Stratiotes aloides


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Die Wasseraloe oder Krebsschere gehört zu den Hydrocharitaceae. Sie ist entfernt mit Fadenkraut (Blyxa), Wasserpest, und Vallisnerien verwandt. Der Gattungsname Stratiotes kommt aus dem griechischen und heißt "Soldat". Die steifen, harten Blätter sind sehr scharf und erinnern an Schwerter.

Stratiotes aloides senkte im Versuch die Leitfähigkeit des Wassers während der pH-Wassers auf 8,6 bis 9,6 stieg. Der Calcium-Gehalt sank innerhalb von 6 Tagen von 37 mg/l auf 15 mg/l, der Gehalt von Kalium von 3,5 mg/l auf 0,3 mg/l in zwei Tagen und der von Natrium von 7 auf 13 mg/l. Interessant ist, dass der pH-Wert schneller und höher (> 10) steigt, wenn die Blätter der Pflanze verletzt sind (Bramer & Wetzel 1984).
 
 
Krebsschere
Stratiotes aloides

Synonyme:
 

Herkunft:
Europa, Asien

Aussehen: 
Die Pflanzen bilden dunkel grüne Rosetten aus scharfen, am Rand gezähnten, harten Blättern. Diese werden zwischen 15 und 50 cm lang. Die Rosetten können völlig untergetaucht sein. Meist schauen aber die Blattspitzen aus dem Wasser. Die insektenbestäubten Blüten sind weiß und ragen aus dem Wasser. Sie gehen aus einer zweiblättrigen Scheide hervor. Die männlichen Blüten sitzen in Gruppen auf einem verlängerten Stiel. Die weiblichen sind meist einzeln, selten zu zweit. Beide Formen haben 3 drei, rundliche, weiße Kronblätter. Die männlichen Blüten haben 12 Staubgefäße, die weiblichen haben einen einzelnen, länglichen Fruchtknoten mit einem sechspaltigem Griffel. Sowohl die männlichen als auch die weiblichen Blütenorgane sind strahlenförmig von 10 bis 30 pfriemlichen, hellgelben Fäden umgeben. Es werden auch Adventivpflanzen auf starren Stielen gebildet.

Temperatur:      24-30 °C

pH-Wert:          5,0 - 6,8

Härte:               2-8 °KH

Licht:                wenig bis sehr viel

Sonstiges:
Die Pflanzen wachsen in der Natur an Ufern oder in Verlandungsbereichen von Teichen uns Seen. Dort bilden sie meist dichte Kolonien. An flachen Stellen wurzeln sie im Schlamm. In tieferem Wasser wachsen sie frei treibend unter Wasser und kommen zur Blüte an die Oberfläche.
Saures Wasser wird bevorzugt. Kalkhaltiges Wasser führt zum Kümmern. 
Kleine Pflanzen, die im Frühjahr gekauft werden entwickeln sich manchmal 2 bis 3 Jahre  unter Wasser, bevor sie zum ersten Mal auftauchen und blühen. 
Die Blätter bilden Wasserkäfern, Wasserskorpionen, Egeln, Insektenlarven und Schnecken einen guten Schutz vor Fressfeinden. Daher sind die Blätter älterer Pflanzen oft dicht besiedelt.
Die Pflanze steht in Deutschland unter Naturschutz.

Krebsschere im Balkonkasten

Männliche Blüte

Nahaufnahme der Staubblätter

Literatur:

E.S. Bramer, R.G. Wetzel (1984): Uptake and release of K+, Na+ and Ca2+ by the water soldier, Stratiotes aloides L. .-Aquatic Botany 19, 119-130