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Wir
bieten Wasserpest-Arten in unserem Shop
an.
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Egeria
densa
Egeria
najas
Elodea
canadensis
Elodea
nuttallii
Hydrilla
verticillata
Lagarosiphon
cordofanus
Lagarosiphon
madagascariensis
Lagarosiphon
major
Wasserpest
Als "Wasserpest" werden die gestielten, schnell wachsenden
Hydrocharitaceae (Froschbißgewächse) aus den Gattungen Egeria, Elodea, Hydrilla und Lagarosiphon bezeichnet. Diese Pflanzen vermehren sich unter für sie günstigen
Bedingungen sehr schnell
vegetativ
und werden so zu einer Plage. Daher gehören sie zu den am meisten
bekämpften
Wasserpflanzen überhaupt. In der Aquaristik sind diese pflanzen
wegen ihrer Anpassungsfähigkeit sehr beliebt. Sie sind besonders
für stark mit Fischen besetzte Aquarien zu empfehlen, da sie
während ihres Wachstums viel Nitrat und Phosphat aufnehmen. Sie
tragen so zur Verbesserung der Wasserqualität bei und beugen
Algenwachstum vor.
Die Pflanzen sind überwiegend zweihäusig, haben also entweder
nur männliche oder weibliche Blüten. Da die Vermehrung vor allem vegetativ ist, setzt sich der
stärkste Klon
oft soweit durch, dass an einem Standort nur noch Nachkommen von einer
einzelnen
Pflanze stehen. Diese ist entweder männlich
oder weiblich. Es kommen also selten beide geschlechter in einem
Bestand vor. Die
Vermehrung
über Samen (generative Vermehrung)
ist darum eher die Ausnahme. Für die Aquaristik vermehrte Pflanzen
stammen ebenfalls aus einer vegetativen Vermehrung, die besonders
starkwüchsige
Typen selektiert. Über die Jahre setzt sich ein Klon bei dem
Anbauern
durch. Daher ist es auch bei den Pflanzen im Handel recht
unwahrscheinlich,
dass man in einem Bund männliche und weibliche Pflanzen findet. Es
ist aber möglich, dass man bei von einem Anbauer männliche
und
und von einem anderen Anbauer weibliche Pflanzen erhält.
Biologie
Wasserpestarten oder waterweeds, wie sie im Englischen
bezeichnet werden, sind echte Wasserpflanzen. Sie leben ganzjährig
völlig untergetaucht.
Hier wächst Elodea
canadensis in einem flachen Pool im Flussbett der Ems.
Die längliche Senke ist nicht direkt im dem Fluss verbunden,
sondern wird nur bei Hochwasser überflutet.
Vermutlich wird ein minimaler Wasserstand durch Grundwasser aufrecht
erhalten.
Die Wasserpest wächst nur in den tieferen, ständig
überfluteten Bereichen.
Alle Wasserpest-Arten
entwickeln sich unter für
sie
günstigen Bedingungen zu Unkräutern und können als
Neophyten heimische Wasserpflanzen verdrängen. Durch ihre Masse
behindern sie den Wasserfluss oder sogar den Schiffsverkehr. Darum gibt
es vor allem
von Institutionen, die Interesse an der Pflege von Wasserwegen haben,
zahlreiche
Untersuchungen zur Bekämpfung und zum Konkurrenzverhalten dieser
Pflanzen.
Es wurde eine Wirkung der Herbizidbestandteile Atrazin und
Metribuzin auf das Wachstum von Egeria
festgestellt. Beide Substanzen hemmen das Wachstum bereits bei
Konzentrationen von 20 bis 40 µg/l. Bei Elodea canadensis senkt Atrazin
den Chlorophyll a-Gehalt bei durchschnittlich 80 µg/l.
Dieses Ergebnisse sind für Aquarianer nicht ganz uninteressant, da
Atrazin in älteren Algenbekämpfungsmitteln enthalten sein
kann. Auch Auf Kupfer reagieren die Pflanzen empfindlich. Bereits bei
einer Konzentration von 12 µg/l (aus Kupfersulfat) kann bei Elodea canadensis ein Einfluss auf
die Elektronentransportrate im Photosystem II festgestellt
werden. Allgemein wirken
Kupfer (> 0,02 mg/l) und Zink (> 0,01 mg/l) in relativ geringen
Konzentrationen
schädlich. Außerdem reagieren die Pflanzen mit
Wachstumsstörungen auf Acriflavin
(Trypaflavin), einem Antibiotikum in Fischmedikamenten.
Kupferschaden an Egeria densa
nach einem erfolglosen Algenbekämpfungsversuch mit Kupfersulfat
Bestimmung der
Arten
Auf den ersten Blick sind sich alle
Arten sehr ähnlich. Blattformen und Zahl pro Knoten sind variabel.
Da die Blüten oft fehlen ist eine Bestimmung meist schwierig. Der
folgende Schlüssel basiert auf den Angaben von Bowmer et al.
(1995) und wurde um einige weitere Merkmale ergänzt.
1
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Blätter
spiralig (wechselständig) um den Stängel
angeordnet, die Kronblätter
sind
den Kelchblättern ähnlich und kleiner als 3 mm |
Lagarosiphon
|
1
*
|
Blätter in 3- bis
8-zähligen Quirlen, Kronblätter 1 - 12 mm lang
|
2
|
2
|
Kronblätter 9 bis 12
mm lang, viel länger als die Kelchblätter, Blätter
gewöhnlich
in Quirlen mit 4 - 5 (manchmal 3 bis 8) Blättern
|
Egeria
|
2
*
|
Kronblätter weniger
als 5 mm lang und länger als die Kelchblätter,
Blätter gewöhnlich in Quirlen mit 2 bis 8 Blättern
|
3
|
3
|
Blätter
gewöhnlich in 3-zähligen Quirlen (selten mehr, manchmal nur
2), Blattränder fein gezähnt, am Blattrand sind mehrere
Reihen länglicher Sklerenchymzellen.
|
Elodea
|
3
*
|
Blätter
gewöhnlich in 4 - 6 -zähligen Quirlen (selten 8 - 12),
Bezahnung des Blattrandes grob und mit bloßem Auge sichtbar, an
der Unterseite der Mittelrippe sind manchmal Dornen |
Hydrilla
|
Im direkten Vergleich sind
die Unterschiede deutlich:
Von links nach rechts:
Elodea
nuttallii, Elodea canadansis,
Egeria densa, Hydrilla verticillata.
Das Egeria-Blatt ist 11 m
lang und 3 mm breit.
|

Solche Dornen an der Blattunterseite
gibt es nur bei Hydrilla verticillata.
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Argentinische
oder Dichtblättrige
Wasserpest
Synonyme: (nach de
Wit 1990)
Elodea densa (PLANCHON)
CASPARI
1857
Anarchis densa
Egeria canadensis var. gigantea
Egeria canadensis var. longifolia
Philotria densa
Herkunft:
Argentinien, Paraguay, Brasilien, Florida
Aussehen:
Die Frucht wird während ihrer Entwicklung
immer
schwerer und geht nach einer Weile unter. Vermutlich werden darum in
der
Natur nur wenige entdeckt. Bei Elodea potamogeton wurden bisher
noch nie welche gefunden.
Die Stängel dieser Wasserpest werden bis 60
cm lang.
Die Blätter bilden hellgrüne Blattquirle
aus 3-5 Blätter pro Knoten. Die Internodien
sind sehr kurz und die Blätter liegen an ihrer Basis
dachziegelartig
über einander. Die sitzenden, transparenten Blätter sind lanzettlich,
2 bis 3 cm lang und 3 bis 4 mm breit. Sie haben sehr fein gezähnte
Ränder. An der Blattbasis sind Schuppen. Die weißen,
weiblichen,
emerse Blüten bilden sich unter der Wasseroberfläche und
öffnen
sich darüber. Die männlichen Blüten sind sehr viel
kleiner
und wachsen weiter unten an den Pflanzen.
Temperatur:
15-26 °C
pH-Wert:
6,0-8,0
Härte:
8-20 °KH
Licht:
mittel
Sonstiges:
Die Pflanzen sind guter Sauerstoffspender. Sie
sind schnellwüchsig
und wachsen bis zu 10 cm in der Woche. Sie mögen
nährstoffreiches
Wasser und nahrhaften Bodengrund. In sehr hartem Wasser bilden sich
leicht
abstreifbare Kalkablagerungen auf den Blättern, die durch biogene
Entkalkung entstehen.
Die Vermehrung erfolgt durch Kopfstecklinge oder
Seitentriebe.
Chromosomenzahl: 2n = 48 bei beiden
Geschlechtern (Cook
& Urmi-König 1984)
Die Pflanzen sind sehr anpassungsfähig
und verbreiten
sich schnell, wen sie in ein neues Gebiet eingeschleppt wurden.
Beispielsweise
breiteten sie sich im australischen Hawskbury River im Abschnitt
zwischen
Warragamba Dam und Wisemans Ferry von einer Fläche von 1,1
Quadratkilometer
im Jahr 1994 auf eine Fläche von 2,1 Quadratkilometern im Jahr
1996
aus. Damit wuchs die Pflanze im Jahr 1996 fast überall entlang des
Flussabschnitts. Dabei verdrängte sie Bestände von
einheimischen
Vallisnerien (Roberts et al 1999).
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Männliche Blüte von Egeria densa

Turionen (Winterknospen) bilden sich
an den Blattknoten. Die Blattspreiten
des Hauptriebes zerfallen mit der Zeit.
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Nixkrautähnliche
Wasserpest
Egeria najas (PLANCHON
1849) ST. JOHN 1920
Synonyme:
Anarchis nuttallii PLANCHON
1849
Elodea najas
Herkunft:
Südamerika (Brasilien, Uruguay, Paraguay,
Argentinien)
Aussehen:
Die Stängel werden etwa 70 cm lang. Die
grünen
Blätter sitzen meist in fünfzähligen Quirlen
an den Knoten. Die Spreiten sind
hell
grün, 2 bis 3 cm lang und 1 bis 2 mm breit. Sie haben rauhe,
gezähnte
Ränder und sind oft nach unten gebogen. An der Blattbasis sind
Schuppen.
Die Pflanzen sind insgesamt sehr steif und spröde. Die
Stängel
brechen leicht.
Temperatur:
15-26 °C
pH-Wert:
6,0-8,0
Härte:
8-20 °KH
Licht:
mittel bis viel
Sonstiges:
Die Blätter sind etwas feiner als die von Egeria
densa. Die Kultur ist nicht schwierig. Nur die Stängel brechen
leicht und müssen mit Sorgfalt gesteckt werden.
Chromosomenzahl: 2n = ca. 18 bei weiblichen
Pflanzen,
2n = ca. 40 bis 60 bei den männlichen Pflanzen (Cook
& Urmi-König 1984)
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Die Blätter sind feiner als bei der
Dichtblättrigen Wasserpest.
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Elodea
Zur Gattung Elodea
gehören
insgesamt
5 Arten: E. canadensis, E. nuttallii, E. potamogeton, E. callitrichoides und E. bifoliata (Bowmer et al. 1995).
Das natürliche Verbreitungsgebiet der Gattung
beschränkt
sich auf das gemäßigte und subtropische Nord- und
Südamerika.
Andere Vorkommen sind durch Verschleppung entstanden. Die Pflanzen sind
in der Regel zweihäusig. Die weiblichen Blüten bilden sich in
den oberen Stängelbereichen. Sie haben eine sehr lang gestreckte,
feine Röhre zwischen Samenanlage (in der Blattachsel) und den
Narben
(Wasseroberfläche). Die Röhre besteht aus einer Hülle
von
sehr dünnen Kelchblättern, die die Griffel umschließen.
Die Kronblätter und Narben treiben auf der Wasseroberfläche.
Die männlichen
Blüten wachsen bei
Elodea
potamogeton an langen Stielen zur Wasseroberfläche,
öffnen
sich und geben den nicht benetzbaren Pollen frei. Dieser treibt dann
auf
der Oberfläche. Die Bestäubung erfolgt durch die
Strömung.
Bei Elodea nuttallii lösen sich aber die männlichen
Blüten
von den Stielen und steigen frei zur Oberfläche auf. Dort
öffnen
sie sich oft explosionsartig. Teilweise werden die Pollen auch schon
unter
Wasser frei gegeben und treiben in Luftblasen nach oben. Bei Elodea
canadensis lösen sich die männlichen Blüten
ebenfalls
ab. Bei dieser Art öffnen sie sich aber langsam an der
Wasseroberfläche
(Cook 1994 und 1995).
Kanadische
Wasserpest
Synonyme: (nach de
Wit 1990)
Anarchis canadensis PLANCHON
1849
Anarchis alsinastrum
Anarchis pomeranica
Apalanthe granatensis
Apalanthe schweinitzii
Elodea latifolia
Elodea schweinitzii
Philotria canadensis
Udora canadensis (MICHEAUX) NUTTALL
Udora verticilliata
Udora occidentalis
Serpicula occidentalis
Herkunft:
Nordamerika, nach Europa, Südostasien,
Nordafrika
und Australien verschleppt
Aussehen:
Der verzweigte Stängel ist etwa einen
Millimeter
dick, bis einen Meter lang und recht zerbrechlich. Die Blätter
sind gegenständig
oder in drei- bis fünfzähligen Quirlen
angeordnet. Die schmal elliptischen
bis lanzettlichen
Blätter
sind
sitzend (ohne Stiel), etwa 1 bis 1,5 cm lang und ca. 3 mm (1 bis 5 mm)
breit. Die Blattränder sind gezähnt. An der Blattbasis sind
kleine
Schuppen. Die männlichen Blüten sind in den Blattachseln in
eiförmigen
etwa 1 cm langen Spathen
eingeschlossen.
Sie haben jeweils 9 Staubblätter, wobei die inneren drei
verwachsen
sind. Sind die Blüten reif, löst sich der gesamte
Blütenstand
ab und treibt zur Oberfläche, oder nach und nach die Blüten
frei
gibt. Die weiblichen Blüten sind nahe der Triebspitze zwischen
besonders
dichten Blattquirlen. Kronblätter und Narben treiben auf der
Wasseroberfläche.
Dabei sind sie durch eine etwa 15 cm lange (oder längere)
Röhre
mit dem Stängel der Pflanze verbunden. Die Röhre ist Teil der
eigentlichen Blüte und besteht aus einer Hülle von sehr
dünnen
Kelchblättern, die die Griffel umschließen. Die langen,
haarfeinen
Griffel verbinden die Samenanlagen in den Blattachseln mit den Narben
in
der treibenden Blüte. Die Kronblätter sind 2 bis 3 mm
groß
und weiß bis rosa. Die Narben haben eine gabelig geteilte, fein
behaarte
Spitze.
Temperatur:
15-26
°C
pH-Wert:
6,5-8,0
Härte:
2-20 °KH
Licht:
mittel bis viel
Sonstiges:
Die Pflanze eignet sich gut für
Kaltwasseraquarien
und Teiche. Sie kann aber vorübergehend auch bei Temperaturen bis
28 °C wachsen.
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Triebspitze von Elodea canadensis
Elodea canadensis (unten) im Vergleich
mit Elodea nuttallii (oben).

Blattrand mit Zähnen
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Nuttalls
Wasserpest,
Schmale Wasserpest
Elodea nuttallii (J. E. PLANCHON) ST.
JOHN 1920
Synonyme:
Anarchis nuttallii J.
E. PLANCHON 1849
Herkunft:
aus Nordamerika, in Europa und Japan eingeschleppt
Aussehen:
Die Stängel sind etwa 1 mm dick. Die
Blätter
sind lanzettlich
mit einer
Länge
von 8 mm und einer Breite von 2 mm. Sie sind in fünf- bis
siebenzähligen Quirlen
angeordnet. An der Blattbasis sind feine Schuppen. Der Blattrand ist
deutlich
mit groben Zähnen besetzt. Oft sind die Sprosse rötlich
braun.
Temperatur:
15-24
°C (Wachstum), winterhart
pH-Wert:
6,0-8,0
Härte:
2-20 °KH
Licht:
mittel bis viel
Sonstiges:
Diese Pflanzen lassen sich nicht gut in Aquarien
kultivieren,
eignen sich aber gut für Teiche. Sie sind winterhart. Diese
Wasserpest
ist weniger wüchsig als Elodea canadensis.
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Triebspitze von Elodea
nuttallii
Elodea nuttallii (oben) im Vergleich
mit Elodea canadensis.
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Grundnessel
Synonyme: (nach de
Wit 1990)
Serpicula verticillata LINNÉ
1781
Hydrilla alternifolia
Hydrilla najadifolia
Hydrilla ovalifolia
Hydrilla roxburghii
Hydrilla wightii
Epigynanthus blumei
Hydrospondylus submersus
Leptanthus verticillata
Ixia aquatica
Udora occidentalis
Herkunft:
Asien, Australien, Ostafrika, Europa, nach
Nordamerika
eingeschleppt
Aussehen:
Die Stängel sind rund, werden bis zu 3 m
lang und
haben einen Durchmesser von 1 bis 2 mm. Im Substrat befindet sich ein
bis zu 20 cm tief wachsenden Rhizom, das Geotropismus zeigt, also aktiv
in den Boden wächst. An den Knoten des Rhizoms bilden sich
Speicherknollen. Die Knollen sind 5 bis 15 mm lang und weißlich
bis fast schwarz gefärbt.
Die schmal lanzettlichen
Blätter sind in 2 bis 12-zähligen Quirlen
an den Knoten
angeordnet. Meistens sind es 4 bis 6.
Abhängig
vom
Lichtangebot sind die Internodien
zwischen 0,5 und 2 cm lang. Die Blätter sind ungestielt, etwa 0,5
bis 3 cm lang und 1 bis 4 mm breit. Die
Blattränder
sind gesägt und auf der Spitze der Vorsprünge sitzt jeweils
eine einzelner einzelliger Zahn. Es gibt einhäusige
und zweihäusige
Stämme. Die Pflanzen blühen selten. Die männlichen
Blüten sind unscheinbar, klein und in großer Zahl in einem
Hüllblatt
zusammengefasst. Wenn sie reif sind, platzt die Hülle und die
Blüten
steigen zu Oberfläche auf. Die weiblichen Blüten wachsen an
Stielen
zur Oberfläche und werden dort von den treibenden, männlichen
Blüten bestäubt.
Unter Kurztagbedingungen bilden sich in den Blattachseln Winterknospen
(Turionen). Sie sind 3 bis 12 mm lang und sehen aus wie kompakte
Triebspitzen. Zahlreiche Blätter sind dicht über ein ruhendes
Meristem gelagert und schützen es. Im Herbst bildet sich eine
Trennungszone am Ansatz und die Knospen lösen sich von der
Mutterpflanze.
Temperatur:
20-30
°C
pH-Wert:
6,0-7,5
Härte:
2-20 °KH
Licht:
mittel bis viel (Kompensationpunkt liegt bei 400 bis 1000 Lux)
Sonstiges:
Die Pflanzen vermehren sich durch
Samen, durch abbrechende Seitentriebe, Turionen (Winterknospen) und
Knollen am Rhizom. Bei der Bildung von Turionen und Knollen gibt es
Unterschiede zwischen den einhäusigen und zweihäusigen
Stämmen. Zweihäusige Typen bilden nur unter
Kurztagsbedingungen im Herbst und Winter Turionen und Knollen.
Einhäusige Hydrilla kann
das auch bei Belichtungsdauern bis zu 16 Stunden und vermehrt sich auf
diese Weise das ganze Jahr über. Eine Erhöhung der Temperatur
im Bereich zwischen 10 und 33 °C erhöht die Zahl der
gebildeten Knollen. Die unteren zwei Drittel
enthalten
Speicherstoffe.
Die Knollen enthalten etwa
47% Stärke, 4,2% Suchrose, 5,3 % Rohprotein, 0,9 % Stickstoff und
1 %
Lipide. Außerdem speichern sie etwa 3,6 mg Calcium, 3,4 mg
Kalium, 0,7
mg Magnesium, 0,6 mg Eisen und 0,5 mg Natrium pro Gramm Trockenmasse
(Miller et al.). In der Spitze sitzt das
Meristem, die Knospe. Diese Knollen sind etwa
8 bis 20 cm tief im Substrat. Es sind oft 200
Knollen pro Quadratmeter und es können mehr als 1000 sein.
Sie wiegen etwa 160 bis 380 mg. Die
Knollen von zweihäusigen Pflanzen sind im Schnitt etwas
größer und schwerer las die von einhäusigen. Wenn das
Rhizom sich auflöst, werden die Knollen von der Mutterpflanze
getrennt.
Die Rhizomknollen dienen als Vermehrungs- und
Überdauerungsorgane. Bis zu 4
Monate können größere Knollen ohne Licht im Boden
liegen. Sie können
auch über einen Zeitraum von 64 Stunden bei 30 °C und 40 %
Luftfeuchtigkeit auf dem Trockenen lagern und bleiben keimfähig.
Turionen überleben unter den gleichen Bedingungen nur etwa 8
Stunden.
Licht fördert den Austrieb der Knollen
und innerhalb von 14 Tagen wächst daraus eine neue Pflanze heran.
Knollen die im Substrat keimen können mehrere Wochen im Boden
bleiben, bevor sie ins Wasser hinaus wachsen.
Die Turionen bilden sich in den Blattachseln. Zahlreiche Blätter
sind dicht über ein ruhendes
Meristem gelagert und schützen es. Im Herbst bildet sich eine
Trennungszone am Ansatz und die Knospen lösen sich von der
Mutterpflanze. Frei treibende Pflanzen bilden
bis zu dreimal mehr
Turionen als verwurzelte. Verwurzelte Pflanzen speichern bis zu 15 Mal
mehr Stickstoff und Kohlenstoff in den Knollen, als in Turionen.
Hydrilla
verticillata wurde bereits in den 1950´ern
für
die Aquarienkultur in die USA eingeführt. Sie breitete sich stark
aus, weil es dort keine natürlichen Gegenspieler gibt. Eine
Bekämpfung ist schwierig, weil das Entfernen der Knollen und
Turionen vom Gewässergrund nicht möglich ist.
In Australien wächst die Pflanze in
stabilen
Ökosystemen ohne zur Plage zu werden. Die
australische
Bohrfliege Hydrellia
balciunasi legt ihre Eier an den Pflanzen ab und die Larven
fressen
sich durch die Blätter.
Die Pflanze kommt in klarem
Wasser bis in
Tiefen von 12 Meter vor.
Chromosomenzahl: 2n
= 16, 3n = 24 (triploid) ,
4n = 32
(tetraploid) (Langeland et al.
1992)
|
Die Zähne am Blattrand sind auch
ohne Lupe sichtbar.
Der Rand ist gesägt und hat einzellige Zähne auf
der Spitze der Vorsprünge.

Manchmal sind an der Unterseite der Mittelrippe Dornen. Bei
dieser Pflanze sind sie auffallend rot.

weibliche Blüte von Hydrilla
verticilliata
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Afrikanische
Wasserpest
Lagarosiphon cordofanus CASPARY
1858
Synonyme:
Udora cordofana HOCHSTETTER
Herkunft:
Ost- und Südafrika (Kamerun)
Aussehen:
Die Stängel sind weich und haben einen
Durchmesser
von etwa 0,5 bis 1 mm. Die feinen, weichen Blätter sind wechsel-
oder quirlständig.
Die hell
grünen
Spreiten sind linealisch
und
leicht
nach unten gebogen. Sie sind 1 bis 3 cm lang und 0,5 bis 1,5 mm breit.
Die Blattränder weisen viele kleine Zähne auf, die
dreieckigen
Vorsprüngen stehen. An der Blattbasis sind eiförmige Schuppen.
Temperatur:
22 -
32 °C
pH-Wert:
5,5-7,5
Härte:
2-12 °KH
Licht:
viel bis sehr viel
Sonstiges:
Die Pflanzen können auch vorübergehend
bei
Temperaturen von bis zu 34 °C überleben. Optimal ist sind aber
25 bis 28 °C. Für eine erfolgreiche Kultur ist ausreichend
Licht
und eine gute Versorgung mit Kohlendioxid notwendig (Kramer
2000).
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L. cordofanus im Aquarium
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Madagassische
Wasserpest
Lagarosiphon madagascariensis CASPARY
1882
Synonyme:
Lagarosiphon densus RIDLEY
Herkunft:
Madagaskar
Aussehen:
Die Stängel sind weich, wenig verzweigt und
haben
einen Durchmesser von etwa 0,5 bis 1 mm. Sie werden etwa 50 cm lang.
Die
weichen Blätter sind wechselständig,
selten treten dreizählige Quirle
auf. Die hell grünen Spreiten sind linealisch,
1 bis 1,5 cm lang und 0,5 bis 1, mm breit. Bei dieser Art sind die
feinen
Zähne nicht auf Vorsprüngen wie bei Lagarosiphon
cordofanus. An der Blattbasis sind kleine, eiförmige
Schuppen.
Temperatur:
24 -
28 °C
pH-Wert:
5,5-7,0
Härte:
2-8 °KH
Licht:
viel bis sehr viel
Sonstiges:
Die Pflanzen wachsen sowohl im Bodengrund
verwurzelt
als auch frei treibend unter der Wasseroberfläche.
Die Art kommt nur aus Madagaskar vor. Dort
wächst
sie in flachen Gewässern zusammen mit Ottelia
ulvifolia an sonnigen Stellen. Der pH-Wert wurde dort mit 5,6
bis
7,5 gemessen. Die Pflanzen wachsen in schnell fließenden, klaren
Gewässern bei Temperaturen um 23 °C. Die Pflanzen galten bei
ihrer
Einführung durch Bogner 1967/68 als zweihäusig. Schöpfel
(1976) soll aber zweigeschlechtige (zwittrige) Blüten an
seinen
kultivierten Pflanzen gefunden haben. Die Triebspitzen brechen leicht
ab,
lassen sich aber problemlos wieder stecken. Die Pflanze ist sehr
schön
aber recht schwierig (nach de Wit 1990).
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Seitenanfang
Krause
Wasserpest
Lagarosiphon major (RIDLEY) MOSS
1928
Synonyme:
Lagarosiphon muscoides HARVEY var. major
RIDLEY 1886
Herkunft:
Simbabwe und Südafrika
Aussehen:
Die Stängel sind steif und brüchig. Die
Blätter
sind wechselständig,
selten
in Quirlen. Die Spreiten
sind schmal lanzettlich
und nach
unten
gebogen. Sie sind etwa 1,0 bis 1,5 cm lang und 1,5 bis 2 mm breit. Die
Zähne am Blattrand stehen nicht auf Vorsprüngen. An der
Blattbasis
sind keine Schuppen.
Temperatur:
15 - 25 °C
pH-Wert:
5,5-7,0
Härte:
2-12 °KH
Licht:
viel bis sehr viel
Sonstiges:
Die Pflanze ist seit 1906 in der Aquaristik
bekannt.
Sie ist aber nicht ganz unproblematisch in der Kultur. Sie ist nicht
immer
im Handel verfügbar, weil sie in Asien produziert wird und
den
Transport nach Europa nicht immer gut übersteht.

Die Blüten von Lagarosiphon
major
bilden sich in den Blattachseln nahe der
Triebspitze.
|
Die Pflanzen sind sehr steif.
Die Blätter biegen sich alle nach unten.
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Seitenanfang
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