefärbte vorspringede, H-förmige Zeichnung. Der Schild ist ovalen, gewölbten und etwa 1,5 - 2,5 mm hoch. Es werden bis zu 2000 Eier von einem Weibchen abgelegt. Sie entwickeln sich unter dem Schild der Mutter. Diese Schildlaus befällt vor allem holzige Pflanzenteile an Oleander, Ölbäumen, Zitrusgewächsen, Farnen und anderen Pflanzen.
Blick auf die Unterseite. Man erkennt die Beine des Muttertiers und einige Larven. Die Tiere auf den Bildern saßen auf Microsorum pteropus ´Windelow´ Die Art wird von der Schlupfwespe Coccophagus
lycimnia parasitiert,
die als Nützling eingekauft werden kann. |
Familie Diapdsidae
(Austernschildläuse,
Deckelschildläuse)
Zu dieser Familie gehören verschiedene Arten in
unterschiedlichenen Gattungen. Die Bestimmung ist schwierig. Die Tiere
sitzen unter selbst gebildeten Schilden und sind darum nicht direkt zu
sehen. Gegen Deckelschildläuse können Marienkäfer aus
den
Gattungen Chilocorus und Lindorus, sowie Schlupfwespen (Encarsia
citrina und Aphytis melinus) als Gegenspieler eingesetzt
werden.
| "Afrikanische Kommaschildlaus"
Kommaschildläuse an |
Bei der "Afrikanischen Kommaschildlaus" ist
ein Mitimport aus Afrika. Die Tiere kamen mit Anubias. Der männliche Schild weiß, schmal und länglich mit einer Längsrippe. Die Schilde der Weibchen sind abgerundet dreieckig, bräunlich und durchscheinend. Die Tiere saugen zuerst in der Nähe der Blattmittelrippen an der Blattunterseite. Auf der Oberseite sind diese Befallstellen erst als Aufhellungen, dann als gelbe Stellen und zum Schluss als Nekrosen sichtbar. Bei starkem Befall findet man die Tiere auch auf der Blattoberseite. Setzt man Pflanzen mit befallenen Blättern unter Wasser, dann breiten sich die gelben Chlorosen und Nekrosen innerhalb weniger Tage flächig aus. Die befallenen Blätter müssen entfernt werden. Die Tiere lassen sich wegspülen. |
Familie Pseudococcidae
(Schmierläuse,
Wollläuse)
| Wollläuse findet man an fast allen
Kulturpflanzen.
Es gibt eine ganze Reihe verschiedener Arten in unterschiedlichen
Gattungen.
Die Unterscheidung ist schwierig, weil man wegen der Wachsbedeckung die
Tiere selbst oft nicht sieht. Durch das Saugen an den Blättern werden die Pflanzen geschwächt. Es kann zu Verkrüppelungen kommen. Die Wachsflocken machen die Pflanzen unansehnlich. Zusätzlich wachsen oft Schwärzepilze auf dem Honigtau. Eine chemische Bekämpfung ist mit systemischen Mitteln möglich. Über den Saft der Pflanze nehmen die Läuse dann das Gift auf. Kontaktgifte dringen meist nicht durch den Wachsmantel. Zur biologischen Bekämpfung können Australische Marienkäfer (Cryptolaemus sp.), bzw. deren Larven eingesetzt werden. Auch Schlupfwespen aus den Gattungen Anagyrus, Aphytis und Leptomastix befallen Wollläuse. |
Schwärzepilz auf einem mit Honigtau
|
| Zitronenschmierlaus Planococcus citri
|
Weit verbreitet und häufig ist die Zitrus-Schmierlaus (Planococcus citri Risso). Die erwachsenen Tiere sind 3 bis 4 mm lang. Der Körper ist rosa, aber meist so dicht mit Wachsflocken bedeckt, dass das Tier selbst nicht mehr sichtbar ist. Die wachsartigen Rand- und Caudalfortsätze sind kurz und dick. Hohe Temperaturen und hohe Luftfeuchte begünstigen die Entwicklung dieser Schädlinge. Es sind bis zu 8 Generationen im Jahr möglich. |
Besonders in Blattachseln verstecken
|
| Schmierlaus oder Wolllaus Pseudococcus affinis
Einzelnes Tier, Honigtau und Wachsreste
|
Diese Schmierlaus ist 4 mm lang. Der
Körper ist
rosa und mit mehligem Wachs bedeckt. Am Hinterende hat das Tier
wachsartige
Fortsätze, die etwas halb so lang sind wie der Körper. Der
gesamte
Körperrand ist von Fortsätzen gesäumt. Die Eier werden in Haufen abgelegt. Sie sind in einen Eisack aus weißen Wachsflocken eingehüllt. Nach dem Schlupf wandern die jungen Läuse über die gesamte Pflanze. Meist sitzen sie an geschützten Stellen wie den Blattachseln, Blattscheiden oder an Knospen. Die Tiere saugen an den Pflanzen Saft und schwächsen sie damit. Durch Honigtau und Wachsflocken werden die Pflanzen unansehnlich. Diese Art ist allgemein häufig und weit verbreitet an Zierpflanzen im Zimmer. Unter guten Bedingungen gibt es mehrer Generationen im Jahr, Die Art stammt aus den Tropen und Subtropen und überlebt bei uns im Freiland nicht.
Kolonie von P. affinis auf
Elefantenohr (Haemanthus
albiflos) |
Tiere und Eikokons |
| Schmierlaus Pseudococcus longispinus |
Die Tiere haben wie P. affinis lange Caudalfortsätze sind aber nur etwa 2,5 mm groß. Sie scheiden große Mengen an Honigtau aus. Die Art ist häufig an Kakteen, Lilien und Orchideen zu finden. |
Käfer sind Insekten mit einer harten Panzerung, die auch eine Verhärtung der Vorderflügel einschließt. Sie haben beißende Mundwerkzeuge. Zahlreiche Arten sind Pflanzenfresser, es gibt aber auch Räuber.
Familie Curculionidae
(Rüsselkäfer)
Mit ca. 50.000 Arten ist dies die größte
Käferfamilie.
In Mitteleuropa gibt es 168 Gattungen mit 1200 Arten. Die
Identifikation
der Arten ist für den Laien (für mich zum Beispiel) nicht
möglich
(Harde & Severa 1988).
Die Schnauze ist mehr oder weniger stark
verlängert
-teilweise gebogen - mit beißenden Mundwerkzeugen am Ende. Die
Fühler
sitzen vorne an der Schnauze. Die Eier werden in Löcher gelegt,
die
in Pflanzen gefressen werden. Die Larven sind beinlos, madenförmig
und fressen sich meist im Inneren durch die Pflanze. Einige Arten
fressen
an den Wurzeln (z. B. Gefurchter Dickmaulrüssler Otiorhynchus
sulcatus).
Diesen Rüsselkäfer habe ich in
der |
Das Tier ist von der "Nasenspitze" bis |
Familie Scarabaeidae (Blatthornkäfer)
Unterfamilie
Melolonthinae
Zu diesen Käfern gehört auch der
Maikäfer.
Unter diesem Trivialnamen sind in Deutschland drei Arten bekannt. Am
weitesten
verbreitet ist Melolontha melolontha, der Feldmaikäfer.
Der
Waldmaikäfer (Melolontha hippocastani) hat ein kleineres
Verbreitungsgebiet.
Er bevorzugt sandige Heide- und Waldböden. In
Südwestdeutschland
gibt es kleine Vorkommen von Melolontha pectoralis.
Den Namen Maikäfer haben die Tiere, weil die
erwachsenen
Käfer im Mai zu fliegen beginnen. Die Eier der Käfer werden
in
den Boden abgelegt. Dort fressen die Larven, die als Engerlinge bekannt
sind, an Wurzeln. Ihre Entwicklung zum Käfer dauert drei bis
fünf
Jahre. Es gibt in den betroffenen Regionen "Flugjahre" in denen die
Käfer
massenhaft auftreten. Je nach Entwicklungsdauer treten dann alle drei,
vier oder fünf Jahre massenhaft Maikäfer auf, die dann wieder
Eier legen aus denen dann wiederum nach drei, vier oder fünf
Jahren
die neuen Käfer hervorgehen und ausschwärmen.
Früher traten Maikäfer oft in Massen auf und
frassen Laubbäume vollständig kahl. 1911 sollen in der
Rheinpfalz
22 Millionen und 1915 14 Millionen Käfer gefangen worden sein.
Durch
Bekämpfungsmaßnahmen mit massiven Einsatz von Insektiziden,
die von Hubschraubern aus um 1950 bis 1960 versprüht wurden, wurde
die Zahl der Käfer stark reduziert.
Das Hauptproblem ist der Frass der Engerlinge an den
Wurzeln von landwirtschaftlichen Nutzpflanzen. Die Schäden
können
zu Totalverlusten bei Kartoffeln und Getreide führen. Es werden
aber
auch die Wurzeln von Gräsern gefressen, so dass auch Weideland und
Rasenflächen geschädigt werden.
| Feldmaikäfer Melolontha melolontha
Engerling
Maikäfer: |
Der Käfer ist 2 bis 3 cm lang. Er ist
kastanienbraun
und mit weißlichen Haaren bedeckt. Auf den Flügeldecken sind
5 Längsrippen. Der Hinterlaib endet in einer stumpf abwärts
gerichteten
Spitze. Man sieht im nur im Mai oder Juni. Sie sind in der
Dämmerung
aktiv und fliegen meist zum Licht. Sie fressen Blätter,
Blüten
und Knospen an Laubbäumen. nach einigen Wochen gräbt sich das
Weibchen 15-20 cm tief ein und legt 12 bis 30 Eier. Nach etwa 4 Wochen
schlüpfen die Larven. Die Larven sind weiß. Das letzte Körpersegment wirkt wegen des durchscheinden Darms dunkel. Kopf und Beine sind glänzend braun. Sie sind etwa 3 bis 3,5 cm lang. Sie fressen etwa 3 Jahre lang an den Wurzeln und Knollen verschiedener Pflanzen. Im dritten Sommer verpuppen sich die Tiere in etwa 60 cm Tiefe und entwickeln sich innerhalb von 6 Wochen zum Käfer. Der Käfer bleibt bis zum nächsten Frühjahr in der Erde. Der Maikäfer gehört in der Regel
nicht zu den
Schädlingen im Garten. Die Larven fressen an den Wurzeln von
Gräsern,
verursachen aber nur selten im Hausgarten schwere Schäden, da sie
kaum in relevanten Mengen auftreten. Die Engerlinge von Maikäfern und die Larven anderer Arten aus der Familie sind sich sehr ähnlich und für den Laien kaum zu unterscheiden. |
Familie Chrysomelidae
(Blattkäfer)
Die Blattkäfer gehören zu den artenreichsten
Käferfamilien überhaupt allein in Europa kommen fast 600
Arten
in über 70 Gattungen vor. Die meisten sind Pflanzenfresser. Die
Larven
fressen frei an den Blättern, Stängeln oder Wurzeln oder
leben
als Minierer in den Wurzeln oder Stängeln.
Als "Hähnchen" (Unterfamilie Criocerinae) werden Blattkäfer bezeichnet, die durch das Aneinanderreiben von Chitinleisten am hinteren Ende des Thorax und dem vorderen Ende des Abdomens Laute erzeugen. Das erzeugte Zirpen ist hörbar, abhängig von der Größe der entsprechenden Art aber unterschiedlich laut. Je größer das Tier desto besser der Sound.
Auch der Kartoffelkäfer (Leptinotarsa
decemlinetata)
gehört zu den Blattkäfern (Unterfamilie Chrysomelinae).
| Kartoffelkäfer
Leptinotarsa decemlineata
Käfer auf Kartoffelpflanzen |
Der Kartoffelkäfer ist etwa 1 cm
groß. Seine
Flügeldecken sind gelb und haben 10 schwarze Linien. Der
Halsschild
ist orange mit schwarzen Flecken. Die Eier werden nach dem Austrieb des
Kartoffelkrauts an der Blattunterseite in Gruppen von 20 bis 30
Stück
abgelegt. Ein einzelnes Weibchen kann bis zu 2000 Eier im Jahr legen.
Die
frisch geschlüpften Larven sind zuerst braun-schwarz. Später
sind sie orange mit schwarzen Flecken. Die Käfer überwintern im Boden. Sie können älter als zwei Jahre werden. Sowohl die Käfer als auch die Larven fressen an den Blättern von Kartoffelpflanzen. Bei starkem Befall bleiben nur die Blattrippen übrig. Durch den Blattverlust ist die Pflanze nicht in der Lage ausreichend Speicherstoffe zu bilden, so dass die Knollen klein bleiben. Außer Kartoffeln werden auch Auberginen (Italien) und Tomaten (USA) befallen. Stetige Kontrolle und regelmäßiges Absammeln ist die effektivste Bekämpfungsmethode. Die biologische Bekämpfung mit Bacillus-thuringiensis-Präperaten ist bei jungen Larven möglich. Ältere Larven und Käfer können mit chemischen Präparaten bekämpft werden. Die ursprüngliche Heimat des Käfers
ist in Colorado.
Dort wurde er 1824 entdeckt. Er frass an dem wilden
Nachtschattengewächs Solanum
rostratum (Büffelklette). Diese natürliche
Nahrungspflanze stand nur
vereinzelt
in der Vegetation und der Käfer war eher selten. Mit dem Beginn
des
großflächigen Anbaus von Kartoffel (Solanum tuberosum)
in Colorado 1850 siedelte der Käfer auf die Kartoffel um und so
wurde
das Nahrungsangebot für den Käfers stark
vergrößert.
Dadurch wurde die Vermehrungsrate erhöht und durch
Populationsdruck
ein Wandertrieb ausgelöst. Innerhalb von nur 15 Jahren breitete
sich
der Käfer über den ganzen Nordamerikanischen Kontinent aus.
Zusammen
mit der Kartoffel wurde das Tier dann nach Europa verschleppt. Bereits
1877 gab es die ersten Kartoffelkäfer in Mitteleuropa. Sie wurden
zunächst in Schiffsladungen und in Lagerschuppen gefunden. Aber
auch
auf einigen Feldern wurde sie in dem Jahr bereits entdeckt und mit
großem
Aufwand vernichtet. |
Fressende Larven im Juli |
| Schwarzkopf-Lilienhähnchen
Lilioceris lilii
Lilienhähnchen
Larve unter Kothaufen
Gelege auf der Blattunterseite einer Lilie. |
Dieser Käfer ist 6 bis 8 mm lang. Er ist
rot und
hat schwarze Beine und einen schwarzen Kopf. Charakteristisch sind
Einbuchtungen
an den Seiten des Thorax.
Von April bis Juni und dann wieder im September findet man den Käfer an Lilien, Frittelarien, Zwiebeln, Schnittlauch und Maiglöckchen. Die Käfer fressen an den Pflanzen und legen ihre rotbraunen Eier in Gruppen an der Blattunterseite ab. Die Larven sind orange-braun. Ihr Hinterleib
ist dick
und der Kopf und die Beinbaare sind vergleichsweise winzig. Die Tiere
aus
einem Gelege sitzen in einer Reihe unter dem Blatt. Die jungen Larven
schaben
zunächst die Blätter an der Unterseite an und fressen
später
das Blatt von der Spitze her ganz. Ihren Kot lagern sie dabei auf ihrem
Rücken ab, so dass sie selbst nicht zu sehen sind. Sie fressen die
Pflanzen oft völlig kahl. Die Larven verpuppen sich im Boden.
Schlüpfen
dann im September als voll entwickeltes Tier um so zu überwintern.
Gegen die Tiere hilft vor allem eine
regelmäßige
Kontrolle und das Absammeln. Neembaum-Extrakte
sollen gegen Käfer und Larven wirksam sein. Geeignet sind auch
Spitzmittel
mit Pyrethrum und Öl (z. B. Raptol SchädlingsSpray oder
Spruzit
Schädlingsfrei AF von Neudorff). Auch ein Sud aus Beifuß und
Eichenrinde (Schacht Kräutergarten) oder mit Nikotin (1
Päckchen
Tabak in 5 l Wasser aufkochen) soll wirksam sein. Auch Spitzungen mit
Fensterreiniger
(Sidolin) oder einer Mischung aus 1 Teelöffel Seife, 200 ml
Spiritus
auf einen Liter Wasser wirkt. Die Käfer verlassen die behandelten
Pflanzen. Die Larven sterben. Die Spritzungen müssen aber
regelmäßig
(etwa einmal die Woche) angewendet werden, damit sich auf allen
Blättern
ein Belag befindet. Manchmal wird empfohlen Kaffeesatz unter die
Pflanzen
zu streuen. Das scheint aber keine ausreichende Wirkung zu haben, da
die
Erfahrungsberichte dazu weit auseinander gehen. In Europa gibt es drei Arten der Gattung. Beim Rotbeinigen Lilienhähnchen (Lilioceris merdigera) sind die Beine und der Kopf so rot wie die Deckflügel. Die Tiere befallen gerne Zwiebeln (Allium). Zu den natürlichen Feinden der Larven gehören auch Wespen.
Feldwespe beim fressen von Larven des Lilienhänchens |
Frittelaria uva-vulpes, im April
Schaden durch junge Käferlarven an Lilie.
Schaden durch größere Larven |
| Tier | Aussehen, Verhalten, Wirtspflanzen |
| Cameraria ohridella Kastanien-Miniermotte
Kastanienblatt mit Mienen |
Die
Kastanienminiermotte ist ein
Kleinschmetterling. Die Tiere treten erst seit etwa 20 Jahren in
Euraopa
auf. Sie haben sich sehr schnell ausgebreitet und sind heute
überal
in Mitteleuropa zu finden. In Deutschland trat dieser Falter zuerst
19993
auf. Woher die Art stammen ist unbekannt. Sie bverursachen schwere
Schäden
an der Weißblühenden Rosskastanien (Aesculus
hippocastanum).
Das adulte Tier ist eine kleiner Falter. Die Flügel sind metallisch rot-braun mit nach außen hin schwarz abgegrenzten weißen Bändern. Die Hinterflügel sind federartig. Der Körper ist mit silbrigen Schuppen besetzt und auf dem Kopf sitzt ein rotbrauner Schopf. Der Falter hat eine Flügelspannweite von nur 5 bis 7 mm. Er tritt überall dort auf wo es Roßkastanien gibt. Das Weibchen legt etwa 40, weiße, 0,2 - 0,3 mm lange Eier einzeln an der Blattoberseite ab. Die Raupen bohren sich durch die Unterseite des Eis in das Blattinnere und leben dort in selbst erzeugten Hohlräumen, den Blattminen. Zunächst ernähren sie sich von Pflanzensaft, später fressen sie auch Blattgewebe. Nach etwa vier Wochen sind sie von etwa 1 mm auf 5 mm herangewachsen und verpuppen sich. Nach etwa 2 bis 3 Wochen bohrt sie sich an der Blattoberseite aus der Mine heraus und schlüpft aus der Puppenhülle. Innerhalb von 24 Stunden suchen die Tiere dann nach einem Partner für die Paarung. Die Entwicklungszeit ist so kurz, dass bis zu 4 Generationen pro Jahr heranwachsen. Den Winter überdauern die Tiere als Puppe im herabgefallenen Laub. Fressfeinde hat die Art
bei uns
nicht. Dadurch kann sie sich ungehindert ausbreiten. Natürliche
Feinde
aus dem Herkunftsgebiet zu importieren ist nicht möglich, da die
Herkunft
der Motte unbekannt ist. Das Laub sollte in jedem Fall entfernt und effektiv vernichtet, werden, damit die Puppen darin nicht überwintern können. |
| Elophila
nymphaeata Seerosenzünsler
Haus eines Seerosenzünslers auf
|
Der Seerosenzünsler gehört zur
Familie der
Pyralidae. Er ist ein häufiger Schädling an Wasserpflanzen.
Neben
Seerosen werden auch andere Pflanzen befallen, darunter auch Potamogeton
und Hydrocharis.
Die Falter haben eine Flügelspannweite von ca. 2 cm. Sie sind braun mit unregelmäßigen weiß-grauen Flecken. Die Raupe ist bis 2,5 cm lang, samtig, cremefarben mit einem dunklen Rückenstrich. Der Kopf und der Nackenschild sind bräunlich. Die Weibchen leben ihre Eier im Juni und August auf der Blattunterseite oder an den Blattrand der Wirtspflanzen. Die Raupen schlüpfen nach etwa 2 Wochen und bohren sich in die Blätter. Drei Tage bleiben sie im Blatt, dann kommen sie heraus und bilden ein flaches, obvales Gehäuse aus zwei abgebissenen Blattteilen. Darin eingeschlossen wandern die Raupen auf der Blattoberfläche (über oder unter Wasser) herum und fressen weiter. Bei Bedarf bauen sie einen größeres Haus. Wenn sie nicht fressen treiben die Blattgehäuse frei auf dem Wasser. Im Herbst wandern sie an das Gewässerufer und überwintern dort. Im Frühjahr fressen sie weiter. Im Frühsommer verpuppen sie sich und spinnen sich einen seidenen Kokon. Die Schäden äußern sich in zerfressenene Blättern. Eine Bekämpfung mit Insektiziden ist nicht zu empfehlen, weil Fische und andere Lebewesen im Teich gefährdet wären. Die Gehäuse sollten mit der Hand abgesammelt werden. |
| Buchsbaumzünsler Glyphodes perspectalis
adulter Falter
Fraßschaden an Buchs |
Der Falter breitet sich immer weiter in
Deutschland aus. Die Raupen fressen die Blätter von Buchs und schwächen die immergrünen, langsamwachsenden Gehölze damit stark. Zunächst sind die Schäden schwer sichtbar, da die Raupen von innen her die älteren Blätter fressen. Erst wenn sie auch an die jüngeren Blätter gehen, sieht man die Schäden von außen. |
| Mamestra brassicae
Kohleule
Raupe der Kohleule
Wenn die Raupen gestört werden,
Skelettfrass an den Blättern und Bohrlöcher in der Blume. |
Die Kohleule ist ein Nachtfalter aus der
Familie der
Eulenfalter (Noctuidae). Sie ist in Europa weit verbreitet und kommt
bis
in Höhlenlagen von 2000 m vor. Sie ist ein bedeutender
Schädling
an vielen krautigen Pflanzen. Neben Kohl (Grünkohl,
Weißkohl,
Futterkohl, Raps, Senf) werden auch Spinat, Salat, Rettich, Erbsen,
Tomate
und Kürbis und andere Gemüsesaorten befallen. Auch Inkalilien
(Alstromeria), Chrysanthemen (Chrysanthemum) und Nelken (Dianthus)
werden angefressen. Zu den Wirtspflanzen gehören auch Birken,
Weißdorn,
Lärchen, Kirschen, Eichen und Weide, sowie verschiedene
Wildkräuter
(Wegerich etc.).
Der Falter ist grau-braun gemustert. Die
Vorderflügel
sind grau bis schwarzbraun mit schwarz gesäumter Zeichnung. Die
Hinterflügel
sind bräunlich-grau. Er hat eine Flügelspannweite von 38-45
mm.
Die Eier sind halbkugelig mit einem Durchmesser von 0,65 - 0,8 mm und
0,4
mm Höhe. Sie sind deutlich sternförmig gerippt. Sie sind
weiß
und haben einene dunklen Mittelfleck und auf halber Höhe einen
gleich
gefärbten Gürtel. Die Raupen sind 35-45 mm lang. Sie sind
variabel
gefärbt. Sie können hell grün, braünlich grün
oder schwarz-braun. Auf dem Rücken haben sie eine dunklere
Mittellinie
und 2 Streifen. An den Körperseiten sind die Atemöffnungen
(Stigmen)
als weiße, schwarz umrandete Flecken sichtbar. Unterhalb der
Stigmenlinie
ist der Körper meist heller gefärbt. Der Kopf ist hell braun.
Junge Raupen sind hell grün mit weißer Linienzeichnung,
gelben
Ringen zwischen den Segmenten und grünem Kopf. Hauptsächlich fliegen die Falter im Juni bis Juli und August bis September. Bereits 5 bis 9 Tage nach dem Schlupf beginnen sie mit der Eiablage. Die Weibchen legen in dieser Zeit 500 bis 1000 Eier in Gelegen mit bis zu 100 Eier an der Unterseite von Blättern ab. Nach 7 bis 15 Tagen schlüpfen die Raupen. Sie sind nachtaktiv und fressen Fenster in die Blätter. Ältere Raupen skelletieren die Blätter bis auf die Blattrippen. An krautigen Zierpflanzen werden zum Teil auch Knospen und Blüten geschädigt. Tagsüber sitzen die Raupen in den Blattachseln. Die Verpuppung erfolgt im Boden in lockeren Erdkokons. Im August-September fliegt dann die zweite Falter-Generation und legt Eier. An Kohl fressen sich die Raupen der zweiten Generation durch Gänge bis in das Herz von Kohlköpfen. Diese Gänge sind hinter ihnen mit Kotmassen ausgefüllt. Solche Kohlköpfe sind nicht verwertbar und müssen entsorgt werden (Biotonne), bevor sich die Raupen zum Verpuppen in den Boden zurück ziehen.
Der Kot ist ein deutliches Anzeichen - an diesem Grünkohl gibt es Kohleulen-Raupen! Man kann Gemüse durch das Abdecken mit
Vliesen schützen.
Die Falter können ihre Eier dann nicht auf den Pflanzen ablegen.
|
| Pieris brassicae
Großer Kohlweißling
Seitenansicht der Raupe
Raupe und Frassschaden |
Der Kohlweißling ist ein Tagfalter aus
der Familie
der Pieridae (Weißlinge). Wer Kohlgewächse im Gemüsegarten hat schätzt den Kohlweißling weniger. Die Raupen fresssen Grünkohl, Rosenkohl und Co. bis auf den Strunk kahl. Alternativ besiedeln die Raupen aber auch Kapuzinerkresse. Zur Bekämpfung von Raupen empfiehlt es sich sie einfach abzusammeln. Es gibt BT-Präperate zur biologischen Bekämpfung. Der Kohlweißling gehört zu den Schmetterlingen, denen wir gut Nahrungspflanzen zur Verfügung stellen können. Ihre Entwicklung zu beobachten ist interessant. Man sollte ihnen und anderen Schmetterlingen einen Ort im Garten zugestehen. Man kann einfach etwas Kohl oder Kapuzinerkresse und Brennesseln (z.B. für den Admiral) in einer naturnahen Ecke des Gartens stehen lassen. Ich freue mich immer über die Schmetterlinge in unserem Garten, aber ohne die kleine Raupe Nimmersatt gibt es nun mal keine Schmetterlinge. |
| Spindelbaumgespinnstmotte Yponomeuta cagnagella (Hübner)
Raupen im Juni |
Dieser kleine Schmetterling ist schneeweiß und hat schwarze Punkte auf den Flügeln. Die Flügelspannweite beträgt 20 bis 26 mm. Die Raupen fressen an Pfaffenhütchen (Euonymus europaeus). Die jungen Raupen fressen sich durch Gänge in den sich frisch entfaltenden Blätter. Später leben sie in Gruppen in auffälligen Gespinsten an den Trieben. |
| Yponomeuta malinellus Apfelbaumgespinstmotte ![]() |
Die
Apfelbaumgespinnstmotte legt im Juli-August ihre Eier an dünnen
Zwiegen ab. Sie sind mit einer sich verhärtenden Sekretschicht
bedeckt. Die Raupen schlüpfen im Herbst und überwintern unter
der braunen, harten Sekretschicht. Im April wandern sie zu den Knospen
und minieren zunächst an den jungen Blättern. Ab Mitte Mai
sind die Raupen in Gruppen in dichten Gespinsten zu finden. Es kommt zu
Skelettierfraß. Wenn alle Blätter im Gespinnst gefressen
wurden, wandern die Raupen zum nächsten Trieb. Bei starkem Befall
kann der gesamte Baum eingesponnen sein. Die Raupen seilen sich dann
manchmal ab, um zu einem anderen Baum zu wandern. Im Juni verpuppen
sich die Raupen. Der schlüpfende Schmetterling ist etwa 2 cm
groß. Er ist weiß mit schwarzen Punkten auf den
Vorderflügeln. Die Rupen sind gelblich mit schwarzer Kopfkapsel
und schwarzen Beinen. Auf jedem Körpersegment ist auf jeder Seite
ein schwarzer Fleck. Eine effektive Bekämpfung ist nur möglich, bevor die Raupengespinste gebildet haben. Während der Blütezeit des Apfels kann eine einmalige Spitzung mit Neem-Präperaten helfen. Es gibt weitere chemische Mittel, die früh und wiederholt angewendet wirksam sind. Gespinste kann man mit einem nicht zu scharfen Wasserstrahl aus dem Baum spülen. Leimringe am Stamm verhindern, dass die Raupen wieder auf den Baum klettern. Sofern keine Brandgefahr besteht, können die Raupen am Boden auch mit einem Brenner für die Unkrautbekämpfung abgeflammt werden. Vorbeugend sollte ein Winterschnitt der Bäume erfolgen, der mit einer Kontrolle der Jungtiebe verbunden ist. Schnittgut muss entfernt und wenn möglich verbrannt werden. Durch den Verlust der Blätter wird der Baum geschwächt. Der Ertrag des Befalssjahres und manchmal auch der des Folgejahres ist verringert. |
Die Zweiflügler werden in die Unterordnung Nematocera (Mücken) und Brachycera (Fliegen) unterteilt. In beiden Gruppen gibt es Pflanzenschädlinge.
Familie Tipulidae (Schnaken)
Sehr langbeinige große, langsam fliegende Mücken. Die Tiere stechen nicht. Sie nehmen lediglich leicht zugängliche Flüssigkeiten wie Nektar auf. Bei den Weibchen endet der Körper spitz, bei den Männchen ist er stumpf. Die Eier werden im Boden abgelegt. Die Larven sind grau-braun. Am Hinterende ist eine typische Stigmenplatte mit mehreren Auswüchsen (Analpapillen). Sie leben im Boden, in morschem Holz, Laubschichten oder Schlamm. Vielfach fressen sie unterirdisch Wurzeln. Einige können nachts an bodennahen Blättern fressen. Es gibt in Mitteleuropa ca. 300 Arten.
Von wirtschaftlicher Bedeutung ist die Kohlschnake (T. oleracea). Die Larven fressen an
Kartoffeln und Rüben und schädigen die Wurzeln von
Zierpflanzen. Sie sind aber auch Schädlinge in rasenanlagen
(Golfplätze). Auch Tipula
paludosa frisst Gras. Vögel, Maulwürfe und andere
Räuber können auf der Jagd nach den Larven schwere
Schäden an der Grasnarbe verursachen.
| Schnaken Tipula spec.
|
Die Larven leben in Gängen dicht unter der
Erdoberfläche. nachts kommen sie nach oben und fressen Grashalme.
Um ihre Gänge herum entstehen so kahle Stellen. Bei Tipula paludosa entwicklet sich nur eine Generation pro Jahr. Die Adulten findet man von September bis Anfang Oktober. Die Larven überwintern. T. oleracea hat zwei Generationen pro Jahr. Die Erste fliegt im Mai, die Zweite im August und September. |
Familie Sciaridae (Trauermücken)
Als Trauer- oder Pilzmücken werden verschiedene
Arten aus der Gattung Bradysia bezeichnet. Die Tiere sind bis
etwa
6 mm groß und meist schwarz ("Trauer"-mücke). Die Weibchen
legen
100 oder mehr Eier in der Nähe der Pflanze im Substrat ab. Die
Larven
sind transparent mit einer schwarzen Kopfkapsel. Sie fressen junge
Wurzeln
und manchmal auch Stängel. Oft treten zusätzlich
Pilzinfektionen
an den befallenen Pflanzen auf ("Pilz"-mücke).
Zur Befallskontrolle werden gelbe oder blaue Leimtafeln
über den Pflanzen aufgehängt. Starker Befall ist leicht
festzustellen,
da die Mücken beim Streichen durch den Bestand auffliegen. Sie
sind
keine besonders ausdauernden und guten Flieger und "fallen" recht
schnell
wieder zurück zwischen die Pflanzen.
| Bradysia sp. Trauermücken
Trauermückenlarve mit typischer,
|
Trauermückenlarven verursachen ohne eine geeignete Bekämpfung große Schäden in Jungpflanzenbeständen von z. B. Alternanthera reineckii, Ceratopteris thalictroides, Glossostigma elatinoides, Micranthemum umbrosum und Hemianthus callitrichoides. Die Wurzeln werden angefressen und die Pflanzen sterben ab. Oft kommen noch Pilzinfektionen dazu, die durch die Frassstellen leicht in die Pflanzen eindringen können. |
Fliegen (Unterordnung Brachycera)
Familie Syrphidae (Schwebfliegen)
Familie Tephritidae (Bohrfliegen)
Familie Psilidae (Nacktfliegen)
Familie Ephrididae (Salzfliegen)
Familie Drosophilidae (Essigfliegen)
| Scaptomyza
flava
(Fallén 1823) Syn. S. apicalis Hardy Kruziferenminierfliege
Blattminen in Kapuzinerkresse |
Die Kruziferenminierfliege ist eine weit
verbreitete
Fliegenart, deren Larven in den Blättern von Kreuzblütlern
frisst.
Die Fliegen sind etwa 2,5 mm lang, gelb mit grauer Zeichnung und roten
Augen. Sie fliegen von April bis September. Jedes Weibchen kann
während
ihres Lebens bis zu 400 Eier ablegen. Die Gelege sind auf der Blattunterseit in der Nähe von Blattadern. Die Minen können lokal begrenzt sein oder aus verzweigten Gangsystemen bestehen. Gänge verlaufen oft entlang der Blattnerven. Die betroffenen Blätter können absterben. Das Wachstum der gesamten Pflanzen wird aber meist nicht beeinträchtigt. Die Entwicklung vom Ei bis zum Adulten dauert etwa 14 Tage. Die ausgewachsneen Larven sind 3-4 mm lang, weiß und transparent. Sie haben 4 Papillen am hinteren Ende. Die Verpuppung erfolgt am Boden. Das Pupparium ist 3,0 bis 3,5 mm lang und rotbraun. Die Puppen können unter trockenen Bedingungen im Boden oder in Pflanzenresten bis zu 300 Tage überdauern. Das Wirtspektrum ist sehr groß. Es
werden viele
Brassicaceen befallen. Dazu gehören neben Kohl und Senf (Brassica)
auch Radieschen. Raps und Wildkräuter wie das Hirtentäschel (Capsella
bursa pastoris). Aber auch Klee und Erbsen sind Wirtspflanzen.
Vliese schützen die Pflanzen vor den Fliegen. Die Weibchen können ihre Eier nicht an den Pflanzen ablegen, wenn diese dicht abgedeckt sind. |
Unterordnung Apocrita - Leg- und Stechwespen
Zu dieser Unterordnung gehören die Gallwespen
(Cynipidae).
Es handelt sich um kleine schwarze oder barune Wespen mit 1 bis 5 mm
Körperlänge.
Sie haben einen einziehbaren Legebohrer. Damit platzieren sie ihre
Eiern
an bestimmten Stellen in Pflanzengewebe. Viele Arten verursachen Gallen
durch Störungen des Hormonhaushaltes. Andere Arten legen ihre Eier
in die von anderen Insekten verursachte Gallen ab. Die meisten Arten
sind
auf bestimmte Pflanzen und an denen auf bestimmte Teile spezialisiert.
| Art | Lebensweise und Wirte |
| Diplolepis rosae (Linné)
Rosengallwespe
Gallen an Wildrose |
Die Rosengallwespe kommt in fast ganz Europa und in
Nordamerika vor. Sie lebt überwiegend an Wildrosen. Die weiblcihe
Wespe ist 3,5 bis 4,5 mm lang. Kopf und Vorderkörper sind schwarz.
Der Hinterleib ist orange-braun mit einem schwarzen Ende. Die Tier
haben einen Stachel. Die Beine sind zum Teil rötlich braun. Die
Vorderflügel ahben einen diúnklen Fleck nahe der Spitze.
Larve und Puppe sind weiß. Sie sind etwa 5mm groß. Ab Mai fliegen die Weibchen und legen bis zu 60 Eier zusammen in eine geschlossene Knospe. Diese schwillt zu einer großen Galle an. Darin leben die Larven in einzelnen Kammern. Sie verpuppen sich darin im Frühjahr und schlüpfen dann im Mai. Die Gallen verändern ihre Farbe von grün zu gelb, rosa, rot und braun. Die Fortpflanzung ist überwiegend parthenogenetisch. Männchen sind selten. Die Gallen beeinträchtigen die Rose kaum. Da sie aber auch nach dem Schlupf der Wespen noch lange erhalten bleiben sieht der Strauch nicht schön aus. |
Milben gehören zu den Spinnentieren. Sie bilden die Unterklasse Acari.
Überfamilie Eriophyoidea (Gallmilben)
Gallmilben sind winzige Pflanzenparasiten die zwischen
0,08 und 0,27 mm lang werden. Sie haben nur 2 Beinpaare. Ihr
Körper
ist wurmförmig oder spindelförmig und geringelt. Oft sind 97%
der Tiere einer Population weiblich. Oft sind die Arten auf einen
bestimmten
Wirt oder zumindest auf eine Pflanzengattung angewiesen.
Familie Eriophydae
Die Tiere saugen Pflanzenzellen aus. Durch Enzyme
verflüssigen
sie den Zellinhalt und verdauen ihn vor. Das verursacht bei den
Pflanzen
heftige Reaktionen die zu Gallenbildung führt. Es gibt weltweit
etwa
430 Arten. Die meisten werden der Gattung Eriophyes zugeordnet.
In Mitteleuropa gibt es etwa 250 Arten.
Die Artzuordnung ist schwer, weil die Tiere an
verschiedenen
Pflanzen unterschiedliche Gallen verursachen können. Manchmal
leben
in den Gallen auch Tiere, die diese nicht selbst erzeugt haben.
Außerdem
unterscheiden sich bei manchen Arten die Sommer- und die Winterform der
weiblichen Tiere.
Die Gallen können als Haarfilzrasen oder
Filzgalle
(Erineum) auftreten oder als massive Blattgallen.
| Lindengallmilbe Eryophyes tiliae ![]() |
Die Milbe lebt in länglichen, hornförmigen
Gallen auf der Blattoberseite von Sommerlinden (Tilia platyphyllos). Die Gallen
sind bis 1,5 cm lang und können grün, rötlich oder braun
sein. Die Milben sind wurmförmig. An der Wiunterlinde tritt Eriophyes tiliae lateannulatus auf. Die Gallen auf den Blättern sind hier kürzer, eher rundlich bis kegelförmig. manchmal wird diese Milbe auch als eigene Art eingestuft. Die Blätter werden durch die Gebilde zwar verunstaltet, die Pflanzen scheinen dadurch aber nicht beeinträchtigt zu sein. |
| Tarsonemidae sp. Weichhautmilben
an Lilaeopsis
brasiliensis
|
Weichhautmilben sind kleine elliptische, hellbraune bis weißliche Milben, deren Mundwerkzeuge deutlich sichtbar vom Rest des Körpers abgesetzt sind. Alle Arten zeigen Sexualdimorphismus. Ein Geschlechtsunterschied kann das Vorhandensein von hakenförmigen Klauen beim Männchen sein. Milben sind Spinnentiere und haben 8 Beine. |
| Tetranychus urticae Gemeine Spinnmilbe Rote Spinne
Spinnmilben an Hydrocotyle verticiliata
Rote Spinne |
Die Gemeine Spinnmilbe und die Rote Spinne
gehören
zur Familie der Tetranychidae. Die Arten in diser Familie spinnen alle
Seidenfäden mit Drüsen an der Vorderseite des Körpers.
Alle
Arten saugen in allen Entwicklundstadien an Pflanzen. Diese Art ist sehr häufig, weit verbreitet und befällt sehr viele verschiedene Pflanzen. Die Tiere sind nur etwa 0,5 bis 0,6 mm groß und fallen darum nicht direkt auf. Sichtbar ist das Schadbild aus aus winzigen weißen Punkten, die durch die Saugtätigkeit an einzelnen Zellen entstehen. Die betroffenen Regionen trocknen aus und werden braun. Auffällig sind auch feine Gespinste, die die befallenen Pflanzenteile einhüllen. Die Rote Spinne ist eine kleine rotbraune Milbe, die sich ebenfalls mit Gespinsten ein eigenes Mikroklima schafft. ![]() Rote Spinne an Limnophila sessiliflora |
Nematoden sind bodenlebende Würmer, die sich
zum
großen Teil von Pflanzen ernähren. Sie sind sehr
gefürchtete
Schädlinge im Obst- und Gemüsebau, auch Rosen und andere
Zierpflanzen
werden befallen. Einige Nematoden fressen aber auch Bodenpilze oder
ernähren
sich von Schnecken (Phasmarhabditis
hermaphrodita).
Es gibt verschiedene Gattungen von Nematoden, die sich
in ihren Lebensweisen unterscheiden. Allen gemein ist, dass sie an
geeigneten
Wirtspflanzen fressen und Deformationen hervorrufen. Sie vermehren sich
sehr schnell und können mehrere Jahre lang im Boden oder in
Pflanzenteilen
überdauern. Ihre Bekämpfung ist problematisch. Nematoden
leben
in jedem Boden und sind Bestandteil der Stoffkreisläufe. Viele
sind
Destruenten oder ernähren sich von Pilzen oder Bakterien. Um
pflanzenparasitäre
Arten zu finden und zu identifizieren müssen Bodenprpoben
analysiert
werden. In der Regel wird das Auftreten von vielen
Pflanzenschädlingen
erst an den Symptomen an der Pflanze erkannt. Diese sind dann aber
bereits
nicht mehr zu retten. Die einzige Möglichkeit die
übermäßige
Vermehrung der Schädlinge zu vermeiden besteht darin, geeignet
Wirtspflanzen
nur in weiten Abständen (etwa alle 3 bis 4 Jahre) auf die gleiche
Fläche zu pflanzen. Dazu ist allerdings eine sorgfälltige Kulturplanung
erforderlich.
Informationen über Nemotoden findet man zum Beispiel in dieser Broschüre und aus dieser Tabelle mit Wirtspflanzen für einige Nematodenarten.
Zur biologischen Nematodenbekämpfung kann man
Studentenblume
(Tagetes) als
Gründüngungspflanze
verwenden. Das funktioniert auf zwei Weisen. Nematoden, die Tagetes
als Wirtspflanze (Pratylenchus) nutzen werden durch giftige
Substanzen
(Terthiophene) in den Zellen der Epidermis (Außenhaut)
abgetötet.
Dadurch werden die Nematoden auf der Anbaufläche reduziert. Je
länger
die Tagetes auf der Anbaufläche stehen, desto effektiver
wirken
sie. Es können bis zu 90 % der Schädlinge abgetötet
werden.
Andere Nematodenarten nutzen Tagetes nicht als Wirtspflanze und
können sich nicht vermehren, wenn keine anderen Wirtspflanzen zur
Verfügung stehen. Da Nematoden nicht zwingend auf Kulturpflanzen
angewiesen
sind, sondern auch Wildkräuter wie Vogelmiere, Kamille und
Ackerkratzdistel
zur Vermehrung nutzen können, wirkt die Gründüngung mit
Tagetes
sich durch die Unterdrückung dieser Beikräuter positiv aus.
Tagetes wirken gegen Gallenbildende Nematoden (Meloidogyne),
wandernde Wurzelnematoden (Pratylenchus, Paratylenchus)
und
Zystenbildende Nematoden (Heterodera, Globodera).
Durch die Nutzung einer Mischung aus T. patula
und T. erecta (1:1) erreicht man in der Praxis die Beste
Wirkung.
T.
erecta wächst als Jungpflanze schneller und unterdrückt
so
die Beikräuter effektiv. T. erecta hat dagegen eine
bessere
Wirkung gegen die Nematoden.
Für einen erfolgreichen Einsatz von Tagetes
gegen
Nematoden müssen einige Grundregel beachtet werden.
- Eine effektive Wirkung tritt nur eine, wenn die
Pflanzen
mindestens drei Monate auf der Fläche stehen.
- Tagetes ist Hauptkultur in der Zeit in der
die
Nematoden aktiv sind (Frühjahr bis Herbst)!
- Der Bestand muss lückenlos sein - also nicht in
Reihen, sondern flächig säen.
- Tagetes ist nicht frosthart und kann erst ab
Mai ausgesät werden.
- Wildkräuter müssen entfernt werden, damit
sie nicht als Wirtspflanzen genutzt werden können.
| Nematode | Wirtspflanze |
| Aphelenchoides fragariae | Das Erdbeerblattälchen befällt
neben Erdbeeren
auch Zier- und Wasserpflanzen. |
| Meloidogyne sp.
Wurzelgallnematoden
Wurzelgallen an Echinodorus |
Wurzelgallnematoden befallen die Wurzeln und
verursachen
durch Störungen des Hormonhaushaltes Wucherungen im Gewebe. Die so
entstehenden Gallen sind zwischen 1 mm und 2 cm groß. Die
Nematoden
können durch ihre Saugtätigkeit Eintrittspforten für
Pilze
und Viren schaffen. Durch die Wucherungen werden die normalen Stoffwechselfunktionen der Wurzeln gestört. Dadurch kommt es zu Kümmerwuchs und Nährstoffmangelsymptomen bei den Pflanzen. Die Weibchen leben endoparasitisch in selbst erzeugten Gallen und bleiben darin. Die Neuinfektionen erfolgen über das zweite Larvenstadium. Die Larven dringen in die Wirtspflanze ein und induzieren die Bildung von Gallen, die ihnen als Nährgewebe dienen. Die Larven häuten sich dreimal bis sie zu kugeligen, etwa 1 mm großen Weibchen angeschwollen sind. Jedes Weibchen kann bis zu 500 Eier ablegen. Die Entwicklungsdauer / Generationsfolge beträgt 8 - 10 Wochen. Dadurch sind bis zu drei Generationen jährlich möglich. Die Eier und Larven können bis zu Jahre in Pflanzenresten oder im Boden überdauern. Meloidogyne-Arten leben bevorzugt auf leichten Böden. Sie verursachen Missbildungen an Wurzelgemüse (Beinigkeit). Da die Nährstoffversorgung gestört ist kommt es zu Vergilbungen der Blätter. An den Wurzeln sind Gallen sichtbar. Es sind über 550 Wirtspflanzen von Meloidogyne-Arten bekannt. Darunter sind Kulturpflanzen wie Salat, Chicoree, Erbsen, Schwarzwurzeln, Möhren, Kartoffeln und Zwiebeln, aber auch Wildkräuter wie Vogelmiere, Kamille, Schafgarbe, Melde und Ackerkratzdistel. Um Schäden durch Nematoden zu vermeiden
ist es wichtig
in der Kulturfolge darauf zu
achten,
dass zwischenzeitlich über einen Zeitraum von 2 bis 3 Jahren keine
Wirtspflanzen auf den Flächen stehen. Auch Wildkräuter, die
als
Wirte dienen könnten, dürfen in der Zeit nicht auf der
Fläche
sein. Spargel, Gräser und Tagetes
sind keine Wirtspflanzen für diese Nematoden Gattung.
|
Schnecken sind vor allem auf feuchten Böden ein
Problem.
Auf trockenen Sandböden oder mit Rinde gemuclchten Flächen
fühlen
sich die Tiere nicht wohl. Schnecken sind Allesfresser und Destruenten.
Sie sind in der Natur wichtige Glieder in der Abbaukette von
abgestorbenen
organischen Materialien (Laub, Aas, Kot). Auf Kulturflächen finden
Schnecken reichlich leicht verwertbare Kost vor. Besonders Salate und
Zierpflanzen
wie Tagetes sind beliebte Nahrungspflanzen. Es werden aber auch
die Früchte von Erdbeere angefressen. Bei reichlich
Nahrungsangebot,
unter günstigem Kleinklima und bei ausreichend Wärme
vermehren
sich Schnecken sehr schnell. Ideale Bedingungen finden sie darum in
einem
sonnigen bis halbschattigen, gut gegossenen Gemüsebeet mit
lockerem
Boden.
Oft wird zur Bekämpfung Schneckenkorn eingesetzt.
Das wirkt in dem der Giftstoff von den Schnecken zusammen mit dem
Schneckenkorn
aufgenommen wird. Oft werden von dem Schneckenkorn besonders
Gehäuseschnecken
(Hainbänderschnecke, Weinbergschnecke, Glanzschnecken) angezogen,
die kaum Schäden an Kultupflanzen verursachen. Die weit mehr
schädigenden
Nacktschnecken (Arion sp. Deroceras und andere) fressen meist
wenig
Schneckenkorn. Auch Bierfallen sind meist uneffektiv. Oft fallen vor
allem
Insekten in die Behälter und ertrinken. Schnecken genehmigen sich
einen Schluck und gehen eventuell etwas angesäuselt heim. Durch
eigene
Versuche mit beiden Methoden haben wir festgestellt, dass sie gegen
Nacktschnecken
(im Gewächshaus) nicht effektiv wirken.
Wirksam ist das tägliche absammeln der Tiere in
den
Abendstunden oder am frühen Morgen im Frühjahr und Sommer. Je
mehr Tiere man beseitigt, desto weniger neue Eier werden abgelegt und
der
Befallsdruck nimmt ab. Eine weitere
effektive
Bekämpfungsmethode ist der Einsatz von Schneckennematoden (Phasmarhabditis
hermaphrodita).
Der Nematode infiziert die Schnecke mit einem Bakterium
(Moraxella osloensis), das die Schnecke mit einem Toxin
vergiftet.
Der Nematode lebt dann von den Überresten der Schnecke und
vermehrt
sich in ihr. Bereits nach wenigen Tagen stellt die Schnecke die
Nahrungsaufnahme
ein und stirbt kurz darauf.
Auf kleineren Flächen kann man Nacktschnecken
effektiv
durch das Besprühen der Pflanzen mit Kaffee in Trinkkonzentration
vertreiben. Die Pflanzen mit Kaffeebelag werden nicht angefressen.
Spült
der Regen den Kaffee herunter oder es treiben neue Blätter aus
sind
die jedoch nicht mehr geschützt. Das Verfahren hat einen
effektiven
Schutz von Echinodorus-Sorten (´Rosé´,
´Oriental´
und anderen) gegen Arion rufus und Deroceras reticulum
gebracht.
Im Hausgarten lassen sich auf diese Weise Kübelpflanzen
schützen.
Ein Nachteil sind die Kaffeeflecken auf den Blättern, die sichtbar
sein können.
![]() Echinodoren werden von Schnecken angefressen. |
![]() Besonders die jungen Herzblätter weisen Frassspuren auf. Wenn sie vollständig entfaltet sind, zeigen sich oft merkwürdige Scherenschnittmuster. |
| Schneckenart | Lebensweise und Schadbild |
| Rote Wegschnecke Arion rufus ![]() Frisches Gelege einer Roten
Wegschnecke
|
|
| Genetzte Ackerschnecke Deroceras reticulatum
|
Diese Nacktschnecke wird 4 bis 6 cm lang. Die
Tiere sind
hellbraun oder cremefarben mit dunklerer, grauer Zeichnung.
Die Tiere sind Zwitter. Die Eier werden im Boden in Gelege mit bis zu 50 Eiern abgelegt. Die Eier können überwintern und überdauern auch starken Frost. Sie sind etwa 1,7 bis 2 mm umd Durchmesser und rund. Die Embryonalentwicklung ist temperaturabhängig und dauert 18 bis 35 Tage. Die Jungschnecken aus überwinternde Eier schlüpfen im April bis Mai. Sie sind etwa 5 mm lang. Innerhalb von 2 bis 3 Monaten werden sie geschlechtsreif. Die Adulten sterben bei starkem Frost, können aber milde Winter überleben. In weiten Teilen Mittel- und Westeuropas ist
sie eine
sehr häufige Art. Man findet sie nur auf Kultuland. Die
Art ist inszwischen nahezu weit verschleppt worden. Die Schnecke frisst lebende Pflanzen, verrottendes Pflanzenmaterial und Aas. Sie ist ein Schädling, der im Gemüsebau im freiland und unter Glas beträchtliche Schäden anrichten kann. Die Schnecken lassen sich mit dem Schnecken parasitierenden Nematoden Phasmarhabditis hermaphrodita gut bekämpfen. Der Nematode infiziert die Schnecke mit einem Bakterium (Moraxella osloensis), das die Schnecke mit einem Toxin vergiftet. |
Pilzerkrankungen an Zier- und Nutzpflanzen stellen
Hobbygärtner oft vor große Probleme, weil die
Bekämpfung mit Hausmittel kaum möglich ist. Zur Effektiven
Bekämpfung müssen chemische Präparate verwendet werden.
Eine gute Kulturführung mit Vermeidung von Stau- und
Blattnässe und der gezielte Einsatz von Dünge- und
Pflanzenstärkungsmitteln hilft Pilzinfektionen weitesgehend zu
vermeiden.
Der Zweiundzwanzigpunkt-Marienkäfer (Psyllobora vigintiduopunctata)
frisst ausschließlich Mehltaupilze. Bevorzugt nimmt er den
Eichenmehltau (Microsphaera alphitoides), frisst aber
auch Mehltauarten aus den Gattungen Erysiphe, Oidium
und Podosphaera.
Die Echten Mehltaupilze (Erysiphales) gehören zu den
Schlauchpilzen. Sie leben auf der Oberfläche der Blätter und
nehmen mit Haustorien (fingerförmigen Ausstülpungen)
aus der äußeren Zellschicht der Wirtspflanze Nährstoffe
und Wasser auf. Sie verbreiten sich über Konidien, die in Ketten
abgeschnürt werden. Die Konidien werden mit dem Wind verbreitet.
Ein Wechsel zwischen feuchter und trockener Witterung kommt der
Verbreitung der Pilze entgegen. Eine Keimung ist aber auch
bei relativ trockener Wittung ab etwa 70 % Luftfeuchte möglich. Es
gibt etwa 100 Arten, die auf ungefähr 7000 Wirtspflanzen
parasitieren.
Unterschieden werden die Gattungen durch die Form ihrer Cleistothecien.
Diese Sporenbehälter werden nach der sexuellen Fortpflanzung
gebildet. Sie sind kugelförmig und haben mycelartige
Auswüchse (Appendices). Sie enthalten einen Ascus oder mehrere
Asci. Die darin enthaltenen Ascosporen sind einzellig.
| Echte Mehltaupilze |
|
| Erysiphe
cichoracearum Echter Mehltau an Kürbis, Zucchini und Gurke ![]() ![]() |
Dieser
Mehltaupilz ist auf Kürbis, Zucchini und Gurke zu finden.
Außerdem befällt er Schwarzwurzeln.
Der Echte Mehltau an Dahlien, Phlox und Löwenmäulchen wird
ebenfalls zu dieser Sammelart gezählt. Insgesamt sind über
200 Pflanzenarten betroffen. ![]() rechts Befall an Zucchini, links Befall an Dahlie Im Sommer zeigt sich ein
mehliger Belag aus mycelartigen Konidien auf der Blattober- und
Unterseite. Im Herbst bilden sich dunkelbraune bis schwarze
Cleistothecien.
Die Infektion wird durch zu lange Blattnässe (dichter Stand), wechselnde Temperaturen und einseitige, stickstoffbetonte Düngung gefördert. Der Einsatz von chemischen präperaten ist möglich. Vorbeugende Spritzungen mit Mischungen aus Milch und Wasser sollen helfen. |
| Erysiphe graminis Echter Mehltau an Getreide ![]() |
Zur Gattung Erysiphe
gehören
etwa 20 Pilzarten
weltweit. Einige haben ein sehr weites Wirtsspektrum und andere sind
hoch
spezialisiert. Erysiphe graminis
besiedelt mehr als 600
verschiedene
Wirtspflanzen. Es haben sich aber Rassen gebildet, die stark auf eine
Getreideart
spezialisiert sind und andere nicht befallen können. So
befällt
die "forma speciale (f. sp.) tritici" nur Weizen
und "f. sp. hordei" nur Gerste. Charakteristisch ist das Pilzmycel auf der Blattoberseite. Bei sehr starkem Befall ist auch die Blattunterseite betroffen. Dazwischen sind Fruchtkörper die Cleistothecien. Sie sind erst als hell- bis mittelbraun Flecken zu sehen. Später werden sie dunkler. Sie enthalten meherere Asci mit je 2 bis 8 Ascosporen. Die Appendices sind meist unverzweigt und mycelartig. Sie setzen meist an der basis des Fruchtkörpers an. |
| Erysiphe pisi Erbsen-Mehltau |
Echter Mehltau an Erbse |
| Eichenmehltau Microsphaera quercina Syn. M. alphitoides ![]() |
Ein Schlauchpilz aus der
Ordnung der Erysiphales. Die Cleistothecien enthalten mehrere Asci mit
2 bis 8 Ascosporen. Die Appendices setzen in einer Aquatorialebene am
kugeligen Fruchtkörper an. Sie stehen ab wie Speichen von einer
Radnarbe. Am Ende sind sie einmal oder mehrfach verzweigt. Der Pilz bildet sowohl auf der Ober- als auch auf der Unterseite Mehltaupusteln. Besonders häufig sieht man ihn auf der Oberseite von jungen Blättern. Der befall führt zu Verkrüppelungen und Hemmung des Wachstums. |
| Oidium lycopersici Tomaten-Mehltau |
|
| Podosphaera leucotricha Echter Mehltau an Apfel ![]() Apfelmehltau an jungen Blättern ![]() Netzartige Berostung |
Der Apfelmehltau ist eine
sehr häufige Pilzkrankheit beim Apfel. Bereits im Winter fallen
befallene Knospen auf. Sie sind kleiner und wirken matt und runzelig.
Sie sind im Frühjahr im Austrieb gehemmt. Im Frühjahr bildet
sich auf den Trieben schnell ein mehliger Belag. Die befallenen
Blätter sind vom Trieb abgespreizt. Zum Teil verfärben sich
die Blätter rötlich. Sie vertrocknen allmählich vom Rand
her. Die Triebe verkahlen von unten nach oben, bis nur an den Spitzen
noch Blattbüschel stehen. Befallene Blüten entwickeln sich
nicht richtig. Der Fruchtansatz ist darum bei befallenen Bäumen
geringer. Bei empfindlichen Sorten können auch die Früchte
befallen werden. Sie sind dann netzartig berostet.
Anders als der Schorf benötigt der Mehltau für seine Verbreitung keine Feuchteperioden mit Wasserfilm auf den Blättern. Die vom Wind oder durch Regentropfen verbreiteten Sporen keimen bei einer relativ hohen Luftfeuchte und Temperaturen zwischen 20 und 24°C auf den Blättern und durchdringen die Epidermis. Blätter die älter als 14 Tage sind wiederstandsfähiger und die Pilzemycelien können sich nicht mehr in dem Gewebe festsetzen. Daher liegt die größte Infektionsgefahr im Zeitraum von Mai bis Juli, wenn laufend neue Blätter gebildet werden. Die Knospne mit den Blattanlagen für das nächste Jahr werden bereits im Sommer infiziert. Die Knospen sterben bei Wintertemperaturen unter -20 °C ab. Sehr kalte Winter reduzieren also den Mehltaubefall im Folgejahr. Stark anfällige Sorten sollten nicht gepflanzt werden. Dazu zählen: ’Weißer Klarapfel’, ’Cox Orange’, ’Jonathan’, ’Jonagold’, ’Idared’, ’Boskoop’, ’Gala’ und ’Goldparmäne’. Als weniger anfällig gelten ’Retina’, ’Reglindis’, ’Rewena’, ’Florina’ und ’Pilot’. Bei starkem Befallsdruck findet man aber auch Mehltau auf diesen Sorten. Eine ausgewogene Düngung macht die Pflanzen widerstandsfähiger gegen Pilze. Beim Winterschnitt werden alle befallenen Triebspitzen herausgeschnitten und vernichtet. |
| Sphaerotheca fuliginea Echter Mehltau an Gurke ![]() Gurkenblatt mit Belag von
Echtem Mehltau und Blattflecken durch Falschen Mehltau |
An Gurken kommen zwei
Arten von Echtem Mehltau vor. Sphaerotheca
fuliginea und Erysiphe
cichoracearum. In der Gewächshauskultur tritt
vor allem Sphaerotheca fuliginea
auf. Der Pilz vermehrt sich bei hoher
Luftfeuchtigkeit schneller als Erysiphe
cichoracearum und verdrängt
ihn. Es gibt restistente und tolerante Gurkensorten, die von Echtem Mehltau nicht oder nur wenig befallen werden. |
| Sphaerotheca mors-uvae Stachelbeermehltau |
Der Echte Mehltau an
Stachel- und Johannisbeere verursacht Verkrüppelungen an den
Blättern und Triebspitzen. Er wächst auch auf den
Früchten der Stachelbeeren und überzieht sie mit einem
weißen, später braunen Mycel. Da der Pilz an den Trieben überwintert ist ein fachkundiger Rückschnitt eine wirkengsvolle Vorbeugung. Im Frühjahr kommt es durch Ascosporen und Konidien zu Neuinfektionen. Der Pilz ist weit verbreitet. Die Fruchtqualität wird beeinträchtigt. |
| Sphaerotheca pannosa var. rosae Echter Mehltau an Rose |
Bei Sphaerotheca haben die
Cleistothecien jeweils nur einen Ascus mit 8 Ascosporen. Appendices
sind nur schwach ausgebildet und unverzweigt. S. pannosa var. rosae befällt
nur Rosen. Etwa ab Mai/Juni bildet sich ein weißer, mehliger Pilzbelag auf Blattober- und -unterseite. Die Blätter laufen rötlich an und verkrüppeln. Außerdem bildet sich an den jungen Trieben ein dichter, filziger Pilzrasen. Die Folge sind Wuchshemmungen, Deformationen, Blattfall und mangelnde Holzreife. Das Wachstum des Mehltaupilzes wird begünstigt durch feuchte Witterung bei Temperaturen über 20 °C und durch stärkere Temperaturschwankungen. Wie bei anderen Pilzinfektionen an Rosen dient auch hier ein gut belüftetet schnell abtrocknender Standort zur Vorbeugung. |
| Pilz | Wirtspflanze |
| Botrytis cinerea
Grauschimmel
Grauschimmel an Bacopa autralis
Mycel von Grauschimmel |
Der Grauschimmel hat einen sehr großen
Wirtskreis.
In Gewächshäusern und im Freiland befällt er unter
anderem
Erdbeeren, Begonien, Alpenveilchen,
Geranien, Gladiolen
und Rosenblüten. An Blätter, Blüten und Früchten
bilden
sich braune Faulstellen, die mit grauem Hyphengeflechten
überzogen
sind. Die Pilzmycelien dringen in das Gewebe ein und zerstören es.
In den Konidienfäden entwickeln sich zahlreiche Sporen, die zu
neuen
Infektionen führen. Grauschimmel ist ein typischer Schwächepilz. Der Befall wird durch hohe Luftfeuchte und schlechtes Abtrocknen der Pflanzen begünstigt. Eine stark einseitige Stickstoffdüngung senkt die Widerstandkraft der Pflanzen. Kaliumbetonte Düngung wirkt der Infektion entgegen.
Botrytis an Dahlien:
Verwelkte Blüten oder angebrochene Triebe werden schnell von
Botrytis
besiedelt. |
| Botrytis
tulipae Tulpenfeuer Grauschimmel an Tulpe
Wuchshemmung und Nekrosen an
Nekrosen und Blattdeformationen.
Nekrosen an einer Tulpenblüte |
Die Symptome der Pilzinfektion zeigen sich
beim ersten
Austrieb der Blätter im Frühjahr bis zum Einziehen der
Blätter. Die Blätter sind deformiert, gedreht und kraus. Es bilden sich braune Flecken auf den Blätter und Blüten. Über die abgestorbenen Stellen wächst ein weißer Belag, das Mycel. In dem Mycel sind einzelne Konienträger, die Sporen (Konidien) abschnüren. An der Zwiebel werden grau-blaue Sklerotien gebildet. Sie infizieren den Boden und andere Zwiebeln. Sie sind über mehrere Jahre im Boden infektiös. Aus dem weißen Pilzbelag werden Sporen über die Luft verbreitet. . Links Pilzmycel auf einem Tulpenblatt. Rechts
Konidienträger
mit elliptischen Kondien unter dem Mikroskop.
Links Nekrosen an befallener Zwiebel. Rechts Pilzmycel mit Sklerotien. Eine chemische Bekämpfung ist nicht möglich. Befallenene Pflanzen müssen vollständig entffernt werden. Nach Möglichkeit sollten dabei keine Spoen auf den Boden fallen. Mindestens drei Jahre sollten an der Stelle keine Tulpen mehr gepflanzt werden, um den Entwicklungszyklus des Pilzes zu unterbrechen. Anderen falls können neue Zwiebeln von den Dauersporen infiziert werden. Durch tiefes Umgraben kann man versuchen die Sporen so tief in den Boden zu bringen, dass sie unterhalb der Pflanz- und Wurzeltiefe der Tulpenzwiebeln liegen. Bei der Lagerung von Tulpenzwiebeln kann das bepudern mit Schwefelpulver helfen. Links Pilzmycel an einer Tulpenknospe. Rechts völlig deformierte Blüte von "Hamilton". Der Pilz befällt nur Tulpen und manchmal
Lilien.
Tulpen können nicht von Botrytis cinerea befallen werden,
weil
diese Pilzart eine Abwehrreaktion in den Zellen auslöst, die ihn
vergiftet. |
| Sternrußtau Diplocarpon rosae Syn. Marssonina rosae ![]() ![]() |
Charakteristisch sind die
unregelmäßigen,
violetten bis schwarzen, sternförmigen Flecken in den
Blättern,
die später in braune Nekrosen übergehen. Die Blätter
werden
gelb und fallen ab. Dadurch wird die Pflanze stark geschwächt.
Durch
den Mangel an Assimilaten stockt die Entwicklung der Pflanze und das
Holz
reift nicht gut aus. Frostschäden und gehemmter Austrieb im
Folgejahr
sind oft die Folge. Der Pilz benötigt für seine Entwicklung Feuchtigkeit. Feuchte Tage und kühle Nächte fördern seine Entwicklung. Undurchlässiger, feuchter Boden begünstigt seine Entwicklung. Rosen sollten auf humosem, lockeren und
durchlässigen
Böden stehen. Durch regelmäßigen Schnitt wird das
Abtrocknen
der Blätter beschleunigt und dem Pilz die Vermehrung erschwert.
befallene
Blätter müssen regelmäßig entfernt und vernichtet
werden. Sie sind Träger von Sporen, die zu einer neuinfektion
führen. |
| Fusarium roseum ´culmorum´ | Eichhornia crassipes, Hydrilla
sp., Ceratophyllum
demersum, Egeria densa, Vallisneria americana und Najas
gudalupensis Am stärksten wirkt ein bestimmter Stamm, der in den Niederlanden aus Hydrilla isoliert worden ist. An dieser Hydrilla war der Befall an Kopf- und Wurzelfäule zu erkennen. Isolate des selben Pilzes aus Ficus elastica (Gummibaum), Pistia stratiotes und aus der Wasserhyazinthe waren wirkungslos. Der Pilz verursacht eine Wurzelfäule. Nicht geschädigt wurden im Versuch Alternanthera philoxeroides, Nuphar luteum und Ruppia maritima. |
| Fusarium sporotrichoides | Myriophyllum spicatum Verursacher von Chlorosen und Stängelflecken |
| Fusarium sp. Pythium sp. oder Phythophtera sp. Stängelgrundfäule
|
Für die Stängelgrundfäule
kommen eine
ganze Reihe von Pilzen in Frage, die in die Basis der Pflanzen
eindringen
und Fäulen verursachen. Die Fusarium-Arten werden teilweise in Formen unterteilt, die auf bestimmte Wirtspflanzen spezialisiert sind. Beispielsweise befällt Fusarium oxysporum f. sp. leucopersici nur Tomaten. Einige Fusarium-Arten produzieren Toxine, die zum Absterben der Wirtspflanzen führen. Die Gattung Phytophtera umfasst etwa 40 Arten, die meist einen sehr großen Wirtskreis haben. Allein die Art P. cactorum gefällt Pflanzen aus mindestens 154 verschiedenen Gattungen. P. cinnamomi lebt als Parasit an etwa 900 verschiedenen Pflanzenarten. Es werden Stängelgrund- und Wurzelfäulen verursacht. Die Gattung Pythium umfasst etwa 60 Arten, die Wurzeln, Speicherorgane oder Stängel befallen. Dabei verursachen sie Umfallkrankheiten, Schwarzbeinigkeit und wässrige Fäulen. Die Pilze an Aquarienpflanzen in Gärtnereien werden in der Regel nicht genau identifiziert, weil das für eine Bekämpfung nicht notwendig ist. Daher lassen sich die Pilze auch nicht eindeutig zuordnen. Eine Mischinfektion ist möglich. Ähnliche Schäden können durch den Befall mit Raupen auftreten, dann sind aber immer Kotkügelchen zu finden. |
| Nectria galligena Obstbaumkrebs |
Als Obstbaumkrebs werden durch Pilze
verursachte Wucherungen
an Stamm und Ästen bezeichnet. Durch Knospen uder Verletzungen
(Schnitt,
Hagel) dringt der Pilz in die Pflanze ein und verursacht eine wulstige
Wucherung. Diese breitet sich in konzentrischen Kreisen immer weiter
aus,
bis sie den gesamten Ast oder Stamm umfast. Die Rinde platzt auf und
fällt
ab. Darunter wird das braun verfärbte Holz sichtbar. Da die Rinde
die Funktion des Wasser- und Nährstofftransports übernimmt,
wird
der entsprechende Pflanzenteil auf diese Weise ausgehungert und stirbt
ab. Vom Herbst bis zum Frühjahr können die Befallsherde rote Fruchtkörper bilden. Von ihnen aus werden durch Regentropfen die Sporen auf Blätter und Rinde geschleudert und sorgen für neue Infektionen. Dazu sind allerdings lange Benetzungsdauern von etwa sechs Stunden notwendig. Einige Apfelsorten gelten als besonders anfällig: z. B. ’Gloster’, ’Cox Orange R.’, ’Idared’, ’Berlepsch’, ’Weißer Klarapfel’. Einzelne Befallsstellen
gründlich
ausschneiden, befallene Äste handbreit bis in das gesunde Holz
zurücksetzen,
Schnittwunden sorgfältig mit Wundpflegemittel verstreichen,
Schnittgut
verbrennen. Beim Pflegeschnitt auf saubere Schnittführung achten,
damit keine neuen Eintrittspforten geschaffen werden. Nur
gefährdete
Bäume zum Blattfall ein- bis zweimal mit zugelassenen
|
| Rhizoctonia
solani Wurzeltöterkrankheit an Kartoffel Weißhosigkeit Rhizoctonia-Fußkrankheit Umfallkrankheit an Sämlingen |
Dieser Pilz ist weltweit verbreitet. Seinen
Namen hat
der Pilz von der Kartoffel (Solanum tuberosum). Er befällt
aber auch andere Kulturpflanzen wie zum Beispiel Zuckerüben und
Möhren,
Salat, Zwiebeln, Spargel, Tomaten, Erdbeeren, Sonnenblumen, Mais und
Weizen.
Auch Wildpflanzen wie Löwenzahn, Ampfer, Sauerklee und
Hirtentäschel
werden befallen. Insgesamt wurden er an 230 Wirtspflanzen aus 66
Familien
gefunden. Den wirtschaftlich größten Schaden verursacht der Pilz aber an Kartoffeln. Die Kartoffelknollen haben dunkelbraune Nekrosen. Der Austrieb ist verzögert und es werden insgesamt weniger Stängel gebildet. Durch hohe Luftfeuchtigkeit wird die Bildung eines Pilzmycels an der Stängelbasis gefördert. Von den grau-weißen Belägen kommt die Bezeichnung "Weißhosigkeit". Die Stängel faulen an der Basis weg und es treten braune Nekrosen auf. Die Blätter verfärben sich an den Spitzen gelblich und rollen sich ein. Manchmal bilden sich in den Achseln Luftknollen. Im Boden werden nur deformierte Knollen gebildet. Manchmal sind es wenige Große, manchmal sehr viele kleine. |
| Sphaerotheca pannosa var. rosae
Echter Mehltau an Rose |
Mehltaupilze bilden Sippen, die sehr
spezifisch an einzelne
Pflanzen angepasst sind. S. pannosa var. rosae befällt
nur
Rosen. Etwa ab Mai/Juni bildet sich ein weißer, mehliger Pilzbelag auf Blattober- und -unterseite. Die Blätter laufen rötlich an und verkrüppeln. Außerdem bildet sich an den jungen Trieben ein dichter, filziger Pilzrasen. Die Folge sind Wuchshemmungen, Deformationen, Blattfall und mangelnde Holzreife. Das Wachstum des Mehltaupilzes wird begünstigt durch feuchte Witterung bei Temperaturen über 20 °C und durch stärkere Temperaturschwankungen. Wie bei anderen Pilzinfektionen an Rosen hilft auch hier ein gut belüftetet schnell abtrocknender Standort. |
| Venturia inaequalis Apfelschorf
Schorf an einem Blatt
typischer Apfelschorf |
An den Blättern zeigen sich zuerst
stumpfe, aufgehellte
Flecken, die später dunkel bis schwarz werden. Relativ schnell
briten
sich die Flecken über das ganze Blatt aus. Auf den Früchten
bilden
sich dunkle Flecken mit gezacktem Rand. Sie werden in der mitte borkig
und rissig. Voraussetzung für den Befall ist eine mehrstündige Benetzung der Blätter und hohe Luftfeuchtigkeit (> 80 %). WEil bereits etwa 5 °C für eine Keimung ausreichen kann der Befall schon im zeitigen Frühjahr erfolgen. Je länger die Feuchteperiode anhält und je höher die Temperaturen sind, desto wahrscheinlicher ist eine Infektion. Schorfwarngeräte ermitteln diese Werte und geben dem Erwerbsanbauer Hinweise darauf, wann der Einsatz von Fungiziden notwendig ist und wann darauf verzichtet werden kann. Der Pilz überwintert auf den Blättern des Vorjahres und auf dem Holz als Zweiggrind. Im Frühjahr bilden aich auf dem Falllaub Sporen, die den Baum infizieren. Innerhalb von einer bis drei Wochen sind bereits die ersten Sommersporen reif, die für eine ständige Neuinfektion sorgen. Im Hausgarten ist Vorsorge durch Entfernen des Fallaubs und er mit Zweiggrind befallenen Triebe ein guter Schutz für den Baum. Es gibt einige wenig anfällige Sorten, die meist als "resitent" gekennzeichnet werden.
Extremer Schorfbefall |
| Pilz |
Wirte und Schadbild |
| Maisbeulenbrand Ustilago maydis ![]() |
Der
Pilz befällt nur Mais und Teosinte. Er
verursacht überall an der Pflanze (Stängel, Blüten,
Kolben) Wucherungen. Die Tumoren können etwa 20 cm Durchmesser
erreichen. Die Wucherungen werden durch hormonartige Stofffe erzeugt,
die der Pilz abgibt. Im Pflanzen gewebe bilden sich dann die schwarzen
Teliosporen. Besonders stark ist der Befall, wenn trockenes und
nasses Wetter sich schnell abwechseln. Außerdem sind hohe
Temperaturen zwischen 26 und 34 °C und günstig für den
Pilz. Die Verbreitung der Sporen erfolgt mit dem Saatgut, aber auch mit
dem Wind. Im Boden sind Dauerstadien bis zu 10 Jahre lang
überlebensfähig. Nach der Keimung gelangen sie durch
Spitzwasser auf die Jungpflanzen und infizieren sie über
meristematische (teilungsfähiges) Gewebe und Wunden. Der Pilz an sich ist nicht giftig und wird in Mexiko
sogar als Huitlacoche oder Cuitlacoche gegessen. Er wird als
"Mexikanische Trüffel" bezeichnet. Es werden Maiskolben geerntet,
die mit dem Pilz infiziert sind, in denen sich aber noch keine reifen
Sporen befinden. Gallen mit reifen Sporen wurden früher als
Abtreibungsmittel benutzt und werden auch bei Rindern mit
einem erhöhten Auftreten von Fehlgeburten in Zusammenhang
gebracht.
Offene Beule mit schwarzen
Sporen
|
Von Bakterien verursachte Pflanzenkrankheiten sind in
der Regel nicht direkt bekämpfbar. Es gibt keine chemischen
Pflanzenschutzmittel
und auch keine natürlichen Gegenspieler. Infizierte krautige
Pflanzen
(Pelargonien, Begonien, Kartoffeln etc.) müssen aus den
Beständen
entfernt und vernichtet werden. Bei holzigen Pflanzen (Apfelbäume)
kann man versuchen bis ins gesunde Holz zurück zu schneiden. Dabei
muss man darauf achten nach jedem Schnitt die Werkzeuge zu
desinfizieren,
damit nicht auf diesem Wege die Bakterien auf noch gesunde
Pflanzenteile
übertragen werden. Da sich Bakterien in den Leitgefäßen
ausbreiten, können solche Maßnahmen aber auch erfolglos
bleiben.
Eine der schlimmsten Bakteriosen ist der Feuerbrand (Erwinia
amylovora). Er wird von Insekten, Wind und durch den Menschen
verbreitet
und befällt Rosaecea (Äpfel, Birnen, Quitten etc.).
Es gibt verschiedene Bakterien, die Pflanzen
befallen.
Einzelne Rassen können sich dabei auf eine Pflanzenart oder
Gattung
spezialisieren. Diese Spezialisierung wird im Namen vermerkt. So
befällt
zum Beispiel Xanthomonas campestris pv. pelargonii nur
Pelargonienarten.
Das "pv." steht für Pathovar. Das bedeutet "Krankheitserreger".
Andere Formen von X. campestris befallen
zahlreiche
andere Kulturpflanzen.
Bakterienkrankheiten im Feld zu identifizieren ist schwer. Es werden braune Blattflecken, Welken und Fäulen an Stängeln, Blättern und Knollen verursacht. Solche Symptome treten aber auch bei Infektionen mit Pilzen auf. Das folgende Flussdiagramm zeigt eine mögliche Testabfolge zur Unterscheidung von Bakterien.

Dieses Diagramm habe ich mal während des
Studiums
für ein Praktikumsprotokoll (Experimentelle Phytomedizin -
Phytobakteriologisches
Praktikum) angefertigt.
Die Bilder der Bakterienkrankheiten hat meine Schwester
zur Verfügung gestellt. Sie wurden während eines
studentischen
Praktikums von gezielt infizierten Pflanzen gemacht.
| Bakterium | Wirtspflanzen und Merkmale |
| Wurzelkropf Agrobacterium tumefaciens
Wurzelkropf an Tomatenstängel |
Agrobacterium tumefaciens
gramnegatives Bodenbakterium.
Es lebt saprophytisch von abgestorbenem Material im Boden, dringt aber
auch in Pflanzen ein und verursacht tumoröse Wucherungen. Zu den
Wirtspflanzen
gehören mehr als 330 Pflanzenarten (140 Gattungen aus mehr als 60
Pflanzenfamilien). Betroffen sind unter anderem Rosen, Apfel, Kirsche,
Him- und Brombeeren, Tomaten, Pelargonien, Erbsen, Dahlien,
Chrysanthemen, Astern und Ficus befallen werden.
Der bodenbürtige Errreger infiziert die
Pflanzen
über Verletzungen an der Wurzel oder der Stängelbasis. Nach
einer
Infektion breitet sich das Bakterium in den Leitgefäßen aus
und kann mehrere Zentimeter im Stängel nach oben steigen. Dabei
entstehen
zunächst keine sichtbaren Symptome. Das Bakterieum hat die
Fähigkeit
Pflanzenhormone (Cytokinin und Auxin) zu produzieren. Das
verursacht
Wucherungen im Gewebe. Es bilden sich erst hellbraune, tumorartige
Wucherungen,
die zunächst noch weich sind. Sie sitzen oft am Wurzelhals
(Übergang
zwischen Wurzel und Stängel). Darum spricht man auch vom
Wurzelkropf.
Das Gewebe stirbt nach und nach ab und wird hart. Bei starkem Befall
sterben
junge Pflanzen oft ab.
Schnitt durch einen Tumor. Eine Bekämpfung ist nicht möglich. Betroffene Pflanzen und am Besten auch die umgebende Erde müssen aus dem Garten entfernt werden (Biotonne oder Verbrennen!). Vorbeugend kann man nur versuchen Verletzungen der Wurzeln und Stängel zu vermeiden. Durch bestimmte Fruchtfolgen oder Brachen kann man den Befallsdruck nicht reduzieren, da das Bakterium nicht auf lebende Pflanzen angewiesen ist. Das Genom dises Bakteriums ist
vollständig sequenziert.
Es umfasst 5500 Gene auf 4 Chromsomen. An Wein verursacht Agrobacterium vitis "Mauke". Agrobacterium rhizogenes ist der Erreger der Haarwurzelkrankheit an Rosengewächsen. |
| Bakterielle Welkekrankheit an Tomaten Clavibacter michiganensis ssp. michiganensis
|
Die Welkekrankheit an Tomate zeigt erst sehr spät
Symptome. Die typischen Welke sieht man oft erst zur Fruchtreife.
Die Leitgefäße der Pflanzen verfärben sich leicht
gelblich. Dann bilden sich braune, deutlich abgegrenzte Flecken
in den Blättern und sie beginnen zu welken. Zum Schluss erfasst
die Welke sehr schnell die ganze Pflanze, die dann abstirbt. Auf
den Früchten bilden sich wenige Millimter große Flecken, die
in der Mitte wie ein kleiner, brauner Krater aufgerissen und von
einem weißen rand gesäumt sind. Sie werden als
"Vogelaugenflecken" bezeichnet. Das Fruchtfleisch wird braun und es
bilden sich Hohlräume. Es werden nur wenige oder gar keine Samen
angesetzt. Die Infektion wird durch hohe Luftfeuchtigkeit (über 80 %) und höhere Temperaturen (18 bis 28°C) beschleunigt. Mit Stickstoff überdüngte pflanzen sind anfälliger. Die Bakterein wandern entlang des Wurzelsystems und in der Nährlösung von Pflanze zu Pflanze. Sie werden auch mit Schnittwerkzeugen, den Händen und mit Gießwasser übertragen. Wirtspflanzen und potentielle Übetreger sind außer Tomaten auch andere Nachtschattengewächse. ![]()
|
| Feuerbrand Erwinia amylovora
Fruchtmumien sind Infektionsherde |
Der Feuerbrand ist eine gefährliche und
schwer zu
bekämpfende Bakterienkrankheit. Es gibt eine spezielle
Feuerbrand-Verortnung
die vorschreibt, dass das Auftreten oder auch nur Verdachtsfälle
dem
amtlichen Pflanzenschutzdienst gemeldet werden müssen.
Die Triebspitzen, Blüten und Blätter, später auch die Früchte werden braun bis schwarz, welken, bleiben aber am Baum hängen. Charakteristisch sind die kleinen, schrumpeligen Fruchtmumien, die bis zur Blüte im nächsten Jahr an den Zweigen hängen. Befallene Äste sehen wie verbrannt aus. Wirtspflanzen sind viele Rosaceae (Apfel,
Birne, Feuerdorn,
Cotoneaster, Quitte, Vogelbeere, Weiß-, Rotdorn u. a).
|
| Naßfäule
und
Schwarzbeinigkeit an Kartoffeln Erwinia carotovora ssp. atroseptica
Schwarzbeinigekeit an Kartoffel
|
Die Nassfäule oder Schwatzbeinigkeit ist eine
weit
verbreitete Kartoffelkrankheit. Dringt das Bakterieum in die Knolle
ein, versucht die Pflanze durch Nekrosenbildung den Infektionsherd
einzuschließen. Dazu werden von der Pflanze gesunde Zellen
gezielt abgetötet. Wenn die Infektion sich weiter ausbreitet
werden die Knollen weich und ihr Gewebe verflüssigt zunehmend im
Inneren der Schale. Bei Beschädigung der Schale tritt die
infizierte Masse aus und überträgt die Bakterien auf
naheliegende Knollen. Besonders in Lagern kommt es so zu einer
schnellen Ausbreitung. Auf dem Feld breitet sich die Fäulnis von
den Knollen über die Leitgefäße in den Stängel
aus. Die Basis beginnt zu faulen und wird schwarz, worauf sich die
Bezeichnunge Schwarzbeinigkeit bezieht. Es gibt bisher keine Bekämpfungsmöglichkeiten. In Europa ist die Knollenfäule kein zu großes Problem, richtet aber in anderen teilen der Welt (Südamerika) schwere Schäden an. Mit Hilfe von Gentechnik wurde die T4-Lysozymkartoffel
entwickelt,
die widerstandsfähiger gegen Bakteriosen insbesondere der
Nassfäule ist. Proteste gegen genveränderte Lebensmittel
führten dazu, dass die Kartoffel nicht auf
den Markt kam. Mittlerweile wird eine Vermarktung nicht mehr
angestrebt. Der Lysozym-Kartoffel wurde ein Genabschnitt
aus einem bakterienfressenden Virus übertragen, der als
Bakteriophage T4 bezeichnet wird und ein anderer aus Gerste. Das Virus
liefert den Bauplan für das Enzym Lysozym, das
Bakterienzellwände auflösen kann. Es ist ein antibakteriellen
Stoff der zum Beispiel auch in Muttermilch enthalten ist. Das
Gersten-Gen ermöglicht es der Kartoffel, das Enzym in die
Zellzwischenräume zu bringen un dort das Bakterieum zu
bekämpfen, wo es sich befindet. Die Kartoffel kann von Natur aus
dieses Enzym produzieren. Es befindet sich dann aber im Inneren der
Zelle und kann nicht gegen die Bakterien wirken.
![]() ![]() Das linke Bild zeigt eine mit Bakterien infizierte Kartoffel im Labor. Rechts Bakterienschleim unter dem Mikroskop. |
|
Pseudomonas
savastanoi pv. phaseolicola
|
Befällt Bohnen |
| Olivenkrebs Pseudomonas savastanoi pv. savastanoi ![]() |
|
| Bakterielle Blattfleckenkrankheit an
Zuckerrübe Pseudomonas syringae pv. aptata
|
Dieses Bakterieum verursacht unregelmäßige
Flecken und Nekrosen. Sie sidn etwa 1 bis 6 mm groß. Ihr Zentrum
ist grau und sie haben einen breiten dunklen Rand. Später werden
die Blattränder braun und vertrocknen. Die Verbreitung wird durch Feuchtigkeit und Verletzungen der Pflanzen (zum Beispiel durch Hagel) begünstigt. Trockene Witterung stoppt den Krankheitsverlauf, feuchtes, kaltes Wetter beschleunigt ihn. Die Blattflecken können mit den Symptomen verchiedener Pilze (Cercospore, Alternaria) verwechselt werden. Es bilden sich bei der Bakteriose keine Belege aus Fruchtkörpern auf den Flecken.
|
| Bakterienbrand an Soja Pseudomonas syringae pv. glycine |
|
| Eckige Blattfleckenkrankheit an Gurke Pseudomonas syringae pv. lachrymans
|
An der eckigen Blattfleckenkrankheit erkranken Pflanzen
aus der Familie der Cucurbitaceae. Dazu gehören Gurken, Melonen,
Zucchini
und Kürbisse. Oft erfolgt die Übertragungsweg durch
infiziertes Saatgut. Durch Behandlung des saatguts (Heißwasser)
kann den Befall reduzieren, macht die Samen aber nicht keimfrei. Kaultur auf trocknen Böden und lange Anbaupausen von 3 bis 4 Jahren (zwischen allen Arten der Familie!) senkt das Risiko einer Infektion. Die Übertragung von Pflanze zu Pflanze wird durch weite Pflanzabstände behindert. Ernterückstände müssen vom Feld entfernt werden. |
| Stängelbrand an Erbse Pseudomonas syringae pv. pisi
|
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| Wildfeuer an Tabak Pseudomoas syringae pv. tabaci
|
|
| Flecken- oder Tüpfelkrankheit an Tomate
Pseudomonas syringae pv. tomato
Blattflecken mit charakteritischem
|
|
| Kartoffelschorf Streptomyces scabies
|
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| Ölfleckenkrankheit an Begonie Xanthomonas campestris pv. begoniae
|
Besonders
die Begonien der Elatior- und Lorraine-Gruppe werden von der
Blattfleckenkrankheit befallen. Die Blätter weisen anfangs
durchscheinende, ölfleckartige Flecken auf die später zu
Nekrosenwerden. Meist befinden sie sich am Blattrand. Die
Blattfleckenkrankheit ist in spezialisierten Zierpflanzenbaubetrieben
von großer Bedeutung. Bei der Kultur durch Privatleute tritt sie
kaum auf, weil Überträger fehlen.
|
| Schwarzadrigkeit an Kohl Xanthomonas campestris pv. campestris
|
Zu den Wirtspflanzen der Aderschwärze gehören
verschiedene Kreuzblütler wie Gartenkresse, Kohl, Radischen und
Senf . Die Übertragung erfolgt durchVerletzungen an der Pflanze über Arbeitsgeräte, Insekten, Schnecken und durch Gießwasser. Warmes, feuchtes wetter bgünstigt die Ausbreitung. Das Bakterieum kann bis zu 3 Jahre im Boden überleben. Daher sollten bei aufgetretenem Befall mindestens drei Jahre keine Kreuzblütler (auch keine Gründung) auf der befallenen Fläche angebaut werden. Eine direkte Bekämpfung ist nicht möglich. Infizierte Pflanzenteile müssen vernichtet werden - nicht komposieren! Es darf nur Saatgut von gesunden Pflanzen verwendet werden. Zur Vorbeugung kann es mit 50 °C heißem Wasser 30 Minuten gebeizt werden.
|
| Gelbfäule
an Hyazinthen Xanthomonas campestris pv. hyacinthii |
Die Zwiebel ist im Austrieb gehemmt. Das wachstum stockt.In den Blättern sin glasige Streifen. Es kommt zum Blattverlust und zur Welke, sowie zum Austritt von gelbem Saft aus Faulstellen (Gelber Rotz). |
| Eckige Blattfleckenkrankheit an Baumwolle Xanthomonas campestris pv. malvacearum
|
Das Bakterium verursacht
Blattfäule an Baumwolle. Es wird über Samen übertragen. In Baumwollproduzierenden Regionen kann es schwere wirtschaftliche Schäden verursachen. |
| Blatt- und Stängelbakteriose an
Pelargonien Xanthomonas campestris pv. pelargonii
|
Die Krankheit tritt vor allem im
Erwerbsgartenbau auf und ist bei der Kultur von
Pelargonium-Zonale-Hybriden
und Pelargonium-Peltatum-Hybriden von großer Bedeutung. An Zimmerpflanzen im Privathaushalt ist sie selten, weil
Infektionsherde
fehlen. Übermäßiges Gießen und Düngen, lange
Benetzungsdauer der Blätter und Verletzungen erhöhen das
Risiko
einer Infektion.
Das Bakterium dringt durch Spaltöffnungen, oder durch Verletzungen an Wurzel, Blatt oder Stängel in die Pflanze ein. In der Pflanze bewegt sich das Bakterium durch die Wasserleitgefäße bis in den Stamm und die Blätter. Dabei vermehren sich die Bakterien. Bei warmem Wetter verdoppelt sich die Bakterienzahl innerhalb von 30 bis 60 Minuten. Die Bakterien verstopfen die Leitgefäße. Zunächst werden ölig glänzende Flecken sichtbar, dann welken Pflanzenteile und hängen herunter. Zum Schluß wird der Stängel schwarz und die Pflanze stirbt ab. An den Befallsstellen können sich matschige Faulstellen bilden aus denen oranger Bakterienschleim austritt. Bei geringen Befall sind keine Symptome sichtbar. Daher ist eine Übertragung durch Stecklinge von infizierten Mutterpflanzen möglich. Auch Schnittwerkzeuge können Infektionsherde sein. Die Bakterien werden auch von Insekten übertragen, die mit austretendem Bakterienschleim in Berührung kommen. Erde und gebrauchte Töpfe sind dagegen kaum Überträger, da die Bakterien außerhalb der Pflanze nur wenige Tage überleben können. Vorbeugend sollten Schnittwerkzeuge,
Hände und Arbeitsflächen
mit 70%igem Ethylalkohol desinfiziert werden, bevor die nächsten
Pflanzen
zum Schneiden und Stecken geholt werden. |
| Bohnenbrand Xanthomonas campestris pv. phaseoli
Symptome an Phaseolus |
Dieses Bakterium befällt Busch- und
Stangenbohnen
(Phaseolus), Sojabohne und Lupinen. Zunächst treten Blattflecken
und
später Nekrosen an den Früchten auf.
Befall an Sojabohne |
| Bakterielle Pustelkrankheit an Sojabohne
Xanthomonas phaseoli pv. sojensis
|
| Virus |
Wirtspflanze
und Symptome |
| Bean Yellow Mosaic Virus BYMV |
Der Bean Yellow Mosaic Virus (BYMV) wurde 1925 zum ersten mal an Bohne
(Phaseolus vulgaris) gefunden. Er
befällt außer Canna und Bohnen, Lupinen,
Gladiolen und andere Zier- und Nutzpflanzen. Er kann auch von diesen
Kulturpflanzen auf Cannas übertragen werden. Sie sollten darum nicht in der Nähe
solcher Kulturen angepflanzt werden. Der Virus verursacht gelbe Marmorierungen
auf den Blättern. |
| Cucumber Mosaic Virus CMV |
Der Cucumber Mosaic Virus (CMV) wurden
ursprünglich an Gurken entdeckt und nach ihnen benannt. CMV
verursacht leichte mosaikartige Aufhellungen und Blattrandnekrosen an Canna. In
Kombination mit anderen Viren kann er zum Absterben der Pflanzen führen. |
| Canna Yellow Mottle Virus CYMV ![]() |
Canna Yellow Mottle Badnavirus bildet zuerst feine weiße Flecken auf der
Blattspreite. Die Aufhellungen fließen zusammen und gehen in Nekrosen über.
Blattrandnekrosen treten auf. In den Blüten und an den Stängeln zeigen sich
Aufhellungen (Breaking). 1979 wurde der Virus in Japan entdeckt. 1988 wurde er
zum ersten Mal in Minnesota nachgewiesen, 2004 in Florida. Auch in
Australien kommt er vor. 2005 fand man ihn in Italien und in den
Niederlanden. Dort trat er oft zusammen mit CMV auf. Dieser Virus nicht nur bei der vegetativen Vermehrung, sondern auch im Samen von der Mutterpflanze auf die nächste Generation weitergegeben, was bei anderen Viren nicht der Fall ist. |
| Canna Yellow Streak Virus CaYSV ![]() ![]() |
Der Canna Yellow Streak Virus verursacht gelbe bis braune Verfärbungen
entlang der Blattnerven. Die Blätter sind beulig, verbogen und am Rand zum Teil
eingerollt. Blattrandnekrosen können auftreten. Das Wachstum ist schlecht und es werden wenige oder gar keine Blüten gebildet. Der Virus wurde 2007 zum ersten Mal in den Niederlanden, Belgien, Frankreich, Groß Britannien und Israel gefunden und daraufhin neu beschrieben. |
| Kartoffelblattroll-Virus PLRV |
|
| Potato Virus Y PVY |
|
| Tomato Aspermy Virus TAV |
Literatur:
K. W. Harde, F. Severa
(1988):
Der Kosmos-Käferführer.- 3. überarbeitete und erweiterte
Auflage, Franckh´sche Verlagsbuchhandlung Stuttgart
G.M. Hoffmann et al. (1994): Lehrbuch der
Phytomedizin.- Blackwell Wissenschafts-Verlag, Berlin
D.V. Alford (1997): Farbatlas der Schädlinge an Zierpflanzen.- Enke Verlag Stuttgart
M. Bürki et al. (1999): Pflanzenschutz an Zier- und Nutzpflanzen.- Thalacker Medien, Braunschweig
© Wilstermann-Hildebrand 2010 - 2012