Teneriffa Mai 2005

Teneriffa ist mit einer Länge von etwa 80 Kilometern und einer Breite von etwa 50 Kilometern die größte der Kanarischen Inseln. Etwa 300 km vor der Küste von Marokko und Westsahara gelegen gehört die Insel politisch zum etwa 1300 km entfernten Spanien. Dadurch ist der 3718 Meter hohe Vulkankegel des Pico del Teide der höchste Berg Spaniens. Der Vulkanismus hat vor etwa 5 Millionen Jahren die Insel aus dem Meer aufsteigen lassen und prägt bis heute ihr Bild. Der letze Vulkanausbruch fand 1909 statt. Die Natur hat begonnen das betroffene Gebiet neu zu besiedeln. Aber obwohl die Landschaft in der Region insgesamt eher karg ist, kann man auch knapp 100 Jahre nach diesem Ausbruch die Folgen noch deutlich sehen.
 
 

Weil die ganze Insel aus Lava besteht,
sind einige Küstenabschnitte schwarz.

Die immer grünen Wälder aus Lorbeer 
und Kiefern werden durch die Wolken 
gewässert, die in Höhen von etwa 
1000 bis 1500 Metern über dem 
Meeresspigel an den Hängen kondensieren.

An der Küste wachsen 
Salz- und Trockenheitstolerante Pflanze.

Weiter oben gedeihen nur Pflanzen 
mit geringem Wasserbedarf.

Von den Hängen des Teide kann
man das Meer sehen.

Als wir die Insel besuchten war es 
besonders grün. Im Vergleich
zu den sonstigen Bedingungen. 

Die Lavaschichten sind überraschend
unterschiedlcih gefärbt.

Die Richtung der pyroklastischen
Ströme scheint willkürlich zu sein.

Je näher man dem Teide kommt, desto
weniger Pflanzenwuchs ist zu sehen.

Denoch findet man auch weit oben noch
vereinzelte, harte Sträucher.

Die Caldera des Teide wird als 
Las Cañadas bezeichnet.

Die Verwitterung von weicherm Gestein 
ließ bizarre Felsformationen übrig, wie 
den Roque Chinchado "Versteinerter Baum",
rechts im Bild.

Für Waserpflanzenbegeisterte ist Teneriffa nicht unbedingt geeignet. Das völlige Fehlen von natürlichem Süßwasser auf dieser Vulkaninsel verursacht auch ein Fehlen an Wasserpflanzen. Wie gut, dass es zumindest die Wasserpflanzengärtnerei Horticulturas Las Lucanas gibt. Hier werden Aquarienpflanzen und Seerosen vermehrt.
 
 

Gewächshaus mit Mutterpflanzenbeeten 
für Cryptocorynen.

 

Mutterpflanzenbeet mit 
Cryptocoryne crispatula var. balansae.

Echinodorus-Mutterpflanzen

Schnittbestand von Limnophila sessiliflora

Produktion von Lilaeopsis brasiliensis
im Drahtnetz. Links neue Netze. 

Vermehrung von Javafarn

Eine der größten Attraktionen der Insel ist der Loro Parque. Ursprünglich als Park für Papageien wurde er 1972 eröffnet. Schon bald kamen aber auch andere Tiere dazu. Heute beherbergt der Park neben den Papageien und Sittichen auch Pinguine, Delphina, Gorillas, Krokodile und ein ansprechendes Aquarium. Der Eintrittspreis ist zwar reichlich hoch, kommt aber der Pflege und Aufzucht der Papageien zu Gute. Der schön angelegte Park bietet gute, familienfreundliche Unterhaltung für einen ganzen Tag. Der Besuch lohnt sich jedem Fall.